Die österreichische Rodlerin Hannah Prock
GEPA/Jasmin Walter
Rodeln

ÖRV-Duo reist mit Verspätung nach China

Das aufgrund eines positiven Coronavirus-Tests von Verbandspräsident Markus Prock zunächst daheimgebliebene österreichische Rodelduo bricht am Sonntag nach China auf. Nach Isolation und laufend negativen PCR-Tests können Hannah Prock und Jonas Müller sowie zwei Betreuer zu den Testläufen und Weltcup-Vorbereitungen nachreisen, so der ÖRV am Donnerstag. Sie waren als Kontaktpersonen von Prock senior in der Vorwoche auf der gemeinsamen Autofahrt nach Frankfurt wieder umgekehrt.

Mit eineinhalbwöchiger Verspätung geht es nun doch noch nach China. „Glücklicherweise haben wir uns nicht angesteckt und die Zeit gut nützen können“, so Procks Tochter Hannah, die mit ihrem Teamkollegen bis zum Wochenende in Oberhof trainiert. Sie sei zuversichtlich, dass man sich trotz der verlorenen Woche mit der Olympiabahn noch gut werde anfreunden können, so die Tirolerin. Ihr Vater gilt mittlerweile als genesen, gab der Verband an.

Der Rest des österreichischen Teams und die internationale Konkurrenz haben nach überstandener Pflichtisolation an Ort und Stelle bereits etliche Fahrten auf der Yanqing-Bahn hinter sich. „Der Charakter ist sehr speziell und mit keiner anderen Bahn vergleichbar. Sie ist von oben bis unten anspruchsvoll, braucht viel Gefühl“, meinte Cheftrainer Rene Friedl über den Eiskanal, in dem der Pole Mateusz Sochowicz am Montag beim Zusammenprall mit einer fälschlicherweise geschlossenen Bahnsperre schwere Verletzungen erlitten hatte.

National Sliding Center in Peking
AP/Mark Schiefelbein
Ab Sonntag machen sich die Rodler mit der olympischen Yanqing-Bahn vertraut

Wolfgang Kindl hat eineinhalb Wochen vor dem dortigen Saisonauftakt noch Abstimmungsschwierigkeiten. „Die Bahn ist sehr eigen, sie ist extrem lang, hat einige Schwierigkeiten drinnen, oft fehlen Orientierungspunkte“, meinte der Ex-Weltmeister. „Das sollte mir eigentlich entgegenkommen, aber ich tu mir aktuell noch etwas schwer. Ich muss noch das richtige Set-up und meinen Rhythmus finden, bin aber guter Dinge.“