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Österreich erstmals im EM-Achtelfinale

Österreich steht erstmals im Achtelfinale einer Fußball-Europameisterschaft. Nach dem 1:0-Erfolg am Montag in Bukarest gegen die Ukraine war der ÖFB-Elf der zweite Platz hinter den Niederlanden in der Gruppe C nicht mehr zu nehmen. Goldtorschütze in der 21. Minute war Christoph Baumgartner, der den Ball nach einem Corner mit der Sohle ins Tor beförderte. Im Achtelfinale wartet damit am Samstag (21.00 Uhr, live in ORF1) in London Turnierfavorit Italien auf die Mannschaft von Franco Foda.

Online seit 20. Juni 2021, 22.47 Uhr
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Vorfreude auf Italien

Zum Duell mit Italien meinte Foda: „Italien hat schon ewig nicht verloren, aber irgendwann kommt immer der Punkt, wo man verliert. Wir werden uns jedenfalls gezielt darauf vorbereiten und glauben jetzt an alles.“

Foda: „Darauf kann man stolz sein“

„Wir waren überzeugt, dass wir es heute schaffen können. Wir wollten Geschichte schreiben, das ist der Mannschaft eindrucksvoll gelungen. Darauf kann man stolz sein“, fasste Teamchef Franco Foda, der zuvor für seine Verhältnisse überbordend mit den Fans und der Mannschaft feierte, das Spiel und den Aufstieg zusammen. „Das ist ein Gesamtwerk des ganzen Teams. Wir wollten für ganz Österreich spielen. Jetzt genießen wir den Tag.“

Arnautovic ist „überglücklich“

„Ich bin überglücklich, aber ich kann kaum noch stehen. Mit tut alles weh“, meinte Marko Arnautovic in seiner Matchanalyse. Arnautovic war zuletzt wegen Beleidigung eines Gegners gesperrt und im Frühjahr von vielen Verletzung geplagt. „Bei diesem Wetter 90 Minuten zu spielen, war schon hart. Niemand hat an uns geglaubt, jetzt sind wir im Achtelfinale. Ich muss diese Tore machen, aber jetzt müssen wir nicht über meine Chancen reden. Wir wussten, dass ist ein Finale für uns und das hat man am Platz gemerkt. Jeder ist für den anderen gelaufen. Jetzt regenerieren wir uns und dann sprechen wir über Italien.“

„Wir haben gezeigt, welches Potenzial in uns steckt“

Florian Grillitsch, der vor der Partie noch Kritik daran übte, dass er bisher nicht in der Startelf stand und in dieser Partie von der UEFA zum „Man of the match“ gewählt wurde, freute sich im ORF-Interview: „Wir haben in der ersten Halbzeit gesehen, welches Potenzial in uns steckt. Wir sind stolz, dass wir für Österreich dieses historische Ergebnis erzielen konnten. Wir hätten natürlich in der ersten Halbzeit nachlegen müssen, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Auf so Tage arbeitet man schon als kleines Kind hin.“

Spieler von Österreich jubeln
AP/Daniel Mihailescu

Die Tabelle zum Bewundern …

… ausschneiden und aufhängen wird leider schwierig. Die Niederlande ist Gruppensieger, Österreich als Zweiter weiter, die Ukraine muss noch zittern, für Nordmazedonien, für die der 38-jährige Goran Pandew nach 122 Länderspielen seine Abschiedsvorstellung gab, ist die EM vorbei.

Illya Zabarnyi
AP/Marko Djurica

„Wir haben noch was vor“

„Wir haben noch was vor und ich bin sehr zuversichtlich, dass auch die Italiener mit uns zu kämpfen haben werden“, gibt Baumgartner auch gleich eine Kampfansage für das Duell mit Italien aus.

Baumgartner: „Wir können das nur genießen“

„Ich kann es noch nicht ganz realisieren. Wir können das nur genießen. Das ist für alle etwas Besonderes, vor allem nach dem Corona-Dreck", meinte Torschütze Christoph Baumgartner. „Ich habe noch immer richtig Kopfschmerzen, die im Spiel auch immer stärker wurden. Beim Tor habe ich erkannt, dass ich mit dem Fuß hinkommen kann und dann habe ich den Fuß ausgestreckt“, schilderte er im ORF sein Tor mit der Sohle.

Marko Arnautovic
AP/Marko Djurica

Bernhard Kastler aus Bukarest: Zwei Spiele, zwei Siege

Österreich und Bukarest – das passt. Zwei Spiele, zwei Siege und erstmals der Einzug in ein EM-Achtelfinale. Der Sieg heute ging völlig in Ordnung und hätte gegen müde wirkende Ukrainer deutlich höher ausfallen müssen. Aber Österreich legte dank einer der besten ersten Hälften in der Ära Foda den Grundstein und belohnt sich mit einem Spiel gegen Italien. Die Fans feierten schon eine halbe Stunde lang – „oh wie ist das schön!“ Und es ist noch nicht vorbei…

ÖSTERREICH GEWINNT

Österreich gewinnt in Bukarest das letzte Spiel der Gruppe C gegen die Ukraine durch ein Tor von Christoph Baumgartner in der 21. Minute 1:0 und steht damit erstmals fix im Achtelfinale einer EM. Am Samstag (21.00 Uhr, live in ORF1) wartet in London Turnierfavorit Italien. Es ist überhaupt das erste K.-o.-Spiel bei einem Großereignis für Österreich seit 1954.

Arnautovic wird ausgetauscht

In der 90. Minute darf Marko Arnautovic, der heute kein Schussglück hatte und dem offensichtlich auch noch ein paar Prozent Fitness fehlen, vom Platz. Zwei-Meter-Mann Sasa Kalajdzic soll in den Schlussminuten für Österreich noch einmal für Gefahr sorgen.

Jaremtschuk zieht ab

Jaremtschuk zieht ab und verfehlt von rechts das lange Eck nur um wenige Zentimeter (88.). Da hat nicht viel gefehlt, es war aber auch eine der wenigen, wirklich gefährlichen Aktionen der ukrainischen Offensive.

Schewtschenko setzt alles auf eine Karte

Ukraine-Coach Andrej Schewtschenko, selbst einst ein begnadeter Stürmer von Weltklasseformat, möchte wohl am liebsten selbst mitspielen. Vorerst bringt er mit Artem Besedin einen weiteren Stürmer.

Andriy Shevchenko
APA/AFP/Daniel Mihailescu

Wieder mehr Kontrolle durch Österreich

Österreich kann zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit wieder etwas Fahrt aus den ukrainischen Angriffsbemühungen nehmen. Die ÖFB-Elf hat wieder die Kontrolle übernommen. Ballsicherheit und Einsatz stimmen weiterhin. Im Angriff ist hingegen nach wie vor niemand. Arnautovic hängt zu weit hinten und müht sich bereits sichtlich bei seinen Versuchen den Gegner zu attackieren.

Spielszene
APA/AFP/Daniel Mihailescu

Ilsanker für Laimer

Das Spiel ist für Konrad Laimer, der viel Laufarbeit verrichtete und zu den absoluten Aktivposten bei Österreich zählte, zu Ende. Für ihn kommt Stefan Ilsanker in die Partie (72.). Bei der Ukraine wurde zuvor der gebürtige Brasilianer Marlos für Nikola Schaparenko ins Spiel gebracht (68.).

Bernhard Kastler aus Bukarest: Heikle Phase beginnt

Österreich könnte in dieser Partie schon längst höher führen, muss aber weiter beim Stand von 1:0 zittern. Selbst ist man nicht mehr so druckvoll nach vorne wie in der ersten Hälfte und die Ukraine nimmt von Minute zu Minute mehr Risiko. Die Spannung in der National Arena ist förmlich zu spüren.

Zum Nachtrauern: Chance von Arnautovic

Weil Chancen für Österreich im Moment Mangelware sind, hier nochmal die Chance von Arnautovic aus der 42. Minute, die das 2:0 hätte sein müssen. Deshalb ist die Partie weiterhin aus österreichischer Sicht unnötig spannend.

Arnautovic vergibt Riesenchance (42. Minute)

Ukraine erhöht das Tempo

In Bukarest ist die Ukraine jetzt deutlich aktiver als vor der Pause. Aber noch machen die Österreicher alles richtig. Leider können die Gegenangriffe weiterhin nicht konsequent genug zu Ende gespielt werden. Es wärmen sich bereits Sasa Kalajdzic, Stefan Ilsanker und Philipp Lienhart auf. Das deutet auf eine Verstärkung der Defensive hin. Im Angriff wirkt Arnautovic immer müder. In der Verteidigung prüft Lainer mit einem scharfen Kopfball seinen eigenen Goalie Bachmann, der jedoch auf dem Posten ist.

Spielszene
APA/AFP/Mihai Barbu

Und es folgt das 3:0 in Amsterdam (58.)

Wieder ist es Wijnaldum, der in Amsterdam das Torkonto für die Niederlande weiter erhöht. Er jagt einen Abpraller zum 3:0 in die Maschen.

Bild zeigt das 3:0 der Niederländer durch Georginio Wijnaldum.
Reuters/Kenzo Tribouillard

2:0 für die Niederlande (51.)

In Amsterdam baut „Oranje“-Kapitän Georginio Wijnaldum die Führung seines Teams aus. Nach einem Pass von Depay hat der Mann von Liverpool kein Problem den Ball an Nordmazedoniens Torhüter Stole Dimitriewski vorbei im Tor zum 2:0 unterzubringen.

Der niederländer Georginio Wijnaldum beim erzielen des 2:0.
Reuters/Peter Dejong

Jarmolenko vs Hinteregger

Bei einem Gerangel im Strafraum, bei dem beide Spieler nicht zurückstecken, stürzt Andrej Jarmolenko auf Martin Hinteregger und lässt den ÖFB-Verteidiger sein gesamtes Körpergewicht spüren. Ganz astrein war die Aktion nicht. Für Schiedsricher Cüneyt Cakir aus der Türkei aber kein Grund einzugreifen.

Spielszene
AP/Vadim Ghirda

Weiter geht’s in Bukarest und Amsterdam

Die Partien werden fortgesetzt. Vor 13.000 Zuschauern hat die Ukraine gewechselt. Ruslan Malinowski muss vom Platz, Viktor Zygankow kommt ins Spiel.

So stehts zur Halbzeit

Österreich führt in Bukarest 1:0 gegen die Ukraine und die Niederlande in Amsterdam 1:0 gegen Nordmazedonien. Damit ist Österreich im Moment Gruppenzweiter. Das würde ein Duell mit Titelanwärter Nummer eins Italien nächsten Samstag (21.00 Uhr, live in ORF1) in London bedeuten.

„Bis jetzt fast perfekt“

„Heute macht das Team immer das richtige Tempo und sie waren von Beginn weg sehr konzentriert. Bis jetzt ist fast perfekt, wir müssten aber höher führen“, findet auch Österreichs Fußballlegende Herbert Prohaska im ORF-Studio.

Bernhard Kastler aus Bukarest: So weit, so gut

Stand jetzt steht Österreich im Achtelfinale, aber noch stehen 45 lange Minuten auf dem Programm. Österreich bringt heute bislang sein Potenzial auf den Platz, setzt die Qualitäten der Spieler auf ihren Positionen gut ein. Nur die Chancenverwertung ist mangelhaft. Aber aufpassen heißt es auch weiter in der Defensive. Wer hoch steht, muss auch gut absichern. Da ist die Ukraine das eine oder andere Mal schon durchgekommen.

Fans von Österreich
GEPA/Christian Walgram

Halbzeit in Bukarest und Amsterdam

Die beste österreichische Halbzeit bei dieser EM und in diesem Fußballjahr ist zu Ende. Österreich führt 1:0. Die Foda-Elf hat fast alles richtig gemacht und dem Gegner kaum Zeit und Raum gelassen. Im Mittelfeld hat Österreich ein klares Übergewicht und war auch bei den gefährlichen, wenn auch seltenen, Gegenstößen, auf dem Posten. Einzig der schleißige Umgang mit Toptorchancen kurz vor der Pause kann dem Österreich-Fan nicht gefallen.

Zu wenig Konzentration vor dem Tor

Die Österreicher verjuxen im Moment die Topchancen im Sekundentakt. Zunächst wieder Arnautovic mit einem zu schwachen Schuss, dann jagt auch Lainer mit schlechter Schusshaltung den Ball über das Tor. Das beruhigende 2:0 will nicht fallen. Oft rächt sich so eine schlechte Chancenauswertung im Fußball.

Arnautovic vergibt Riesenchance (42.)

Das hätte das 2:0 sein müssen. Arnautovic kann am Elferpunkt eine Idealvorlage von Schöpf von rechts nicht verwerten. Zu nachlässig will er den Ball mit einer Direktabnahme ins Tor bugsieren, ist dabei jedoch zu überhastet und ungenau.

Spielszene
APA/AFP/Reuters/Vadim Ghirda

Bernhard Kastler aus Bukarest: Verdiente Führung

Österreich steht hoch, setzt die Ukraine phasenweise mit Pressing gut unter Druck. Ein mutiger Auftritt wird bislang belohnt und die Führung ist verdient.

Herrlicher Schuss von Laimer (37.)

Ein schön angetragener Schuss von Laimer von links auf das lange Eck kann von Buschtschan gerade noch entschärft werden. Der siebente Corner der Österreicher im Anschluss bringt nichts ein. Zum Vergleich: Die Ukraine hält bei einem Eckstoß.

Herrlicher Schuss von Laimer (37. Minute)

Wechsel bei Österreich

Österreichs Torschütze Christoph Baumgarnter kann doch nicht mehr weitermachen. Der Zusammenprall mit Sabarnij war offenbar zu heftig. Für Baumgartner kommt Alessandro Schöpf ins Spiel (33.).

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Reuters/Mihai Barbu
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