Der österreichische Volleyballspieler Maximilian Thaller
GEPA/Christian Moser
Volleyball

ÖVV-Teams streben in Golden League

Für Österreichs Nationalteams geht es am Wochenende in Graz um einen wichtigen Schritt in ihrem Streben nach Größerem. Die rot-weiß-roten Frauen wie Männer peilen in der Endphase der European Silver League den Aufstieg in die Golden League an, in der stärkere Gegner warten. Die ÖVV-Frauen hatten ihren Platz beim Final Four fix, haben sich als Gruppenzweite aber auch sportlich qualifiziert. Ein zweiter Gruppenrang gelang auch den ÖVV-Männern.

In beide Teams involviert ist Roland Schwab. Denn der ehemalige Erfolgstrainer von Linz-Steg ist nicht nur seit dem Vorjahr Frauen-Nationaltrainer, sondern seit Jahresbeginn als Nachfolger von Gottfried Rath-Zobernig auch ÖVV-Sportdirektor – und als solcher auch für die Entwicklung der Truppe von Männer-Coach Radovan Gacic mitverantwortlich. „Auch vom Verband habe ich da sehr gute Unterstützung“, sagte Schwab im Rahmen einer Pressekonferenz.

Die Herausforderung für die Frauen bezeichnete Schwab als „sehr cool“. In der Gruppenphase wurden fünf von sechs Spielen gewonnen. Verloren wurde die Partie in Estland, dafür gab es gegen die Baltinnen daheim einen 3:0-Erfolg. „Vor allem das hat uns einen enormen Schub gegeben.“ Nun geht es am Samstag ab 20.20 Uhr (live in ORF Sport +) im Semifinale gegen Montenegro, den zweiten Finalplatz sicherte sich Estland am Nachmittag mit einem 3:1-Sieg über Portugal.

Die österreichischen Volleyballspielerinnen Monika Chrtianska, Anamarija Galic und Larisa Micic
GEPA/Walter Luger
Österreichs Volleyballerinnen befinden sich in ihrer Entwicklung auf einem guten Weg

„Ich sehe alle vier Teams auf Augenhöhe“, betonte Schwab. „Wir müssen in den Flow kommen, das will ich sehen. Wenn das funktioniert, ist vieles möglich.“ Kapitänin Nina Nesimovic sieht das ähnlich. „Seit Tag eins im Training haben wir einen Teamgeist entwickelt. Wir haben sehr viel dafür investiert. In der Kabine geht es ab vor jedem Spiel, das habe ich noch nie so gespürt wie dieses Jahr“, so Nesimovic.

Männer-Team setzt auf Jugend

Besteht das Frauen-Team aktuell aus einem Mix Arrivierterer und Jüngerer, liegt bei den Männern der Fokus heuer verstärkt auf der Jugend. Nur die Position des Aufspielers ist durchgehend mit einem Routinier besetzt. „Das ist eine Schlüsselposition“, erklärte Schwab. „Ein guter Zuspieler macht ein Team eine Klasse besser.“ So hat in der Gruppenphase Max Thaller gespielt, am Samstag (17.35 Uhr, ab 18.00 Uhr live in ORF Sport +) im Semifinal-Hinspiel gegen Lettland ebenfalls in Graz kommt nun Alexander Tusch zum Zug.

Altgedientere Teamspieler wie Peter Wohlfahrtstätter und Paul Buchegger erhalten heuer eine Pause, um 2024 in der EM-Quali wieder dazuzustoßen. „Wir haben jetzt 14 bis 17 Spieler der Jahrgänge 2000 bis 2006 – das ist die Zukunft des österreichischen Volleyballs“, betonte Gacic. „Wir brauchen neue Spieler und Energie.“ Das Rückspiel gegen die Letten geht am nächsten Mittwoch auswärts über die Bühne, das Frauen-Finale hingegen steigt bereits am Sonntag (20.20, live ORF Sport +).