Ein Arbeiter befreit die Strecke in Lake Louise vom Schnee
GEPA/Mario Buehner
Ski alpin

Schneefall zwingt Abfahrer zum Nichtstun

Der alpine Olympiawinter 2021/22 hat am Freitag seine erste Absage erfahren. Dichter Schneefall in den kanadischen Rocky Mountains machte die Austragung der ersten Abfahrt unmöglich. Damit muss am Samstag (20.15 Uhr, live in ORF1 und im Livestream) ein neuerlicher Anlauf für den Auftakt der Speed-Spezialisten genommen werden.

Wegen anhaltenden Schneefalls und der Wetterprognose entschied die Jury schon zweieinhalb Stunden vor der offiziellen Startzeit (20.00 Uhr MEZ), dass ein Rennen an diesem Tag nicht möglich sein wird. Auch hatten die Pistenarbeiter noch mit dem Neuschnee der Nacht zu kämpfen. Schon das dritte Training am Donnerstag war den widrigen Verhältnissen zum Opfer gefallen.

„Leider ist das Rennen heute abgesagt. Also die Vorhersage war schon so, dass es in der ganzen Nacht starke Schneefälle geben wird. Heute Morgen hat es dann aufgehört, es soll aber nochmal beginnen. Für morgen soll es eine Wetterbesserung geben, dann steht dem Rennen nichts im Wege“, sagte FIS-Renndirektor Markus Waldner im ORF-Interview zur Situation.

Neuer Anlauf am Samstag

Problem sei unter anderem auch die Infrastruktur in Lake Louise, so der Südtiroler: „Das Problem ist momentan, dass zu viel Schnee auf der Rennstrecke ist, vor allem aber auch neben der Rennstrecke durch starke Windverwehungen, und da brauchen wir einfach Zeit, weil wir mit den Winden arbeiten müssen. Wir sind hier nicht in Kitzbühel, wir sind in Lake Louise und haben drei Maschinen, und eine ist kaputt, darum brauchen wir einfach Zeit.“

Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr sagte: „Schade, aber ich bin guter Dinge, dass wir morgen ein Rennen haben werden. Ich schaue, dass ich die Spannung beibehalte. Ich werde neu fokussieren und für morgen bereit sein.“

Nach der für Samstag angesetzten weiteren Abfahrt ist für Sonntag ein Super-G in Lake Louise geplant. Danach folgen als Fortsetzung der Nordamerika-Rennen noch drei Speed-Bewerbe in Beaver Creek (USA). Im Vorjahr waren die Bewerbe in Nordamerika aufgrund der CoV-Pandemie allesamt gestrichen worden.