Verschwundene Spielerin aus China offenbar „in Sicherheit“

Die nach von ihr erhobenen Missbrauchsvorwürfen aus der Öffentlichkeit verschwundene chinesische Tennisspielerin Peng Shuai soll sich nach Verbandsangaben in Sicherheit befinden. Der Chef des Verbandes der Tennisspielerinnen (WTA), Steve Simon, sagte der „New York Times“ in einem am Sonntag (Ortszeit) veröffentlichten Interview: „Wir haben von mehreren Quellen, darunter dem chinesischen Tennisverband, die Bestätigung erhalten, dass sie in Sicherheit ist und nicht physisch bedroht wird.“

Peng Shuai (CHN)
Reuters/Edgar Su

In einer von der WTA veröffentlichten Stellungnahme zu dem Fall brachte Simon jedoch „tiefe Besorgnis“ über Pengs Lage zum Ausdruck. Die von der 35-jährigen Sportlerin erhobenen Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren chinesischen Vizeregierungschef Zhang Gaoli müssten „vollständig, fair, transparent und ohne Zensur“ untersucht werden, hieß es in der Erklärung. Die chinesische Regierung äußerte sich jedoch auch am Montag nicht zu dem Fall.

Peng war nach Missbrauchsvorwürfen verschollen

Peng hatte Anfang des Monats in dem Onlinenetzwerk Weibo geschrieben, Zhang habe sie zum Sex gezwungen. Der Eintrag in dem Netzwerk wurde dann gelöscht, Peng wurde seit anderthalb Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

Nach Peng befragt, sagte am Montag der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian: „Ich habe von dem Thema nicht gehört.“ Auch handle es sich nicht um eine „Frage der Diplomatie“, bestritt er eine Zuständigkeit für das Thema.