Jubel der Spanier
Reuters/Bernadett Szabo
Handball-EM

Spanien darf vom Titel-Hattrick träumen

Titelverteidiger Spanien und der WM-Zweite Schweden bestreiten das Endspiel der Handball-EM. Der Champion von 2018 und 2020 setzte sich am Freitag vor 7.286 Zuschauern in Budapest im Halbfinale gegen Weltmeister Dänemark mit 29:25 (13:14) durch und darf weiter vom Titel-Hattrick träumen. Im Anschluss setzte sich der viermalige Europameister aus Schweden ebenfalls in Budapest gegen Olympiasieger Frankreich mit 34:33 (17:14) durch. Das Endspiel ist am Sonntag ab 18.00 Uhr live in ORF Sport + zu sehen.

Die Dänen erwischten gegen Spanien den besseren Start und lagen in der ersten Halbzeit teilweise mit vier Toren voran – auch weil sich Tormann Niklas Landin zunächst in prächtiger Verfassung präsentierte. Doch mit zunehmender Spielzeit lief sein Gegenüber Gonzalo Perez de Vargas zur Höchstform auf, sodass die Spanier den Abstand bis zur Pause auf ein Tor verkürzen konnten.

Zehn Minuten nach dem Wechsel ging der Titelverteidiger beim 17:16 erstmals in Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. „In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft einen vorzüglichen Job gemacht“, so Spaniens Coach Jordi Ribera. „Wir haben in der Abwehr gut gestanden und hatten einen überragenden Torhüter.“ Bester Werfer beim Sieger war Aleix Gomez mit elf Toren. Für Dänemark traf Superstar Mikkel Hansen achtmal.

Glanzparaden von Schwedens Goalie Palicka

Auch im zweiten Halbfinale schlüpfte ein Tormann in die Hauptrolle. Schwedens Andreas Palicka war bei seinem Turniercomeback nach überstandener Coronavirus-Infektion der überragende Mann auf dem Parkett. Der 35-Jährige zeigte nicht nur zahlreiche Glanzparaden, sondern erzielte auch noch drei Tore.

Schwedens Torwart Andreas Palicka
Reuters/Bernadett Szabo
Schwedens Goalie Palicka war der überragende Mann auf dem Parkett

Im zweiten Durchgang ging dem Routinier zwar kurz die Puste aus, doch in der heißen Schlussphase war er wieder hellwach. Im Angriff war Jim Gottfridsson nicht zu stoppen. Mit neun Toren führte er die Skandinavier zum Sieg. Für Frankreich war Hugo Descat achtmal erfolgreich.

Norwegen sichert sich mit Platz fünf WM-Ticket

Zuvor hatte sich Norwegen in einem Krimi gegen Island Platz fünf und damit das direkte Ticket für die WM 2023 in Schweden und Polen gesichert. Dank eines Treffers in letzter Sekunde von Harald Reinkind setzte sich der EM-Dritte von 2020 mit 34:33 (27:27, 16:12) nach Verlängerung durch. Bester Werfer beim Sieger war Topstar Sander Sagosen mit acht Toren, für die Isländer traf Omar Ingi Magnusson zehnmal.

Die Norweger sind damit wie Dänemark, Frankreich, Spanien sowie die beiden Ausrichter Schweden und Polen sicher bei der WM im kommenden Jahr dabei. Die weiteren Europastartplätze werden in Play-off-Spielen vergeben. Um dorthin zu kommen, muss Österreich, das die EM auf Platz 20 beendet hatte, zuvor noch eine weitere Play-off-Phase absolvieren. Die Paarungen für beide Phasen werden am Samstag (15.30 Uhr, live in ORF Sport +) in Budapest ausgelost.

Handball-EM der Männer

Finale:
30.01. Schweden Spanien 27:26
Spiel um Platz drei:
30.01. Dänemark Frankreich 35:32 n.V.
Spiel um Platz fünf:
28.01. Norwegen Island 34:33 n.V.
Halbfinale:
28.01. Spanien Dänemark 29:25
Schweden Frankreich 34:33