20 Runden schien das Rennen in italienischer Hand. Charles Leclerc krallte sich nach einem Blitzstart die Führung und bog unter dem Jubel der Tifosi in die erste Kurve ein. Der 24-Jährige fuhr schnell einen Polster von über einer Sekunde heraus und kontrollierte das Rennen 17 Runden lang. Doch der Reifen am Ferrari baute schneller ab, Verstappen holte auf und fuhr auf 0,3 Sekunden an den Monegassen heran. Leclerc wehrte sich mehrmals, bis der Niederländer dem Ferrari-Piloten in der 20. Runde mit der Hilfe von DRS und besserem Grip die Führung abnahm.
„Mein Start war nicht sehr gut. Danach hat es eine Weile gedauert, dass ich den Druck aufbauen konnte. Aber wir waren, glaube ich, mit dem Reifenmanagement besser, darum konnte ich das DRS gut nutzen und schließlich überholen", sagte Verstappen nach dem Sprint. Leclerc sprach das gleiche Thema an, die Reifenproblematik müsse das Team am Abend analysieren. „So ist das Leben. Wir werden daran arbeiten und morgen stärker zurückkommen“, sagte er.
Formel 1: Verstappen sichert sich Sprintauftakt
Max Verstappen hat sich am Samstag den Sieg beim ersten Sprintrennen der Saison in Imola und damit die Poleposition für das Rennen am Sonntag (15.00 Uhr) geholt. Der Red-Bull-Pilot fiel nach einem schlechten Start zuerst hinter den Ferrari-Piloten Charles Leclerc zurück, sicherte sich dank besseren Reifenmanagements am Ende aber doch noch den Sieg vor dem Monegassen. Als Dritter überquerte Sergio Perez im zweiten Red Bull die Ziellinie. Platz vier ging an Carlos Sainz (Ferrari).
Startprobleme für Verstappen
Wegen einer schlechten Gangsynchronisation fiel der amtierende Weltmeister bereits am Start hinter Leclerc zurück. Leclerc erwischte, wie auch Lando Norris im McLaren, einen guten Start. Kevin Magnussen, der wie Teamkollege Mick Schumacher auf Medium-Reifen startete, brachte nicht gleich die notwendige Temperatur in die Pneus und ließ schnell eine Lücke aufreißen. Für das Weaving (hin und herfahren auf der Strecke), mit dem er Konkurrenten Perez hinter sich halten wollte, kassierte der Däne später eine Verwarnung.
Im hinteren Feld wurde es im Kampf um bessere Plätze nach nur wenigen Kurven zu eng. Guanyu Zhou geriet an Alpha-Tauri-Pilot Pierre Gasly und krachte mit seinem Alfa Romeo in die Barriere. Das Aus für den Chinesen bedeutete den ersten Safety-Car-Einsatz des Wochenendes. Gasly rettete sich mit einem geplatzten Vorderreifen an die Box und konnte nach Reifenwechsel und mit einer neuen Nase am Ende des Feldes wieder aufschließen.

Neue Autos, spannenderes Sprintrennen
Leclerc kontrollierte den Restart und konnte sich von seinem Verfolger im Red Bull rasch absetzen. Spannend wurde es eher im Mittelfeld, wo sich die Fahrer deutlich mehr Duelle als noch im Vorjahr lieferten. Perez ging schließlich in der DRS-Zone an Magnussen vorbei, und auch Sainz konnte den offenen Flügen nutzen und Fernando Alonso hinter sich lassen. Der Ferrari-Fahrer schaffte es nach seinem zehnten Startplatz aufgrund eines Crashs im Qualifying schließlich knapp nicht auf das Podest.
Auch der einzige Alfa-Romeo-Fahrer im Feld, Valtteri Bottas, lieferte sich ein enges Duell mit Alonso und fuhr als Siebenter in die Punkte. Sein Ex-Teamkollege Lewis Hamilton hatte dagegen nichts am Renngeschehen mitzureden. Er beendete den Sprint auf Platz 14 und landete damit erneut hinter Landsmann George Russell (Elfter). Das nächste Sprintrennen geht am 9. Juli auf dem Red Bull Ring in Spielberg in der Steiermark über die Bühne.