Enttäuschter Zlatan Ibrahimovic
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WM-Qualifikation

Schweden kommt in Georgien vom Weg ab

Schweden hat beim Comeback von Altstar Zlatan Ibrahimovic wohl die Chance auf ein Fixticket für die Fußball-WM 2022 in Katar verspielt. Die Skandinavier verloren am Donnerstag in Georgien mit 0:2 und fielen in der Gruppe B vor dem abschließenden Duell mit Spanien hinter die Iberer, die in Griechenland 1:0 gewannen, auf Platz zwei zurück. Die Schweden benötigen bei einem Punkt Rückstand damit am Sonntag in Sevilla einen Auswärtssieg, um den Umweg über das Play-off zu vermeiden.

Direkte Duelle um Platz eins und damit die direkte Qualifikation für die Endrunde in Katar stehen auch in zwei weiteren Gruppen an. In Pool A halten sowohl Portugal nach einem torlosen Remis in Irland und das am Donnerstag spielfreie Serbien bei 17 Punkten. Die Top Zwei stehen sich am Sonntag im Estadio da Luz in Lissabon gegenüber. In der Gruppe H feierte Russland einen 6:0-Kantersieg gegen Zypern und liegt vor dem abschließenden Gastspiel in Kroatien zwei Punkte vor dem Vizeweltmeister, der am Abend mit einer 7:1-Gala auf Malta nachzog.

In der Gruppe J gewann wiederum Nordmazedonien auch dank zweier verwerteter Elfmeter in Armenien mit 5:0 und verdrängte Rumänien, das nicht über ein Heim-0:0 gegen Island hinauskam, vom zweiten Platz, der zur Play-off-Teilnahme berechtigt. Am letzten Spieltag empfangen die Nordmazedonier Island, Rumänien ist in Liechtenstein zu Gast. Als Gruppensieger stand bereits Deutschland fest, das bei der offiziellen Verabschiedung von Ex-Bundestrainer Joachim Löw in Wolfsburg ein 9:0-Feuerwerk über Liechtenstein zündete.

Torschuss von Ilkay Gundogan
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Deutschland bescherte Löw gegen Liechtenstein einen würdigen Abschied und Flick einen neuen Startrekord

Spanien dicht vor Endrundenticket

Bei der 0:2-Niederlage der Schweden in Georgien blieb Ibrahimovic, der zum ersten Mal seit Ende März wieder im Aufgebot der Skandinavier stand, bei seinen sieben Abschlüssen glück- und torlos. Stattdessen brillierte der 20-jährige Georgier Khvicha Kvaratskhelia von Rubin Kasan mit einem Doppelpack (61., 77.) und seinen Teamtreffern Nummer vier und fünf im erst elften Länderspiel.

Profiteure des Ausrutschers der Schweden waren die Spanier, die einen großen Schritt Richtung WM 2022 in Katar machten. Dank eines verwandelten Strafstoßes von Pablo Sarabia (25.) gewannen die Iberer mit 1:0 (1:0) in Griechenland und verdrängten Ibrahimovic und Co. von Platz eins. Für die Griechen ist nach der Qualifikation dagegen Schluss. Freuen darf sich damit auch das ÖFB-Team, das dank des sicheren Top-Zwei-Platzes der Spanier von Frankreich am Samstag mit einem Erfolg gegen Kasachstan über die Nations League ins Play-off geschossen werden kann.

Elfmeterschuss von Pablo Sarabia
Reuters/Alkis Konstantinidis
Spanien ist nach dem Ausrutscher der Schweden in Georgien plötzlich voll auf WM-Kurs

Ronaldo und Co. enttäuschen in Irland

Auch Portugal hat die Tabellenführung übernommen, allerdings kam das Team um Superstar Cristiano Ronaldo in der Gruppe A nicht über ein 0:0 gegen Irland hinaus. Zudem sah Innenverteidiger Pepe die Gelb-Rote Karte (81.). Auch Aserbaidschan musste das Heimspiel gegen Luxemburg in Unterzahl beenden. Sowohl die Hausherren als auch Luxemburg, die sich 1:3 (0:0) trennten, haben keine Chance mehr auf ein WM-Ticket.

Deutschland bescherte Löw unterdessen einen gebührenden Abschied und bescherte dessen Nachfolger Hansi Flick einen Startrekord. Das 9:0 in Wolfsburg gegen Liechtenstein war für den 56-Jährigen der sechste Sieg im sechsten Länderspiel als DFB-Chefcoach. Das war keinem seiner zehn Vorgänger mit der deutschen Nationalmannschaft gelungen. Flick kann die Bestmarke bereits am Sonntag zum Abschluss in der WM-Qualifikation in Armenien ausbauen.

Ilkay Gündogan (11.) per Foulelfmeter, der Liechtensteiner Daniel Kaufmann (20.) per Eigentor sowie Leroy Sane (22.) und Marco Reus (23.) sorgten für eine 4:0-Pausenführung. In der zweiten Halbzeit sicherten Sane (49.) mit seinem zweiten Treffer, Thomas Müller (76./86.) mit einem Doppelpack und Ridle Baku (80.) sowie der Lichtensteiner Maximilian Göppel (89.) mit einem erneuten Eigentor den klaren Sieg. Der Liechtensteiner Jens Hofer hatte nach einem schwerem, aber unabsichtlichen Foul an Leon Goretzkan in der neunten Minute Rot gesehen.