Emotionales Karriereende für Tsonga

Jo-Wilfried Tsonga hat bereits vor dem Matchball mit den Tränen zu kämpfen gehabt. Unter dem Applaus der stehenden Zuschauer auf dem Court Philippe Chatrier schlug der 37-jährige Franzose ein letztes Mal auf, dann war die Karriere des Publikumslieblings beendet. Tsonga hatte bereits vor den French Open angekündigt, dass die diesjährige Auflage im Stade Roland Garros sein letztes Turnier sein würde.

Tsonga verabschiedet sich in Paris

Gegen den Norweger Casper Ruud zeigte Tsonga, vor zehn Jahren schon einmal die Nummer fünf der Tenniswelt, noch einmal sein ganzes Können. Angefeuert von den französischen Fans, die im Stadion von Beginn an für stimmungsvolle Atmosphäre sorgten, packte Tsonga einige Zauberschläge aus und gewann den ersten Satz sogar mit 7:6 (8/6). Doch im Laufe der Partie merkte man Tsonga an, dass er eben doch nicht mehr der Spieler von früher ist. Ruud holte sich die weiteren Sätze mit 7:6 (7/4), 6:2 und 7:6 (7/0).

Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich) kniet auf dem Sand eines Courts der French Open
Reuters/Gonzalo Fuentes

Am Ende stand der Franzose sogar kurz vor der Aufgabe, weil ihm wie häufig in der Karriere eine Verletzung zu schaffen machte, dieses Mal an der Schulter. Doch Tsonga blieb eine Aufgabe in seinem letzten Spiel erspart. Beim abschließenden Ballwechsel stand das gesamte Stadion und verabschiedete den Australian-Open-Finalisten von 2008 in den sportlichen Ruhestand.

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