Aaron Rodgers (Packers)
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NFL

Rodgers besiegt Brady im Duell der Altstars

Im vermutlich letzten Duell zwischen Aaron Rodgers und Tom Brady ist der Quarterback der Green Bay Packers am Sonntag (Ortszeit) als Sieger vom Platz gegangen. Der 38-jährige Rodgers führte sein Team am dritten Spieltag der National Football League (NFL) gegen Bradys Tampa Bay Buccaneers zu einem knappen 14:12-Erfolg. Für Überraschungen sorgten die Miami Dolphins und die Indianpolis Colts mit Siegen gegen die Buffalo Bills bzw. die Kansas City Chiefs.

Die Packers legten den Grundstein zu ihrem Erfolg mit zwei Touchdowns im ersten Viertel. Rodgers fand dabei Rookie Romeo Doubs und Allen Lazard mit kurzen Pässen über fünf bzw. sechs Yards in der Endzone. Die Buccaneers, die im Angriff mit Mike Evans, Julio Jones und Chris Godwin drei Receiver vorgeben mussten, fanden lange nicht ihren Rhythmus. Bis kurz vor Schluss waren Fieldgoals von Ryan Succop über jeweils 45 Yards die einzige Ausbeute der Gastgeber.

14 Sekunden vor Schluss durfte Tampa Bay doch noch Hoffnung schöpfen. Der 45-jährige Brady fand Russell Gage mit einem kurzen Pass in der Endzone. Danach unterlief aber der entscheidende Fehler. Die Buccaneers kassierten beim Versuch, mit zwei Extrapunkten die Verlängerung zu erzwingen, eine Strafe wegen Spielverzögerung. Statt aus zwei musste Tampa Bay die Two-Point-Conversion aus sieben Yards ausführen – das misslang. „Die Verteidigung hat großartig gespielt. Offensiv müssen wir einen besseren Job machen. Wir haben in dieser Saison noch nicht wirklich viele Punkte erzielt“, sagte Brady.

Aaron Rodgers (Packers) und Tom Brady (Buccaneers)
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Für Aaron Rodgers und Tom Brady war die Partie in Tampa Bay wohl das Ende einer langjährigen Rivalität

Buccaneers und Packers halten bei zwei Siegen und einer Niederlage. Bei Green Bay geht der Trend aber eher in die richtige Richtung. Nach der Auftaktpleite gegen die Minnesota Vikings scheint Rodgers nach dem Abgang von Receiver-Star Davante Adams die richtige Chemie mit seiner neu formierten Offensive zu finden. Für Rodgers war es auch der erste Sieg im dritten Duell mit Brady, seitdem der siebenfache Superbowl-Champion 2020 zu Tampa Bay gewechselt war. „In all den Jahren hatte ich immer viel Spaß, wenn ich gegen Tom angetreten bin. Aber es macht mehr Spaß, wenn man gewinnt“, sagte Rodgers.

Miami und Indianapolis überraschen

Für eine Überraschung sorgten die Dolphins. Miami setzte sich gegen die in den ersten beiden Runden dominanten Bills mit 21:19 durch. Buffalo war überlegen, erzielte 497 Yards Raumgewinn im Vergleich zu 212 der Dolphins. Den Sieg rettete Miami mit einer starken Defensive in den letzten Minuten. Bills-Quarterback Josh Allen, der mit 63 Passversuchen einen neuen persönlichen Rekord aufstellte, konnte sein Team nicht mehr zu Punkten führen. „Ich mag diese dramatischen Enden nicht, aber natürlich bin ich glücklich“, erklärte Miami-Coach Mike McDaniel, dessen Team noch ungeschlagen ist.

Ebenfalls noch makellos blieben – angeführt von Quarterback Jalen Hurts – die Philadelphia Eagles mit einem ungefährdeten 24:8-Erfolg gegen die Washington Commanders. Ihre weiße Weste los sind unterdessen die Kansas City Chiefs. Das Team von Quarterback-Star Patrick Mahomes musste sich überraschend den Indianapolis Colts, die ohne den verletzten Bernhard Raimann angetreten waren, mit 17:20 geschlagen geben. Quarterback Matt Ryan warf 24 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Touchdown auf Rookie Jelani Woods. Danach endete die Partie mit einer Interception von Mahomes.

National Football League

Woche 12

Donnerstag, 24. November:
Detroit Buffalo 25:28
Dallas NY Giants 28:20
Minnesota New England 33:26
Sonntag, 27. November:
Miami Houston 30:15
NY Jets Chicago 31:10
Cleveland Tampa Bay 23:17 n. V.
Tennessee Cincinnati 16:20
Washington Atlanta 19:13
Carolina Denver 23:10
Jacksonville Baltimore 28:27
Seattle Las Vegas 34:40 n. V.
Arizona LA Chargers 24:25
Kansas City LA Rams 26:10
San Francisco New Orleans 13:0
Philadelphia Green Bay 40:33
Montag, 28. November:
Indianapolis * Pittsburgh 17:24
* Bernhard Raimann in der Startaufstellung