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Skispringen

Jacqueline Seifriedsberger und Eva Pinkelnig haben am Samstag im Super-Team-Bewerb von Zao hinter Slowenien und Kanada Platz drei erreicht. Das ÖSV-Duo wies nach drei Durchgängen auf der Normalschanze 25,2 Punkte Rückstand auf die siegreichen Nika Kriznar/Nika Prevc auf. Kanada mit Abigail Strate/Alexandria Loutitt hatte 12,7 Zähler Vorsprung auf die Österreicherinnen.

Pinkelnig sichert mit letztem Sprung Podestplatz ab

„Ein Podium ist immer super. Es waren zwar nicht meine besten Sprünge, aber mit einem Stockerlplatz können wir zufrieden sein“, sagte Seifriedsberger an ihrem 33. Geburtstag.

Gastgeber Japan landete deutlich hinter Österreich auf Rang vier. Am Sonntag folgt in Japan ein Einzel-Bewerb, im ersten am Freitag hatten die Österreicherinnen die Podestplätze verfehlt.

Super-Team-Bewerb in Zao

Endstand nach drei Durchgängen:
1. Slowenien (Nika Kriznar, Nika Prevc) 722,2
2. Kanada (Abigail Strate, Alexandria Louttit) 709,7
3. Österreich (Jacqueline Seifriedsberger, Eva Pinkelnig) 697,0
4. Japan 667,3
5. Norwegen 620,7
6. Frankreich 617,8
7. Deutschland 616,8
8. USA 587,8

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Stefan Kraft hat am Freitag die Qualifikation für das Weltcup-Skispringen in Zakopane gewonnen. Der 30-jährige Salzburger landete in Polen auf der Hillsize von 140 m und lag mit der Tageshöchstweite vor dem Deutschen Andreas Wellinger und dem Tiroler Manuel Fettner.

Mit dem Qualisieg sammelte der Weltcup-Spitzenreiter weiter Selbstvertrauen, um am Sonntag (16.00 Uhr, live in ORF1) zum alleinigen Rekordhalter für die meisten Weltcup-Podestplätze aufzusteigen. Nach einer überstandenen Erkrankung will Kraft mit seinem 109. Einzel-Stockerlplatz sein Idol Janne Ahonen überflügeln.

Für das Einzel-Springen in Zakopane qualifizierten sich mit Kraft, Fettner, Stephan Embacher (9.), Jan Hörl (13.), Michael Hayböck (20.) und Clemens Aigner (24.) alle sechs ÖSV-Adler. In Polen steht am Samstag (16.00 Uhr, live in ORF1) noch der erste Team-Bewerb der Saison auf dem Programm.

Jugendspiele

Das österreichische Team hat am ersten Tag der Olympischen Jugend-Winterspiele in Gangwon zwei Medaillen erobert. Skispringer Nikolaus Humml holte am Samstag Silber. Seine Tiroler Landsfrau Marie Riedl rodelte zu Bronze. Im Doppelsitzer verpassten Johannes Scharnagl und Moritz Schiegl die Podestplätze als Vierte nur knapp.

Der 16-jährige Humml musste sich auf der Normalschanze um 3,3 Punkte nur dem Kasachen Ilja Misernych geschlagen geben. „Davon träumt man, wenn man mit einem Sport beginnt. Dass ich hier eine Medaille gewinnen konnte, ist einfach der Wahnsinn und gibt mir brutalen Aufwind für die nächsten Aufgaben“, sagte der Silbermedaillengewinner.

Marie Johanna Riedl in Gangwon
GEPA/Patrick Steiner

Die gleichaltrige Riedl lag etwas mehr als eine Sekunde hinter der deutschen Siegerin Antonia Pietschmann. „Es ist einfach nur schön. Ich war vor dem Start richtig nervös, das Gefühl kenne ich so eigentlich gar nicht. Aber ich habe mir dann die Videos vom Training noch einmal in Ruhe angeschaut und relativ schnell den Fokus auf meinen ersten Lauf richten können. Den Input von den Trainer:innen konnte ich heute perfekt in der Bahn umsetzen“, sagte Riedl.

Eishockey

Marco Rossi und die Minnesota Wild haben sich am Samstag einerseits für die 3:7-Abfuhr gegen Tampa Bay Lightning rehabilitiert und andererseits den Negativlauf der Florida Panthers in der National Hockey League (NHL) verlängert. Die Wild setzten sich am Freitagabend (Ortszeit) bei den Panthers mit 6:4 durch und fügten den Gastgebern die vierte Niederlage in Serie zu. Rossi blieb dabei in 16:31 Min. auf dem Eis ohne Scorerpunkt.

Ausschlaggebend für den Erfolg Minnesotas war an diesem Abend die Powerplay-Stärke. Alleine fünf Tore erzielten die Gäste in Überzahl. Erst der sechste Treffer von Ryan Hartmann, der so wie Kirill Kaprisow einen Doppelpack schnürte, kurz vor Schluss ins leere Tor fiel nicht in einem Wild-Powerplay.

Kasper trifft in AHL

Marco Kasper hat unterdessen in der American Hockey League (AHL) für die Grand Rapids Griffins in der Verlängerung den Siegestreffer zum 5:4-Auswärtserfolg gegen die Manitoba Moose erzielt. Für den 19-jährigen Kärntner war es im 35. Saisonspiel der vierte Treffer. Am Freitag leistete er auch noch einen Assist und wurde zum besten Spieler der Partie gewählt.

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Fußball

Inter Mailand hat den Sprung ins Finale des in Saudi-Arabien ausgespielten italienischen Supercups geschafft. Der Tabellenführer der Serie A gewann am Freitagabend das zweite Halbfinale im Al-Awwal-Stadion in Riad gegen Lazio Rom nach drückender Überlegenheit mit 3:0. ÖFB-Teamstürmer Marko Arnautovic durfte ab der 74. Minute mitwirken.

Marcus Thuram (Inter Mailand)
IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto

Für die Tore sorgten Marcus Thuram (17.), Hakan Calhanoglu (50./Elfmeter) und Davide Frattesi (87.). Arnautovic und Alexis Sanchez wurden in der 74. Minute für das Einser-Sturmduo Thuram und Lautaro Martinez eingewechselt. Finalgegner Inters ist am Montag (20.00 Uhr MEZ) SSC Napoli, das bereits am Donnerstag gegen Fiorentina mit 3:0 siegreich geblieben war.

ÖFB-Teamtorfrau Manuela Zinsberger hat am Freitag ihren Vertrag beim englischen Topclub Arsenal vorzeitig verlängert. Über die Laufzeit des neuen Kontrakts gab der Tabellendritte der Women’s Super League (WSL) keine Auskunft. Die 28-jährige Niederösterreicherin hütet seit ihrem Wechsel von Bayern München im Sommer 2019 das Arsenal-Tor, bei 113 Einsätzen spielte sie 49-mal zu null.

„Manu ist eine der besten Torfrauen der Welt und hat während meiner Zeit hier konstant gute Leistungen gezeigt. Sie verdient diesen neuen Vertrag, und ich weiß, dass sie die Ambitionen teilt, die wir hier haben. Wir wollen um jeden Titel kämpfen, und Manu wird eine große Rolle dabei spielen, dass wir das erreichen“, sagte Arsenal-Trainer Jonas Eidevall. Und Clare Wheatley, Direktorin der Frauensparte bei Arsenal, ergänzte: „Manu ist seit 2019 ein unheimlich wichtiger Teil des Teams, hat fantastische Leistungen und eine echte Leidenschaft auf dem Platz gezeigt.“

Zinsberger ist wie im Nationalteam auch bei Arsenal, wo mit Außenverteidigerin Laura Wienroither eine weitere ÖFB-Teamspielerin unter Vertrag steht, die klare Nummer eins. „Ich bin so motiviert, mich als Torfrau weiterzuentwickeln, aber auch als Person zu wachsen – und mit den Fortschritten, die hier auf und neben dem Platz stattgefunden haben, seit ich hier bin, weiß ich, dass das der richtige Ort für mich ist“, begründete sie ihre Entscheidung.

Bundesliga

Red Bull Salzburg hat am Freitag ein Testspiel im Rahmen des Trainingslagers auf Marbella gegen den FK Bodö Glimt mit 6:0 gewonnen. Für den Tabellenführer der Admiral Bundesliga gab es aber auch schlechte Nachrichten, schied doch Innenverteidiger Samson Baidoo schon vor der Pause mit einer Knöchelverletzung aus. Der 19-Jährige war im Herbst fixer Bestandteil der Abwehr der „Bullen“ und durfte sich im Oktober auch über sein Debüt im ÖFB-Nationalteam freuen.

Den Torreigen gegen den norwegischen Meister eröffnete Stürmer Fernando bereits in der siebenten Minute. Nach einem Doppelschlag von Petar Ratkov (58., 59.) trugen sich auch noch Roko Simic (76.), Andreas Ulmer (83.) und Adam Daghim (86.) in die Schützenliste ein. Für die Salzburger war es ein erfolgreicher Abschluss des Trainingslagers, am Samstag geht es wieder zurück in die Heimat. Am 2. Februar startet das Frühjahr mit dem ÖFB-Cup-Viertelfinale beim LASK.

Afrikacup

Senegal ist beim Afrikacup weiter makellos unterwegs. Der Titelverteidiger mit dem Ex-Salzburger Sadio Mane setzte sich am Freitag im Stade Charles Konan Banny de Yamoussoukro gegen Kamerun 3:1 durch, gewann damit nach dem 3:0 gegen Gambia erneut und löste in Gruppe C vorzeitig das Achtelfinal-Ticket. Guinea besiegte Gambia durch ein Tor von Aguibou Camara (69.) 1:0. Aufgestiegen sind auch schon die Kapverden in Pool B nach einem 3:0 gegen Mosambik.

Ismaila Sarr legte schon in der 16. Minute den Grundstein für den Erfolg von Senegal, das auch in der 71. Minute durch Habib Diallo erfolgreich war. Da Jean-Charles Castelletto (83.) für Kamerun traf, entwickelte sich noch eine spannende Schlussphase.

In der vergaben die Kameruner zuerst eine hundertprozentige Topchance, ehe sie im Gegenzug den dritten Treffer von Mane (95.) kassierten. Dadurch halten die Kameruner, die mit fünf Triumphen die zweiterfolgreichste Nation beim Afrika Cup sind, nach dem 1:1 gegen Guinea weiter nur bei einem Punkt.

Tansanias Trainer muss gehen

Am Freitag gab es aber nicht nur sportliche Highlights, sondern auch einen Trainerwechsel. Nachdem Tansanias Teamchef Adel Amrouche vom Disziplinarkomitee des afrikanischen Verbandes (CAF) wegen beleidigender Äußerungen in Richtung von Marokko nach der 0:3-Niederlage am Mittwoch für acht Partien gesperrt worden war, trennte sich der Verband von Tansania (TFF) vom 55-jährigen gebürtigen Algerier.

„Der marokkanische Verband ist eine ausgewiesene Macht in der Welt des afrikanischen Fußballs. Marokko managt den afrikanischen Fußball. Sie wählen auch ihre Schiedsrichter und wir bleiben einfache Zuschauer“, hatte Amrouche etwa in einem Interview im algerischen Fernsehen gesagt.

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Asiencup

Der Irak hat die Siegesserie Japans beim Asiencup beendet und in Katar für eine Überraschung gesorgt. Durch Tore von Aymen Hussein (5., 45.+2) gewann der Außenseiter am Freitag in al-Rajjan mit 2:1 (2:0) gegen den Turnierfavoriten. Wataru Endo (93.) gelang nur der Anschluss.

Japan verlor erstmals nach zuvor elf Siegen in Folge, kann aber trotz der unerwarteten Niederlage noch aus eigener Kraft das Achtelfinale erreichen. Am Mittwoch trifft der vierfache Asienmeister, der sich bereits beim 4:2 zum Auftakt gegen Vietnam schwergetan hatte, in Gruppe D auf Außenseiter Indonesien, der sich gegen Vietnam mit 1:0 durchsetzte und wie die Japaner bei drei Punkten aus zwei Spielen hält. Der Irak könnte sich durch einen Erfolg gegen Vietnam den Gruppensieg sichern. Die Top Zwei sowie die vier besten Dritten der sechs Gruppen erreichen die K.-o.-Runde.

Japan stand beim vergangenen Asiencup 2019 im Finale, unterlag aber dem aktuellen Gastgeber Katar. Der Weltranglisten-17. hat einen starken Kader, Trainer Hajime Moriyasu verzichtete sogar auf Lazio-Rom-Profi Daichi Kamada. Hinter Japan werden Südkorea mit Trainerassistent Andreas Herzog und Saudi-Arabien die besten Chancen auf die Trophäe eingeräumt.