Formel eins Autos im Rennen
GEPA/Wolfgang Jannach
Formel 1

Maßnahmen gegen „Hoppeln“ beschlossen

Im Kampf gegen das „Hoppeln“ der Formel-1-Autos sind mehrere Regeländerungen für die kommende Saison geplant. Nach einer Sitzung des Technischen Beratungsausschusses stellte der Internationale Motorsportverband „FIA“ vier Anpassungen im Reglement vor. Der Weltrat muss diese Maßnahmen noch genehmigen.

Unter anderem sollen die Kanten der Wagenunterböden um 25 Millimeter angehoben werden. Zudem sind exaktere Sensoren vorgesehen, um die aerodynamischen Schwingungen besser zu messen. Ab dem Grand Prix von Belgien in Spa-Francorchamps Ende August sind Sofortmaßnahmen geplant, so soll die Flexibilität der Unterböden künftig strenger überprüft werden können.

Die FIA will mit den Änderungen nach eigener Aussage das Problem des „Hoppelns“ verringern „und hoffentlich in naher Zukunft beseitigen“, da es als ein Sicherheitsproblem angesehen werde. Zuletzt war die Kritik aber wieder abgeflaut.

Überrollbügel soll widerstandsfähiger werden

Das technische Problem entsteht durch die zu dieser Saison aerodynamisch stark veränderten Fahrzeuge. Bei hoher Geschwindigkeit werden die Autos auf den Geraden so auf den Boden gepresst, bis diese kurz den Asphalt berühren und so wieder hochgedrückt werden. Das wiederholt sich mehrfach. Die Fahrer sind dabei häufigen Schlägen im Cockpit ausgesetzt.

Auf der Sitzung war auch der Unfall von Zhou Guanyu in Silverstone ein Thema. Der Chinese hatte sich kurz nach dem Start nach einer Kollision mit seinem Alfa Romeo überschlagen und war über die Reifenstapel hinweg in den Fangzaun gekracht. Der einst umstrittene Cockpitschutz Halo war sein Lebensretter. Der Überrollbügel soll demzufolge von 2023 an noch widerstandsfähiger werden.