Reaktionen zu Deutschlands WM-Aus: „Debakel“

Internationale Medienreaktionen zum Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar:

Großbritannien:

„Daily Mail“: „Sie denken, der Ball ist über der Linie … aber er ist es nicht! Die deutschen Herzen werden gebrochen, als sie aus der WM geworfen werden, nachdem das japanische Tor gegen Spanien zählt – der Ball ist mit der kleinsten Spanne im Spiel“

„Daily Star“: „Auf Wiedersehen (auf deutsch): Die Deutschen sind raus bei der WM, nachdem Japan ein kontroverses Tor erzielt, das fragwürdig aussieht – aber wen interessiert’s“

„Telegraph“: „Einst gab es eine Aura der Überlegenheit um das deutsche Nationalteam, die mutmaßlichen Meister des Turnierfußballs. Nicht mehr. Bei zwei aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften wurden sie aus der Gruppenphase befördert von Teams, die basierend auf ihrem Fußballerbe kein Recht haben, die Deutschen zu verärgern.“

„The Times“: „Der Ball bleibt drin … Deutschland fliegt raus“ (mit Bezug auf das zweite japanische Tor)

Schweiz:

„Neue Zürcher Zeitung“: „Die nächsten Wochen werden zeigen, wie der DFB gedenkt, diese Krise zu bewältigen. Nach dem Scheitern von Joachim Löw in Russland entschied man sich dafür, die Sache auszusitzen. Nun stellt sich heraus: Es waren seither viereinhalb verlorene Jahre.“

„Tagesanzeiger“: „Die Blamage und das Debakel sind perfekt für eine Mannschaft, die in Katar vollmundig angetreten war, den Titel gewinnen zu wollen. Platz drei ist es geworden in der Gruppe E, hinter Japan und Spanien. Ja, Japan setzt sich als Gruppensieger durch, dank eines 2:1 gegen Spanier, deren bedenkliche Einstellung an diesem Tag Fragen aufwirft. Die Asiaten treffen im Achtelfinal auf Kroatien und die Spanier auf Marokko. Die Deutschen dagegen fliegen am Freitagnachmittag zurück in die Heimat. Mit ganz schwerem Gepäck und vielen grundsätzlichen Fragen, wo sie mit ihrem Fußball stehen und wie es weitergehen kann mit Hansi Flick als Trainer.“

Niederlande:

„AD“: „Debakel für Deutschland, die Mannschaft fährt nach einem sensationellen Ende schon wieder nach der Vorrunde nach Hause. Deutschland, die einst so mächtige Fußballnation, ist zum zweiten Mal in Serie mit einem unrühmlichen Abgang von der WM konfrontiert. Vor vier Jahren hatten die Deutschen schon ein Trauma. Das eine Mal, aber nie mehr. Aber wie muss man das jetzt bezeichnen? Der zweite unrühmliche Abgang der Großmacht nacheinander wird noch viel größere Wunden hinterlassen. Es konnte nicht, es sollte nicht, aber es passierte trotzdem an einem Abend, der als legendär in die Geschichtsbücher eingeht.“