Srdjan Grahovac (Rapid) und Michael Liendl (WAC)
GEPA/Philipp Brem
Bundesliga

Wolfsberger Hoch soll gegen Rapid anhalten

Im Lavanttal herrscht derzeit unabhängig vom Wetter ein Hoch – zumindest sportlicher Natur. Der RZ Pellets WAC steht mit einer Serie von fünf gewonnenen Pflichtspielen en suite da, von den jüngsten sieben Matches wurde nur jenes gegen Red Bull Salzburg verloren. Nun soll die Erfolgswelle am Sonntag (17.00 Uhr) auch Rapid wegschwemmen. Trainer Robin Dutt sieht seine Mannschaft jedenfalls noch lange nicht am Zenit. „Es gibt noch viel zu tun“, so der Deutsche.

Geht es nach Dutt, soll der positive Trend zumindest noch gegen Rapid anhalten. „Der Status quo ist sehr schön“, sagte der 56-Jährige. Gleichzeitig wehrte sich der Wolfsberger Trainer aber auch gegen überzogene Erwartungen. „Unsere Ausgangsposition ist gut, doch es ist nur eine Ausgangsposition, mehr nicht“, so Dutt, der nach Startschwierigkeiten mit seiner Mannschaft mittlerweile auf Rang drei mit nur zwei Punkten Rückstand auf Sturm Graz zu finden ist.

Einmal mehr verwies der 56-Jährige, dass er für die Verwirklichung seiner Ziele Zeit benötige. „Nicht alles muss immer sofort passen, nicht alle Ideen können sofort umgesetzt werden. Es ist ein Zusammenspiel von vielen Dingen, die zum Handlungskasten eines Trainers gehören. Manchmal dauert das ein halbes Jahr, manchmal ein Jahr“, sagte Dutt, der mit seinem Team aus den ersten vier Runden nur zwei Punkte geholt hatte.

Bundesliga, 14. Runde

Beginn 17.00 Uhr:

WAC – Rapid

Lavanttal-Arena, SR Harkam

Mögliche Aufstellungen:

WAC: Kofler – Jasic, Baumgartner, D. Gugganig, Dedic – Peretz, Leitgeb, Liendl, Taferner – Röcher, Vizinger

Rapid: Gartler – Schick, Hofmann, Moormann, Ullmann – Grahovac, Aiwu – Arase, Knasmüllner, Grüll – Kara

Fünf Punkte hinter den Wolfsbergern rangiert Rapid an der fünften Stelle. Die Grün-Weißen mussten sich am Donnerstag in der Europa League Dinamo Zagreb auswärts 1:3 geschlagen geben und gingen damit erstmals nach sechs Matches wieder als Verlierer vom Platz. „Was das von den Kräften her für sie bedeutet, kann ich nicht beurteilen. Es hat für unsere Vorbereitung ohnehin keine Relevanz“, so Dutt. Er gehe davon aus, dass sich Rapid trotz angespannter Personalsituation stark präsentieren werde.

Rapid wird „alle Kräfte sammeln“

Bei Rapid fehlen nach wie vor einige verletzte Stammspieler, dazu ist Robert Ljubicic am Sonntag gesperrt. Hinter den Einsätzen der an Muskelblessuren laborierenden Taxiarchis Fountas und Filip Stojkovic steht ein Fragezeichen. Dennoch gab sich Trainer Dietmar Kühbauer optimistisch. „Wir sind trotz der Niederlage gegen Dinamo Zagreb gut drauf und wollen ein gutes Spiel abliefern“, kündigte der 50-Jährige an.

Vor dem Gegner zeigte Kühbauer Respekt. „Dass der WAC eine gute Mannschaft ist, wissen wir nicht erst seit gestern. Doch wir werden alle Kräfte sammeln, damit wir mit einem guten Spiel in die Länderspielpause gehen.“ Ziel sei es, nicht als Verlierer vom Platz zu gehen, sagte der Burgenländer. Seine Truppe reiste direkt aus Zagreb ins Lavanttal weiter, wo Rapid die jüngsten beiden Kräftemessen mit dem WAC für sich entscheiden konnte. Bei der Partie im Lavanttal am Sonntag kommt die 2-G-Regel zur Anwendung. Demnach erhalten nur noch Geimpfte und/oder Genesene Zutritt ins Stadion.