Robert Lewandowski (Bayern) jubelt nach seinem Tor gegen Barcelona
Reuters/Albert Gea
Champions League

Bayern lassen Barcelona keine Chance

Der FC Bayern München ist mit einem souveränen Sieg beim FC Barcelona in die neue Saison der UEFA Champions League gestartet. Der deutsche Serienmeister setzte sich am Dienstag im Camp Nou mit 3:0 (1:0) gegen die Katalanen durch, die ohne den zu Paris gewechselten Fußballsuperstar Lionel Messi eine harmlose Vorstellung zeigten.

Thomas Müller erzielte in der 34. Minute seinen siebenten Treffer im sechsten Königsklassenspiel gegen Barcelona. Torjäger Robert Lewandowski staubte nach einem Stangenschuss von Jamal Musiala zum 2:0 ab (56.) und sorgte beim ersten CL-Spiel unter dem neuen Coach Julian Nagelsmann auch noch für den Endstand (85.). Zu diesem Zeitpunkt waren auch die beiden Österreicher Yusuf Demir (Barcelona, ab 59. Minute) und Marcel Sabitzer (Bayern, ab 82.) auf dem Platz.

Im Parallelspiel der Gruppe E trennten sich Dynamo Kiew und Benfica Lissabon mit 0:0. In der zweiten Partie der Gruppe F spielten nach dem 1:2 von Manchester United bei den Young Boys Bern Europa-League-Sieger Villarreal und Atalanta Bergamo mit 2:2. In der Salzburg-Gruppe G gab es zwischen OSC Lille und VfL Wolfsburg ebenfalls ein Remis (0:0). Favoritensiege feierten hingegen Juventus Turin (3:0 in Malmö) und Titelverteidiger Chelsea (1:0 gegen St. Petersburg) in der Gruppe H.

Klassenunterschied in Barcelona

Barcelona wirkte nach dem Abgang von Clubikone Lionel Messi vergleichsweise bieder. Nach vorne gelang den Katalanen äußerst wenig, die Bayern mussten in keiner Phase des Spiels an ihr Äußerstes gehen, der Klassenunterschied zwischen den beiden Teams war wie beim historischen 2:8 vor 13 Monaten ersichtlich.

Müller brachte die Münchner durch einen von Eric Garcia abgefälschten Schuss in Führung. Lewandowski schnürte in der zweiten Hälfte einen Doppelpack, in dem er jeweils nach Stangenschüssen abstaubte.

Thomas Müller (Bayern) jubelt nach seinem Tor gegen Barcelona
AP/Joan Monfort
Thomas Müller erzielte bereits seinen siebenten Treffer für Bayern gegen Barcelona

Demir gibt Debüt in Königsklasse

Während der 18-jährige Österreich-Legionär Yusuf Demir bei den Katalanen in Minute 59 eingewechselt wurde und somit seine Premiere in der Königsklasse erlebte, kam ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer aufseiten der Bayern erst in der 82. Minute für Müller ins Spiel.

Viel mehr als ein Schuss ans Außennetz sprang aber für Sabitzer in der Schlussphase nicht heraus. Der deutsche Meister wurde seiner Favoritenrolle in Gruppe E gerecht, bei der Parallelpartie in Kiew spielte Valentino Lazaro beim 0:0 ab der 59. Minute für Benfica.

Nagelsmann zufrieden, Koeman Realist

„Wenn wir in der Gruppenphase weiter so spielen, werden wir hoffentlich in die K.-o.-Phase kommen. Das ist das erste Ziel“, sagte Coach Julian Nagelsmann, der mit seinen Bayern zufrieden war, und schloss an: „Wenn wir uns weiterentwickeln, sind wir einer der Favoriten. Wir probieren es auf jeden Fall, einer zu sein.“ Sein Gegenüber Ronald Koeman gab die größere Klasse des Gegners unumwunden zu: „Bayern ist einer der Favoriten, die Champions League zu gewinnen. Wir sind bald auf Probleme gestoßen.“

Spaniens Presse sah chancenlose Katalanen. „Der Ball dient ihm (dem FC Barcelona, Anm.) nicht mehr“, schrieb „El Mundo“. Die Spieler könnten dem Leder „nur noch hinterherrennen und beten, dass die Gegentore sich nicht häufen“. Immerhin zeigte sich Koeman mit den Leistungen seiner jungen Spieler wie Demir und dem 17-jährigen Gavi sowie dem 18-jährigen Alejandro Balde zufrieden. „Man muss realistisch sein. Unsere jungen Spieler haben gezeigt, dass wir Zukunft haben“, sagte der Niederländer.

Remis in Salzburg-Gruppe, Siege für Chelsea und Juve

In der Salzburg-Gruppe G trennten sich der französische Meister OSC Lille und der VfL Wolfsburg (Goalie Pavao Pervan auf der Bank) mit 0:0 und teilten sich damit genauso die Punkte wie Sevilla und Salzburg. Verteidiger John Brooks bei den Deutschen sah die Gelb-Rote Karte und wird damit in zwei Wochen gegen Sevilla fehlen.

In Pool H kam Champions-League-Sieger Chelsea in London gegen Zenit St. Petersburg zu einem 1:0-Arbeitssieg. Torgarant Romelu Lukaku sorgte per Kopf für die Entscheidung (69.) zugunsten der Engländer. Im zweiten Spiel der Gruppe blieb Juventus Turin bei Malmö FF mit 3:0 ungefährdet. Alex Sandro (23.), Paulo Dybala (45./Foulelfmeter) und Alvaro Morata (45.+1) machten bereits vor der Pause alles klar.