Forderungen nach unabhängigem WADA-Exekutivkomitee

Die Forderungen an Regierungen, bei der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) auf Reformen zu drängen, werden immer lauter. Vier Athletenvertretungen haben sich am Dienstag mit einem offenen Brief an alle Beteiligten – insbesondere in Regierungen – gewandt, die Forderung der Sportlerinnen und Sportler nach einem gänzlich unabhängigen Exekutivkomitee der WADA zu unterstützen. Hierzu gehören auch Mitbestimmungsrechte unabhängiger Athletenvertretungen.

Die von der WADA vorgeschlagene Aufnahme einiger Athleten in ihre Governance-Struktur sei nicht mehr „als eine Nebelkerze. Statt tiefgreifende Reformen umzusetzen, versteckt sich die WADA weiterhin hinter plakativen Schlagwörtern“, heißt es in dem Schreiben. In der Folge hätten Athletinnen und Athleten das Vertrauen in die Integrität der WADA verloren.

„Bedeutsame Veränderungen sind ohne Unabhängigkeit nicht umsetzbar. Der erste Schritt dazu sind ein unabhängiges Exekutivkomitee und eine unabhängige Athletenvertretung“, fordern die Unterzeichner der Athletics Association, der International Swimmers Alliance, der Vereinigung Global Athlete und des Vereins Athleten Deutschland. Eine solche Unabhängigkeit würde Vertrauen, Rechenschaftspflicht, Transparenz und ein Kräftegleichgewicht wiederherstellen.