Die Hybridmotoren der Rennwagen sollen in vier Jahren mit 100 Prozent nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden. Zudem soll der Verbrenner im Aggregat nur noch 50 Prozent der Leistung beitragen, der Rest aus elektrischem Antrieb kommen. Das passt zur künftigen Ausrichtung der Autobranche.
„Wir begrüßen den Entwurf des Reglements“, sagte Blume. Dadurch gebe es, was nur alle zehn Jahre vorkomme, eine Einstiegschance. „Und wenn wir uns in der Königsklasse des Rennsports engagieren, dann mit einem starken Partner“, fügte Finanzvorstand Lutz Meschke in der „FAZ“ hinzu. Experten rechnen damit, dass Porsche beim Red-Bull-Team um Weltmeister Max Verstappen einsteigt.

Zuletzt stockten allerdings die Gespräche mit dem Weltverband FIA über die konkreten Details des neuen Reglements. Es wird erwartet, dass die Verhandlungen im Sommer abgeschlossen sind und Porsche sowie Konzernschwester Audi dann ihre Formel-1-Pläne konkretisieren.
In einer Liga mit der Champions League
Im Falle eines Einstiegs in die Formel 1 sieht Porsche kein größeres wirtschaftliches Risiko. Er sei „zuversichtlich, dass es profitabel“ sein könne, so Blume. Er begründete das Interesse mit dem wachsenden Erfolg der Serie. „Im vergangenen Jahr haben über 1,5 Milliarden Fernsehzuschauer die Formel 1 verfolgt“, sagte er.
In den digitalen Kanälen sei es „die Sportart, die am stärksten an Interesse gewinnt“, fügte Blume hinzu. Für ihn spiele die Formel 1 in einer Liga mit der Fußball-Champions-League, den Olympischen Spielen oder der Fußball-WM, sagte er.