Spiele des Tages

Ungarn hat bei der Fußball-EM für eine riesige Überraschung gesorgt. Die Magyaren trotzten am Samstag in Budapest Weltmeister Frankreich in Gruppe F ein 1:1 ab. Attila Fiola (45.+2) brachte die Gastgeber in Führung, für die klar feldüberlegene „Equipe Tricolore“ reichte es nur noch zum Ausgleich durch Antoine Griezmann (66.).

Highlights von Ungarn – Frankreich

Weltmeister Frankreich schaffte gegen Ungarn nur ein Remis

Im Anschluss vertrieb Deutschland mit einem 4:2-Sieg über Portugal den Frust und die Kritik nach der 0:1-Enttäuschung beim EM-Auftakt gegen Frankreich eindrucksvoll. Die DFB-Elf war in München das klar bessere Team, das auch einen frühen Rückstand durch Cristiano Ronaldo (15.) locker wegsteckte und vor dem abschließenden Duell mit Ungarn wieder auf Aufstiegskurs liegt.

Eigentore von Ruben Dias (35.) und Raphael Guerreiro (39.), sowie Treffer von Kai Havertz (51.) und Robin Gosens (60.) brachten Deutschland den verdienten Sieg. Man liegt nun mit drei Zählern hinter Frankreich (4) noch vor den punktegleichen Portugiesen, die völlig enttäuschten und durch Diogo Jota (67.) nur noch Ergebniskosmetik betrieben. Ungarn ist mit einem Punkt Letzter.

Highlights von Portugal – Deutschland

Im Abendspiel folgte dann die nächste Überraschung. Denn nach dem 0:0 gegen Schweden musste sich Spanien auch im zweiten Match mit einem Remis begnügen. Die Elf von Luis Enrique kam in der Gruppe E in Sevilla nicht über ein 1:1 gegen Polen hinaus und muss nun um das Weiterkommen zittern.

Die als Mitfavorit gehandelten Iberer liegen mit zwei Zählern hinter Schweden (4) und der Slowakei (3) nur auf Rang drei. Die Polen halten als Vierter bei einem Punkt. Alvaro Morata (25.) brachte die Gastgeber in Führung, Robert Lewandowski (53.) glich aus.

Highlights von Spanien – Polen

Polen und Spanien trennen sich mit einem gerechten 1:1.

Schon vor dem letzten Vorrundenspieltag der Fußball-EM hat Italien den Einzug ins Achtelfinale sicher. Den bislang zweimal siegreichen „Azzurri“ reicht zum Abschluss der Gruppe A in Rom gegen Wales heute (18.00 Uhr, live in ORF1) ein Remis zum Gruppensieg. Die Waliser sind mit vier Punkten auf dem besten Weg Richtung Achtelfinale.

Das Spiel ist ab 18.00 Uhr live in ORF1 (Übertragungsbeginn 17.10 Uhr) zu sehen – Stand und Stream gibt es im ORF.at-Liveticker.

Im Parallelspiel in Baku treffen die Schweiz, die erst einen Zähler auf dem Konto hat, und die noch punktelose Türkei aufeinander.

Fußball-EM

Der türkische Schiedsrichter Cüneyt Cakir leitet das EM-Spiel Österreich gegen die Ukraine am Montag (18.00 Uhr, live in ORF1) in Bukarest. Der 44-Jährige gilt als absoluter Topreferee – er pfiff unter anderem das Champions-League-Finale 2015 und war bei den Europameisterschaften 2012 und 2016 sowie bei den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 im Einsatz. Bei der aktuellen EM pfiff Cakir schon bei Portugal – Ungarn (3:0).

Schiedsrichter Cuneyt Cakir
Reuters/Alberto Lingria

Auch das ÖFB-Team machte mit Cakir bereits Bekanntschaft. Der Türke leitete den 1:0-Auswärtssieg der Österreicher im Oktober 2019 in der EM-Qualifikation gegen Slowenien, das Heim-2:2 im Oktober 2016 in der WM-Qualifikation gegen Wales und das Auswärts-1:2 im Oktober 2013 in der WM-Qualifikation gegen Schweden. Zudem pfiff Cakir im August 2018 Red Bull Salzburgs Heim-2:2 im Champions-League-Play-off gegen Roter Stern Belgrad, mit dem die „Bullen“ den Einzug in die Eliteliga verpassten.

Von den 24 an der EM teilnehmenden Mannschaften steigen 16 ins Achtelfinale auf. Dadurch qualifizieren sich nicht nur die besten zwei Teams jeder Gruppe für die Finalphase, sondern auch die vier besten Gruppendritten. Das war bei einer EM erstmals 2016 so, die FIFA wendete dieses System aber schon bei den WM-Turnieren zwischen 1986 und 1994 an.

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Fußball

Der niederländische Teamspieler Memphis Depay stürmt nach der Europameisterschaft für den FC Barcelona. Der katalanische Club gab die Verpflichtung des 27-Jährigen am Samstag bekannt. Depay wird einen Zweijahresvertrag bis 2023 unterzeichnen, sein Kontrakt bei Olympique Lyon läuft in wenigen Tagen aus.

Memphis Depay (Olympique Lyonnais)
Reuters/Stephane Mahe

Bei der laufenden EM steht Depay mit den Niederlanden nach Siegen über die Ukraine (3:2) und Österreich (2:0) vorzeitig im Achtelfinale. Das Oranje-Team gratulierte dem FC Barcelona via Twitter zum Transfer. „Genießt Euren Löwen“, hieß es in der Botschaft in Anspielung auf Depays riesiges Löwen-Tattoo auf seinem Rücken.

Meister Red Bull Salzburg hat den Schweizer Innenverteidiger Jasper van der Werff leihweise für ein Jahr an den deutschen Zweitligisten Paderborn abgegeben. Der 22-Jährige war zuletzt an den FC Basel verliehen gewesen.

Billard

Albin Ouschan und Mario He haben bei der Billard Euro Tour in St. Johann im Pongau das Achtelfinale erreicht und treffen am Sonntag (20.15 Uhr live in ORF Sport + und im Livestream
im direkten Duell um den Aufstieg ins Viertelfinale aufeinander. In der Damen-Konkurrenz sorgte Österreichs Nachwuchshoffnung Lena Primus für eine Überraschung.

Die erst 15-jährige Steirerin ging in ihren Matches gegen die routinierten Deutschen Yvonne Ullmann Hybler und Pia Filler jeweils als 7:5-Siegerin vom Tisch und schaffte mit einem 7:4-Erfolg gegen die Französin Nathalie
Rohmer erstmals den Einzug in ein Women-Euro-Tour-Achtelfinale. Dort wartet mit Karin Michl erneut eine deutsche Gegnerin.

Ouschan musste in der Grundrunde nach zwei souveränen Siegen gegen Landsmann Markus Reischl und gegen den Deutschen Sebastian Ludwig eine 8:9-Niederlage gegen den Bosnier Sanjin Pehlivanovic hinnehmen. Der regierende 9-Ball-Weltmeister nützte jedoch seine zweite Chance zum Aufstieg in die K.o.-Runde mit einem 9:4 gegen den Wiener Matthias Kiracti. Das Achtelfinal-Ticket buchte er mit einem weiteren 9:4-Sieg gegen den Esten Denis Grabe.

Ouschans Achtelfinal-Gegner He war in den mit einer überraschenden Niederlage gegen den Zyprioten Antonis Brabin gestartet, kämpfte sich dann aber mit fünf Siegen in der Hoffnungsrunde in die K.o.-Phase. Das folgende 9:4 gegen den Schweizer Michael Schneider besiegelte den Einzug ins Achtelfinale.

Rallye

Mit einem Abbruch und zwei Siegern hat der verspätete Auftakt zur Rallye-Staatsmeisterschaft im Schneebergland geendet. Bei der eintägigen Red Stag Rallye Extreme in Rohr im Gebirge (NÖ) musste die SP 7 nach massiven Zeitverzögerungen abgesagt und die achte aus Sicherheitsgründen nach wenigen Teilnehmern neutralisiert werden. Nach Studium der Inboard-Aufnahmen von Hermann Neubauer (Ford Fiesta) und Simon Wagner (Skoda) einigten man sich auf einen Ex-aequo Erfolg der beiden.

Dritter beim nach langer Coronavirus-Pause etwas holprigen ÖM-Comeback auf großteils grobem Schotter wurde Gerwald Grössing im Ford Fiesta. In der Rallye-ÖM 2021 hatten zunächst auch die beiden Kärntner Auftaktbewerbe Lavanttal und St. Veit coronavirusbedingt abgesagt werden müssen. Die frühere Schneebergland-Rallye wurde ohne Zuschauer gefahren. Die ÖM wird Mitte Juli mit der Rallye Weiz fortgesetzt.

Basketball

Die Milwaukee Bucks haben sich in der National Basketball Association (NBA) in einem Thriller gegen die Brooklyn Nets durchgesetzt und stehen im Finale der Eastern Conference. Erst nach Verlängerung gewannen die Bucks um ihren Star Giannis Antetokounmpo am Samstag (Ortszeit) in New York mit 115:111 und die „Best of seven“-Serie mit 4:3. Für die so stark besetzten Nets um Kevin Durant, James Harden und den zuletzt verletzten Kyrie Irving ist die Saison dagegen vorbei.

Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks)
AP/Frank Franklin II

In der enorm spannenenden und ausgeglichen Partie wechselte die Führung in der Schlussphase noch mehrfach, eine Sekunde vor dem Ende der regulären Spielzeit stand es 109:109. Durant hatte seinen vermeintlich siegbringenden Wurf zwar getroffen, stand mit den Zehenspitzen aber auf der Dreipunktelinie und bekam deswegen nur zwei Zähler zum Ausgleich.

Der 32-Jährige spielte ein weiteres Mal jede Sekunde der Partie und kam am Ende auf 48 Punkte, neun Rebounds und sechs Vorlagen. Sichtlich platt konnte er die Niederlage aber nicht abwenden und verfehlte mit seinem letzten Versuch in der fünf Minuten langen Verlängerung den Korb komplett.

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Ohne ihre Topscorerinnen vom Vortag haben Österreichs Basketball-Frauen am Samstag das zweite freundschaftliche Duell mit Polen in Oberwart mit 49:74 (20:38) verloren. Lisa Zderadicka (12) und Nina Krisper (7) waren die besten Werferinnen der ÖBV-Auswahl. Das erste Aufeinandertreffen am Freitag hatte 61:72 geendet.

Bei den beiden Begegnungen gaben letztlich 13 Spielerinnen ihre Debüts in der österreichischen Nationalmannschaft. Sieben waren es am Freitag, sechs weitere am Samstag – unter ihnen auch die erst 16-jährige Anna Alborova vom DBB LZ OÖ. In einer Partie mit vielen vergebenen Möglichkeiten waren die Polinnen nicht unerwartet das besser eingespielte Team.

Quartett bereitet sich auf 3x3-EM vor

Anja Fuchs-Robetin und Sarah Sagerer, die am Freitag jeweils 18 Punkte erzielt hatten, standen ebenso nicht mehr zur Verfügung wie Camilla Neumann und Rebekka Kalaydjiev. Das Quartett bereitet sich in den kommenden Tagen auf die Qualifikation zur 3x3-Europameisterschaft vor.

„Offensiv war es wie erwartet extrem schwer“, resümierte Teamchef Hubert Schmidt. Defensiv sei er mit seiner Mannschaft über weite Strecken zufrieden gewesen. „Es waren zwei herausfordernde Spiele“, sagte Kapitänin Kata Takacs. „In der EM-Qualifikation im Herbst wollen wir ein ernst zu nehmender Gegner sein.“

Eishockey

Die New York Islanders haben die späten Bemühungen von NHL-Titelverteidiger Tampa Bay Lightning abgewehrt und in der Halbfinal-Serie auf dem Weg zum Stanley Cup ausgeglichen. Die Islanders kassierten am Samstag (Ortszeit) zwar zwei Gegentreffer im letzten Drittel, konnten die Partie aber trotzdem 3:2 gewinnen und in der „Best of seven“-Serie zum 2:2 ausgleichen.

Mathew Barzal (New York Islanders)
APA/AFP/Getty Images/Rich Graessle

Spiel fünf ist in der Nacht auf Dienstag in Tampa Bay. Eine Entscheidung kann nun frühestens in Spiel sechs in der Nacht auf Donnerstag in New York fallen.

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Motorrad

Der Franzose Johann Zarco hat am Samstag die Poleposition-Serie von seinem Landsmann und WM-Leader Fabio Quartararo beendet. Der Ducati-Pilot holte im Qualifying für den GP von Deutschland am Sachsenring in der MotoGP-Klasse trotz eines Sturzes im Finish die schnellste Zeit und verwies Quartararo mit 0,011 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Quartararo hatte zuvor fünfmal in Serie die Pole geholt. Dritter wurde Aleix Espargaro (ESP/+0,211), der Spanier holte erstmals einen Startplatz für Aprilia seit 21 Jahren. Bester KTM-Pilot wurde der Portugiese Miguel Oliveira 0,353 Sek. zurück als Sechster.

In der Moto3-Klasse dominierten die Honda-Piloten: Filip Salac (CZE) setzte sich vor Dennis Foggia (ITA), Tatsuki Suzuki (JPN) und John McPhee (GBR) durch.

MotoGP, Qualifying:
1. Johann Zarco FRA Ducati 1:20,236
2. Fabio Quartararo FRA Yamaha + 0,011
3. Aleix Espargaro ESP Aprilia 0,211
4. Jack Miller AUS Ducati 0,272
5. Marc Marquez ESP Honda 0,331
6. Miguel Oliveira POR KTM 0,353
7. Jorge Martin ESP Ducati 0,381
8. Pol Espargaro ESP Honda 0,423
9. Takaaki Nakagami JPN Honda 0,574
10. Francesco Bagnaia ITA Ducati 0,575
Moto2, Qualifying:
1. Raul Fernandez ESP Kalex 1:23,397
2. Fabio di Giannantonio ITA Kalex + 0,347
3. Remy Gardner AUS Kalex 0,372
4. Marco Bezzecchi ITA Kalex 0,787
5. Xavi Vierge ESP Kalex 0,899
6. Jorge Navarro ESP Boscocuro 0,904
7. Sam Lowes GBR Kalex 1,019
8. Ai Ogura JPN Kalex 1,042
9. Bo Bendsneyder NED Kalex 1,077
10. Aron Canet ESP Boscocuro 1,103
Moto3, Qualifying:
1. Filip Salac CZE Honda 1:26,913
2. Dennis Foggia ITA Honda + 0,183
3. Tatsuki Suzuki JPN Honda 0,214
4. John McPhee GBR Honda 0,315
5. Kaito Toba JAP KTM 0,437
6. Lorenzo Fellon FRA Honda 0,479
7. Niccolo Antonelli ITA KTM 0,485
8. Romanto Fenati ITA Husqvarna 0,562
9. Stefano Nepa ITA KTM 0,609
10. Andrea Migno ITA Honda 0,716

Motorsport

Das erste Rennen der neuen DTM-Saison hat einen Heimsieg der italienischen Traditionsmarke Ferrari in Monza gebracht. Der Neuseeländer Liam Lawson setzte sich im Red-Bull-Auto des Teams AF Corse vor dem Franzosen Vincent Abril und dem Deutschen Maximilian Götz (beide Mercedes) durch. Lawsons Teamkollege Alexander Albon wurde Vierter.

Der Tiroler Lucas Auer kam im Mercedes am Samstag nicht über den 13. Platz hinaus. Der zweite Monza-Lauf findet am Sonntag (13.30 Uhr) statt.

Ferrari-Heimsieg bei DTM-Auftakt in Monza

Das erste Rennen der neuen DTM-Saison hat einen Heimsieg der italienischen Traditionsmarke Ferrari in Monza gebracht. Der Neuseeländer Liam Lawson setzte sich im Red-Bull-Auto des Teams AF Corse vor dem Franzosen Vincent Abril und dem Deutschen Maximilian Götz (beide Mercedes) durch. Lawsons Teamkollege Alexander Albon wurde Vierter.

Das Deutsche Tourenwagen Masters hat ab dieser Saison unter der Führung von Ex-Grand-Prix-Pilot Gerhard Berger ein neues Reglement und firmiert als GT-Rennserie. Neben Ferrari sind auch Lamborghini und McLaren als Hersteller neu an Bord.

Leichtathletik

Verena Mayr liegt nach dem ersten Tag des Mehrkampfmeetings in Ratingen an der sechsten Stelle. Die Oberösterreicherin hält bei der Olympiageneralprobe und zugleich ihrem ersten Siebenkampf seit WM-Bronze 2019 in Doha nach vier Disziplinen bei 3.669 Punkten, es führt Odile Ahouanwanou aus Benin (3.830). Ivona Dadic stieg noch vor den 200 m und damit der letzten Disziplin am ersten Tag wegen leichter Knieprobleme aus.

Leichtathletin Verena Mayr
GEPA/Manfred Binder

Mayr (gebürtige Preiner) lief die 100 m Hürden in 13,55 Sekunden, überquerte im Hochsprung 1,76 m, warf die Kugel auf 13,83 m und sprintete die 200 m in 24,68 Sekunden. „Es war ein solider erster Tag. Meine Nervosität ist mir heute im Weg gestanden, ich habe auch nicht wirklich ein Rezept dagegen gefunden“, sagte Mayr. Mit Hürden und Hochsprung zeigte sie sich zufrieden, mit der Kugel hatte sie sich mehr erwartet. „Und beim 200er fehlen mir einfach noch die Läufe, die ich seit der Impfung nicht mehr gemacht habe. Morgen will ich wieder angreifen. Ich hoffe, dass ich nicht mehr ganz so angespannt bin.“

Dadic mit Knieproblemen out

Dadic kam auf Leistungen von 13,94 Sekunden, 1,73 m und 13,95 m, ehe sie den Bewerb abbrach. „Ich habe schon die ganze Woche das Knie etwas gespürt, es sind jetzt keine richtigen Schmerzen, aber wir wollen halt einfach auch nichts riskieren. Die Leistungen haben dadurch einfach nicht gepasst und so macht es auch keinen Sinn weiterzumachen“, sagte Dadic, deren Fokus ganz auf den Sommerspielen in Tokio liegt.

Ryan Crouser hat bei den US-Meisterschaften in Eugene den 31 Jahre alten Kugelstoß-Weltrekord gebrochen. Der Olympiasieger von 2016 kam am Freitagabend (Ortszeit) auf 23,37 Meter. Die bisherige Bestmarke seines Landsmanns Randy Barnes von 1990 stand bei 23,12 Meter.

Ryan Crouser
APA/AFP/Getty Images/Patrick Smith

Crouser hatte im Jänner mit 22,82 Meter Barnes bereits den Hallenweltrekord abgenommen. Im Freien überbot der 28-Jährige die Weite von Barnes mit der 7,26 Kilogramm schweren Kugel um 25 Zentimeter. Barnes hatte damals im Freien den früheren DDR-Star Ulf Timmermann (23,06) von der Spitze verdrängt.

Die zweifache 800-m-Olympiasiegerin Caster Semenya hat bei ihrem überraschenden Start in Regensburg erneut die Qualifikation für die Sommerspiele in Tokio verpasst. Die 30-jährige Südafrikanerin blieb am Samstagabend über 5000 m trotz einer Tempomacherin in 15:57,12 Minuten deutlich über der geforderten Norm (15:10) und wurde Vierte.

Leichtatheltin Caster Semenya
Reuters/Ibraheem Al Omari

Das Rennen gewann die deutsche Lokalmatadorin Miriam Dattke in 15:34,92. Semenya hatte schon zuvor bei zwei Rennen über diese Distanz in Pretoria im März (16:14,43) und April (15:52,28) den olympischen Richtwert auf ihrer Ausweichdistanz jeweils verfehlt.

Nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichts (CAS) von Mai 2019 zum Testosteron-Limit für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen darf die 800-m-Spezialistin nicht mehr bei Wettbewerben zwischen 400 Metern und einer Meile starten. Es sei denn, sie senkt ihren natürlichen Testosteronwert durch Medikamente, was Semenya ablehnt. Beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat die dreifache Weltmeisterin eine Klage wegen Diskriminierung, herabwürdigender Behandlung sowie Missachtung ihres Privatlebens angestrengt.

Radsport

Matthias Brändle hat zum achten Mal den Staatsmeistertitel im Einzelzeitfahren eingefahren. Der Vorarlberger setzte sich am Samstag in Kufstein nach 27 Kilometern in 32:41,41 Minuten vor Felix Ritzinger (+ 34,62 Sek.), Tobias Bayer (47,92), Markus Wildauer (51,62) und Patrick Gamper (1:03,11 Min) durch.

Anna Kiesenhofer und Matthias Brändle
GEPA/Daniel Schoenherr

Lokalmatador Gamper hatte vorgehabt, Brändle den Sieg streitig zu machen, er muss auf die nächste Chance warten. „Gerade wenn es so heiß wie heute ist, dann darf man es nicht zu schnell angehen. Das ist Erfahrung und davon habe ich genug“, berichtete der frühere Stundenweltrekordler Brändle.

Bei den Frauen siegte die Topfavoritin und für Olympia nominierte Anna Kiesenhofer in 36:18,48 Minuten vor Gabriela Erharter (+2:24,05) und Christina Schweinberger (2:26,67). Am Sonntag stehen die Straßenrennen auf dem Programm.

Triathlon

Österreichs Triathlon-Olympiateilnehmer haben bei der Supersprint-EM in Kitzbühel zwei Top-20-Ränge errungen. Luis Knabl kam nach 500 m Schwimmen, 12 km Radfahren und 3,1 km Laufen in der bereinigten EM-Wertung an die zwölfte Stelle, für Julia Hauser schaute Platz 20 heraus. Beide haben für die Kontinentaltitelkämpfe in der Heimat ihr Höhentrainingslager in St. Moritz unterbrochen, aufgrund des Programms dort fehlte in Tirol jeweils die Spritzigkeit beim Laufen.

Triathlet Alois Knabl
APA/EXPA/Johann Groder

Bei den Männern ging die Goldmedaille an den Schweizer Max Studer, der sich sechs Sekunden vor dem Spanier Antonio Serrat Seoane, 13 vor dem Neuseeländer Hayden Wilde und 21 vor dem Franzosen Tom Richard durchsetzte, der damit EM-Bronze erhält.

„Da gibt es kein Ausrasten“

"Es war ziemlich hart, da gibt es kein Ausrasten, da geht es Vollgas. Der 13. Platz ist ein Riesenerfolg, da ich gerade voll im Training für Tokio bin. Da wir derzeit nur Umfang und nichts Schnelles machen, fehlt die Spritzigkeit, sagte Knabl, der in der EM als Zwölfter gewertet wurde. Für Leon Pauger schaute in der bereinigten Ergebnisliste Rang 21 heraus.

Hauser hatte exakt eine Minute Rückstand auf die deutsche Gewinnerin Laura Lindemann. Platz zwei ging an die Russin Valentina Riasowa (+ fünf Sekunden), Rang drei an die Französin Leonie Periault (+ 6) und vier an Triathlon-Star Nicola Spirig (SUI/+ 16).

„Der Speed hat bissl gefehlt“

„Mit Schwimmen und Radfahren bin ich zufrieden, das Rennen war okay. Das Laufen war hart für mich. Ich habe im Training schon mehr auf die 10 km gemacht, ich habe gemerkt, der Speed hat bissl gefehlt“, sagte Hauser, die in der Höhenvorbereitung bereits voll auf die olympische Distanz hinarbeitet.

Triathletin Julia Hauser
GEPA/David Geieregger

Der für Tokio nominierte Lukas Hollaus gewann das B-Finale, Philip Pertl wurde da Sechster, Lukas Pertl Neunter. Bei den Frauen kam Magdalena Früh im B-Finale auf Rang vier, Therese Feuersinger auf Rang elf. Die weitere Olympiateilnehmerin Lisa Perterer ist am Sonntag im auch als Tokio-Test geltenden EM-Mixed-Teambewerb mit dabei.

Kanu

Der Kärntner Felix Oschmautz hat am Samstag beim Slalom-Weltcup der Wildwasser-Kanuten in Markkleeberg in Deutschland bei nur zwei Strafsekunden Finalrang zwei belegt.

Der Olympiateilnehmer für Tokio hatte als Semifinal-Sechster als einziger österreichischer Aktiver einen Kajak-Endlauf erreicht. Sein Rückstand auf den fehlerfrei gebliebenen slowakischen Sieger Jakub Grigar betrug letztlich 2,01 Sek. Felix Leitner war als 21. des 40-köpfigen Semifinales ausgeschieden.

Oschmautz bei Markleeberg-Weltcup Zweiter

Der Kärntner Felix Oschmautz hat am Samstag beim Slalom-Weltcup der Wildwasser-Kanuten in Markkleeberg in Deutschland bei nur zwei Strafsekunden Finalrang zwei belegt. Der Olympiateilnehmer für Tokio hatte als Semifinal-Sechster als einziger österreichischer Aktiver einen Kajak-Endlauf erreicht.

In Tokio „ist vielleicht noch mehr drin“

„Der Fahrplan nach Tokio stimmt, dort möchte ich ins Finale, und mit einer steilen Performance ist vielleicht noch mehr drin“, sagte Oschmautz. Für den 21-Jährigen ist es der erste Weltcup-Podestplatz. Auch Nationaltrainer Helmut Oblinger freute sich: „Für mich ist sie auch eine Teammedaille der guten Zusammenarbeit mit seinem Teamkollegen Mario Leitner.“

Bei den Frauen hatte Tokio-Athletin Viktoria Wolffhardt den Aufstieg in die Top Ten als 16. (+ 10,43) verpasst, Corinna Kuhnle als 20. (11,69). Den Finalsieg machten zwei Favoritinnen untereinander aus, die Australierin Jessica Fox siegte 3,52 Sek. vor der Deutschen Ricarda Funk. Für Samstagnachmittag waren noch die Bewerbe im Extreme-Slalom angesetzt. Am Sonntag ist Nadine Weratschnig im Semifinale des Canadier-Einers engagiert.

Football

Die Danube Dragons haben in der Austrian Football League (AFL) eine Runde vor dem Ende des Grunddurchgangs die Play-off-Teilnahme fixiert. Die Wiener feierten am Samstag einen 17:6-Erfolg bei den Rangers Mödling. Vor dem Schlagerspiel der Raiders Tirol gegen die Vienna Vikings sowie der Prag Black Panthers gegen die Graz Giants am Sonntag liegen die Dragons auf Platz drei und sind nicht mehr aus den Top Vier zu verdrängen.

Mehr dazu in Austrian Football League

Tischtennis

Wolfgang Gotschke ist der Nachfolger von Hans Friedinger als Präsident des österreichischen Tischtennisverbandes (ÖTTV). Die am Samstag bei der ÖTTV-Generalversammlung in St. Pölten durchgeführte Wahl ging mit 25:16 zugunsten des neuen und zuungunsten des alten Amtsinhabers deutlich aus. Der 80-jährige Friedinger hatte das Amt siebeneinhalb Jahre inne, Gotschkes Reformplan überzeugte aber die Mehrheit der Entscheidungsträger wie auch Stefan Fegerl.

Neuer Präsident beim Österreichischen Tischtennisverband

Wolfgang Gotschke folgt nach mehr als sieben Jahren Hans Friedinger nach und hat bereits Reformen angekündigt. Tischtennis Europameister Stefan Fegerl, der nach Olympia seine Karriere beenden wird, ist zum Vizepräsidenten gewählt worden.

Fegerl beendet nach Tokio aktive Karriere

Die Kandidatur des Niederösterreichers als Vizepräsident Sport ging ebenfalls durch, womit Fegerl nach den Olympischen Spielen in Tokio seine aktive Karriere beenden wird. An den ab Dienstag in Warschau stattfindenden Europameisterschaften in Warschau wird der 31-Jährige nicht teilnehmen, da seine Olympia-Mixed-Partnerin Sofia Polcanova in Polen nur im Einzel antreten wird. Mehr lässt sich nach Hüft- und Knieoperationen sowie Fitness- und Trainingsrückstand noch nicht machen.

Der Stellvertreter von Fegerl als Sport-Vizepräsident ist Sportdirektor Karl Jindrak. Weitere Vizepräsidenten werden Gisela Fritsche (Finanzen) und der Kärntner Landesverbandspräsident Hubert Dobrounig (Digitalisierung, Innovation, Kommunikation, Organisation), dessen Stellvertreter ist ÖTTV-Generalsekretär Mathias Neuwirth. Neuer Bundesliga-Vorsitzender ist der Tiroler Hüseyin Karagaac.

Gotschke war Büroleiter unter den Sportministern Norbert Darabos und Gerald Klug, im Bundes-Sport-Förderungsfonds (jetzt Bundes-Sport GmbH) Geschäftsführer und ist aktuell Vorstand bei Leistungssport Austria. „Zentrale Aufgabe wird es sein, den Verband organisatorisch schlanker und neu aufzustellen“, hatte er vor der Wahl gesagt. „Professionelle Vereine müssen zukünftig von einem hauptamtlichen Vorstand geleitet und von einem ehrenamtlichen Kontrollorgan beaufsichtigt werden.“