Disziplinarverfahren gegen Brasilien und Argentinien

Zwei Tage nach dem CoV-Eklat beim WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien hat der Fußballweltverband (FIFA) offiziell ein Disziplinarverfahren gegen beide Nationalverbände eingeleitet.

Nach der Auswertung des offiziellen Spielberichts wurden die beteiligten Mannschaften aufgefordert, nähere Informationen dazu zu liefern, wie es zu dem Spielabbruch kommen konnte, teilte die FIFA am Dienstag mit. Die Informationen würden gesammelt und dann gründlich von der Disziplinarkommission der FIFA ausgewertet. Weitere Informationen dazu werde es zu gegebener Zeit geben.

Gesundheitsbehörde holt Spieler vom Platz

Das Spiel der beiden Fußballerzrivalen war am Sonntag nach wenigen Minuten zunächst unterbrochen und dann abgebrochen worden. Zu diesem Zeitpunkt hatten Beamte der brasilianischen Gesundheitsbehörde (ANVISA) das Spielfeld betreten, um drei argentinische Spieler wegen angeblicher Verstöße gegen die CoV-Bestimmungen vom Platz zu holen.

Argentinien Spieler Nicolas Otamendi, Giovani Lo Celso und Torwart Emiliano Martinez verlassen das Spielfeld kurz nach Anpfiff.
AP/Andre Penner

Die Premier-League-Spieler Emiliano Martinez (Aston Villa), Cristian Romero und Giovanni Lo Celso (beide Tottenham Hotspur) sowie der nicht eingesetzte Emiliano Buendia (Aston Villa) sollen bei der Einreise nach Brasilien nicht angegeben haben, dass sie sich in den 14 Tagen zuvor in England aufgehalten hatten. In diesem Fall hätten sie wegen der CoV-Beschränkungen nicht einreisen dürfen, weil Großbritannien auf der roten Liste Brasiliens steht. Die ANVISA hatte deswegen Quarantäne für die vier Argentinier angeordnet.