Tennisspieler Alexander Erler und Lucas Miedler (AUT)
APA/Fotobyhofer/christian Hofer
Davis-Cup

Österreich nach Sieg in Qualifikationsrunde

Österreichs Davis-Cup-Team hat am Samstag in Tulln den erwarteten Heimerfolg über Pakistan gefeiert. Alexander Erler und Lokalmatador Lucas Miedler holten im Doppel gegen Aisam-ul-Haq Qureshi und Aqeel Khan schon bei der ersten Möglichkeit nach der 2:0-Führung vom Vortag den dritten Punkt im Play-off. Danach bescherte Jurij Rodionov Österreich mit seinem zweiten Sieg (6:2 6:2) in zwei Tagen, diesmal gegen Muzammil Murtaza, einen 4:0-Heimerfolg gegen die Gäste.

Erler/Miedler, die in der Vorwoche in Tulln auch das Challenger-Turnier gewannen, siegten 6:3 6:3. „Das war super gespielt von uns, wir waren ein richtiges Team“, freute sich Erler nach dem Sieg. „Das 3:0 war das, was sich alle erhofft haben. Wir waren vom Papier her überall Favoriten. Gott sei Dank ist es uns genau so gelungen“, freute sich Miedler, der sein Davis-Cup-Heimdebüt in seiner Heimatstadt erfolgreich beendete. „Wir haben in den drei Wochen nicht viel falsch gemacht, es könnte immer so sein“, erklärte Miedler zur Erfolgsserie. Für das Duo geht es schon am Montag zum nächsten Challenger nach Sibiu in Rumänien, danach steht das ATP-250-Turnier in Tel Aviv auf dem Programm.

ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer, der zum zweiten Mal auch als Non Playing Captain auf der Bank saß, war zufrieden. „Es ist definitiv nach Plan verlaufen, ohne Satzverlust. Die Burschen haben bewiesen, dass sie eine Klasse besser sind. Es ist immer schwer, so was einzufahren, vor allem der Alex hat heute sehr gut angefangen“, meinte Melzer. Kurz darauf machte Rodionov den Sack endgültig zu. Nach seinem Auftaktsieg am Freitag gegen Muhammad Shoaib mit 6:3 6:1 konnte sich der 23-Jährige auch gegen den Freitagsgegner von Teamkollegen Misolic in zwei Sätzen durchsetzen.

Österreich im Davis-Cup in Qualifikationsrunde

Österreichs Davis-Cup-Team hat am Samstag in Tulln den erwarteten Heimerfolg über Pakistan gefeiert. Alexander Erler und Lokalmatador Lucas Miedler holten im Doppel nach der 2:0-Führung vom Vortag den dritten Punkt im Play-off. Danach bescherte Jurij Rodionov Österreich mit seinem zweiten Sieg in zwei Tagen einen 4:0-Heimerfolg gegen die Gäste.

Finals als klares Ziel

„Wir müssen zufrieden sein. Im Großen und Ganzen ist es ein verdienter Sieg. Wir waren gewarnt, aber unsere Burschen haben das souverän erledigt. Jetzt müssen wir die Auslosung abwarten. Für mich und den Verband ist es extrem wichtig, dass wir in der Weltgruppe bleiben. Da gehören wir auch hin. Wir werden versuchen, zu den Finals zu kommen", zeigte sich Melzer mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden.

Die Auslosung für die Qualifikationsrunde erfolgt entgegen ursprünglichen Angaben nicht schon am Dienstag, sondern erst Ende November im Zuge des Finalturniers bzw. unmittelbar danach. Der ÖTV hofft auf ein Heimspiel, auch wenn man dafür erst eine Halle finden müsste. „Natürlich spielen wir gerne zu Hause. Aber es würde eine sehr große Herausforderung werden, wenn du nicht ganz zwei Monate Zeit hast, um eine Halle zu finden und das vorzubereiten“, sagte Melzer. Man werde sich am Montag zusammensetzen, um alle Möglichkeiten zu analysieren.

Tennisspieler Alexander Erler und Lucas Miedler (AUT)
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Die Bilanz von Erler/Miedler kann sich heuer sehen lassen, zu vier Challenger-Siegen kommt ein Erfolg beim Davis-Cup-Debüt

Die Unbekannten sind aber groß. Denn es hängt unter anderem vom Namen des Gegners ab und auch davon, ob etwa Dominic Thiem mit von der Partie ist, wie groß die Kapazität der Halle sein muss, falls es zum nächsten Heim-Davis-Cup kommt. „Wenn du einen großen Gegner daheim hast, brauchst eine andere Halle als gegen Hausnummer Slowakei. Aber wir müssen definitiv etwas reservieren, weil wir wissen, wie schwer das jetzt beim Billie Jean King Cup war.“

Fehlende Infrastruktur wieder Challenge

Einmal mehr sind die fehlende Infrastruktur und die damit verbundene, nicht vorhandene Flexibilität ein Thema. „Da gibt es leider sehr viele Beispiele, wo wir neidisch in die Nachbarländer blicken müssen. Die haben eine nationale Halle, wo sie immer spielen können.“

Ob Dominic Thiem 2023 auch ein Comeback im ÖTV-Team feiert, ist offen. „Ich glaube weniger, dass es vom Termin abhängt, sondern mehr davon, wo wir spielen. Ich habe mit dem Team Thiem gesprochen, wir warten einmal die Auslosung ab, dann sehen wir weiter. Ich glaube schon, dass er Lust hat zu spielen, wenn es irgendwie reinpasst.“

Davis-Cup-Play-off in Tulln

Österreich Pakistan 4:0
Jurij Rodionov Muhammad Shoaib 6:3 6:1
Filip Misolic Muzammil Murtaza 6:1 7:6 (7/4)
Alexander Erler / Lucas Miedler Aqeel Khan / Aisam-Ul-Haq Qureshi 6:3 6:3
Jurij Rodionov Muzammil Murtaza 6:2 6:2
Österreich bestreitet im Februar 2023 die Qualifikation für die Finals.