Andreas Heraf (A.Lustenau)
GEPA/Daniel Schoenherr
Bundesliga

Heraf gelingt Einstand nach Maß

Die Pflichtspielpremiere von Andreas Heraf als Austria-Lustenau-Trainer hätte kaum besser laufen können. Das Schlusslicht der Admiral Bundesliga holte am Sonntag mit dem 2:0 bei der WSG Tirol den ersten Saisonsieg. Heraf bestärkte damit den Glauben an den möglichen Klassenerhalt der Vorarlberger.

„Unsere Spielanlage muss einfach sein, keine Gegentore zuzulassen. Das ist uns einmal gelungen. Wenn das immer so ist, dann spielen wir immer so“, sagte der Wiener und beschrieb damit sein rigoroses Defensivkonzept. Ein Offensivfeuerwerk durfte man sich vor dem Duell Vorletzter gegen Letzten auf dem Innsbrucker Tivoli von Haus aus nicht erwarten.

Die Gastgeber dominierten dann zwar mit stellenweise über 80 Prozent Ballbesitz das Spiel, konnten sich aber keine nennenswerten Chancen herausspielen. Die Lustenauer verlegten sich fast ausschließlich auf das destruktive Element des Spiels. „Das ist ein bisschen das Spiel vom Andi Heraf. Er setzt auf eine starke Defensive und – ja, was soll man sagen? Irgendwie hat er dann auch recht“, kommentierte WSG-Verteidiger Lukas Sulzbacher das Geschehen.

Schlusslicht Lustenau bricht Bann

Der Tabellenletzte der Admiral Bundesliga hat das Gastspiel beim Vorletzten für seinen ersten Saisonsieg genutzt. Austria Lustenau feierte am Sonntag einen 2:0-Erfolg bei der WSG Tirol und heimste damit gleich drei Punkte ein.

Noch läuft nicht alles nach Wunsch

Heraf, der im Dezember den Job von dem am Ende glücklosen Markus Mader übernommen hatte, setzte auf ein 5-3-2-System mit drei zentralen Spielern im Mittelfeld. „Wir wollten auf Konter spielen und im Konter unser Heil suchen und Chancen kreieren“, sagte der Ex-ÖFB-Internationale. Dass das noch nicht gelang, ist ihm bewusst. „Da müssen wir besser werden.“ Ein anderes von Heraf forciertes Thema in der Vorbereitung waren offensive Standardsituationen. Das gelang bei den wenigen Auftritten der Vorarlberger im gegnerischen Strafraum.

So entsprang das vorentscheidende 1:0 von Darijo Grujcic in der 73. Minute einer geplanten Standardvariante. Nach einem langen Freistoß in die gegnerische Hälfte brachten die Tiroler den Ball nicht weg. Dieser fiel dem an der Strafraumgrenze lauernden Verteidiger dann genau vor den Fuß. „Mit dem haben wir im Test gegen NK Celje schon an die Latte geschossen“, sagte Heraf. „Das ist für mich super, weil dann kann ich sagen: Leute, schaut’s, es funktioniert.“

„Wir schauen, dass wir hinten dicht halten“

Daheim werde sich an der Spielanlage nicht wesentlich viel verändern, sagte Heraf. „Ich glaube, das wird uns wahrscheinlich die ganze Saison so verfolgen. Wir schauen, dass wir hinten dicht halten, am besten zu null, und die ein, zwei Chancen, die wir kriegen, einfach ausnützen“, sagte Grujcic.

Mit dem brasilianischen Neuzugang Matheus Lins ist nächste Woche im Heimspiel gegen Austria Klagenfurt ein weiterer Verteidiger spielberechtigt. Der Rückstand der Austria auf die WSG in der Tabelle ist vier Runden vor der Punkteteilung auf fünf Zähler zusammengeschmolzen.