Magdalena Lobnig beim Rudern
GEPA/Aleksandar Djorovic
Ruder-EM

Ungewöhnlicher Saisonstart für Lobnig

Eine Europameisterschaft im August als eigentlicher Saisonstart: Die Titelkämpfe in München bieten Magdalena Lobnig ungewohnte Voraussetzungen, am Ziel Finaleinzug hat sich aber nichts geändert. Nachdem sie Ende Mai aus dem Belgrad-Weltcup aussteigen hatte müssen und noch bis Mitte Juli an allergischem Asthma laborierte, fühlt sich die Kärntnerin für ihre erste große Regatta nach dem Gewinn der Olympiabronzemedaille gerüstet.

„Es war wichtig, wieder in diese Umfänge reinzutrainieren. Der Speed ist wieder da“, sagte die Europameisterin 2016 und sprach damit das Trainingscamp im Juli in Breisach in Deutschland an. „Ich bin ‚ready to race‘. Jetzt muss ich schauen, dass ich es ins Wasser zaubern kann in München.“

Der Auftakt am Donnerstag war jedenfalls vielversprechend, Lobnig gewann ihren Einer-Vorlauf in der Topzeit von 8:42,83 Minuten souverän und zog ins Halbfinale ein. In ihrer Absenz hat sich die Niederländerin Karolien Florijn über den Weltcup zur EM-Favoritin gemausert. „Aber wenn ich die Leistung abrufe, muss man mich erst einmal schlagen", gab sich Lobnig angriffslustig.

Auch Schwester Katharina dabei

Auch ihre Schwester Katharina geht bei der Europameisterschaft in München an den Start. Sie sitzt gemeinsam mit der 23-jährigen Salzburgerin Tabea Minichmayr im Doppelzweier im Boot, zwischen den beiden liegen zehn Jahre. Für die ältere der Lobnig-Schwestern ist diese Konstellation eine bzw. die letzte Chance, es vielleicht in der Folge auch einmal zu Olympia zu schaffen.

Katharina Lobnig beim Rudern
GEPA /Matthias Hauer
Katharina Lobnig träumt von einer Olympiateilnahme, bei der EM will sie sich herantasten

„Es wäre der absolute Traum, wenn wir gemeinsam zu den Spielen fahren könnten“, meinte Magdalena Lobnig und fügte hinzu: „Aber für sie geht es einmal ums Herantasten. Sie sind erst eine gemeinsame Regatta gerudert. Da darf man nicht zu viel erwarten.“

EM als Generalprobe für WM

Beide Boote trainieren unter Coach Kurt Traer, Katharina dank eines Sonderurlaubs von der Polizei. Um die ersten Tickets für Paris 2024 geht es in allen olympischen Klassen bei den Weltmeisterschaften 2023, so auch für Magdalena Lobnig.

Davor hat die 32-Jährige aber noch die heurigen Weltmeisterschaften in der zweiten September-Hälfte in Racice in Tschechien im Fokus: „Für mich ist die EM auch eine interne Generalprobe für die WM.“ Freilich ohne deswegen auf eine hohe EM-Zielsetzung zu verzichten.