Bundesliga

Der Strafsenat der Bundesliga hat am Montag Philipp Schmiedl von Admira-Wacker für drei Spiele gesperrt, davon ein Spiel bedingt. Schmiedl hatte bei der 0:1-Niederlage der Südstädter gegen den WAC in der Nachspielzeit die Rote Karte wegen rohen Spiels erhalten.

Für zwei Spiele gesperrt, ein Spiel davon bedingt, wurde Sturm-Profi Andreas Kuen. Kuen war wegen rohen Spiels bei der 1:2-Niederlage der Grazer bei der Austria in Wien ausgeschlossen worden.

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Bundesligist FC Admira Wacker Mödling muss nach der Bilanzierung des Geschäftsjahres 2020/21 einen finanziellen Verlust hinnehmen. Die Höhe des durch die CoV-Pandemie ausgelösten Defizits gab der Tabellenzehnte am Montag bekannt: 470.000 Euro.

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Beim Admiral Bundesliga-Club Austria Wien soll am Montagabend über die Investorenfrage und eine mögliche Insolvenz entschieden werden. Bei dem hochverschuldeten Verein sind die Clubgremien am Zug. Vorstand Gerhard Krisch versprach am Sonntag einen Abschluss in der noch unter seinem Vorgänger gestarteten Investorensuche.

Austria-Chef Gerhard Krischbei einer Pressekonferenz in Wien
APA/Helmut Fohringer

„Am Montag werden wir uns für einen der drei Investoren entscheiden“, sagte Krisch auf Sky vor der Verwaltungsratsitzung. Die Interessenten für eine Unterstützung des Clubs kommen aus Österreich, Deutschland und Portugal.

Entweder mit einer heimischen Gruppe, der unter anderen Ex-LASK-Vize Jürgen Werner sowie Teile des derzeitigen Präsidiums angehören sollen, oder mit dem deutschen Unternehmer Utz Claassen, dem Kurzzeitpräsidenten von Hannover 96 und ehemaligen Besitzer von Real Mallorca. Als dritter Interessent gilt die portugiesische Bravo Group von Ivan Bravo, dem Chef der Aspire Academy in Katar und Ex-„Strategiedirektor“ von Real Madrid.

Kennzahlen für Ligalizenz nur „Nebengeräusch“

Am Dienstag will die Bundesliga die Finanzkennzahlen der einzelnen Clubs veröffentlichen, ohne die aktuellen Daten der Austria. „Das ist für mich aufgrund der Bedeutung der anderen Themen ein kleines Nebengeräusch“, sagte Krisch.

Unabhängig davon ist die Austria seit Oktober den für die kommende Lizenzvergabe maßgeblichen Jahresabschluss samt Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers säumig. Je länger die Liga im Unklaren gelassen wird, desto drakonischer könnte die Sanktion im Lizenzentscheid für die kommende Saison ausfallen, ist aus Bundesliga-Kreisen zu vernehmen.

Die Unterlagen werde man nachreichen, sobald die Investorensache abgeschlossen ist, versprach Krisch. Drängend bleibt die Insolvenzfrage, denn bis zur finalen Abgabe der Lizenzunterlagen Anfang März müsste ein allfälliger „Coronavirus“-Sanierungsplan gerichtlich abgesegnet sein.

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Chronik

Lee Elder, der als erster schwarzer Golfer bei einem Masters spielte, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das teilte die PGA Tour am Montag unter Berufung auf Elders Familie mit.

Der gebürtige Texaner hatte 1975 beim Augusta National Geschichte geschrieben, weil er als erster Schwarzer eine Einladung zu dem bis dahin Weißen vorbehaltenen Turnier erhalten hatte. Vorausgegangen war ein Sieg von Elder bei den Monsanto Open. Er ebnete damit den Weg für die Karrieren anderer schwarzer Amerikaner wie Golfstar Tiger Woods.

Fußball

Für Brasiliens Superstar Neymar ist das Fußballjahr 2021 gelaufen. Der Offensivspieler von Paris Saint-Germain erlitt beim 3:1-Sieg gegen AS St. Etienne am Sonntag eine Verstauchung des linken Knöchels mit einer Bänderverletzung und fällt sechs bis acht Wochen aus. Untersuchungen in den nächsten drei Tagen sollen weitere Erkenntnisse bringen, teilte PSG am Montag mit.

Nächste schwere Fußverletzung für Neymar

„Leider gehören diese Rückschläge zum Leben eines Sportlers“, schrieb Neymar bei Instagram: „Ich werde besser und stärker zurückkommen.“ Brasiliens Legende Pele schrieb: „Ich kenne dein Durchhaltevermögen. Du wirst diese Herausforderung meistern.“ Für den 29-jährigen Neymar ist es nach 2018 und 2019 die nächste schwerere Fußverletzung.

Neymar war kurz vor Schluss bei einem Zweikampf umgeknickt, schrie vor Schmerzen und musste unter Tränen vom Feld getragen werden. Das Stadion verließ er später auf Krücken.

Der am Montag bei Hertha BSC beurlaubte Kotrainer Andreas Neuendorf ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit einem Innenraumverbot für ein Ligaspiel bestraft worden. Darüber informierte der DFB nach einer Entscheidung des Sportgerichts am Montag.

Neuendorf hatte sich beim 1:1 gegen den FC Augsburg am Samstag „unsportlich“ verhalten und war mit der Roten Karte vom Feld geschickt worden.

Neuendorf akzeptiert Urteil

Am Montag trennten sich die Berliner nicht nur von Chefcoach Pal Dardai, sondern auch von dessen Assistent Neuendorf. Der 46 Jahre alte Ex-Profi hat das Urteil bereits akzeptiert. Für Dardai übernimmt Tayfun Korkut den Posten beim seit langem kriselnden Hauptstadtclub. Zuletzt hatte Korkut 2018 den VfB Stuttgart trainiert. Davor war der 47-Jährige unter anderem Coach bei Bayer Leverkusen, dem 1. FC Kaiserslautern und Hannover 96.

Korkut soll trotz eines Vertrages nur bis zum Saisonende möglicherweise langfristig Trainer von Hertha BSC bleiben. „Wir kennen uns lange, wir vertrauen uns, das ist nichts Außergewöhnliches“, sagte Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic bei der Präsentation des neuen Chefcoachs zur Vertragslaufzeit nur bis Juni 2022. Korkut soll bei der Hertha für die schon lange vermisste Stabilität sorgen.

Hertha bleibt hinter den Erwartungen zurück

Der ehemalige türkische Nationalspieler ist der sechste Cheftrainer der Berliner innerhalb von zweieinhalb Jahren. Dardai hatte nach seiner Rückkehr im Jänner und dem Klassenerhalt in der letzten Saison das Team nicht in die gewünschte Richtung führen können.

Aktuell ist die Hertha Tabellen-14. mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang. Zuletzt wurden gegen Leverkusen und Augsburg mögliche Siege kurz vor Schluss verspielt, dazwischen gab es das ernüchternde 0:2 im Derby bei Union Berlin.

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Der Europäische Fußballverband (UEFA) hat eine Charta für die Vorgehensweise bei Gehirnerschütterungen von Spielern eingeführt. Die Regelungen wurden von der Medizinischen Kommission der UEFA unter Vorsitz von DFB-Arzt Tim Meyer aufgestellt und betreffen alle Spiele bei UEFA-Club- und Nationalmannschaftswettbewerben der Männer und Frauen. Im Mittelpunkt steht dabei, die Gesundheit der Akteure besser zu schützen.

Bei Verdacht auf eine Gehirnerschütterung soll der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen, damit der Spieler oder die Spielerin vom Mannschaftsarzt untersucht werden kann. Die Behandlung sollte dabei nicht länger als drei Minuten dauern, solange es sich nicht um einen schwerwiegenden Fall handelt.

Charta empfiehlt medizinisches Videoüberwachungssystems

Der Spieler oder die Spielerin darf danach nur nach ausdrücklicher Bestätigung des Mannschaftsarztes weiterspielen. Die Charta sieht auch vor, die Clubs zum Einsatz eines medizinischen Videoüberwachungssystems zu ermutigen. Teamärzte werden zudem gebeten, in Schulungen Spieler, Trainer und Mitarbeiter über das Vorgehen bei Gehirnerschütterungen zu informieren.

Das Thema ist auch Teil der Überlegungen bei den Regelhütern des Fußballs. So läuft beim International Football Association Board (Ifab) auch eine Studie über Gehirnerschütterungen im Fußball. Dabei geht es auch darum, ob im Falle einer Gehirnerschütterung eine zusätzliche Auswechslung möglich ist.

Coronavirus

Auch in Portugal ist erstmals die neue Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Das Virus sei bei 13 Spielern und anderen Mitgliedern des Erstliga-Fußballclubs Belenenses SAD aufgetaucht, teilte die Generalsekretärin der Gesundheitsbehörde, Graca Freitas, am Montag mit.

Verteidiger Cafu Phete war bereits am 17. November nach seinem internationalen Einsatz aus Südafrika zu seinem Verein zurückgekehrt. Auch bei ihm wurde eine Omikron-Infektion nachgewiesen.

Wie eine Clubsprecher am Montag erklärte, sind sämtliche Spieler, Betreuer und Offizielle – 44 Menschen in Summe – derzeit in Isolation. Alle würden sich erneut testen lassen. Einige wenige würden leichte Symptome, „aber nichts Ernstes“ verspüren.

Kurioser Spielabbruch in Portugal

Eklat bei Spiel gegen Benfica

Noch bevor bekanntwurde, dass es sich um Fälle von Omikron handelt, hatten besonders viele Coronavirus-Fälle bei Belenenses am Samstag schon zu einem Eklat geführt. Weil das Schlusslicht der Liga gegen den Stadtrivalen Benfica Lissabon nur noch sechs Spieler aufbieten konnte, war die Partie in der 48. Minute beim Stand von 0:7 abgebrochen worden.

Benfica erklärte, dass kein Profi unter Isolation gestellt wurde, da die Spieler des Gegners nicht als Hochrisiko-Kontakte eingestuft wurden. Bei Portugals Rekordmeister steht mit Valentino Lazaro auch ein ÖFB-Teamspieler unter Vertrag.

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Segeln

Thomas Zajac und Barbara Matz gehen im Segelsport getrennte Wege. Das seit 2017 formierte Team landete bei den Olympischen Spielen heuer in Tokio im Nacra 17 an der elften Stelle, es war zugleich das letzte gemeinsame Antreten. Ob Zajac, 2016 mit Tanja Frank Bronzemedaillengewinner in Rio de Janeiro, seine Karriere in einer olympischen Bootsklasse fortsetzen wird, will er spätestens im Frühsommer 2022 entscheiden. Matz will im Spitzensport bleiben.

Thomas Zajac und Barbara Matz sitzen im Segelboot
GEPA/Michael Meindl

„Wir haben gemeinsam viele Erfolge gefeiert, und ich kann aus dieser Zusammenarbeit viel mitnehmen. Vor allem die Hingabe und Hartnäckigkeit, die Babsi jeden Moment für unser Ziel eingebracht hat, war faszinierend“, sagte Zajac, der mit seiner Vorschoterin unter anderem zweimal die Kieler Woche gewann und Weltcup-Podestplätze errang. „Ich bin sehr dankbar, diese Chance bekommen zu haben und blicke mit viel Stolz auf das Erreichte zurück“, sagte Matz, die bereits „an einer neuen Olympiakampagne“ arbeitet.

Olympia

Mit einer deutlichen Kostenreduzierung und dem Votum einer Bürgerbefragung will Sapporo Signale setzen und seine Chancen im Kampf um die Olympischen Winterspiele 2030 verbessern. Katsuhiro Akimoto, der Bürgermeister der nordjapanischen Stadt, deutete am Montag in einer Pressekonferenz Einsparungen im Budget für das Sportgroßereignis an.

Sapporo, bereits 1972 Ausrichter der Winterspiele, hat die Kosten für Olympia aktuell mit einem Volumen zwischen umgerechnet 2,55 und 2,65 Milliarden US-Dollar (ca. 2,3 Mrd. Euro) veranschlagt. Das seien 20 Prozent weniger als noch 2019 in ersten Schätzungen. Mindestens 92 Prozent der Wettkampfstätten von 1972 würden heute – fast 50 Jahre später – noch existieren, informierte Sapporos Bürgermeister.

Mehrere Bewerber

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat noch nicht darüber entschieden, wann der Zuschlag für 2030 erfolgen soll. Neben Sapporo gibt es weitere Interessenten aus mehreren Ländern, unter anderem aus den USA, Argentinien, Spanien, Kanada, der Ukraine und Georgien. Die nächsten Winterspiele finden von 4. bis 20. Februar 2022 in Peking sowie 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo statt.

Eishockey

Die Fenway Sports Group um Mitbesitzer LeBron James hat am Montag eine Vereinbarung mit dem NHL-Team der Pittsburgh Penguins getroffen, die dem weltweit tätigen Sport-, Marketing-, Medien-, Unterhaltungs- und Immobilienunternehmen den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung sichern soll.

Deal muss erst genehmigt werden

Der Deal, der noch vom Board of Governors der National Hockey League genehmigt werden muss, soll noch heuer abgeschlossen werden, teilten die Penguins auf ihrer Website mit. Finanzielle Details des Vertrages wurden am Montag nicht veröffentlicht. An der Führungsstruktur von Pittsburgh werde es keine unmittelbaren Änderungen geben, hieß es aus dem Verein. „Wir werden fleißig daran arbeiten, auf der bemerkenswerten Tradition der Penguins aufzubauen“, sagte FSG-Vorsitzender Tom Werner.

Die Penguins haben in ihrer Geschichte fünfmal den Stanley Cup gewonnen. „Wenn die Penguins ein neues Kapitel aufschlagen, werde ich weiterhin so aktiv und engagiert im Team sein wie immer und freue mich darauf, unseren Erfolg mit unseren neuen Partnern bei der FSG weiter auszubauen“, erklärte Mario Lemieux, der frühere kanadische Eishockey-Weltstar und bisherige Miteigentümer der Penguins.

Fenway auch Eigentümer von Liverpool und Boston Red Sox

Die Fenway Sports Group mit Sitz in Boston ist seit 2010 auch Eigentümer des FC Liverpool und dessen Stadion Anfield. Zudem besitzt das Unternehmen seit seiner Gründung 2001 das Baseballteam der Boston Red Sox und deren Heimstadion Fenway Park. Außerdem gehören der FSG 80 Prozent des Sportsenders New England Sports Network. Zum Eigentümerkonsortium gehören neben Basketballstar LeBron James und seinem Partner auch das Medienunternehmen The New York Times Company, die neben der „New York Times“ auch die Zeitung „The Boston Globe“ verlegt.

Marco Rossi hat am Sonntag die Partie der Iowa Wild in der zweitklassigen American Hockey League (AHL) im Mitteldrittel verletzt beenden müssen. Der 20-jährige Vorarlberger schlug beim Spiel des Farmteams der Minnesota Wild aus der National Hockey League (NHL) in Las Vegas nach einem Zweikampf mit dem Kopf auf dem Eis auf und konnte nicht zu Ende spielen.

Auch das Spiel gegen die vom früheren österreichischen Teamspieler und Teamchef Manny Viveiros betreuten Henderson Silver Knights, das Farmteam der Vegas Golden Knights, ging für Rossis Team mit 5:6 verloren.

Die Montreal Canadiens haben am Sonntag auf ihre bisher enttäuschende Saison reagiert und General Manager Marc Bergevin und dessen engste Mitarbeiter gefeuert. Der NHL-Rekordchampion liegt mit nur sechs Siegen in 23 Spielen auf Rang 29 unter 32 Clubs. In der vergangenen Saison waren die Canadiens noch bis ins Finale um den Stanley Cup vorgedrungen.

Mit Bergevin trennte sich Montreal auch von zwei Assistenten und einem Vizepräsidenten. Als neuen, die Sportagenden leitenden Vizepräsidenten engagierten die Canadiens Jeff Gorton.

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Davis-Cup

Titelverteidiger Spanien ist am späten Sonntagabend schon in der Gruppenphase des Davis-Cup-Finalturniers in Madrid ausgeschieden. Die ohne Superstar Rafael Nadal spielenden Gastgeber mussten sich Russland nach einer Niederlage im Doppel mit 1:2 beugen.

Die russischen Tennisspieler Aslan Karatsew und Andrey Rublew verabschieden sich von den Spaniern Marcel Granollers und Feliciano Lopez
Reuters/Sergio Perez

Aslan Karazew und Andrej Rublew besiegten Marcel Granollers und Feliciano Lopez mit 4:6 6:2 6:4 und warfen die Titelverteidiger aus dem Turnier. Davor hatte Daniil Medwedew mit einem 6:2 7:6 (7/3) über Pablo Carreno Busta für den russischen Ausgleich gesorgt, nachdem Lopez überraschenderweise Rublew mit 2:6 6:3 6:4 bezwungen hatte.

Topspieler weiter im Rennen

Russland trifft nun im Viertelfinale auf Schweden, das als einer der zwei besten Gruppenzweiten den Aufstieg rechnerisch schaffte. Jubeln durfte auch Österreich-Bezwinger Serbien, das neben dem Sieger der Gruppe F, Deutschland, ebenfalls in die Runde der letzten acht aufgestiegen ist. Die Serben bekommen es angeführt von Novak Djokovic mit Kasachstan zu tun.

Damit sind die Nummer eins und zwei der Welt, Djokovic und Medwedew, in den am Dienstag beginnenden Viertelfinale noch dabei. Beide spielen allerdings in Madrid, die Serben am Mittwoch, die Russen am Donnerstag, wo dann auch die Semifinale und das Endspiel ausgetragen werden.

Tennis

Die Teilnahme von Novak Djokovic an den Australian Open bleibt wegen der Impfskepsis des Weltranglistenersten fraglich. „Unter diesen Erpressungen und Umständen ist es wahrscheinlich, dass er nicht teilnehmen wird“, sagte sein Vater Srdjan Djokovic am Sonntag im serbischen Fernsehsender Prva TV.

Tennisspieler Novak Djokovic
GEPA/Patrick Steiner

Der Hintergrund: Nur gegen Covid-19 geimpfte Spieler dürfen beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres von 17. bis 30. Jänner in Australien mitspielen. Der Titelverteidiger ließ bisher seinen Impfstatus und Start in Melbourne offen. Der 34-Jährige hatte in der Vergangenheit mehrfach gesagt, dass sein Impfstatus Privatsache sei.

Ähnlich äußerte sich sein Vater. „Jeder hat das Recht, über seine eigene Gesundheit zu entscheiden. Geimpft zu sein oder nicht ist jedermanns ureigenste Entscheidung“, meinte er. Er glaube nicht, dass der Sohn seinen Impfstatus offenlegen werde. Er wisse aber auch nicht, wie sich sein Sohn entscheidet. Selbst wenn er es wüsste, würde er nicht im Fernsehen darüber sprechen. „Er hat das Recht zu entscheiden, wie er will“, so Srdjan Djokovic.

Darts

Der Schotte Peter Wright hat das letzte große Turnier vor der Darts-WM gewonnen und wird als Mitfavorit in die Titelkämpfe in London starten.

Am späten Sonntagabend gewann der ehemalige Weltmeister mit dem Spitznamen „Snakebite“ das Endspiel der Players Championship Finals in Minehead gegen den Engländer Ryan Searle mit 11:10.

Die heimische Nummer eins Mensur Suljovic hatte sich ebenso wie Rusty-Jake und Rowby-John Rodriguez bereits in der ersten Runde verabschiedet.

Wright hat im Kalenderjahr 2021 bis dato das meiste Preisgeld aller Darts-Profis eingespielt. Als Nummer eins der Welt startet im Alexandra Palace dennoch der walisische Titelverteidiger Gerwyn Price. Die WM (15. Dezember bis 3. Jänner 2022) wird am Montagabend ausgelost.

Football

Die New England Patriots sind weiter das Team der Stunde in der National Football League (NFL). Der sechsmalige Super-Bowl-Gewinner bezwang am Sonntag auch die zuletzt starken Tennessee Titans deutlich 36:13.

Die Patriots haben nun sechs Siege in Serie geholt – so viele wie keine andere Mannschaft in der NFL in den vergangenen Wochen. Für die Titans war die Niederlage die zweite in Serie, die sechs Spiele zuvor hatten sie allesamt gewonnen.

Positiv für die Titans war die 31:38-Niederlage der Indianapolis Colts gegen Super-Bowl-Champion Tampa Bay Buccaneers. Die Colts führten zwar zwischenzeitlich 17:7, hatten der Mannschaft um Tom Brady aber letztlich nichts entgegenzusetzen. Bei den Buccaneers hatte Leonard Fournette einen herausragenden Auftritt mit vier Touchdowns.

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Skispringen

Anze Lanisek hat am Sonntag in Ruka bei wechselnden Windverhältnissen sein erstes Weltcup-Springen gewonnen. Der Slowene setzte sich im zweiten Bewerb an diesem Wochenende in Finnland vor den beiden Deutschen Karl Geiger und Markus Eisenbichler durch. Der Österreicher Stefan Kraft lieferte im zweiten Durchgang eine starke Aufholjagd und landete noch auf Rang sieben.

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Basketball

LeBron James hat die Los Angeles Lakers am Sonntag in der National Basketball Association (NBA) zu einem 110:106-Heimsieg gegen die Detroit Pistons geführt. Es war eine Neuauflage des Duells, in dem James eine Woche zuvor nach einem groben Foul an Gegenspieler Isaiah Stewart ausgeschlossen und für ein Spiel gesperrt worden war. Die Szene hatte nach einer heftigen Reaktion von Stewart einen Tumult ausgelöst, diesmal blieb es friedlich.

Für die Lakers war es erst der dritte Sieg in den vergangenen acht Partien. Der Titelkandidat um James, Anthony Davis und Russell Westbrook liegt in der Western Conference mit einer Bilanz von elf Siegen und elf Niederlagen vorerst auf Rang sechs. Spitzenreiter sind die Golden State Warriors mit 18:2-Siegen. Stephen Curry führte das Team aus San Francisco am Sonntag wie James mit 33 Zählern zu einem 105:90-Erfolg bei den Los Angeles Clippers.

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Österreichs Basketball-Nationalmannschaft der Männer hat am Sonntag den zweiten Sieg im zweiten Spiel der EM-Vorqualifikation gefeiert. Drei Tage nach dem 80:64 gegen die Schweiz setzte sich die ÖBV-Auswahl auswärts gegen Irland 97:70 (43:41) durch.

Bester Werfer der Sieger, die nur im zweiten Viertel Probleme hatten, war Thomas Klepeisz mit 25 Punkten. Die nächste Partie steigt am 24. Februar 2022 wieder auswärts gegen das mit zwei Niederlagen gestartete Zypern.

Am ersten Durchgang der Vorqualifikation bis Juni 2022 nehmen zehn Nationen teil, die in drei Gruppen gelost wurden. Die drei Sieger und der beste Zweite (im Österreich-Pool werden die Ergebnisse gegen den Letzten gestrichen, Anm.) steigen in die zweite Runde (August 2022 bis Februar 2023) auf, danach kann noch eine dritte folgen.

Schach

Auch die dritte Partie der Schach-WM in Dubai hat am Sonntag keinen Sieger gefunden. Laut Computeranalysen der Internetplattform Lichess war es die korrekteste Weltmeisterschaftspartie der Schachgeschichte. Titelverteidiger Magnus Carlsen aus Norwegen witzelte, „das erfüllt mich mit Stolz, aber leider kriege ich trotzdem nur einen halben Punkt“.

Norwegens Magnus Carlsen sitzt gegenüber von Russlands Ian Nepomniachtchi
APA/AFP/Giuseppe Cacace

Wie in der ersten Partie am Freitag wurde die Spanische Eröffnung gespielt. Dieses Mal folgte Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi aus Russland einer Aufstellung, mit der Garri Kasparow während der WM 1993 mehrere Partien gewonnen hatte. Carlsen verteidigte sich umsichtiger als der damalige Herausforderer Nigel Short.

Weil die Regeln einen Remisschluss während der ersten 40 Züge verbieten, warteten die Spieler den 41. Zug ab, um die bereits lange absehbare Punkteteilung zu besiegeln. Der Montag ist spielfrei. Die vierte Partie findet am Dienstag an Carlsens 31. Geburtstag statt.