Skispringen

Michael Hayböck hat drei Wochen nach seiner Bandscheibenoperation wieder mit leichter Bewegung begonnen. Spaziergänge und vorsichtiges Rumpftraining werden von intensiverer Physiotherapie begleitet, teilte sein Management am Donnerstag mit. Der 30-jährige Oberösterreicher will bald wieder ins Training einsteigen, hieß es drei Wochen vor dem Auftakt der Olympiasaison.

Skispringer Michael Hayböck zeigt im Krankenhausbett ein Victory-Zeichen
APA/Anna Gmeiner

„Ich bin froh, dass ich nicht mehr so viel liegen muss und mich endlich wieder mehr bewegen darf“, meinte Hayböck. Er habe sich zuletzt in viel Geduld üben müssen. „Umso mehr freue ich mich jetzt auf die nächsten Schritte in der Reha und ab sofort auch über einen deutlich aktiveren Alltag. Natürlich muss ich nach wie vor bei jeder Bewegung auf einen geraden Rücken achten und beugen oder heben sind noch nicht erlaubt.“

Immer in Absprache mit seinem Arzt versuche er, die nächsten Entwicklungsschritte zu machen. „Und da bin ich auf einem guten Weg.“

Baseball

In der World Series um den Titel in der Major League Baseball (MLB) haben die Houston Astros ausgeglichen. Nach dem 2:6 zum Start gegen die Atlanta Braves gewannen die Astros ihr Heimspiel am Mittwoch 7:2. Schon nach dem zweiten Inning führte der Meister von 2017 mit 4:1. Die dritte Partie der „Best of seven“-Serie steht am Freitag an.

Atlanta holte die Meisterschaft bisher dreimal, zuletzt 1995. Für die Astros war der Titel 2017 der bisher einzige in der World Series. Trotz eines nachgewiesenen Betrugs durfte das Team die Meisterschaft behalten. Nun steht es erstmals seit Bekanntwerden der Vorwürfe vor zwei Jahren wieder in der Finalserie.

Fußball

Die New York Red Bulls haben in der Major League Soccer (MLS) nach acht Spielen ohne Niederlage wieder verloren. Die Mannschaft des österreichischen Trainers Gerhard Struber unterlag am Mittwoch DC United auswärts 0:1, wodurch das Team aus der Hauptstadt Washington die New Yorker um einen Punkt aus den Play-off-Rängen verdrängte. Drei Spiele stehen für den Struber-Club im Grunddurchgang noch aus.

Juventus Turin hat den nächsten Rückschlag in der Serie A kassiert. Der italienische Rekordmeister verlor am Mittwochabend mit 1:2 (0:1) gegen Sassuolo Calcio und bleibt hinter den Champions-League-Plätzen. Weston McKennie (76. Minute) glich die Führung der Gäste durch Davide Frattesi (44.) zwischenzeitlich aus.

Jubel von Maxime Lopez (Sassuolo)
AP/LaPresse/Fabio Ferrari

Sassuolos Maxime Lopez schockiert Juve jedoch in der fünften Minute der Nachspielzeit. Für Turin war es am zehnten Spieltag bereits die dritte Liganiederlage dieser Saison.

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Knapp ein Jahr nach dem Tod von Diego Maradona hat die argentinische Regierung das Geburtshaus des Fußballstars zur nationalen Gedenkstätte erklärt. Das entsprechende Dekret wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht. Das einfache Haus liegt in dem Armenviertel Villa Fiorito südlich von Buenos Aires. Maradona verbrachte dort die ersten Jahre seines Lebens. Heute schmückt ein Wandbild mit dem Konterfei Maradonas die Fassade des Hauses.

Der Weltmeister von 1986 wäre am Samstag 61 Jahre alt geworden. Er starb im November vergangenen Jahres in einer privaten Wohnanlage nördlich von Buenos Aires an einem Herzinfarkt. Zwei Wochen zuvor war er aus dem Krankenhaus entlassen worden, wo er sich einer Gehirnoperation unterzogen hatte.

Ermittlungen laufen

Nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft wurden bei der Pflege des einstigen Weltstars schwere Fehler gemacht. Gegen seinen Leibarzt, seine Psychiaterin und mehrere Pflegekräfte wird wegen Totschlags ermittelt.

Maradona machte aus seiner einfachen Herkunft nie einen Hehl. Immer wieder kehrte er nach Villa Fiorito zurück, wo auf einem staubigen Platz seine fußballerische Karriere begann. „Das ist der Ort, an dem ich begann zu träumen“, sagte er einmal in einem Interview.

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche hat trotz des misslungenen Saisonstarts keine Zweifel an Trainer Oliver Glasner. „Die Frage stellt sich überhaupt nicht“, sagte Krösche in einem Interview des TV-Senders Sky am Mittwoch. Die Frankfurter sind unter dem Oberösterreicher im Cup bereits ausgeschieden und stehen nach nur einem Sieg aus neun Spielen in der deutschen Fußballbundesliga auf Rang 15. Im Vorjahr wurde unter Trainer Adi Hütter die Europa League erreicht.

Oliver Glasner und Markus Krösche geben sich einen Fist-Bump
APA/dpa/Sebastian Gollnow

Auf die Frage, warum in Frankfurt keine Reaktion wie in dieser Woche bei Wolfsburg erfolge, antwortete Krösche: „Weil wir mit Oliver Glasner sehr zufrieden sind. Er ist sehr akribisch, er arbeitet mit der Mannschaft gut. Wir agieren auch als Team gemeinsam.“

Wolfsburg, das in der Tabelle deutlich besser dasteht, hat sich am Sonntag von Chefcoach Mark van Bommel getrennt und am Dienstag Florian Kohfeldt als Nachfolger installiert. Eintracht-Trainer Glasner hatte den VfL in der Vorsaison in die Champions League geführt, wo man zuletzt in Salzburg 1:3 unterlag.

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Bayern-München-Verteidiger Lucas Hernandez muss nicht ins Gefängnis. Die spanische Justiz gab der Berufungsklage der Anwälte des 25-jährigen Franzosen am Mittwoch kurz vor Ablauf der Frist zum Haftantritt statt. Die sechsmonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt war schon 2019 verhängt worden. Sie wurde laut Angaben des Gerichts in Madrid für vier Jahre auf Bewährung ausgesetzt. Zudem muss Hernandez eine Geldstrafe von 240 Tagsätzen zu je 400 Euro, also 96.000 Euro, zahlen.

Bayern München Spieler Lucas Hernandez
APA/AFP/Christof Stache

Hintergrund des Falls ist ein handgreiflicher Streit von Hernandez mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau, der sich bereits vor viereinhalb Jahren – im Februar 2017 – ereignete, als der französische Fußballnationalspieler noch bei Atletico Madrid engagiert war. Beide wurden in der Folge wegen häuslicher Gewalt zu gemeinnütziger Arbeit und einem sechsmonatigen Kontaktverbot verurteilt.

Da sich die beiden schnell wieder versöhnten, verreisten Hernandez und seine Partnerin noch während des Kontaktverbots gemeinsam, womit der Weltmeister von 2018 gegen das Verbot verstieß. Seiner heutigen Frau war das Urteil zum Zeitpunkt der gemeinsamen Reise nach Las Vegas noch nicht zugestellt geworden, sie kam daher straffrei davon. Ein Kontaktverbot bleibt in Spanien auch dann bestehen, wenn es eine Versöhnung gegeben hat, damit niemand zu einer solchen Aussöhnung genötigt werden kann.

Urteil sorgt für Überraschung

Das neue Urteil kommt überraschend – nicht nur weil der Kampf gegen häusliche Gewalt in Spanien sehr ernst genommen wird. Experten hatten mehrheitlich erwartet, dass die Berufung abgelehnt werden würde, weil Hernandez kein Ersttäter ist. Gegen den Fußballprofi gibt es nach Justizangaben insgesamt zwei rechtskräftige Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt.

Tennis

Dennis Novak kämpft am Donnerstag beim ATP-500-Turnier in der Wiener Stadthalle um den Einzug in das Viertelfinale. Der 28-jährige Niederösterreicher bekommt es dabei mit dem als Nummer sieben gesetzten Italiener Jannik Sinner zun.

Ein Sieg über den Weltranglistenelften würde Novak wohl zurück in die Top 100 bringen. Das Spiel ist als zweite Partie nach 14.00 Uhr auf dem Centre Court angesetzt.

ATP-500-Turnier in Wien

Achtelfinale:
Dennis Novak (AUT) Jannik Sinner (ITA/7) -:- -:-

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Andy Murray hat am Mittwoch das Generationenduell im Achtelfinale bei den Ersten Bank Open in Wien verloren. Der dreifache Grand-Slam-Sieger unterlag Carlos Alcaraz mit 3:6 4:6, der damit als erster Spieler im Viertelfinale des nun mit 2,09 Mio. Euro dotierten ATP-500-Turniers steht. Vor wenigen Wochen hatte der Jungstar noch in Indian Wells gegen den Schotten in drei Sätzen verloren, nun drehte er den Spieß um.

Tennisspieler Andy Murray
APA/AFP/Joe Klamar

„Er spielt richtig gutes Tennis, ich wusste, dass es heute sehr hart wird. Ich wusste, dass ich mein bestes Tennis auspacken muss, damit die Revanche gelingen kann“, meinte Alcaraz. Er trifft nun auf Matteo Berrettini (ITA/3), der in drei Sätzen gegen Nikolos Bassilaschwili aus Georgien gewann.

Sinner nächster Gegner von Novak

Antwerpen-Sieger Jannik Sinner erreichte in Wien sicher das Achtelfinale. Der als Nummer sieben gesetzte Italiener besiegte den 2,11 m großen US-Aufschlagriesen Reilly Opelka nach nur knapp 64 Minuten mit 6:4 6:2 und ist nun am Donnerstag Achtelfinal-Gegner von Österreichs einzigem Vertreter im Einzel, Dennis Novak. Der 28-Jährige hatte seinerseits mit Gianluca Mager einen Landsmann Sinners in Runde eins ausgeschaltet.

Sinner fordert Novak

Der Gegner von Dennis Novak im Achtelfinale des Tennisturniers in der Wiener Stadthalle heißt Jannik Sinner. Der Südtiroler Jungstar setzte sich in seinem Erstrundenspiel gegen den US-Amerikaner Reilly Opelka durch.

„Es wird halt Davis-Cup sein“, meinte Sinner schon auf dem Platz zum Publikum in einer kleinen Vorschau auf das Duell mit dem Niederösterreicher. Gegen den 20-jährigen Weltranglistenelften hat Novak übrigens bisher noch nie gespielt. Sinner ist auf der Tour mit bisher fünf ATP-Turniersiegen in diesem Jahr der Titelhamster und auf dem Sprung in die Top Ten. Sinners Landsmann Lorenzo Sonego setzte sich ebenfalls in zwei Sets durch, er besiegte den deutschen „Lucky Loser“ Dominik Koepfer mit 6:4 6:3.

Monfils lobt Coach Bresnik

In den ausständigen Erstrundenpartien setzten sich der Schützling von Günter Bresnik, Gael Monfils, und auch der als Nummer acht gereihte Diego Schwartzman (ARG) durch. Monfils besiegte Lorenzo Musetti mit 7:6 (7/2) 6:4, der Südamerikaner schaltete mit Fabio Fognini ebenfalls einen Italiener mit 6:2 7:5 aus.

Bresnik hat damit nach Novak auch seinen französischen Schützling im Wien-Achtelfinale. Monfils äußerte sich nach dem Spiel auch über Bresnik. „Ich versuche, aggressiver und mit mehr Power in meinen Schlägen zu spielen. Darüber haben wir viel gesprochen dieses Jahr.“ Er empfindet den Ex-Langzeitcoach von Dominic Thiem als gar nicht so streng, wie dessen Ruf ist. „Ich finde, er ist gar nicht streng genug, um ehrlich zu sein. Er ist sehr geduldig mit mir. Er ist ein toller Kerl, hat viel Erfahrung und Leidenschaft und kennt sich im Tennis sehr gut aus.“

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ÖFB-Cup

Der LASK und Rapid sind nach den jüngsten Rückschlägen in der Admiral Bundesliga am Donnerstag im Uniqa-ÖFB-Cup gefordert. Schlusslicht LASK empfängt im Achtelfinale den Ligarivalen WSG Tirol, Rapid will die Chance auf einen Titel beim Zweitligisten SKU Amstetten wahren. Beide Spiele sind in Konferenz ab 18.00 Uhr live in ORF1 zu sehen.

Spielstände ab 18.00 Uhr in sport.ORF.at/fussball

SKU Amstetten muss am Donnerstag (18.00 Uhr, live in ORF1) im Achtelfinale des ÖFB-Cups gegen Rapid ohne Cheftrainer Jochen Fallmann auskommen. Der 42-Jährige wurde am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet und hat einen Absonderungsbescheid erhalten. Das bestätigte der Club am Mittwochnachmittag. Die Infektion sei im privaten Umfeld erfolgt.

Trainer Jochen Fallmann
GEPA/Manuel Binder

Kotrainer Gerhard Obermüller, der schon die gesamte bisherige Woche das Training geleitet hatte, wird die Niederösterreicher damit auch gegen Rapid betreuen. Er stehe allerdings in regem Austausch mit Fallmann und werde dessen Vorgaben umsetzen, sagte Obermüller. „Es ist bitter für ihn, dass er gerade bei diesem Spiel nicht zur Verfügung steht. Aber wir sind gut aufgestellt als Trainerteam.“

Der gesamte Kader und das Betreuerteam wurden laut SKU-Angaben am Mittwoch einer weiteren Testung unterzogen, um mögliche Ansteckungen auszuschließen. Diese Tests seien allerdings allesamt negativ ausgefallen, hieß es.

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Eishockey

Die Dallas Stars mit Michael Raffl haben am Mittwoch in der National Hockey League (NHL) eine 2:3-Heimniederlage nach Verlängerung gegen die Vegas Golden Knights bezogen. Im siebenten Saisonspiel gab es die vierte Niederlage für das Team aus Texas. Neuzugang Raffl erhielt 14:24 Minuten Einsatzzeit und stand bei zwei Gegentoren auf dem Eis.

Brett Howden (Vegas Golden Knights) und Michael Raffl (Dallas Stars)
AP/Raymond Carlin III-USA TODAY Sports

Die Florida Panthers setzten ihren Siegeszug unterdessen fort. Das 4:1 zu Hause gegen die Boston Bruins war der siebente Erfolg im siebenten Saisonmatch. Die Edmonton Oilers kassierten hingegen die erste Niederlage. Gegen die Philadelphia Flyers gab es nach fünf Siegen vor Heimpublikum ein 3:5.

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Stan Bowman ist wegen einer Missbrauchsaffäre aus dem Jahr 2010 von seinen Funktionen als Präsident der Chicago Blackhawks in der National Hockey League (NHL) sowie als General Manager des US-Olympia-Eishockeyteams zurückgetreten.

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Basketball

Die Kapfenberg Bulls haben am Mittwochabend auch im dritten Spiel der Gruppe A im FIBA Europe Cup eine Niederlage erlitten. Sie mussten sich dem niederländischen Vertreter Donar Groningen mit 85:89 n. V. geschlagen geben. Topscorer der Obersteirer war US-Guard Kareem Jamar mit 18 Punkten.

 Dejan Cigoja (Kapfenberg) und Marquis Addison (Groningen)
GEPA/Johannes Friedl

Die beiden Teams lieferten einander einen offenen Schlagabtausch, in dem erst in der Schlussminute der Overtime die Entscheidung zugunsten der Gäste fiel. Zuvor hatte Kapfenberg ein 53:62 (32. Minute) wettgemacht und die Verlängerung erzwungen.

Bulls warten auf ersten Pflichtspielsieg

Trotz der beherzten Leistung am Mittwochabend warten die Bulls somit weiterhin auf den ersten Pflichtspielsieg der Saison. Sieben Niederlagen stehen mittlerweile auf nationaler (Meisterschaft, Cup) und internationaler Ebene (Qualifikation zur Basketball Champions League, FIBA Europe Cup) zu Buche. Saisonübergreifend sind es sogar zehn.

Zum Auftakt der Rückrunde im kontinentalen Bewerb ist Kapfenberg am kommenden Mittwoch (20.00 Uhr) in Bayreuth zu Gast. Im ersten Aufeinandertreffen unterlagen die Obersteirer mit 70:100.

Bundesliga

LASK-Verteidiger Petar Filipovic fällt aufgrund einer Operation im Hüftbereich für unbestimmte Zeit aus. „Der ursprünglich in der Winterpause geplante Eingriff erfolgt nach medizinischer Abwägung nun innerhalb der nächsten Wochen“, teilte der Bundesligist am Mittwoch mit. Eine seriöse Einschätzung der Ausfallzeit sei erst nach dem Eingriff möglich. Der 31-jährige Filipovic absolvierte in dieser Saison 14 Pflichtspiele für die Linzer und stand dabei immer in der Startelf.

Fußballspieler Petar Filipovic (LASK)
GEPA/Christian Moser

Auch bei seinem seit Mitte September fehlenden Abwehrkollegen Philipp Wiesinger verzögert sich die Heilung nach dessen Schambeinentzündung. „Er hat ein Ödem im Knochen“, sagte Trainer Andreas Wieland. Zuletzt war im Umfeld der Linzer eine Diskussion über die lange Ausfalldauer der Langzeitverletzten entbrannt. „Ich denke, dass wir auch in der Hinsicht auf dem richtigen Weg sind“, meinte Wieland.

ÖFB

Österreichs U19-Fußballerinnen haben die erste Phase der EM-Qualifikation im niederländischen Harkema als ungeschlagene Gruppensiegerinnen ohne Gegentor abgeschlossen.

Wie gegen Schottland und die Niederlande feierte die Auswahl von Teamchef Hannes Spilka auch im dritten Spiel am Dienstag gegen die Ukraine einen 1:0-Erfolg und kämpft nun im Frühjahr in der Eliterunde um eines von sieben Tickets für die EM im Sommer in Tschechien.

Chronik

Der aktive Fußballprofi Josh Cavallo vom australischen Erstligisten Adelaide United hat sich als homosexuell geoutet. „Ich bin Fußballer, und ich bin stolz, schwul zu sein“, sagte der 21-jährige Jugendnationalspieler Australiens am Mittwoch in einem Videostatement.

Cavallo hofft, mit seinem Coming-out andere Menschen und Fußballer zu ermutigen. „Es ist erstaunlich zu wissen, dass es derzeit keine schwulen Profifußballer gibt, die sich outen und aktiv spielen. Nicht nur in Australien, sondern auf der ganzen Welt“, schrieb Cavallo. „Ich weiß, dass es andere Spieler gibt, die sich bisher noch nicht hervorgewagt haben. Ich möchte helfen, das zu ändern.“

Es sei „ein langer Weg bis zu diesem Punkt“ gewesen. „Jetzt könnte ich nicht glücklicher sein mit meiner Entscheidung“, schrieb Cavallo auf Instagram. Seine Familie, seine Freunde und sein Verein hätten ihn großartig unterstützt. „Josh hat unglaublichen Mut bewiesen, einer der wenigen Profisportler zu sein, die so mutig sind. Ich habe nichts als Bewunderung und Unterstützung für ihn, ebenso wie alle Spieler und das Trainerteam“, sagte sein Trainer Carl Veart.

Als erster Profifußballer hatte sich Justin Fashanu vom englischen Premier-League-Club West Ham United 1990 während seiner Karriere geoutet. Der Deutsche Thomas Hitzlsperger und der US-Amerikaner Robbie Rogers taten das nach bzw. bei Beendigung ihrer Karrieren. In Österreich hat sich bisher kein aktiver Fußballprofi als schwul geoutet.

Bob

Der lettische Bob-Olympiasieger Oskars Melbardis hat seine Karriere beendet. Der 33-Jährige erlitt im Sommer zum zweiten Mal eine Rückenverletzung. Sein Vierer-Olympiasieg und Bronze im Zweier 2014 in Sotchi wurden ihm erst vor zwei Jahren nachträglich zuerkannt, weil die russischen Teams wegen Dopings disqualifiziert worden waren. 2018 in Südkorea fuhr er zu Olympiabronze im Zweier. Seinen einzigen WM-Titel errang er 2016 im Vierer in Igls.

Sporthilfe

Auch im Jubiläumsjahr „50 Jahre Sporthilfe“ ermöglicht die Österreichische Sporthilfe heimischen Sportfans im Rahmen ihrer traditionellen Charity-Auktion den Zugang zu außergewöhnlichen Erlebnissen und Exponaten.

Unter den mehr als 80 attraktiven Packages kommen unter anderem VIP-Tickets für Manchester United, ein exklusives DTM-Wochenende, ein Rennanzug von Lewis Hamilton, das Originalequipment von Vincent Kriechmayr, ein signiertes Radtrikot von Olympiasiegerin Anna Kiesenhofer, ein signiertes Djokovic-Racket und ein getragenes und unterschriebenes Original-US-Open-Outfit von Tennisstar Roger Federer für den guten Zweck unter den Hammer.

Die Auktion läuft bis 28. Oktober unter Auktion.sporthilfe.at. Der Erlös kommt dem heimischen Nachwuchs- und Behindertensport zugute.

Volleyball

Frauen-Rekordmeister SG NÖ Sokol/Post ist mit einem Heimsieg in den CEV Challenge Cup gestartet. Am Mittwoch wurde Walferdange aus Luxemburg mit 3:0 (21, 20, 15) besiegt. Das Rückspiel findet am kommenden Mittwoch statt, da genügen den Niederösterreicherinnen zwei Satzgewinne für den Aufstieg. Nächster Gegner wäre AVL-Konkurrent UVC Holding Graz.

Volleyball-Vizemeister Aich/Dob hat den brasilianischen Mittelblocker Pedro Henrique Frances verpflichtet. Der 32-Jährige war zuletzt in Frankreich für Frejus tätig, in Österreich spielte der 2,08-m-Mann von 2011 bis 2017 für Hypo Tirol. Bei Aich/Dob soll er seinen mit Gesundheitsproblemen kämpfenden Landsmann Victor Hugo Miranda de Alcantara ersetzen.