Paul Mensah (Linz) im Zweikampf mit Mike Steven Baehre (Altach)
GEPA/Mathias Mandl
Bundesliga

Kein Sieger bei BW Linz – Altach

Der SCR Altach hat in der Admiral Bundesliga wieder einmal nicht gegen einen Aufsteiger gewinnen können. Die Vorarlberger spielten am Samstag bei Blau-Weiß Linz 1:1 und haben damit aus den jüngsten sieben Aufeinandertreffen mit Neulingen im Oberhaus nur zwei Punkte geholt. Die Linzer müssen weiter auf ihren ersten Heimsieg in der Bundesliga warten.

Atdhe Nuhiu (13.) brachte den leichten Favoriten aus Vorarlberg im Hofmann Personal Stadion per Kopf in Führung, Simon Pirkl (26.) sorgte sehr zur Freude des Großteils der 4.800 Zuschauerinnen und Zuschauer für den raschen Ausgleich. Die Altacher, die nur eines der jüngsten acht Auswärtsspiele verloren haben, sind zwei Partien sieglos, die Linzer zwei Partien ungeschlagen.

BW-Trainer Gerald Scheiblehner veränderte sein Team nach dem Premierensieg bei der WSG Tirol (4:2) nicht. Auch die Altacher setzten auf Kontinuität, nur der wieder genesene Rechtsverteidiger Constantin Reiner rückte anstelle des gesperrten Felix Strauss im Vergleich zum 1:2 gegen Puntigamer Sturm Graz in die Startelf.

Remis bei Linz gegen Altach

In der siebenten Runde holt Aufsteiger Blau-Weiß Linz im Heimspiel gegen Altach ein 1:1.

Auftakt nach Maß für Gäste

Die Altacher nahmen den Schwung durch die starken Leistungen in den vergangenen Runden mit und verzeichneten einen Traumstart. Nach einer Santos-Flanke köpfelte Nuhiu ins Eck ein. Der Treffer zählte zuerst wegen Abseits nicht, wurde nach rund vierminütigem Videocheck aber doch gegeben. Nach zuletzt sechs aberkannten Toren waren die Vorarlberger diesmal also gut auf den VAR zu sprechen.

Altach Spieler Atdhe Nuhiu jubelt zusammen mit Teamkollegen Gustavo Santos Costa
GEPA/Mathias Mandl
Atdhe Nuhiu (r.) ließ die Vorarlberger früh jubeln

Die Linzer ließen sich aber nicht aus dem Konzept bringen und setzten immer wieder Nadelstiche in der Offensive. Nach sehenswertem Zusammenspiel über mehrere Stationen zog Paul Mensah aus elf Metern ab, scheiterte aber am glänzend reagierenden Dejan Stojanovic (21.). Der fällige Ausgleich folgte nur kurz später. Nach weitem Zuspiel von Marco Krainz nahm sich Pirkl den Ball mit der Brust herunter und versenkte den Ball mit dem zweiten Kontakt im Tor. Die Gäste hätten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte beinahe wieder vorgelegt, diesmal ging ein Nuhiu-Kopfball aus ähnlicher Position wie beim Tor aber daneben (45.+6).

Technische Probleme beim Referee

Den Pausenpfiff gab es erst nach etwas mehr als 53 Minuten. Ein defektes Headset von Schiedsrichter Josef Spurny und eine Kopfverletzung von Tobias Koch, der mit Turban weiterspielen konnte, waren neben der langen VAR-Unterbrechung beim ersten Treffer dafür verantwortlich. Den Wiederbeginn verschliefen die Gastgeber. Nach wenigen Sekunden musste sich Goalie Nicolas Schmid bei einem Santos-Kopfball und einem Nachschuss von Kapitän Lukas Jäger auszeichnen.

Danach ging es mit einem Spiel „auf Augenhöhe“ weiter, wie es schon Altach-Trainer Joachim Standfest im Vorfeld der Partie prophezeit hatte. Stojanovic konnte herausrutschend vor dem kurz zuvor eingewechselten Kristijan Dobras retten (64.), zudem setzte der BW-„Joker“ einen Ball von der Strafraumgrenze neben das Tor (70.). Auf der anderen Seite hätte noch Noah Bischof für die Entscheidung sorgen können, sein Abschluss fiel aber zu schwach aus (84.).

Stimmen zum Spiel:

Gerald Scheiblehner (Linz-Trainer): „Wir können mit der Leistung über 90 Minuten wirklich sehr zufrieden sein, wir haben die Leistung vom Sieg zuletzt gegen Wattens bestätigt. Ein großes Lob an die Mannschaft, wie sie auf den Sieg reagiert hat. Die lange Entscheidung beim VAR ist eine Katastrophe, der Fußball lebt von Emotionen. Wenn man vier Minuten nachdenkt, dann hat man irgendwie nicht das Gefühl, dass sie sich sicher sind. Die Schiedsrichter treffen Entscheidungen, die mit der Sache Fußball nichts zu tun haben.“

Joachim Standfest (Altach-Trainer): „Der Punkt ist sehr in Ordnung, die Leistung hat mir nicht so gefallen. Wir haben viel von dem vermissen lassen, was wir zuletzt sehr gut gemacht haben. Es ist einfach noch ein riesengroßer Weg vor uns, damit wir stabiler werden. Wir haben jetzt fünf Punkte auswärts geholt, das ist gut. Ich habe mit dieser Truppe eine Riesenfreude. Es muss aber jeder wissen, dass wir nicht jedes Spiel gegen direkte Gegner gewinnen werden.“

Admiral Bundesliga, siebente Runde

Samstag:

BW Linz – Altach 1:1 (1:1)

Linz, Hofmann Personal Stadion, 4.800 Zuschauerinnen und Zuschauer, SR Spurny

Torfolge:
0:1 Nuhiu (13.)
1:1 Pirkl (26.)

Linz: Schmid – Haudum, Maranda, Fa. Strauss – Gölles (79./Schantl), Krainz, Koch, Pirkl (89./Mitrovic) – Mensah (63./Feiertag), Ronivaldo, Noß (63./Dobras)

Altach: Stojanovic – Reiner (81./Ingolitsch), L. Gugganig, Koller – Gebauer (81./Jurcec), Jäger, Fadinger (71./Abdijanovic), Bähre, Lukacevic (62./Edokpolor) – Nuhiu, Santos (62./Bischof)

Gelbe Karten: keine bzw. Jäger, Bähre