Fußball

Juventus Turin droht nach neun Meistertiteln in Serie entthront zu werden. Der Rekordmeister verlor am Sonntag in der italienischen
Serie A auswärts gegen Inter Mailand 0:2 und liegt kurz vor Halbzeit der Meisterschaft sieben Punkte hinter den beiden punktegleich führenden Mailänder Clubs Inter und Milan.

Elf Tage nachdem sich Juventus mit einem 3:1 gegen Leader Milan im Giuseppe-Meazza-Stadion nach einem verhaltenen Saisonstart zurückgemeldet hatte, kassierte der Serienmeister an selber Stätte einen Rückschlag.

Arturo Vidal ebnete in der 12. Minute mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:0 dem Heimteam den Weg zum Sieg im „Derby d’Italia“. Der italienische Teamspieler Nicolo Barella traf kurz nach der Pause mit einem satten Schuss unter die Latte zum 2:0 (52.).

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Der englische Meister Liverpool hat es nicht geschafft, im Premier-League-Topspiel gegen Rekordmeister Manchester United die Tabellenführung zurückzuerobern und ist stattdessen auf Rang vier zurückgefallen. Die beiden Erzrivalen trennten sich am Sonntag in Anfield 0:0. United ist damit weiter Spitzenreiter, je zwei Punkte vor Manchester City und Leicester City und drei vor Liverpool. ManCity besiegte am Abend Crystal Palace mit 4:0.

Liverpool Spieler Trent Alexander-Arnold im Zweikampf mit Manchester Spieler Fred.
APA/AFP/Phil Noble

„Reds“ trotz Dominanz harmlos

Liverpool hatte mehr Spielanteile und auch deutlich mehr Torschüsse, agierte insgesamt aber vor allem in der ersten Hälfte zu harmlos. Erst nach der Halbzeitpause wurden beide Teams im Angriff gefährlicher – Liverpool über Konter, Manchester United vor allem durch Freistöße. In der Schlussphase wollten sich beide Teams nicht mit dem Unentschieden zufrieden geben und hatten gute Chancen.

ManUnited ist damit nun schon seit 16 Liga-Spielen ungeschlagen. Liverpool-Coach Jürgen Klopp muss sich hingegen Sorgen machen, weil sein Team in der Premier League zum dritten Mal hintereinander kein Tor erzielt und zum vierten Mal in Serie nicht gewonnen hat.

ManCity wieder im Titelrennen

Manchester City ist endgültig im Titelrennen angekommen. Die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola eroberte Platz zwei und hat zudem ein Spiel weniger ausgetragen als die anderen Clubs aus den Top 5. John Stones mit einem Doppelpack (26., 68.) und Ilkay Gündogan (56.) machten im Etihad-Stadion alles klar für die überlegenen Citizens. Raheem Sterling (88.) sorgte mit einem perfekten Freistoß kurz vor Schluss für den Endstand.

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Eisschnelllauf

Titelverteidigerin Vanessa Herzog hat die Sprint-EM auf Endrang sechs beendet und durch den Startverzicht einer Konkurrentin damit am Sonntag im Vergleich zur Halbzeitwertung einen Platz gewonnen. Die 25-Jährige belegte am Schlusstag in Heerenveen über 500 m Rang vier sowie über 1.000 m Platz acht. Die Niederländerin Jutta Leerdam fing auf den abschließenden 1.000 m die Russin Angelina Golikowa ab und holte den Titel.

Eisschnelläuferin Herzog bei EM in Heerenveen

An diesem Wochenende hat für Österreichs Weltklasse-Eisschnelläuferin Vanessa Herzog eine kurze, aber intensive Wettkampfsaison begonnen. Gleich vier Events in fünf Wochen stehen auf dem Programm: Den Anfang macht die Europameisterschaft in Heerenveen (Niederlande), wo bis Mitte Feber alle Bewerbe in einer Blase ausgetragen werden.

Die Allround-EM-Titel hatten sich davor Antoinette de Jong und Patrick Roest gesichert, es gab jeweils niederländische Doppelsiege. De Jong gewann vor Irene Schouten und der Tschechin Martina Sablikova, Roest vor Marcel Bosker und dem Norweger Sverre Lunde Pedersen. Der Tiroler Gabriel Odor hielt sich bei seinem EM-Debüt sehr gut, wurde nach den Rängen fünf und sieben über 500 bzw. 1.500 m Zwölfter. Sprint-Bronze ging an Femke Kok, bei den Männern siegte Thomas Krol vor Hein Otterspeer (NED) und Joel Dufter (GER).

Herzog mit 1.000 m gar nicht zufrieden

„Es war ein solides, aber kein schnelles Rennen über 500 m“, sagte Herzog nach ihren 37,70 Sekunden. „Mein Start war nicht so optimal, die Runde war ganz gut, aber das Defizit der ersten 100 Meter war halt unmöglich aufzuholen.“ Mit dem Tausender in 1:17,72 Minuten war sie dann gar nicht zufrieden. „Der war dann leider gar nichts. Ich wollte mich auf die Technik konzentrieren, habe nach einem guten Start dann aber zwei Stile vermischt, und somit war es eigentlich nach der zweiten Kurve schon gelaufen.“

Odor äußerte sich hingegen uneingeschränkt zufrieden. Der 20-jährige Tiroler sorgte bei den Männern für das beste rot-weiß-rote Ergebnis seit 2000, damals war Marnix ten Kortenaar im „Wikingerschiff“ von Hamar Zehnter geworden. In 1:47,46 Minuten verfehlte er seine 1.500-m-Bestzeit nur um 0,12 Sekunden. „Vor allem auf die letzte Runde bin ich richtig stolz, die war fantastisch.“ Lediglich zwei andere Aktive waren da schneller. Die abschließenden 10.000 m waren nur den Top Acht vorbehalten.

Rodeln

Madeleine Egle hat beim Rodelweltcup in Oberhof am Sonntag mit Rang zwei ihr bisher bestes Resultat erzielt. Die Tirolerin, die heuer in Königssee als Dritte erstmals auf das Podest gefahren war, musste sich nur Natalie Geisenberger um 0,228 Sekunden geschlagen geben. „Das hätte ich mir wirklich nicht gedacht. Super, dass es so aufgegangen ist, ich freue mich mega über den zweiten Platz“, sagte Egle.

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Handball-WM

Das zweite WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde ist am Sonntag wegen mehrerer Coronavirus-Fälle im Team der Afrikaner kurzfristig abgesagt worden. Die Partie wurde mit 10:0 für Deutschland gewertet, das damit vorzeitig die Hauptrunde bei den Titelkämpfen in Ägypten erreicht hat.

Auch Ungarn, Deutschlands letzter Vorrundengegner in der Gruppe A, qualifizierte sich dank Erfolgs im zweiten Spiel (44:18 gegen Uruguay) für die zweite Turnierphase.

Nach zwei Partien ebenfalls noch ungeschlagen sind in der Gruppe D Titelverteidiger Dänemark und Argentinien. Das Duo steht damit wie in der Gruppe B der letztjährige EM-Zweite Kroatien und Katar ebenfalls bereits in der Hauptrunde der besten 24 Mannschaften.

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Ski alpin

Nächstes Wochenende können die Hahnenkammrennen in Kitzbühel wie geplant stattfinden. Da die im Bezirk Kitzbühel duchgeführten Tests keinen Verdacht auf weitere Fälle der Virusmutation gezeigt hätten, seien die Rennen mit gutem Gewissen vertretbar, so Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) in einer Aussendung.

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Der Internationale Skiverband (FIS) hat am Sonntag nach einer Schneekontrolle den Herren-Weltcup-Slalom am 26. Jänner in Schladming bestätigt. Das Nightrace auf dem Zielhang der Planai wird heuer zum 24. Mal stattfinden, wegen der Coronavirus-Pandemie aber erstmals ohne Zuschauer. Im Vorjahr gewann der Norweger Henrik Kristoffersen vor dem Franzosen Alexis Pinturault und dem Schweizer Daniel Yule.

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Nordische Kombi

Lukas Greiderer hat beim Weltcup der Nordischen Kombinierer in Val di Fiemme als bester Österreicher am Sonntag Rang elf belegt. Der Sieg ging im Sprint einer großen Spitzengruppe wie schon beim ersten Rennen am Freitag an den Norweger Jarl Magnus Riiber, der sich 0,1 Sekunden vor den Deutschen Eric Frenzel und Vinzenz Geiger durchsetzte.

Auf den Rängen 15 bis 17 gab es beim Zieleinlauf ein von Martin Fritz, Johannes Lamparter und Lukas Klapfer gebildetes Österreicher-Paket. Nach dem Springen hatte es bereits knappe Abstände gegeben, wobei Lamparter als Neunter und bester Östereicher 16 Sekunden hinter der Spitze in den Langlauf gestartet war.

„Ich habe mich eigentlich gut gefühlt, auch wenn ich die letzten beiden Tage ein wenig in den Beinen gespürt habe“, sagte Greiderer. „In so einer großen Gruppe zu laufen ist nicht einfach. Ich tat mir schwer, mich in der Gruppe vorne zu positionieren, leider war das Glück heute auch nicht auf meiner Seite. Den heutigen Tag gilt es für die ganze Mannschaft abzuhaken und motiviert in die nächste Woche zu starten.“

Der Weltcup geht kommendes Wochenende in Lahti mit einem Team-Sprint und einem Einzel-Bewerb von der Großschanze in die nächste Runde.

Nordische Kombination Val di Fiemme

Sonntag-Bewerb (1 Sprung und 10 km Langlauf):
1. Jarl Magnus Riiber NOR 27:16,1 3/20*
2. Eric Frenzel GER + 0,1 19/5
3. Vinzenz Geiger GER 0,1 8/14
4. Jörgen Graabak NOR 0,6 30/2
5. Alessandro Pittin ITA 0,7 7/15
6. Ilkka Herola FIN 0,9 15/7
7. Espen Björnstad NOR 1,6 6/17
8. Fabian Rießle GER 1,7 12/10
9. Manuel Faißt GER 1,7 15/9
10. Eero Hirvonen FIN 3,2 39/1
11. Lukas Greiderer AUT 3,7 17/6
15. Martin Fritz AUT 4,4 17/8
16. Johannes Lamparter AUT 4,9 9/16
17. Lukas Klapfer AUT 5,3 11/13
26. Stefan Rettenegger AUT 1:18,3 22/29
30. Thomas Jöbstl AUT 1:26,4 37/23
32. Mario Seidl AUT 1:27,2 13/35
45. Marc-Luis Rainer AUT 3:55,2 44/45
* Platzierung im Springen/Langlauf

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Bob

Benjamin Maier hat Österreichs Viererbob am Sonntag beim Weltcup in St. Moritz zu Platz zwei geführt. Maier und sein Team mit Danut Moldovan, Markus Sammer und Kristian Huber mussten sich nur dem Deutschen Francesco Friedrich geschlagen geben (+0,29), Rang drei ging an die Kanadier um Justin Kripps (0,49). Für Maier war es im zweiten Vierer-Saisonrennen nach Platz drei in der Vorwoche in Winterberg der zweite Stockerlplatz.

„Wir sind richtig glücklich über das Ergebnis. Vor allem die Startzeit von 4,99 im zweiten Lauf war sensationell. So kann es weitergehen“, sagte Maier. Auch Nationaltrainer Wolfgang Stampfer war voll des Lobs. „Für uns ist das natürlich ein traumhaftes Ergebnis. Die guten Startzeiten sind die Basis für den Erfolg. Jetzt hoffen wir, dass wir bei den nächsten Weltcups an dieses Resultat anschließen können. Dann haben wir bei der WM auch eine gute Startnummer“, erklärte Stampfer im Hinblick auf die WM Anfang Februar in Altenberg.

Bei den Frauen fuhren Katrin Baierl/Jennifer Onasanya im Zweier mit Rang zehn ihr schlechtestes Saisonresultat ein, der Sieg ging an die Deutschen Stephanie Schneider/Leonie Fiebig. Beierl verteidigte zwei Rennen vor Schluss aber ihre Gesamtführung, weil auch ihre erste Verfolgerin Laura Nolte (GER) nicht über Platz sechs hinauskam.

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Basketball

Jakob Pöltl hat am Samstag mit einem Double-Double maßgeblichen Anteil am 103:91-Sieg der San Antonio Spurs gegen die Houston Rockets in der National Basketball Association (NBA) gehabt. 13 Punkte und elf Rebounds waren ebenso persönliche Saisonbestleistungen wie drei Blocks.

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Formel 1

Der Italiener Davide Brivio wird neuer Renndirektor beim Formel-1-Team Alpine. Der Rennstall, der bis zum Ende des vergangenen Jahres noch Renault hieß, verkündete die Verpflichtung des bisherigen MotoGP-Teammanagers von Suzuki am Sonntag. Brivio verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Motorrad-WM und wird beim Werksteam aus Frankreich künftig dem Geschäftsführer Laurent Rossi berichten.

Alpine ist eine französische Sportwagenmarke, die seit den 1970er Jahren zu Renault gehört. Der neue Formel-1-Wagen soll in den Farben der französischen Trikolore – Rot, Weiß und Blau – lackiert sein.

Ringen

Der Österreicher Daniel Gastl hat am Sonntag beim Grand Prix in Nizza in der Klasse der griechisch-römischen Athleten bis 97 kg Rang drei geholt. Im Kampf um das Podest besiegte er seinen davor im Turnierverlauf dreimal erfolgreich gebliebenen Landsmann Markus Ragginger 3:1 nach Punkten.

Am Freitag hatte die Tirolerin Martina Kuenz in der Kategorie bis 76 kg Rang gewonnen. Nach einer davor wettkampffreien Coronavirus-Zeit geht es ab März um die Olympiaqualifikation.

Segeln

Bei der Herausfordererrunde zum 36. America’s Cup der Segler vor Auckland ist es am Sonntag zu dramatischen Szenen gekommen. Im Duell der Vorrunde mit der italienischen „Luna Rossa“ ist die US-Yacht „Patriot“ vom Team American Magic gekentert. Davor lag das Team in Führung und war nach drei Niederlagen in Folge auf dem Weg zum möglichen ersten Sieg.

gekenterte „American Magic“
AP/COR 36 Studio Borlenghi

Die elfköpfige Crew um Skipper Terry Hutchinson und Steuermann Dean Barker war mit ihrer Yacht kurz vor Schluss in einer starken Böe zunächst wie eine Rakete in die Luft geschossen und hatte sich dann auf die Seite gelegt. Die Mannschaft blieb bei dem Unfall unverletzt und erhielt bei der Bergung des Bootes sowohl Hilfe der Veranstalter als auch anderer Teams. Der Rennsieg ging an Patrizio Bertellis „Luna Rossa“ mit den Steuerleuten Francesco Bruni und Jimmy Spithill.

Ineos Team UK noch ohne Niederlage

Davor hatte sich Sir Ben Ainslies britisches Ineos Team UK gegen die Italiener durchgesetzt und seine Führung im Prada Cup auf 4:0 ausgebaut. Zweite sind die Italiener mit 2:2 Punkten vor den sieglosen Amerikanern (0:4). Die Herausfordererrunde zum 36. America’s Cup wird am 22. Jänner fortgesetzt. Die drei Herausfordererteams kämpfen um das Recht, die neuseeländischen Cupverteidiger ab 6. März im 36. Duell um den America’s Cup zu fordern.

Golf

Sepp Straka hat sich beim PGA-Turnier der Golfer in Honolulu vor dem Schlusstag auf den geteilten 39. Platz verbessert. Der Austro-Amerikaner absolvierte auf der dritten Runde am Samstag wie am Freitag eine 66er-Runde, die ihn sieben Plätze gutmachen ließ. Die Führung auf dem Par-70-Kurs eroberte der US-Amerikaner Brendan Steele mit nun 192 Schlägen nach einer 61er-Runde. Für Straka (201) könnten die Top 20 beim eng zusammen liegenden Feld noch in Reichweite sein.