Der Volleyballer Daniel Koncal von Hypo Tirol
GEPA/Manuel Binder
Volleyball

Hypo Tirol verleiht Liga wieder Würze

Am Samstag starten die heimischen Volleyballligen in ihre neue Saison. Der Auftakt in der Austrian Volley League Men steht dabei auch im Zeichen der Rückkehr von Hypo Tirol. Die Tiroler hatten sich nach ihrem zehnten Meistertitel 2017 für drei Jahre in die deutsche Liga verabschiedet und dort zweimal das Play-off-Halbfinale erreicht. Wegen der Coronavirus-Krise zog sich das Team aber zurück und versucht einen Neustart in der Heimat.

„Die Rückschlüsse von Deutschland waren nur positiv. Wenn Corona nicht gewesen wäre, würde ich immer noch in Deutschland spielen“, sagte Hypo-Manager Hannes Kronthaler im Gespräch mit der APA. Immerhin habe man auch in die Olympiahalle bis zu 2.000 Fans locken können. Seit 2020 unterstützte er eine zweite Mannschaft mit Nachwuchskräften in Österreich. „Dann sind die aber sofort aufgestiegen", erklärte Kronthaler.

"Ich bin für mich draufgekommen, dass ich für den reinen Breitensport nicht geboren bin und es mir keinen Spaß macht, wenn ich Letzter der Liga bin. Man kennt mich, richtig oder gar nicht“, sagte der Bauunternehmer. Nun muss Hypo Tirol vorerst mit 600.000 Euro Budget, die Hälfte von früheren Zeiten, auskommen.

Hypo-Tirol-Trainer Hannes Kronthaler
IMAGO/Passion2Press
Mit Kronthaler kehrt ein Mann in die Liga zurück, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält

Für Kronthaler liegt das „Sportland Tirol darnieder“. Man sei in jeder Liga Letzter, spiele nur zweite Liga oder sei pleite. „In Innsbruck ist es noch schlimmer, da gibt es nichts mehr außer Eishockey und den Raiders.“ Nach einem Jahr will er schauen, wo sein Team steht und sich dann in Sachen Sponsoring an das Land wenden.

Hypo Tirol feiert Comeback

Für Hypo Tirol soll das

„Minimalziel muss das Semifinale sein“

„Das Minimalziel muss das Semifinale sein. Wenn ich im Semifinale bin, will ich ins Finale und im Finale will ich gewinnen. Aber ich kann nicht nach zwei Jahren daherkommen und sagen, ich werde Meister.“ Für ihn sind Titelverteidiger Waldviertel, „Vize“ Aich/Dob und Amstetten die Mannschaften, an denen man sich messen muss. Zehn Teams starten in die Saison, der Grunddurchgang läuft bis 19. Februar.

Jubel der Waldviertler Volleyballmannschaft
GEPA/Christian Moser
Union Waldviertel geht als Triple-Sieger (Meister, Cup, Supercup) und großer Gejagter in die neue Saison

In Sachen Teuerung und Hallenkosten habe es laut Kronthaler vorerst keine Gespräche gegeben. „Wir haben in Tirol ein System, dass wir die Sporthallen zahlen müssen und dann von Land und Stadt gefördert kriegen.“ Grundsätzlich macht sich der Geschäftsführer der Firma Lang mit rund 400 Angestellten mehr Sorgen um seine Firma. Er hofft auf eine Deckelung der Energiepreise. Mit im Hypo-Team ist übrigens auch wieder sein Sohn Niklas Kronthaler nach zuletzt einem Jahr in Frankreich.

Waldviertel muss Triple verteidigen

Bei Union Waldviertel geht man als Triple-Sieger in die neue Saison: Meister, Cupsieger und Supercupsieger. „Wir sind heuer auf eine sehr schwere Meisterschaft vorbereitet, denn alle Vereine in der Liga haben sich sehr gut verstärkt und die Rückkehr des Tiroler Volleyballteams ist eine mega Bereicherung für die Liga“, freut sich Manager Werner Hahn. Hypo Tirol startet am Samstag mit einem Heimspiel gegen TSV Hartberg, Waldviertel muss nach Klagenfurt, Aich/Dob nach Ried und Amstetten nach Weiz.

Austrian Volley League Men

Samstag, 18. Februar:
Sokol/Post Waldviertel 3:1
Tirol Klagenfurt 3:0
Ried Weiz 3:1
Sonntag, 19. Februar:
Amstetten Graz 3:2
Hartberg Aich/Dob 3:1

Austrian Volley League Women

Samstag, 18. Februar:
Sokol/Post Salzburg 3:0
Sonntag, 19. Februar:
Klagenfurt Linz/Steg 0:3
Hartberg Innsbruck 0:3
Bisamberg/Hollabrunn Trofaiach/Eisenerz 2:3
Purgstall Graz 0:3