Simone Biles (USA)
Reuters/Lindsey Wasson
Turnen

Biles kehrt auf Wettkampfbühne zurück

US-Turnstar Simone Biles hat nach zwei Jahren Wettkampfpause ein Comeback angekündigt. Die 19-fache Weltmeisterin und vierfache Olympiasiegerin werde Anfang August beim U. S. Classic in Chicago antreten, teilte der nationale Turnverband (USA Gymnastics) am Mittwoch mit. Es wird ihr erster Wettkampf seit den Olympischen Spielen 2021 in Tokio.

Die 26-Jährige wird am 5. August an der eintägigen Veranstaltung neben weiteren Olympia- und WM-Medaillengewinnerinnen ihr Können zeigen. Die aktuelle Registrierungsliste umfasse zwölf Olympia- und 16 WM-Mannschaftsmitglieder, teilte USA Gymnastics mit. „Zusammen haben sie 60 Olympia- und WM-Medaillen gewonnen, davon zwölf bei den Spielen und 48 bei Weltmeisterschaften.“

32 dieser erwähnten 60 Medaillen gehen allein auf das Konto von Biles. Neben der Ausnahmeathletin aus Ohio sind in Chicago auch noch Sunisa Lee und Jade Cary dabei. Lee holte insgesamt acht Medaillen bei Großereignissen, darunter Mehrkampfgold in Tokio. Cary gewann neben Olympiagold 2021 im Bodenturnen fünf weitere Medaillen bei Großevents.

Simone Biles in Rio 2016 (USA)
Reuters/Mike Blake
Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewann Biles vier Goldmedaillen

In Tokio mentale Probleme öffentlich gemacht

Biles hatte während der Olympischen Spiele 2021 mentale Probleme öffentlich gemacht und deswegen auf mehrere Starts verzichtet. Für den Turnstar gab es in Japan letztlich „nur“ die Bronzemedaille auf dem Schwebebalken und Silber mit der Mannschaft. Die 25-fache WM-Medaillengewinnerin und vierfache Olympiasiegerin von Rio de Janeiro 2016 gehörte zu Hunderten Turnerinnen und deren Eltern, die wegen sexuellen Missbrauchs gegen den früheren US-Teamarzt Larry Nassar geklagt hatten. Seither spricht sie offen über ihre emotionale Belastung.

Die US-amerikanische Turnerin Simone Biles in Aktion.
APA/AFP/Lionel Bonaventure
Bei Olympia in Tokio kam Biles aus dem Gleichgewicht und kämpfte in der Folge mit psychischen Problemen

Im Nachhinein hatte Biles ihren Start in Tokio als Fehler bezeichnet. „Wenn man schaut, was ich in den letzten sieben Jahren alles durchgemacht habe, hätte ich nie wieder zum Olympiateam gehören dürfen“, sagte die Rekordweltmeisterin im September 2021 dem „New York Magazine“.

Nun gibt Biles, die kürzlich den NFL-Spieler Jonathan Owens geheiratet hatte, neuerlich beim U. S. Classic ihr Comeback. Bereits nach den Spielen 2016 in Rio hatte der US-Star eine zweijährige Wettkampfpause 2018 in Chicago beendet.