Champions League

Nur wenige Stunden nach dem Aufstieg ins Achtelfinale der Champions League hat sich der SSC Napoli von Coach Carlo Ancelotti getrennt. Der Serie-A-Club gewann am Dienstag das Heimspiel gegen Genk souverän mit 4:0 und schaffte als Tabellenzweiter der Gruppe E hinter Liverpool den Aufstieg.

Der erste Erfolg nach zuvor wettbewerbsübergreifend neun sieglosen Pflichtspielen konnte Ancelotti aber nicht den Job retten. Als Nachfolger wird der ehemalige Milan-Coach Gennaro Gattuso gehandelt. Ancelotti gilt indes laut englischen Medien als Trainerkandidat beim FC Arsenal.

Gegen Genk erzielte der Pole Arkadiusz Milik für Napoli in der ersten Spielhälfte einen lupenreinen Hattrick (3., 26., 38./Foulelfmeter). Der Belgier Dries Mertens (75./Handelfmeter) besorgte gegen seine Landsleute den Endstand. Napoli hätte auch ein Remis zum Aufstieg gereicht.

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Fußball

Zum „Clasico“ der spanischen Fußballliga zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid haben katalanische Unabhängigkeitsaktivisten wieder Proteste angekündigt. Die Gruppe Tsunami Democratic rief für den 18. Dezember zum Spiel der beiden Erzrivalen zu Demonstrationen vor dem Camp Nou auf. Zu den Protesten hätten sich bereits 18.000 Menschen angemeldet, schrieb das Netzwerk am Dienstag auf Twitter.

Die Regionalregierung von Katalonien erklärte laut spanischer Agentur Europa Press, dass das Spiel durch die Demonstration nicht gefährdet werde. Der „Clasico“ der beiden Spitzenclubs sollte eigentlich schon am 26. Oktober stattfinden. Weil für diesen Tag in Barcelona aber eine Großdemonstration der Unabhängigkeitsbewegung gegen die harten Gerichtsurteile für die Separatistenführer der Region geplant war, wurde das Spiel verschoben.

Didier Deschamps hat seinen Vertrag als Trainer der französischen Nationalmannschaft am Dienstag um zwei Jahre bis Sommer 2022 verlängert. Der 51-Jährige ist seit 2012 Teamchef seiner Heimat und führte „Les Bleus“ 2016 ins Finale der Heim-EM sowie 2018 zum WM-Titel.

Mitte November erreichte Deschamps zum Abschluss der EM-Qualifikation in Albanien als erster französischer Nationaltrainer die Marke von 100 Länderspielen, wobei er 65 Siege holte. Als defensiver Mittelfeldspieler bestritt er in seiner aktiven Karriere 103 Länderspiele und wurde 1998 Weltmeister sowie 2000 Europameister.

„Es gibt keine Diskussion über die Ergebnisse. Es ist eine logische Entscheidung“, sagte Frankreichs Verbandschef Noel Le Graet zur Verlängerung.

Fußballstar Zlatan Ibrahimovic will nach seinem Abschied vom US-Club Los Angeles Galaxy laut italienischen Medienberichten zurück zu seinem früheren Verein AC Milan. „Ibra hat Milan gewählt“, titelte die Zeitung „Gazzetta dello Sport“ am Dienstag. Es müssten nur noch die Konditionen geklärt werden.

Zlatan Ibrahimovic
GEPA/Witters/Tim Groothuis

Der Schwede sei mit dem ersten Angebot aus Mailand nicht zufrieden, wonach er zunächst einen Halbjahresvertrag mit der Möglichkeit einer Verlängerung erhalten solle. Für das halbe Jahr bekäme er zwei Millionen Euro, für die Folgesaison – im Falle einer Verlängerung – vier Millionen. „Selbst mit 38 Jahren hält sich der schwedische Stürmer für einen ganz speziellen Spieler. Und fordert ein Topgehalt. Denn Zlatan ist Zlatan, Punkt“, schrieb die „Gazzetta“.

Mailand als „zweite Heimat“

Ibrahimovic bezeichne Mailand als seine „zweite Heimat“. Während seiner ersten Zeit bei Milan (2010 bis 2012) habe er in 85 Einsätzen 56 Tore geschossen. Dort gewann er auch einen seiner vier italienischen Meistertitel. Auch wenn Milan nicht mehr der Club von einst sei, wäre es für Ibrahimovic „eine seinem Ruhm würdige Aufgabe“, ihn wieder nach oben zu bringen, schrieb die Zeitung.

Ibrahimovic hatte Mitte November nach zwei Spielzeiten Los Angeles verlassen. Am Montag hatte der Präsident des FC Bologna, Joey Saputo, mitgeteilt, dass er nicht bei seinem Club anheuern werde. Sollte Milan gegenüber Ibrahimovics Forderungen hart bleiben, könnten andere Akteure vielleicht wieder ins Spiel kommen, schrieb die „Gazzetta“. „Aber die Würfel scheinen gefallen, und wer weiß, ob der Weihnachtsmann nicht deutlich vor dem 25. zu Coach Stefano Pioli kommt“, fügte sie hinzu.

Die ÖFB-Legionäre Matthäus Taferner, Patrick Möschl und Sascha Horvath bekommen bei ihrem Club Dynamo Dresden einen neuen Trainer. Das Schlusslicht der zweiten Bundesliga gab am Dienstag die Verpflichtung von Markus Kauczinski bekannt.

„Ich freue mich sehr auf diese Herausforderung und bin mir bewusst, dass wir alle in den kommenden Wochen und Monaten eng zusammenrücken und hart arbeiten müssen, um unser Ziel mit dem Klassenerhalt in dieser Saison zu erreichen“, sagte der 49-Jährige, der einen Vertrag bis Sommer 2021 unterschrieb.

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Doping

Übersetzungsprobleme bei der Anhörung durch den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) haben ein Urteil im Fall des umstrittenen chinesischen Schwimmweltmeisters Sun Yang verzögert. Es habe „Probleme hinsichtlich der Qualität der Übersetzung von Herrn Yangs Aussage“ gegeben, teilte der CAS am Dienstag mit. Aufgrund der Schwierigkeiten sei mit einem Urteil nicht vor Mitte Jänner 2020 zu rechnen.

Englisch sei die Sprache des Verfahrens. Die beiden Parteien in dem schon seit Monaten laufenden Verfahren – der Schwimmweltverband FINA und die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA – hätten sich auf einen privaten Dolmetscherdienst für Yang und dessen Zeugen geeinigt. „Um seine Unabhängigkeit und Neutralität zu wahren, kann der CAS keine externen Dolmetscher einbestellen“, heißt es in der Erklärung. Die Parteien des Verfahrens bereiten deshalb eine Niederschrift mit den Aussagen von Sun Yang vor.

Hintergrund des Verfahrens ist eine mit einem Hammer zerstörte Dopingprobe des Chinesen. Sun Yang soll daran direkt beteiligt gewesen sein, lautet der Vorwurf. Das Dopingpanel der FINA hatte den 27-Jährigen im Jänner 2019 vom Betrugsverdacht freigesprochen. Dagegen hatte die WADA Einspruch eingelegt – der Fall landete vor dem CAS.

Die dreifache russische Hochsprung-Weltmeisterin Maria Lasizkene strebt trotz der Sanktionen gegen ihr Land eine Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio an. „Ich habe den Geschichten nicht geglaubt, dass alles gut wird. Was heute passiert ist, ist eine Schande“, schrieb die überragende Hochspringerin der vergangenen Jahre in einem offenen Brief auf Instagram.

Gerichtet war der Brief an die Verantwortlichen des Sportministeriums und des russischen Nationalen Olympischen Komitees (NOK). Sie fragte: „Warum habt ihr uns nicht beschützt?“ Heftig kritisierte die Weltmeisterin von 2015, 2017 und 2019, wie die Sportfunktionäre mit Dopingproblemen umgegangen seien.

Als neutrale Athletin im Jahr 2020 anzutreten sei für sie nichts Neues, denn seit 2016 gelten ähnliche Einschränkungen für Russen. „Das habe ich in den letzten Jahren immer gemacht. Das Einzige, was mich stört, ist, dass Athleten alleine kämpfen und unsere Sportbehörden die ganze Zeit nur Lippenbekenntnisse zu unserer Verteidigung abgegeben haben“, sagte Lasizkene und attackierte die Verbandsfunktionäre ihres Landes. „Es ist nicht der Westen, der Russland angreift. Ihr selbst habt uns Athleten verraten.“

Putin schließt Klage gegen WADA-Entscheidung nicht aus

Der russische Präsident Wladimir Putin schließt nicht aus, beim Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gerichtlich gegen die verhängten Strafen der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) vorzugehen. „Wir müssen uns diese Entscheidung zunächst sehr genau anschauen“, sagte Putin nach dem Ukraine-Gipfel in Paris in der Nacht auf Dienstag. Es sei aber offensichtlich, dass es keine juristische Grundlage für die Entscheidung gebe und auch nicht der Satzung der Olympischen Spiele entspreche. „Wir haben allen Grund, Klage beim CAS einzureichen.“

Das WADA-Exekutivkomitee hatte am Montag in Lausanne die Empfehlung der unabhängigen Prüfkommission CRC bestätigt und die russische Anti-Doping-Agentur (RUSADA) bis 2023 suspendiert. Athleten des Landes dürfen in diesem Zeitraum nicht unter der russischen Fahne, sondern nur als neutrale Sportler starten, die nicht in den Staatsdopingskandal verwickelt gewesen sind.

Putin betonte, dass sein Land nicht kollektiv für einzelne Dopingfälle bestraft werden dürfe. „Es gibt wohl Grund zur Annahme, dass es bei solchen Entscheidungen nicht um die Sauberkeit des Weltsports geht, sondern um politische Überlegungen. Diese sind nicht im Interesse des Sports und der olympischen Bewegung.“

Ski alpin

Eishockey

Österreichs U20-Eishockey-Team hat bei der B-WM in Minsk am Dienstag den ersten Sieg geholt. Im zweiten Gruppenspiel gewann die ÖEHV-Auswahl gegen Norwegen nach einem starken Schlussabschnitt mit 5:2. Nach zwei Dritteln waren die Österreicher noch 1:2 zurückgelegen. Schweiz-Legionär Benjamin Baumgartner (HC Davos) gelangen zwei Tore und zwei Assists.

Österreich hatte am Vortag das erste WM-Spiel gegen Gastgeber Weißrussland mit 3:4 verloren. Weiter geht es für das Team von Trainer Marco Pewal am Donnerstag gegen Dänemark, das ebenfalls bei einem Sieg und einer Niederlage hält.

Skicross

Volleyball

SK Aich/Dob hat im Sechzehntelfinale des CEV-Cups der Volleyballer das Hinspiel beim tschechischen Vertreter VK Ostrava mit 3:2 (23, -17, 22, -25, 7) gewonnen. Österreichs Meister lag in Sätzen 1:0 und 2:1 voran, die Tschechen schafften aber jeweils den Ausgleich. Im Entscheidungssatz setzte sich Aich/Dob schließlich mit 15:7 deutlich durch. Max Landfahrer war mit 19 Punkten Topscorer der Kärntner. Das Rückspiel in Bleiburg bestreiten die beiden Teams am kommenden Mittwoch (18. Dezember).

Basketball

Tischtennis