Torjubel von Luca Kerber
IMAGO/Jan Huebner/Steven Mohr
DFB-Pokal

Drittligist Saarbrücken wirft Frankfurt raus

Mit Eintracht Frankfurt ist ein weiterer Topclub im DFB-Pokal schon frühzeitig ausgeschieden. Drittligist Saarbrücken, der in der Runde zuvor schon Bayern München aus dem Wettbewerb geworfen hatte, siegte am Mittwoch im Achtelfinale gegen den Vorjahresfinalisten mit 2:0 (0:0). Keine Probleme hatte Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen. Im Schlager zwischen Stuttgart und Borussia Dortmund zogen Marcel Sabitzer und Co. den Kürzeren.

In Saarbrücken war vor 15.900 Zuschauern kein Klassenunterschied zu erkennen. Der Underdog spielte mutig nach vorne und setzte den Favoriten unter Druck. Für den Drittligisten trafen Kai Brünker (64.) und Luca Kerber (78.) zweimal in der letzten halben Stunde. Der Frankfurter Noel Futkeu sah in der Schlussphase nach einer Tätlichkeit die Rote Karte. Vor dem Europa-League-Sieger von 2022 war neben den Bayern auch Titelverteidiger RB Leipzig (0:1 gegen Wolfsburg) schon in der zweiten Runde ausgeschieden.

„Es ist einfach geil, hier zu Hause solche Spiele zu ziehen“, sagte Saarbrückens Mittelfeldspieler Marcel Gaus. Kapitän Manuel Zeitz meinte: „Es ist unfassbar, was wir hier wieder abgerissen haben im Pokal.“ Man habe auch „verdient gewonnen“, fand Zeitz, „weil wir wirklich wenig zugelassen haben als Underdog“. Der Frust bei Frankfurt war entsprechend groß. „Wir haben heute gar keine Lösung nach vorne gehabt, verdient verloren. Das ist nicht das, was wir machen wollen“, sagte Sportvorstand Markus Krösche.

In Stuttgart schossen Goalgetter Serhou Guirassy (54.) sowie der eingewechselte Silas (77.) die Hausherren vor 54.200 Zuschauern zu einem verdienten 2:0 (0:0)-Sieg über Vizemeister Dortmund. Sabitzer traf in der 20. Minute mit einem Schlenzer die Latte, blieb dann aber zur Pause in der Kabine. Der Mittelfeldspieler hatte sich davor mehrmals an die Wade gegriffen. Während der VfB mit dem vierten Pflichtspielsieg in Serie viel Selbstvertrauen für das Topduell am Sonntag in der deutschen Bundesliga gegen Bayer Leverkusen tankte, scheint für die Dortmunder die größte Titelchance dahin. Zehn Punkte fehlen dem BVB in der Liga auf die Spitze, am Samstag geht es gegen RB Leipzig um wichtige Zähler im Kampf um die Champions-League-Plätze.

Leverkusen bleibt weiter ungeschlagen

Bayer Leverkusen löste seine Pflichtaufgabe gegen Zweitligisten Paderborn dagegen mit einem souveränen 3:1 (2:0) und blieb auch im 21. Pflichtspiel der Saison ungeschlagen. Leverkusen gab sich zu Hause keine Blöße. Die Tore erzielten Victor Boniface (12.), Exequiel Palacios (29.) und Patrik Schick (87.). Der Gegentreffer durch Sebastian Klaas (83.) war für den Favoriten weniger problematisch als die Verletzung von Nationalspieler Florian Wirtz, der nach einem Tritt auf die Ferse kurz vor der Pause ausgewechselt werden musste.

Hertha BSC setzte sich in einem dramatischen Duell der Traditionsclubs gegen den Hamburger SV mit 5:3 im Elfmeterschießen durch. In der 90. Minute rettete Fabian Reese die Herthaner mit seinem zweiten Tor und dem 2:2 in die Verlängerung, in der 120. Minute schoss Jonjoe Kenny den Hauptstadtclub mit dem 3:3-Ausgleich noch ins Elferschießen. Dort verschoss nur Ransford Königsdörffer, dem zuvor in der Verlängerung die 3:2-Führung für den HSV gelungen war.