Spiele des Tages

Titelverteidiger Portugal geht nach dem 3:0 gegen Ungarn zum Auftakt der Fußball-EM mit enormem Selbstbewusstsein in die Kraftprobe am Samstag in München gegen Deutschland. „Wir kennen ihre Qualitäten, wir müssen uns aber nicht verstecken, wir haben auch unsere Waffen“, sagte Innenverteidiger Ruben Dias. Das DFB-Team steht nach dem 0:1 gegen Frankreich schon mächtig unter Druck. Die Offensive muss jedenfalls jetzt zünden, sonst droht den Deutschen das frühe Aus.

Das Spiel ist ab 18.00 Uhr live in ORF1 (Übertragungsbeginn 17.15 Uhr) zu sehen – Stand und Stream gibt es im ORF.at-Liveticker.

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Spanien macht vor dem Duell in Gruppe E der Fußball-EM am Samstag gegen Polen die Torflaute zu schaffen. Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Schweden würde ein Sieg den Aufstieg in die K.-o.-Phase bedeuten. Die Polen sind aber auf Wiedergutmachung nach dem 1:2 gegen die Slowakei aus. Mindestens ein Punkt muss auch her. Ein Sieg wäre natürlich besser, wenn sich Weltfußballer Robert Lewandowski nicht schnell wieder von der EM-Bühne verabschieden will.

Das Spiel ist ab 21.00 Uhr live in ORF1 und im Livestream zu sehen, Übertragungsbeginn ist 20.15 Uhr.

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England hat den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale bei der Fußball-EM verpasst. Die „Three Lions“ kamen am Freitag im Prestigeduell mit Nachbar Schottland im Londoner Wembley-Stadion über ein torloses Remis nicht hinaus und liegen damit vor der abschließenden Runde in der Gruppe D nur auf Rang zwei. Die ebenfalls bei vier Zählern haltenden Tschechen sind wegen des besseren Torverhältnisses voran, am Dienstag kommt es in London zum „Finale“ um den Pool-Sieg.

Highlights von England – Schottland

England und Schottland spielten im Londoner Wembley-Stadion mit 0:0. Für die Schotten ein gewonnener Punkt, für die Engländer zwei verlorene.

Die Schotten holten genauso wie die Kroaten (1:1 gegen Tschechien) den ersten Punkt, sind bei einem Torverhältnis von 0:2 allerdings Tabellenschlusslicht. Die beiden Teams matchen sich am Dienstag in Glasgow und stehen dabei unter Siegeszwang.

Kroatien – Tschechien 1:1

Vizeweltmeister Kroatien könnte bei der Fußball-EM das Achtelfinale verpassen. Am Freitag mussten sich Luka Modric und Co. gegen Tschechien mit einem 1:1 zufriedengeben und gehen mit nur einem Punkt in das letzte Spiel von Gruppe D gegen Schottland. Nach einer schwachen ersten Hälfte rettete Ivan Perisic (47.) zumindest das Remis, das die Tschechen mit nun vier Zählern vor dem Duell mit England alle Chancen auf den Aufstieg lässt.

Highlights von Kroatien – Tschechien

Vizeweltmeister Kroatien kam bei der EM zwar weiter nicht in die Gänge, hat aber am am zweiten Spieltag der Gruppe D seine Chance auf den Aufstieg ins Achtelfinale mit einem 1:1 gegen Tschechien gewahrt.

Patrik Schick hatte die Außenseiter in Glasgow vom Elfmeterpunkt in Führung gebracht (37.) und lässt das Team von Jaroslav Silhavy damit weiter träumen. Der Mann von Bayer Leverkusen hat alle drei Turniertore der Tschechen erzielt. Der Punkt war auch die Belohnung für eine couragierte Vorstellung gegen die neuerlich enttäuschenden Kroaten.

Schweden – Slowakei 1:0

Schweden fuhr im zweiten Gruppenspiel den ersten Sieg bei der Fußball-EM ein. Die Skandinavier setzten sich am Freitag in St. Petersburg im Gruppe-E-Duell mit Polen-Bezwinger Slowakei mit 1:0 durch. Den Treffer erzielte Leipzig-Legionär Emil Forsberg in der 77. Minute per Elfmeter. Schweden hat nun vier Punkte auf dem Konto und führt die Tabelle vor den Slowaken an, die weiter bei drei Zählern halten. Zum Kräftemessen von Spanien und Polen kommt es am Samstag in Sevilla.

Highlights von Schweden – Slowakei

Schweden feierte in Gruppe E der Fußball-EM gegen die Slowakei dank eines Elfmeters von Emil Forsberg (77.) den ersten Sieg.

Vor 11.525 Zuschauern entwickelte sich rasch eine offene, jedoch nicht unbedingt dynamische Partie, in der Schweden nach etwa zehn Minuten leicht Oberwasser bekam. Gegen Ende der ersten Hälfte hatten dann die Slowaken spielerische Vorteile, nach Wiederbeginn war wieder Schweden gefährlicher. Strafraumszenen gab es zwar auf beiden Seiten, jedoch blieben echte Chancen spärlich. Forsberg verwandelte seinen Elfmeter nach einem Torhüterfoul an Stürmer Alexander Isak, der schon beim 0:0 gegen Spanien der auffälligste Schwede war.

Fußball-EM

Der türkische Schiedsrichter Cüneyt Cakir leitet das EM-Spiel Österreich gegen die Ukraine am Montag (18.00 Uhr, live in ORF1) in Bukarest. Der 44-Jährige gilt als absoluter Topreferee – er pfiff unter anderem das Champions-League-Finale 2015 und war bei den Europameisterschaften 2012 und 2016 sowie bei den Weltmeisterschaften 2014 und 2018 im Einsatz. Bei der aktuellen EM pfiff Cakir schon bei Portugal – Ungarn (3:0).

Schiedsrichter Cuneyt Cakir
Reuters/Alberto Lingria

Auch das ÖFB-Team machte mit Cakir bereits Bekanntschaft. Der Türke leitete den 1:0-Auswärtssieg der Österreicher im Oktober 2019 in der EM-Qualifikation gegen Slowenien, das Heim-2:2 im Oktober 2016 in der WM-Qualifikation gegen Wales und das Auswärts-1:2 im Oktober 2013 in der WM-Qualifikation gegen Schweden. Zudem pfiff Cakir im August 2018 Red Bull Salzburgs Heim-2:2 im Champions-League-Play-off gegen Roter Stern Belgrad, mit dem die „Bullen“ den Einzug in die Eliteliga verpassten.

Valentino Lazaro droht dem österreichischen Nationalteam für den weiteren Verlauf der EM auszufallen. Der Flügelspieler hat sich am Donnerstag im Gruppenspiel gegen die Niederlande (0:2) eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen. Das bestätigte der ÖFB am späten Freitagabend nach einer MRT-Untersuchung in der Privatklinik Hochrum bei Innsbruck.

Valentino Lazaro beim Training
GEPA/Daniel Schoenherr

Lazaro bleibt laut ÖFB-Angaben bis auf Weiteres im Teamcamp in Seefeld und wird sich dort Behandlungen unterziehen. Ob im Turnierverlauf ein weiterer Einsatz möglich sei, bezeichnete der Verband in einer Mitteilung als „fraglich“. Lazaro war am Donnerstag in Amsterdam in der 70. Minute für Christoph Baumgartner eingewechselt worden. Für den 25-Jährigen, der zuletzt bei Borussia Mönchengladbach engagiert war, war es sein EM-Debüt.

Bei Österreichs Turnierauftakt gegen Nordmazedonien (3:1) war Lazaro nicht zum Einsatz gekommen. Für das entscheidende Gruppenspiel am Montag (18.00 Uhr, live ORF1) gegen die Ukraine scheint er nun definitiv keine Option.

Der dänische Teamspieler Christian Eriksen hat sechs Tage nach seinem dramatischen Zusammenbruch bei der EM das Krankenhaus wieder verlassen. Der 29-Jährige sei erfolgreich operiert worden und aus dem Reichskrankenhaus in Kopenhagen entlassen worden, teilte der dänische Verband am Freitagabend mit.

Eriksen habe auch schon das Nationalteam in dessen EM-Quartier in Helsingor besucht, hieß es in der Mitteilung. Von dort werde er nach Hause reisen und Zeit mit der Familie verbringen. Es gehe ihm „den Umständen entsprechend gut“, sagte der Mittelfeldspieler von Inter Mailand und bedankte sich für die vielen Genesungswünsche.

ICD-Defibrillator implantiert

Eriksen war im EM-Auftaktspiel der Dänen gegen Finnland (0:1) am Samstag auf dem Platz zusammengebrochen. Er erlitt einen Herzstillstand und musste wiederbelebt werden, weshalb ihm ein ICD-Defibrillator implantiert wurde. Dieses Gerät ähnelt einem Herzschrittmacher und wird bei Menschen mit erhöhtem Risiko für Herzrhythmusstörungen eingesetzt.

Die sportliche Zukunft des Spielmachers ist deshalb völlig offen. Durch die Implantation drohen ihm offenbar Schwierigkeiten bei Inter Mailand. Es sei in Italien verboten, mit einem ICD-Gerät Spitzensport zu betreiben, sagte Lucio Mos, der Vorsitzende des italienischen Sportkardiologenverbandes, bei Radio Punto Nuovo. „Die Protokolle sind in Italien sehr streng. Daher scheint es mir unmöglich, dass wir Eriksen im italienischen Wettbewerb wiedersehen.“

Allerdings ist es noch zu früh, um genau abzusehen, wann Eriksen möglicherweise wieder Leistungssport betreiben kann und wie lange er den Defibrillator im Körper tragen muss. „Wir haben guten Kontakt zu Christian. Und wir freuen uns sehr, dass es ihm noch gut geht. Aber Christian durchlebt schwierige Wochen, und wir wissen noch nicht, was uns erwartet. Wir können nur sagen, dass wir für ihn da sind“, sagte Dänemarks Teamchef Kasper Hjulmand.

Von den 24 an der EM teilnehmenden Mannschaften steigen 16 ins Achtelfinale auf. Dadurch qualifizieren sich nicht nur die besten zwei Teams jeder Gruppe für die Finalphase, sondern auch die vier besten Gruppendritten. Das war bei einer EM erstmals 2016 so, die FIFA wendete dieses System aber schon bei den WM-Turnieren zwischen 1986 und 1994 an.

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Motorrad

Der Franzose Johann Zarco hat am Samstag die Poleposition-Serie von seinem Landsmann und WM-Leader Fabio Quartararo beendet. Der Ducati-Pilot holte im Qualifying für den GP von Deutschland am Sachsenring in der MotoGP-Klasse trotz eines Sturzes im Finish die schnellste Zeit und verwies Quartararo mit 0,011 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Quartararo hatte zuvor fünfmal in Serie die Pole geholt. Dritter wurde Aleix Espargaro (ESP/+0,211), der Spanier holte erstmals einen Startplatz für Aprilia seit 21 Jahren. Bester KTM-Pilot wurde der Portugiese Miguel Oliveira 0,353 Sek. zurück als Sechster.

In der Moto3-Klasse dominierten die Honda-Piloten: Filip Salac (CZE) setzte sich vor Dennis Foggia (ITA), Tatsuki Suzuki (JPN) und John McPhee (GBR) durch.

MotoGP, Qualifying:
1. Johann Zarco FRA Ducati 1:20,236
2. Fabio Quartararo FRA Yamaha + 0,011
3. Aleix Espargaro ESP Aprilia 0,211
4. Jack Miller AUS Ducati 0,272
5. Marc Marquez ESP Honda 0,331
6. Miguel Oliveira POR KTM 0,353
7. Jorge Martin ESP Ducati 0,381
8. Pol Espargaro ESP Honda 0,423
9. Takaaki Nakagami JPN Honda 0,574
10. Francesco Bagnaia ITA Ducati 0,575
Moto2, Qualifying:
1. Raul Fernandez ESP Kalex 1:23,397
2. Fabio di Giannantonio ITA Kalex + 0,347
3. Remy Gardner AUS Kalex 0,372
4. Marco Bezzecchi ITA Kalex 0,787
5. Xavi Vierge ESP Kalex 0,899
6. Jorge Navarro ESP Boscocuro 0,904
7. Sam Lowes GBR Kalex 1,019
8. Ai Ogura JPN Kalex 1,042
9. Bo Bendsneyder NED Kalex 1,077
10. Aron Canet ESP Boscocuro 1,103
Moto3, Qualifying:
1. Filip Salac CZE Honda 1:26,913
2. Dennis Foggia ITA Honda + 0,183
3. Tatsuki Suzuki JPN Honda 0,214
4. John McPhee GBR Honda 0,315
5. Kaito Toba JAP KTM 0,437
6. Lorenzo Fellon FRA Honda 0,479
7. Niccolo Antonelli ITA KTM 0,485
8. Romanto Fenati ITA Husqvarna 0,562
9. Stefano Nepa ITA KTM 0,609
10. Andrea Migno ITA Honda 0,716

Die Startnummer 50 des vor drei Wochen in Mugello tödlich verunglückten Schweizers Jason Dupasquier wird in der Moto3-Klasse der Motorrad-WM nicht mehr vergeben. Das hat Rechteinhaber Dorna am Freitag im Rahmen des Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring bekanntgegeben.

Den gleichen Schritt setzten die Verantwortlichen bereits bei ähnlichen Tragödien schon in der Vergangenheit. So ist in der kleinsten Klasse auch die 39 des 2016 im Training zum GP von Katalonien verstorbenen Spaniers Luis Salom nicht mehr erhältlich.

Motorsport

Das erste Rennen der neuen DTM-Saison hat einen Heimsieg der italienischen Traditionsmarke Ferrari in Monza gebracht. Der Neuseeländer Liam Lawson setzte sich im Red-Bull-Auto des Teams AF Corse vor dem Franzosen Vincent Abril und dem Deutschen Maximilian Götz (beide Mercedes) durch. Lawsons Teamkollege Alexander Albon wurde Vierter.

Der Tiroler Lucas Auer kam im Mercedes am Samstag nicht über den 13. Platz hinaus. Der zweite Monza-Lauf findet am Sonntag (13.30 Uhr) statt.

Das Deutsche Tourenwagen Masters hat ab dieser Saison unter der Führung von Ex-Grand-Prix-Pilot Gerhard Berger ein neues Reglement und firmiert als GT-Rennserie. Neben Ferrari sind auch Lamborghini und McLaren als Hersteller neu an Bord.

Fußball

Die argentinische Nationalmannschaft um Superstar Lionel Messi hat Uruguay in der Copa America mit 1:0 geschlagen. Guido Rodriguez vom spanischen Erstligisten Betis Sevilla traf am Freitag im Stadion Mane Garrincha in Brasilia in der zwölften Minute nach einer Hereingabe von Messi per Kopfball zum Endstand.

Guido Rodriguez (Argentina)
Reuters/Henry Romero

Zuvor hatte Chile in Cuiaba Bolivien mit 1:0 geschlagen. In der neunten Minute traf Ben Brereton vom englischen Zweitligisten Blackburn Rovers nach einem raschen Konter über das gesamte Spielfeld nach einem Querpass von Eduardo Vargas zum Endstand.

Copa America 2021 in Brasilien

Gruppe A

Tabelle:
1. Argentinien 2 1 1 0 2:1 4
. Chile 2 1 1 0 2:1 4
3. Paraguay 1 1 0 0 3:1 3
4. Uruguay 1 0 0 1 0:1 0
5. Bolivien 2 0 0 2 1:4 0
Spielplan:
14.06. Argentinien Chile 1:1
15.06. Paraguay Bolivien 3:1
18.06. Chile Bolivien 1:0
19.06. Argentinien Uruguay 1:0
21.06. Uruguay Chile 23.00 Uhr
22.06. Argentinien Paraguay 02.00 Uhr
24.06. Bolivien Uruguay 23.00 Uhr
25.06. Chile Paraguay 02.00 Uhr
29.06. Uruguay Paraguay 02.00 Uhr
29.06. Bolivien Argentinien 02.00 Uhr
Alle Zeiten in MESZ

Gruppe B

Tabelle:
1. Brasilien 2 2 0 0 7:0 6
2. Kolumbien 2 1 1 0 1:0 4
3. Venezuela 2 0 1 1 0:3 1
4. Ecuador 1 0 0 1 0:1 0
5. Peru 1 0 0 1 0:4 0
Spielplan:
13.06. Brasilien Venezuela 3:0
14.06. Kolumbien Ecuador 1:0
17.06. Kolumbien Venezuela 0:0
18.06. Brasilien Peru 4:0
20.06. Venezuela Ecuador 23.00 Uhr
21.06. Kolumbien Peru 02.00 Uhr
23.06. Ecuador Peru 23.00 Uhr
24.06. Brasilien Kolumbien 02.00 Uhr
27.06. Brasilien Ecuador 23.00 Uhr
27.06. Venezuela Peru 23.00 Uhr
Alle Zeiten in MESZ

Schwedens Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic ist am Freitag an seinem linken Knie operiert worden. Das teilte sein italienischer Club AC Milan mit. Der arthroskopische Eingriff erfolgte im UPMC Salvator Mundi International Hospital in Rom. Dabei wurde nach Clubangaben sein Gelenk „gereinigt“. Ibrahimovic gehe es gut und er werde sofort mit der Rehabilitation beginnen.

Der 39-Jährige hatte Anfang des Jahres seine Rückkehr in die schwedische Nationalmannschaft verkündet. Mit zwei Assists bei den ersten beiden Einsätzen seit der EM 2016 führte er sich im Frühjahr auch gut wieder ein. Doch dann stoppte ihn die Knieverletzung.

Bundesliga

Meister Red Bull Salzburg hat den Schweizer Innenverteidiger Jasper van der Werff leihweise für ein Jahr an den deutschen Zweitligisten Paderborn abgegeben. Der 22-Jährige war zuletzt an den FC Basel verliehen gewesen.

Leichtathletik

Ryan Crouser hat bei den US-Meisterschaften in Eugene den 31 Jahre alten Kugelstoß-Weltrekord gebrochen. Der Olympiasieger von 2016 kam am Freitagabend (Ortszeit) auf 23,37 Meter. Die bisherige Bestmarke seines Landsmanns Randy Barnes von 1990 stand bei 23,12 Meter.

Ryan Crouser
APA/AFP/Getty Images/Patrick Smith

Crouser hatte im Jänner mit 22,82 Meter Barnes bereits den Hallenweltrekord abgenommen. Im Freien überbot der 28-Jährige die Weite von Barnes mit der 7,26 Kilogramm schweren Kugel um 25 Zentimeter. Barnes hatte damals im Freien den früheren DDR-Star Ulf Timmermann (23,06) von der Spitze verdrängt.

Schwimmen

Der sechsfache Olympiasieger Ryan Lochte hat die Qualifikation für seine fünften Olympischen Spiele verpasst. Bei den Ausscheidungskämpfen für die Startplätze im Team der USA bei den anstehenden Spielen in Tokio kam der 36-Jährige am Freitag in Omaha bei den 200-m-Lagen im Finale nur auf den siebenten Platz.

Schwimmer Ryan Lochte
Reuters/USA Today Sports/Rob Schumacher

Lochte hat an vier Olympischen Spielen teilgenommen und mit zwölf Medaillen die zweitmeisten der Geschichte gewonnen. Die Spiele 2016 hatte er nach einem Skandal verlassen. „Das ist noch nicht das Ende. Es gibt noch viel mehr, was ich im Schwimmen erreichen will, entweder im Pool oder außerhalb, um Schwimmen noch wichtiger zu machen“, sagte Lochte nach der klar verpassten Qualifikation.

Die Spiele in Paris 2024 sind für ihn aber illusorisch: „Ich werde fast 40 sein. Das ist etwas übertrieben.“

Tischtennis

Wolfgang Gotschke ist der Nachfolger von Hans Friedinger als Präsident des österreichischen Tischtennisverbandes (ÖTTV). Die am Samstag bei der ÖTTV-Generalversammlung in St. Pölten durchgeführte Wahl ging mit 25:16 zugunsten des neuen und zuungunsten des alten Amtsinhabers deutlich aus. Der 80-jährige Friedinger hatte das Amt siebeneinhalb Jahre inne, Gotschkes Reformplan überzeugte aber die Mehrheit der Entscheidungsträger wie auch Stefan Fegerl.

Die Kandidatur des Niederösterreichers als Vizepräsident Sport ging ebenfalls durch, womit Fegerl nach den Olympischen Spielen in Tokio seine aktive Karriere beenden wird. An den ab Dienstag in Warschau stattfindenden Europameisterschaften in Warschau wird der 31-Jährige nicht teilnehmen, da seine Olympia-Mixed-Partnerin Sofia Polcanova in Polen nur im Einzel antreten wird. Mehr lässt sich nach Hüft- und Knieoperationen sowie Fitness- und Trainingsrückstand noch nicht machen.

Fegerl wird auch Stellvertreter von Jindrak

Fegerl wird nach den Spielen auch als Stellvertreter von Sportdirektor Karl Jindrak fungieren. Weitere Vizepräsidenten werden Gisela Fritsche (Finanzen) und Hubert Dobrounig (Digitalisierung, Innovation, Kommunikation, Organisation), der Kärntner Landesverbandspräsident ist zudem Stellvertreter von ÖTTV-Generalsekretär Mathias Neuwirth. Neuer Bundesliga-Vorsitzender ist der Tiroler Hüseyin Karagaac.

Gotschke war Büroleiter unter den Sportministern Norbert Darabos und Gerald Klug, im Bundes-Sport-Förderungsfonds (jetzt Bundes-Sport GmbH) Geschäftsführer und ist aktuell Vorstand bei Leistungssport Austria. „Zentrale Aufgabe wird es sein, den Verband organisatorisch schlanker und neu aufzustellen“, hatte er vor der Wahl gesagt. „Professionelle Vereine müssen zukünftig von einem hauptamtlichen Vorstand geleitet und von einem ehrenamtlichen Kontrollorgan beaufsichtigt werden.“

Radsport

Der Kärntner Marco Haller ist am Samstag von seinem Team Bahrain für die am nächsten Samstag beginnende 108. Auflage der Tour de France nominiert worden. Der 30-Jährige ist vor allem für die Team-Unterstützung auf Flachetappen vorgesehen.

Die Bahrain-Equipe umfasst sonst noch den auf das Gesamtklassement fahrenden Jack Haig (AUS), Dylan Teuns (BEL), Sonny Colbrelli (ITA), Pelle Bilbao (ESP), Wout Poels (NED), Fred Wright (GBR) und Matej Mohoric (SLO).

Weitere Österreicher im Tour-Einsatz werden Patrick Konrad und Lukas Pöstlberger für Bora und Michael Gogl für Qhubeka sein.

Hockey

Das Frauen-Team von AHTC hat am Samstag in Wiener Neudorf im Siebenmeterschießen gegen Post SV den Titel in Österreichs Hockey-Bundesliga erfolgreich verteidigt. Die Wienerinnen waren in dem von Wien verlegten Endspiel in der regulären Spielzeit jeweils in Führung gegangen, nach vier Vierteln stand es aber 2:2 (1:1).

14 Sekunden vor Ende vergab Post durch einen verschossenen Siebenmeter gar die Siegeschance. Nach torloser Verlängerung ging das Shoot-out mit 3:0 an den AHTC.

Am Sonntag wird das Männer-Finale zwischen Post und Arminen ausgetragen.

Kanu

Der Kärntner Felix Oschmautz hat am Samstag beim Slalom-Weltcup der Wildwasser-Kanuten in Markkleeberg in Deutschland bei nur zwei Strafsekunden Finalrang zwei belegt.

Der Olympiateilnehmer für Tokio hatte als Semifinal-Sechster als einziger österreichischer Aktiver einen Kajak-Endlauf erreicht. Sein Rückstand auf den fehlerfrei gebliebenen slowakischen Sieger Jakub Grigar betrug letztlich 2,01 Sek. Felix Leitner war als 21. des 40-köpfigen Semifinales ausgeschieden.

In Tokio „ist vielleicht noch mehr drin“

„Der Fahrplan nach Tokio stimmt, dort möchte ich ins Finale, und mit einer steilen Performance ist vielleicht noch mehr drin“, sagte Oschmautz. Für den 21-Jährigen ist es der erste Weltcup-Podestplatz. Auch Nationaltrainer Helmut Oblinger freute sich: „Für mich ist sie auch eine Teammedaille der guten Zusammenarbeit mit seinem Teamkollegen Mario Leitner.“

Bei den Frauen hatte Tokio-Athletin Viktoria Wolffhardt den Aufstieg in die Top Ten als 16. (+ 10,43) verpasst, Corinna Kuhnle als 20. (11,69). Den Finalsieg machten zwei Favoritinnen untereinander aus, die Australierin Jessica Fox siegte 3,52 Sek. vor der Deutschen Ricarda Funk. Für Samstagnachmittag waren noch die Bewerbe im Extreme-Slalom angesetzt. Am Sonntag ist Nadine Weratschnig im Semifinale des Canadier-Einers engagiert.

Basketball

Die Los Angeles Clippers stehen erstmals in ihrer Geschichte im Finale der Western Conference. Auch ohne den verletzten Kawhi Leonard und trotz zwischenzeitlich 25 Punkten Rückstand gewannen die Clippers am Freitagabend (Ortszeit) 131:119 gegen die favorisierten Utah Jazz und entschieden die Halbfinal-Serie vor etwa 19.000 Zuschauern mit 4:2 für sich. In den Finals treffen die Clippers nun auf die Phoenix Suns, die sich souverän 4:0 gegen die Denver Nuggets durchgesetzt hatten.

Terance Mann (Clippers)
AP/Mark J. Terrill

Erst beim 95:94 im letzten Viertel übernahmen die Clippers wieder die Führung, nachdem sie zuvor bereits mit 25 Punkten zurückgelegen hatten. Der am Knie verletzte Leonard konnte beim ersten Spiel im Staples Center ohne Auflagen bei der Zuschauerkapazität nicht helfen, dafür steuerte Terance Mann mit 39 Zählern unerwartet viele Punkte bei. Für die Jazz, das beste Team der Hauptrunde, ist die Saison dagegen beendet. Donovan Mitchell kam auf 39 Punkte für seine Mannschaft.

Zuvor erzwangen die Philadelphia 76ers mit einem hart erkämpften Sieg gegen die Atlanta Hawks ein Entscheidungsspiel. Im Halbfinale der Eastern Conference holten die 76ers in Spiel sechs ein 104:99 und spielen nun am Sonntag vor eigenem Publikum um den entscheidenden vierten Sieg in der Serie gegen die Hawks. Zur Halbzeit noch vier Punkte in Rückstand legten die 76ers im dritten Viertel die Grundlage für den Erfolg. Joel Embiid kam auf 22 Punkte und 13 Rebounds, Seth Curry und Tobias Harris steuerten jeweils 24 Zähler bei. Bei den Hawks war Trae Young mit 34 Punkten der mit Abstand erfolgreichste Schütze.

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Österreichs Basketball-Frauen haben am Freitagabend im ersten Länderspiel seit Juli 2014 eine Niederlage hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Hubert Schmidt verlor in Oberwart gegen Polen mit 61:72 (37:41).

Anja Fuchs Robetin (AUT) gegen Weronika Telenga (POL)
GEPA/Mario Buehner

Sarah Sagerer, die zuletzt im Land des Gegners bei Torun gespielt hat, und Anja Fuchs-Robetin (je 18 Punkte) sowie Sigrid Koizar (13) waren die Topscorerinnen der Heimischen. Am Samstag (18.00 Uhr) gibt es ein zweites Aufeinandertreffen.

Engagierte Leistung wird nicht belohnt

Die Auswahl des Österreichischen Basektballverbands (ÖBV) zeigte allerdings eine sehr engagierte Leistung und hielt die Partie bis ins Schlussviertel offen, erst dann setzten sich die Polinnen durch. Bei Österreich kamen nicht weniger als sieben Debütantinnen zum Einsatz. Weitere werden es am Samstag sein, wenn Fuchs-Robetin, Rebekka Kalaydjiev, Camilla Neumann und Sagerer nicht zur Verfügung stehen. Das Quartett bereitet sich auf die für kommende Woche angesetzte Qualifikation für die 3x3-Europameisterschaft vor.

ÖBV-Coach Schmidt bezeichnete den Auftritt seiner Mannschaft nach nur drei Trainingstagen als „insgesamt bemerkenswert“. Er sprach von einem „super Comeback gegen eine gestandene Basketballnation“. Vor allem vor der Pause sei der Auftritt „sehr konzentriert“ gewesen, sagte Koizar. „Wir haben uns voll reingehaut.“ Mit dem Nachlassen der Konzentration sei auch der Ball das eine oder andere Mal „weggeschmissen“ worden.

Ex-Basketballer Dirk Nowitzki kehrt gut zwei Jahre nach seinem Karriereende als Berater zu den Dallas Mavericks zurück. Der Deutsche wird das Team aus der National Basketball Association (NBA) bei Entscheidungen für den Trainer- und Managerposten unterstützen, wie die Mavericks am Freitag mitteilten. „(Besitzer, Anm.) Mark Cuban ist an mich wegen einer Rolle als Sonderberater herangetreten, und ich bin froh, die Mavs zu unterstützen“, wurde Nowitzki in einer Mitteilung zitiert.

Dirk Nowitzki
Reuters/USA TODAY Sports/Jerome Miron

Zuvor war der frühere Meistertrainer Rick Carlisle nach 13 Jahren bei den Texanern zurückgetreten. Er hatte mit einem überragenden Nowitzki 2011 den Titel in der NBA geholt. Zuvor hatte auch General Manager Donnie Nelson seinen Abschied bekanntgegeben.

Eishockey

Ein Patzer von Ausnahmetorwart Marc-Andre Fleury hat die favorisierten Vegas Golden Knights in den Play-offs der National Hockey League (NHL) gegen Außenseiter Montreal Canadiens den fast schon sicheren Sieg gekostet. Nach dem durch Fleurys Fehler ermöglichten Ausgleich zum 2:2 keine zwei Minuten vor Schluss traf Josh Anderson in der Verlängerung ein zweites Mal und entschied die Partie mit 3:2 für die Kanadier.

Marc-Andre Fleury (Vegas Golden Knights)
AP/The Canadian Press/Paul Chiasson

In der „Best of seven“-Halbfinal-Serie führen die Canadiens nun 2:1, obwohl sie ohne ihren erst am Spieltag positiv auf das Coronavirus getesteten Trainer Dominique Ducharme arbeiten mussten. Zum Finaleinzug braucht ein Team vier Siege.

„Es war eine schwierige Situation“, sagte Anderson. „Wenn du deinen Cheftrainer verlierst, ist das offensichtlich schwer.“ Es ist unklar, wann Ducharme wieder mit dem Team arbeiten darf. Nach Angaben von General Manager Marc Bergevin ist er frei von Symptomen. Ducharme hatte am 9. Juni seine zweite Impfung gegen das Coronavirus bekommen.

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Tennis

Dominic Thiem trifft nächste Woche beim ATP-Rasenturnier auf Mallorca als Nummer zwei gesetzt nach einem Freilos auf den Deutschen Jan-Lennard Struff oder den Franzosen Adrian Mannarino. Gegen den 31-jährigen Struff führt Thiem im Head-to-Head mit 3:1, wobei er die jüngsten drei Duelle gewonnen hat. In den Duellen mit dem 32-jährigen Mannarino hat Thiem jeden der bisherigen acht Vergleiche gewonnen.

Gegen beide möglichen Gegner gab es aber noch kein Match auf Rasen. Ihre Wimbledon-Tests bestreiten auf Mallorca auch der Vorarlberger Philipp Oswald und der Steirer Oliver Marach jeweils im Doppel.

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