Jasmin Mader (AUT)
GEPA/Patrick Steiner
Turn-EM

Österreich erreicht bestes EM-Ergebnis

Österreichs Kunstturnerinnen Selina Kickinger, Carina Kröll, Jasmin Mader, Alissa und Charlize Mörzhaben haben sich am Donnerstag bei der EM in München im Rahmen der European Championships von ihrer besten Seite gezeigt und im Teambewerb den elften Rang erreicht. Noch nie war eine Mannschaft aus Österreich bei kontinentalen Titelkämpfen besser platziert.

„Das war heute das, worauf wir monatelang hintrainiert haben. Wir sind unheimlich stolz auf unsere gemeinsame Leistung“, sagte Mader, die sich selbst nach einer Meniskusoperation vor einem Monat zurückgekämpft hatte. Die Tirolerin blieb in der Münchner Olympiahalle auf allen vier Geräten fehlerlos. Auch ihre Kolleginnen fabrizierten keinen Sturz oder herben Patzer.

Trainer Daymon Jones war hochzufrieden: „Wir haben in den letzten Monaten mit dem Fokus auf dem Teamzusammenhalt statt persönlichem Erfolg trainiert. Dank der professionellen Vorbereitung konnten wir Europa heute mit viel Selbstvertrauen zeigen, wie künstlerisch und stabil sich das ‚neue‘ österreichische Turnen präsentieren kann“, sagte der Amerikaner. Für die nächste Stufe würden nun noch Schwierigkeiten in den Übungen fehlen. Dieser Schritt brauche noch Zeit, so Jones.

Selina Kickinger (AUT)
GEPA/Patrick Steiner
Selina Kickinger legte bei der EM wie ihre Teamkolleginnen einen überzeugenden Auftritt hin

Erfolgreiche WM-Qualifikation

Mit dem elften Platz qualifizierten sich die Österreicherinnen auch für die Weltmeisterschaft Ende Oktober in Liverpool. Für die WM-Qualifikation war ein Platz unter den Top 13 notwendig, das wurde im Vorfeld der EM als Hauptziel ausgegeben.

Bisher hatten Österreichs Turnerinnen einen 16. Platz bei der EM in Bern 2016 als Topresultat zu Buche stehen. Vor vier Jahren gab es mit Rang 23 eher einen Tiefpunkt.

Die besten acht Teams stehen am Samstag im Finale, in Führung liegt Italien vor Großbritannien und Frankreich. Eine Entscheidung gab es im Mehrkampf: Neue Titelträgerin wurde Asia D’Amato aus Italien mit 54,732 Punkten vor der Britin Alice Kinsella (54,132) und ihrer Landsfrau Martina Maggio (53,965).