Formel 1

Lewis Hamilton ist am Mittwoch nicht wie ursprünglich vorgesehen bei der Pressekonferenz zum Grand Pix von Monaco (Sonntag, 15.10 Uhr, live in ORF eins) aufgetreten. Anstelle des fünfmaligen Formel-1-Weltmeisters nahm dessen Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas an der Fragerunde im Fahrerlager von Monte Carlo teil.

Hamilton hatte am Vorabend bereits mit einem Posting in den sozialen Netzwerken emotional auf den Tod von Ratgeber und Wegbegleiter Niki Lauda reagiert. Lauda war am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben. Er hatte 2012 maßgeblichen Anteil am Wechsel Hamiltons von McLaren zu Mercedes. Ohne Lauda wäre er nicht bei Mercedes, hatte Hamilton in seiner Trauer-Nachricht geschrieben. „Ich werde unsere Gespräche vermissen, unser Lachen, die großen Umarmungen, wenn wir gemeinsam Rennen gewonnen haben.“

Auch Teamkollege Bottas sprach von einer schockierenden Nachricht gleich zu Wochenbeginn. „Er hat auch mir viel bedeutet“, sagte der Finne. Bottas betonte, dass Lauda immer eine massive Motivation für alle im Mercedes-Team gewesen sei. Man wolle ihm nun beim Klassiker in Monte Carlo mit einer starken Leistung Respekt zollen.

Bundesliga

Bundesligist Cashpoint SCR Altach und Trainer Alex Pastoor haben sich auf eine Vertragsverlängerung um eine Saison geeinigt. Der 52-jährige Niederländer hatte sein Amt Mitte März angetreten und seither mit vier Siegen, vier Unentschieden und nur einer Niederlage die Basis für den Klassenerhalt gelegt.

„Alex passt sowohl sportlich als auch menschlich gut zur Vereinsphilosophie des SCRA. Er ist in einer schwierigen Situation zu uns gestoßen und hat maßgeblichen Anteil daran, dass der Klassenerhalt schlussendlich souverän geglückt ist“, wurde Sportgeschäftsführer Georg Zellhofer in einer Clubaussendung am Mittwoch zitiert. Pastoor hob die professionellen Rahmenbedingungen im Verein hervor. „Ich bin überzeugt davon, dass hier in Zukunft einiges entstehen kann.“

Bundesligist Austria Wien hat den Vertrag mit Innenverteidiger Alexandar Borkovic bis Sommer 2022 verlängert. Der 19-Jährige verkörpere „all das, was einen modernen Innenverteidiger ausmacht“, wird Sportdirektor Ralf Muhr in einer Aussendung zitiert.

Borkovic spielt seit 2007 bei der Austria und durchlief sämtliche Nachwuchs- und Akademie-Mannschaften. In der Saison 2016/17 schaffte er den Sprung in die Kampfmannschaft und absolvierte bisher 21 Pflichtspiele.

Fußball

Borussia Dortmund hat Thorgan Hazard vom deutschen Bundesliga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach unter Vertrag genommen. Der 26-jährige Mittelfeldspieler unterschrieb laut Mitteilung vom Mittwoch einen Fünfjahresvertrag bis 2024. Der Bruder des Chelsea-Spielers Eden Hazard ist nach Nico Schulz von Hoffenheim der zweite prominente Neuzugang der Borussia.

Die Ablösesumme für den belgischen Nationalspieler soll laut Medienberichten zwischen 25 und 30 Millionen Euro liegen. „Wir freuen uns sehr, dass sich Thorgan aus voller Überzeugung für Borussia Dortmund entschieden hat. Er ist ein erfahrener Bundesliga-Profi und belgischer Nationalspieler, der uns mit seinem Tempo und seiner Abschlussqualität helfen wird“, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Mario Götze kehrt auch nach einer starken Rückrunde bei Borussia Dortmund nicht in die deutsche Nationalmannschaft zurück. Bundestrainer Joachim Löw berief den WM-Finaltorschützen von 2014 am Mittwoch nicht für die EM-Qualifikationsspiele gegen Weißrussland (8. Juni) und Estland (11. Juni) ein.

Löw muss in den beiden Partien auf die angeschlagenen Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona/Knieprobleme) und Toni Kroos (Real Madrid/muskuläre Probleme) verzichten. Bayern-Keeper Manuel Neuer führt das 22-köpfige Aufgebot trotz seiner mehrwöchigen Pause wegen einer Wadenverletzung als Kapitän an. Tormann Bernd Leno (Arsenal) und die Feldspieler Julian Draxler (Paris Saint-Germain) und Jonas Hector (1. FC Köln) kehren zurück.

Nach dem erfolgreichen Start in die EM-Qualifikation mit dem 3:2-Erfolg in den Niederlanden hat Löw gegen die Außenseiter Weißrussland und Estland „sechs Punkte“ zum klaren Ziel erklärt.

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Schwimmen

Die litauische Schwimmerin Ruta Meilutyte hat mit nur 22 Jahren ihr sofortiges Karriereende bekanntgegeben. Sie gewann 2012 in London als 15-Jährige über 100 m Brust die Goldmedaille. Zuletzt stand sie in der Kritik, weil sie innerhalb von zwölf Monaten drei Dopingtests verpasst hatte. Das hatte der litauische Verband auf seiner Website berichtet. Meilutyte habe auch die Verantwortung dafür übernommen.

Ruta Meilutyte
Reuters/Scanpix Denmark/Claus Bech

„Ich bin bereit, ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen“, erklärte Meilutyte das Karriereende, sie wolle ihr Studium fortsetzen und die Welt erkunden. 2018 hatte sie berichtet, an Depressionen zu leiden, seit der WM im vergangenen Dezember in Hangzhou hat sie keine Bewerbe mehr bestritten.

Ihr nationaler Verband hatte Anfang des Monats auf seiner Website berichtet, dass Meilutyte zwischen April 2018 und März 2019 drei unangekündigte Dopingkontrollen verpasst hatte. Sie hatte es verabsäumt, ihre Aufenthaltsorte bekanntzugeben. Drei Verstöße gegen die Bestimmungen innerhalb von zwölf Monaten können zu einer Sperre führen, Meilutyte hätte wohl die Olympischen Spiele 2020 in Tokio verpasst.

Leichtathletik

In Frankreich haben Untersuchungsrichter Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Korruption im Zuge der Bewerbungen Dohas um die Leichtathletik-WM 2017 und 2019 eingeleitet. Am Mittwoch wurde bekannt, dass seit 28. März gegen Jusef al-Obaidli, den Chef der katarischen Mediengruppe Beln, wegen aktiver und gegen den Ex-IAAF-Präsidenten Lamine Diack wegen passiver Bestechung ermittelt wird.

Obaidli, der auch Präsident des Sportkanals Beln Sports France ist, steht dem Präsidenten des Fußballclubs Paris SG, Nasser al-Chelaifi, nahe. Letzterer wird in diesem Fall, bei dem auch die Vergabe der Olympischen Spiele 2020 an Tokio und 2016 an Rio de Janeiro geprüft wird, als Zeuge geführt. Obaidli hat die Vorwürfe kategorisch bestritten, sie seien „völlig unbegründet und inhaltslos“.

Die Richter prüfen unter anderem eine Überweisung von 3,5 Millionen Dollar im Jahr 2011 durch eine Firma Chelaifis an eine von Papa Massata Diack und dessen heute 85-jährigem Vater Lamine Diack geleitete Marketing-Gesellschaft. Damals befand sich Doha im Rennen um die Leichtathletik-WM des Jahres 2017 – die Zuerkennung erfolgte später für 2019 (27.9. bis 6.10.) – und die Sommerspiele 2020.

Marathonläuferin Eunice Jepkirui Kirwa, die Olympiazweite von 2016 in Rio de Janeiro aus Bahrain, steht unter Dopingverdacht. Die unabhängige Integritätseinheit des Leichtathletikweltverbandes (IAAF), AIU, hat die gebürtige Kenianerin nach einem positiven Test vorläufig suspendiert, wurde am Dienstag mitgeteilt. Die 25-Jährige war nach Angaben der AIU positiv auf das Blutdopingmittel EPO getestet worden.

Kirwa läuft seit 2013 für Bahrain, sie gewann 2014 den Marathon bei den Asian Games und wurde ein Jahr später in Peking WM-Dritte.

Ende Jänner war die Dopingsperre von Marathon-Olympiasiegerin Jemima Sumgong aus Kenia von vier auf acht Jahre verdoppelt worden. Die 34-Jährige wurde wie Kirwa positiv auf EPO getestet und darf bis zum Jahr 2025 keine Wettkämpfe bestreiten.

Basketball

Die Toronto Raptors haben am Dienstagabend mit einem 120:102-Heimsieg gegen die Milwaukee Bucks den 2:2-Ausgleich im Eastern-Conference-Finale der National Basketball Association (NBA) geschafft.

Da sich Torontos Superstar Kawhi Leonard (19 Punkte) zuletzt am Sonntagabend beim Double-Overtime-Heimsieg am linken Bein verletzt hatte und sichtlich Schmerzen hatte, war diesmal eine geschlossen starke Leistung der Raptors nötig. Und dank 48 Punkten des von der Bank kommenden Trios Norman Powell (18), Serge Ibaka (17, dazu noch 13 Rebounds) und Fred VanVleet (13) dominierten die Gastgeber die Partie ab dem zweiten Viertel klar.

„Wir haben genau das gezeigt, was wir in einem Heimspiel zeigen müssen. Jeder musste sich steigern, weil Kawhi nicht hundertprozentig fit ist“, sagte Kyle Lowry, der die Raptors mit 25 Punkten anführte. Bucks-Topscorer war All-Star Khris Middleton mit 30 Zählern, Giannis Antetokounmpo kam auf 25 Punkte und zehn Rebounds.

Das fünfte Spiel der „Best of seven“-Serie, deren Gewinner auf Titelverteidiger Golden State Warriors trifft, findet am Donnerstag in Milwaukee statt.

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Rasid Mahalbasic spiele „eine Saison der Superlative“, kommentierte die deutsche Basketball Bundesliga (BBL) den jüngsten Auftritt des 28-jährigen Österreichers. Der Center verzeichnete am Dienstagabend beim 97:87 seiner Baskets Oldenburg auswärts über die Baskets Bonn nämlich zum vierten Mal in dieser Saison ein Triple-Double.

21 Punkte, 15 Rebounds und zehn Assists standen für den Klagenfurter zu Buche. Vom eigenen Club wurde Mahalbasic als „überragender Akteur auf dem Parkett“ gefeiert. „Oldenburg und ich – das passt einfach gut zusammen“, hatte der Nationalteamspieler im Februar nach der Verlängerung seines Vertrages bis 2021 gesagt. Das bestätigt er nun eindrucksvoll.

Die Niedersachsen führen im Viertelfinale der BBL gegen Bonn mit 2:0. Bereits am Samstag können sie den Aufstieg unter die besten vier Teams fixieren.

Eishockey-WM

Favorit Russland ist am Dienstag mit einer makellosen Bilanz ins Viertelfinale der A-WM in der Slowakei eingezogen. Gegen die ebenfalls schon fix für die Runde der besten acht qualifizierten Schweden feierte der Rekordweltmeister in Bratislava dank eines starken Mitteldrittels (6:0) einen 7:4-Erfolg und bekommt es am Donnerstag mit den USA zu tun.

Die US-Amerikaner unterlagen in Gruppe A dem Poolsieger Kanada mit 0:3. Die Kanadier treffen im Viertelfinale (alle Spiele am Donnerstag) auf die Schweiz, den WM-Zweiten des Vorjahres.

Finnland hatte schon in der Dienstagmittag-Partie trotz zweimaliger Führung mit einer 2:4-Niederlage gegen Deutschland den Gruppensieg verspielt und duelliert sich nun mit Titelverteidiger Schweden. Das vierte Viertelfinale bestreiten Tschechien und Deutschland. Die DEB-Auswahl beendete die Gruppenphase als Dritter und mit 15 Punkten aus sieben Spielen so erfolgreich wie noch nie.

Spieler von Deutschland jubeln
APA/AFP/Joe Klamar

Eishockey-WM in der Slowakei

Dienstag:

Gruppe A (Kosice):

Kanada – USA 3:0

(2:0 1:0 0:0)

Tore: Dubois (2.), Turris (9.), McCann (36.)

Finnland – Deutschland 2:4

(1:1 1:1 0:2)

Tore: Pesonen (16./PP), Tyrväinen (25.) bzw. Michaelis (18.), Kahun (34.), Draisaitl (45./PP, 59./EN)

Slowakei – Dänemark 2:1 n. P.

(0:0 1:0 0:1 / 0:0 / 2:0)

Tore: Marincin (40.), Kristof (entscheidender Penalty) bzw. Bödker (47./PP)

Gruppe B (Bratislava):

Russland – Schweden 7:4

(0:1 6:0 1:3)

Tore: Anisimow (21.), Dadonow (25.), Owetschkin (29.), Kaprisow (35.), Grigorenko (38.), Malkin (38.), Orlow (53.) bzw. Landeskog (8.), Nylander (53.), Larsson (57.), Klingberg (59./PP)

Tschechien – Schweiz 5:4

(1:1 3:1 1:2)

Tore: Voracek (13./PP), Simon (21.), Frolik (27.), Kubalik (29./SH), Rutta (59./EN) bzw. Frick (3.), Scherwey (27., 42.), Niederrreiter (57.)

Lettland – Norwegen 4:1

(0:1 1:0 3:0)

Tore: Indrasis (23./PP), Jaks (47.), Marenis (48.), Kenins (55.) bzw. Lindström (16./PP)

Mehr dazu in Eishockey A-WM

Handball

Österreichs Handball-Nationaltormann Thomas Bauer hat sich mit dem FC Porto vorzeitig den Meistertitel in Portugal gesichert. Nach einem 29:20-Sieg auf Madeira liegt Porto zwei Runden vor Schluss uneinholbar vor den Lissaboner Rivalen Sporting und Benfica.

„Das ist mein erster Meistertitel. Ich konnte das noch gar nicht realisieren, muss das alles erst sacken lassen“, sagte der 33-Jährige, der seit 2009 im Ausland spielt.

Volleyball

Volleyball-Nationalteamspieler Alexander Berger wechselt in der italienischen Serie A nach drei Jahren bei Perugia zu Piacenza. Wie der Aufsteiger aus Norditalien am Dienstag bekanntgab, unterschrieb der 30-Jährige einen Einjahresvertrag mit Option auf Verlängerung.

„Es ist Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen“, sagte Berger, der mit Perugia unter anderem im Vorjahr den italienischen Meistertitel und die Cupsiege 2017 und 2018 holte. 2017 stand man im Champions-League-Endspiel, 2019 in der Finalserie der Serie A.

Pferdesport

Österreichs Springreiter-Quartett muss beim Debüt im Kreis von Europas Topnationen in Nationencup auf seine Nummer eins verzichten. Der WM-Sechste Max Kühner fällt wegen einer Fraktur der linken Schulterpfanne aus. Kühner will sich ehestmöglich operieren lassen, er muss nach ärztlichen Angaben bis zu sechs Monate pausieren und fehlt damit wohl auch bei der als Olympiaqualifikation zählenden EM im August.

Kühners Probleme hatten sich am Wochenende beim Turnier in La Baule in Frankreich dramatisch verschlimmert, als ihm mehrmals die Schulter herausgesprungen war. Eine Operation beim 45-Jährigen ist unumgänglich.

Damit ist Julia Houtzager-Kayser am 2. Juni in St. Gallen das erfahrenste Mitglied des vierköpfigen Teams von Equipechef Markus Wallishauser. Die in den Niederlanden lebende Reiterin hatte gemeinsam mit Kühner, Felix Koller und Christian Rohmberg den Aufstieg unter die zehn besten Teams des Kontinents geschafft. Rhomberg steht nach dem Verkauf seiner besten Pferde durch deren Besitzerin aber aktuell nicht zur Verfügung.

Vierter Startplatz noch offen

In der Schweiz kommt im ersten von vier Saisonbewerben die 19-jährige Anna Markel zu ihrem Debüt. Der vierte Startplatz ist noch unbesetzt. „Wir müssen leider ziemlich improvisieren“, sagte Wallishauser am Dienstag bei einem Pressetermin in den Swarovski Kristallwelten in Wattens.

Österreich trifft in St. Gallen auf Gastgeber Schweiz, der mit dem Weltranglistenersten Steve Guerdat den Saisonauftakt in La Baule für sich entschieden hatte, sowie auf Frankreich, Großbritannien, Italien, Brasilien, Dänemark und Norwegen. Weitere Einsätze des OEPS-Teams erfolgen in Sopot (POL/13. bis 16. Juni), Geesteren (NED/20. bis 23. Juni) und Falsterbo (SWE/11. bis 14. Juli).

Die besten sieben der zehn Länder sind im Finale in Barcelona startberechtigt. Dort wird Anfang Oktober der letzte Olympiastartplatz für Tokio 2020 an das beste noch nicht qualifizierte Land vergeben.

Squash

Die Gewinnerinnen eines Squash-Turniers in Spanien haben neben ihrer Trophäe einen Vibrator verliehen bekommen. Zudem wurden den Sportlerinnen bei der Ehrung in Corvera in Asturien Enthaarungswachs und eine Hornhautfeile überreicht, berichtete die Zeitung „El Pais“ am Dienstag. Die ungewöhnlichen Geschenke hätten Proteste der Spielerinnen sowie eine Sexismusdebatte ausgelöst.

„Ich war überrascht und empört“, sagte Elisabet Sado, eine der am 11. Mai ausgezeichneten Sportlerinnen. Nach einer Beschwerde der vier Preisträgerinnen bei der örtlichen Squash-Vereinigung seien mittlerweile bereits drei Verantwortliche des organisierenden Clubs zurückgetreten, hieß es. Die Frauen hatten die Präsente zuvor als „sexistisch und fehl am Platz“ kritisiert.

Der zuständige Club Squash Oviedo gab in einer Stellungnahme zu, die Geschenke seien „unangemessen“ gewesen und hätten „niemals vergeben werden dürfen“. „Noch nie in der Geschichte ist uns so etwas passiert“, sagte Maribel Toyos vom Squash-Verband Asturiens.