Tennis

Die Vorarlbergerin Julia Grabher ist am Mittwoch beim Upper Austria Ladies in Linz in der ersten Runde ausgeschieden. Österreichs Nummer eins musste sich der US-Amerikanerin Madison Brengle mit 6:7 (2/7) 2:6 geschlagen geben. Damit bleibt weiter Patricia Mayr-Achleitner die letzte Österreicherin, die im Jahr 2013 in Linz ein Spiel gewinnen konnte.

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Ski alpin

Zum Auftakt der Paraski-Weltcup-Woche in Saalbach-Hinterglemm hat Johannes Aigner für einen Heimsieg gesorgt. Der Niederösterreicher entschied die erste von zwei Abfahrten der sehbehinderten Männer für sich. Bei den stehenden Männern landete Markus Salcher an der zweiten Stelle.

Abfahrtsweltmeister Aigner ließ gemeinsam mit Guide Matteo Fleischmann den Franzosen Hyacinthe Deleplace um genau eine Sekunde hinter sich. Damit rückte er Deleplace im Gesamtweltcup bis auf zehn Punkte nahe und könnte schon am Donnerstag in der zweiten Abfahrt die Führung wieder übernehmen.

Dritter wurde der Italiener Giacomo Bertagnolli. Michael Scharnagl (Guide: Florian Erharter) wurde Vierter und verpasste das Podest um etwas weniger als eine Sekunde. Am Donnerstag steht in Saalbach-Hinterglemm eine weitere Abfahrt auf dem Programm, am Freitag und Samstag folgt dann je ein Super-G.

Chronik

Die japanische Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch einen ehemaligen Funktionär des Organisationskomitees der Olympischen Sommerspiele in Tokio verhaftet. Zudem wurden Führungskräfte dreier Werbeagenturen wegen des Verdachts der Manipulation von Testveranstaltungen für die Spiele festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft von Tokio mit. Die Verhaftungen erfolgten nach monatelangen Korruptionsermittlungen bezüglich Planung und Sponsoring der Spiele.

Diese hatten coronavirusbedingt im Jahr 2021 stattgefunden. Nach japanischen Medienberichten wurde der ehemalige stellvertretende Geschäftsführer des Büros für die Durchführung der Spiele, Yasuo Mori, wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Kartellrecht verhaftet. Weiter hieß es, dass auch drei Führungskräfte der Werbe- und Veranstaltungsplanungsfirmen Dentsu und Cerespo sowie einer Tochtergesellschaft von Fuji Media in Gewahrsam genommen worden seien.

Es geht um den Verdacht auf geheime Absprachen zur Manipulation von Ausschreibungen und Aufträgen für olympische Veranstaltungen im Wert von schätzungsweise 40 Milliarden Yen (283 Mio. Euro). Die Untersuchungen folgen auf einen Bestechungsskandal, in dessen Zentrum Haruyuki Takahashi – ein ehemaliger Mitarbeiter von Dentsu, der dem Vorstand des Organisationskomitees für die Spiele angehörte – stehen soll. Er ist wegen Korruptionsverdachts in Haft.

Europa League

Red Bull Salzburg wird das Heimspiel im Play-off der K.-o.-Runde der Europa League gegen den italienischen Spitzenclub AS Roma vor ausverkauftem Haus bestreiten. Wie die Salzburger am Mittwoch mitteilten, ist das Hinspiel am 16. Februar (18.45 Uhr) gegen das von Jose Mourinho trainierte Team mit 29.520 Zuschauern ausverkauft.

Für das Rückspiel (23. Februar) in der italienischen Hauptstadt sind derzeit knapp 1.900 Tickets an Salzburg-Fans vergeben.

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Fußball

Domenico Tedesco ist der neue Teamchef der belgischen Nationalmannschaft. Der 37-jährige Deutsch-Italiener unterschrieb beim österreichischen EM-Qualifikationsgegner einen Vertrag bis 2024, teilte der belgische Verband am Mittwoch mit. Tedesco, der im September bei RB Leipzig gefeuert worden war, ist Nachfolger von Roberto Martinez und soll die „Roten Teufel“ zur EM 2024 nach Deutschland führen.

Tedesco gibt sein Debüt am 24. März in der EM-Qualifikation der Gruppe F auswärts in Stockholm gegen Schweden. Das ÖFB-Team gastiert am 17. Juni in Belgien, das Retourspiel in Österreich ist am 13. Oktober angesetzt.

Trainer Domenico Tedesco
GEPA/Witters/Leonie Horky

„Eine große Ehre“

„Für mich ist es eine große Ehre, der neue Cheftrainer von Belgien zu sein“, wurde Tedesco in einer Verbandsmitteilung zitiert. „Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und bin extrem motiviert. Ich hatte schon beim ersten Gespräch ein sehr gutes Gefühl.“

Belgien mit Stars wie Kevin De Bruyne und Eden Hazard hatte bei der WM Ende des vergangenen Jahres in Katar enttäuscht und war nach der Gruppenphase ausgeschieden. Tedesco war Cheftrainer bei RB Leipzig, Spartak Moskau, Schalke 04 und Erzgebirge Aue und übernimmt nun erstmals eine Nationalmannschaft.

Der ehemalige kroatische Teamchef Miroslav Blazevic ist zwei Tage vor seinem 88. Geburtstag gestorben. Der Coach starb nach langer und schwerer Krankheit in einem Zagreber Krankenhaus, berichtete die Nachrichtenagentur HINA am Mittwoch. Auch der kroatische Verband bestätigte in einer Mitteilung den Tod des „Trainers aller Trainer“, der seit mehreren Jahren gegen Prostatakrebs kämpfte.

Blazevic hatte die kroatische Nationalelf, die er von 1994 bis 2000 betreute, bei ihrer ersten WM-Teilnahme 1998 in Frankreich auf Platz drei geführt. Der in der bosnischen Kleinstadt Travnik geborene Blazevic galt als Trainer alter Schule, der konsequent seine Linie verfolgte und großen Wert auf Disziplin legte.

Miroslav Blazevic jubelt bei WM 1998
APA/AFP/Pascal George

Neben der kroatischen trainierte er die Nationalmannschaften der Schweiz, des Iran und Bosnien-Herzegowinas. Darüber hinaus betreute der schweizerisch-kroatische Doppelstaatsbürger Vereinsmannschaften in mehreren Ländern, die Grasshoppers Zürich führte er 1984 zum Meistertitel.

Die TSG Hoffenheim hat Trainer Pellegrino Matarazzo als Nachfolger für Andre Breitenreiter verpflichtet und will mit dem 45-Jährigen im Abstiegskampf der deutschen Bundesliga bestehen. Der frühere Chefcoach des VfB Stuttgart bekommt bei den schwer in der Krise steckenden Kraichgauern einen Vertrag bis 30. Juni 2025, wie die TSG am Mittwoch mitteilte.

Am Montag hatten die Hoffenheimer die Trennung von Breitenreiter verkündet. Er war beim 2:5 beim VfL Bochum im zehnten Pflichtspiel in Serie sieglos geblieben und musste nach etwas mehr als einem halben Jahr Amtszeit den Club von ÖFB-Teamspieler Christoph Baumgartner wieder verlassen.

Leverkusen als erste Aufgabe

Matarazzo absolvierte einst mit seinem Freund und aktuellen Bayern-Coach Julian Nagelsmann den Fußballlehrerschein und war unter ihm Kotrainer in Hoffenheim. Im Dezember 2019 verließ der studierte Mathematiker und Italo-Amerikaner die Kraichgauer, um Chefcoach in Stuttgart zu werden.

2022 gelang ihm mit dem VfB der Klassenerhalt, im Oktober musste er in Stuttgart aber gehen – nach einer Ligaserie von neun sieglosen Partien. Genauso oft hat die TSG nicht gewonnen, die nun am Samstag mit dem neuen Trainer gegen Bayer Leverkusen antritt.

Matarazzo mit „großer Zuversicht“

Seit dem Abgang von Nagelsmann 2019 fehlt der TSG auf dieser Position Kontinuität. Letztmals europäisch spielte der Verein von Milliardär und Mehrheitseigner Dietmar Hopp in der Saison 2020/21.

Matarazzo wohnt mit seiner Familie nur wenige Kilometer vom Trainingszentrum in Zuzenhausen entfernt. „Ich bin von der Qualität der Mannschaft überzeugt und gehe voller Elan und mit großer Zuversicht an die Aufgabe heran“, sagte Matarazzo.

Al-Hilal aus Saudi-Arabien steht sensationell im Finale der Club-WM. Das Team aus Riad schlug im Halbfinale des Turniers in Marokko am Dienstag den brasilianischen Topclub Flamengo aus Rio de Janeiro mit 3:2 (2:1). Al-Hilal ist der erste saudische Vertreter, der es in ein Finale der Club-WM geschafft hat. Im zweiten Halbfinale stehen am Mittwoch einander al-Ahli aus Kairo und Real Madrid mit David Alaba gegenüber.

Spieler von Al Hilal jubeln
Reuters/Susan Vera

Salem al-Dawsari traf in Tanger in der vierten Minute per Elfmeter und war auch in der neunten Minute der Nachspielzeit der ersten Spielhälfte vom Punkt erfolgreich. Dem Argentinier Luciano Vietto (70.) gelang die Entscheidung. Für die nach Gelb-Rot für Gerson (45.+8) dezimierten Brasilianer traf Pedro (20., 91.) im Doppelpack. Flamengo hatte sich durch den Gewinn der Copa Libertadores, dem südamerikanischen Pendant der europäischen Champions League, für das Turnier qualifiziert.

Olympia

Schweden prüft eine Bewerbung für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele und der Paralympics 2030. Nach mehreren gescheiterten Versuchen leitet die skandinavische Wintersportnation nach einer Anfrage des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine Vorstudie zu den Voraussetzungen für eine mögliche Ausrichtung der Spiele in sieben Jahren ein. Das teilten das IOC, das Paralympische Komitee und der nationale Sportverband des Landes am Mittwoch mit.

Ein Teilbericht dazu soll am 20. April präsentiert werden, der Abschlussbericht dann voraussichtlich im Laufe des Sommers. Das IOC hat alle Austragungsorte der Olympischen Spiele bis einschließlich 2032 bestimmt – mit einer Ausnahme, nämlich dem der Winterspiele 2030.

Winterspiele hat Schweden trotz mehrerer Bewerbungen noch nie ausgerichtet, dafür aber die Sommerolympia 1912 in Stockholm und die Olympischen Reiterspiele 1956 ebenfalls dort, da diese damals anders als der Rest der Spiele nicht im australischen Melbourne stattfinden konnten. Zuletzt hatte sich Schweden mit Stockholm und Aare als Hauptaustragungsorte für die Winterspiele 2026 beworben – sie gingen letztlich an Mailand und Cortina d’Ampezzo.

Bundesliga

Der schönste Rasen der Herbstsaison in der Bundesliga befindet sich in Ried. Wie die Fußballergewerkschaft VdF am Mittwoch bekanntgab, wurde das Grün in der Josko Arena von den Spielern bisher am besten bewertet. Ried (durchschnittlich 8,93 von 10 möglichen Punkten) führt die „Pitch Competition“ knapp vor Rapid Wien (8,63) und dem LASK (8,11) an. Nachholbedarf herrscht in Lustenau und bei der Wiener Austria, die ex aequo das Schlusslicht bilden (5,13).

Josko-Arena
GEPA/Manfred Binder

In der 2. Liga setzte sich der SV Horn (9,50) vor Absteiger Admira (9,19) und St. Pölten (8,94) durch. Bewertet wurde in beiden Ligen bis zur 16. Runde, die durchschnittliche Punktezahl bildet den aktuellen Zwischenstand der „Pitch Competition“.

Biathlon

Olympiasiegerin Tiril Eckhoff denkt nach einer fast einjährigen Zwangspause in Folge einer Coronavirus-Infektion über ihr vorzeitiges Karriereende nach. Die Norwegerin sei „sehr unsicher“, ob sie noch einmal in den Weltcup zurückkehren werde, sagte die 32-Jährige in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit ihrem Heimatfernsehsender NRK.

„Ich bin in einem Denkprozess, da ich so sehr mit meiner Gesundheit kämpfe“, sagte die zehnmalige Weltmeisterin bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt im Fernsehen seit vielen Monaten: „Ich überlege immer noch, was ich tun werde, ob ich eine weitere Saison ertragen kann oder ob ich es sein lassen werde.“

Biathletin Tiril Eckhoff
GEPA/Patrick Steiner

Eckhoff kämpft mit gesundheitlichen Problemen

Eckhoff hatte beim Saisonfinale des vergangenen Winters im heimischen Oslo noch den Sprint und die Verfolgung gewonnen. Bei der folgenden Saisonabschlussparty infizierte sie sich – wie zahlreiche andere Skijäger – mit dem Coronavirus.

Anschließend sei nichts mehr wie zuvor gewesen. Sie leide bis heute unter extremen Schlafproblemen, die „ich meinem schlimmsten Feind nicht wünsche“, sagte die Gesamtweltcup-Siegerin von 2021, die nach wie vor in ärztlicher Betreuung ist. Sie sei zwar durchaus fit, um Wettkämpfe zu bestreiten, es fehle aber noch zu viel. Deswegen kann sie auch bei der am Mittwoch in Oberhof beginnenden WM nur zuschauen und gehört erstmals seit elf Jahren nicht zum norwegischen Aufgebot.

Ski-WM

Die 16-jährige Lara Colturi hat sich am Dienstag beim Aufwärmen vor dem ersten Training für die WM-Abfahrt in Courchevel/Meribel das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Das vermeldete Albaniens Skiverband (ASF), für den die gebürtige Italienerin fährt.

Lara Colturi (ALB)
GEPA/Harald Steiner

Colturi, die Tochter der italienischen Olympiasiegerin Daniela Ceccarelli (Super-G 2002), gilt als großes Nachwuchstalent. Die Juniorenweltmeisterin im Super-G hat es im Riesentorlauf bereits in die Top 30 geschafft.

Eishockey

Die Edmonton Oilers und ihr Stürmerstar Connor McDavid haben in der National Hockey League (NHL) ihre Erfolgsserien fortgesetzt. Die Oilers siegten am Dienstag in Detroit gegen die Red Wings mit 5:2 und haben damit in den jüngsten neun Spielen 17 von möglichen 18 Punkten geholt. McDavid bereitete ein Tor vor und hat damit in 13 Spielen hintereinander zumindest einen Scorerpunkt gesammelt.

Der 26-jährige Kanadier führt mit 93 Punkten aus 51 Spielen die Scorerwertung überlegen an und ist mit 41 Treffern auch die Nummer eins in der Torschützenliste. Edmonton liegt in der Pacific Division unverändert auf Rang vier, allerdings nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Vegas Golden Knights.

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Bob

Im Vorfeld des Heimweltcups im Bob und Skeleton in Igls ist am Mittwoch in Innsbruck Ingo Appelt als neuer Vizepräsident des heimischen Verbandes präsentiert worden. Der bisherige Vize Hannes Wallner konnte das Amt aus beruflichen und zeitlichen Gründen nicht mehr ausüben. Appelt ist durch seinen Olympiasieg im Vierer in Albertville in Fixstern am heimischen Bob-Himmel und will nun mithelfen, die aktuelle und nächste Generation an ähnliche Erfolge heranzuführen, wie er sie einst hatte.

„Ein großer Punkt für mich ist, dass wir die Jugend näher an den Kufensport bringen. Da dürften wir noch einiges an Ideen entwickeln“, sagte der 61-jährige Appelt bei seiner Präsentation. „Ein anderer Schwerpunkt für mich ist Para-Bob. Ich möchte mehr Platz und eine Basis für diese Sportler schaffen.“

Hockey

Österreichs Hockeynationalteam der Männer hat bei den Hallenweltmeisterschaften in Pretoria auch das Spitzenspiel gegen die Niederlande gewonnen. Beim 4:1 (1:0)-Sieg des Titelverteidigers erzielte Michael Körper alle Tore seines Teams (10., 23., 30., 33.) und wurde danach auch folgerichtig als bester Spieler der Begegnung gekürt. Der Deutschland-Legionär war wegen seines Bundesliga-Engagements erst verspätet zu den Titelkämpfen angereist. Die noch ungeschlagenen Österreicher treffen in der Gruppe am Donnerstag noch auf Kasachstan (19.10 Uhr), ehe es ins Viertelfinale geht.

Die Frauen des Österreichischen Hockeyverbands kassierten mit einem 1:5 gegen die Niederlande und am Donnerstag gegen Australien ihre erste Niederlage. Sie treffen am Donnertag im abschließenden Gruppenspiel auf Australien (13.10 Uhr).