Segeln

Valentin Bontus hat bei der Formula-Kite-Weltmeisterschaft vor Hyeres die Bronzemedaille gewonnen. Der Niederösterreicher musste sich nach den Medal-Series-Wettfahrten am Sonntag nur Maximilian Maeder aus Singapur und Riccardo Pianosi aus Italien geschlagen geben.

Valentin Bontus
IKA Media

Vor dem Schlusstag war der für Olympia qualifizierte Bontus noch Vierter gewesen, bei den Sommerspielen in Frankreich gilt er vor Marseille nun als Mitfavorit auf Edelmetall. Für den Österreichischen Segelverband (OeSV) ist es die erste WM-Medaille seit 2018. Damals gewannen Tanja Frank und Lorena Abicht in Aarhus, Dänemark Silber im 49erFX.

„Ich habe es noch nicht so ganz realisiert. Es geht mir viel durch den Kopf“, erklärte Bontus. „Ich bin natürlich extrem zufrieden und hätte mir die Woche nicht besser vorstellen können. Es fühlt sich verdammt gut an, als Vierter in den Schlusstag zu gehen und dann das Ganze mit einer Medaille zu vollenden. Die WM-Medaille gibt uns einen finalen Push.“

Leichtathletik

Verena Mayr hat sich im Rahmen des Mehrkampfmeetings in Götzis den Staatsmeistertitel im Siebenkampf geholt. Mit 6.196 Punkten landete die Oberösterreicherin beim Gesamtsieg der Niederländerin Anouk Vetter (6.642) an der achten Stelle.

Mayr eroberte damit wertvolle Punkte für einen EM-Start in Rom und ein Olympiaantreten in Paris. ÖM-Silber ging an die Gesamtzehnte Ivona Dadic (6.115), die Bronzemedaille holte sich Chiara-Belinda Schuler (15./5.822). Der Kanadier Damian Warner gewann zum achten Mal den Zehnkampf.

Das Siebenkampf-Direktlimit für die Europameisterschaften beträgt 6.300 Punkte, für die Olympischen Spiele 6.480, das ist für die Österreicherinnen derzeit außer Reichweite. Aufgefüllt werden die jeweils 24 Athletinnen umfassenden Teilnehmerfelder allerdings über das World Ranking, in dem Mayr aussichtsreich positioniert ist. Bereits am 26. Mai ist Qualifikationsschluss für Rom.

Lagger und Posch geben auf

Nur drei der fünf ÖLV-Leichtathletinnen kamen in die Wertung. Sarah Lagger trat zum Speerwurf nicht mehr an. Sie wollte nicht riskieren, dass die Rückenbeschwerden schlimmer werden. Isabell Posch verzichtete wegen Problemen mit dem Sprunggelenk auf den abschließenden 800-m-Lauf.

Vetter siegte vor der Schweizerin Annik Kälin (6.506) und der US-Amerikanerin Michelle Atherley (6.465). Tokio-Olympiasieger Warner setzte sich im Zehnkampf mit 8.678 Punkten vor dem Niederländer Sven Roosen (8.517) und dem Esten Johannes Erm (8.462) durch. Es war kein Österreicher am Start.

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Radsport

Riccardo Zoidl hat die Griechenland-Radrundfahrt für sich entschieden. Der Fahrer aus dem Team Felt Felbermayr Wels kam am Sonntag auf der Schlussetappe über 132,5 Kilometer mit Start und Ziel in Athen zeitgleich mit dem polnischen Sieger Bartosz Rudyk im Feld ins Ziel im Panathinaiko-Stadion. Zoidl hatte im Gesamtklassement 46 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Hermann Pernsteiner.

„Nach zwei Jahren ohne Sieg hat es endlich wieder mit einem großen Erfolg geklappt. Dieser Rundfahrtsieg ist einer der größten Momente meiner Karriere, der Doppelsieg bei der Rundfahrt für unser Team einzigartig“, wird Zoidl in einer Aussendung zitiert. Zoidl hatte 2013 die Österreich-Rundfahrt gewonnen, der Erfolg bei der Tour of Hellas 2024 ist ebenso hoch einzuschätzen.

Der dänische Radprofi Jonas Vingegaard ist nach seinem schweren Sturz zwar wieder seit kurzer Zeit auf dem Rad, aber seine Teilnahme bei der Tour de France bleibt ungewiss. „Wir hoffen, dass Jonas es zur Tour schafft. Das ist noch ein großes Fragezeichen“, sagte Marc Reef, sportlicher Leiter von Vingegaards Visma-Team, dem Portal Radsport-news.com vor dem Start der 15. Etappe des Giro d’Italia am Sonntag.

Der Däne war am 4. April bei der Baskenland-Rundfahrt so heftig gestürzt, dass er sich schwer an der Lunge verletzte. Daneben zog er sich mehrere Brüche zu. „Seine Regeneration verläuft ganz gut, aber wir müssen sehen, wie es in den kommenden Wochen sein wird“, sagte Reef weiter.

Kein Rennen vor der Tour

Demzufolge werde Vingegaard bis zum Tourstart am 29. Juni kein Radrennen mehr bestreiten. Sein größter Konkurrent Tadej Pogacar, der aktuell den Giro d’Italia dominiert und auch bei der Tour starten will, profitiert von der schwierigen Vorbereitung Vingegaards.

Anfang Mai hatte sich der Tour-Sieger der Jahre 2022 und 2023 selbst zu Wort gemeldet. „Natürlich hoffe ich, bei der Tour starten zu können“, sagte der 27-jährige Vingegaard. „Wir wissen noch nicht genau, wie meine Form sein wird und wie die Erholung weiter verläuft, aber ich werde alles dafür geben, eine gute Form zu haben.“

Tennis

Der Deutsche Alexander Zverev hat das Masters-1000-Turnier in Rom gewonnen und damit eine perfekte Generalprobe für die French Open gefeiert. Der Weltranglistenfünfte siegte am Sonntag im Finale des Sandplatzevents in der italienischen Hauptstadt gegen den Chilenen Nicolas Jarry mit 6:4 7:5 und holte damit seinen ersten Titel in diesem Jahr.

„Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Rom ist ein sehr besonderer Ort für mich“, sagte Zverev, der dort bereits 2017 gewonnen hatte. Der Titel am Sonntag war der erste auf Masters-1000-Niveau seit seiner schweren Fußverletzung vor zwei Jahren. „Der Fokus liegt natürlich auf Paris, aber erst einmal genieße ich diesen Sieg.“

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Gleich fünf ÖTV-Spieler versuchen sich in der am Montag beginnenden Männer-Qualifikation von Roland Garros, allen voran Dominic Thiem. Der zweifache Finalist dieses Majors hatte das Direktticket knapp verpasst und auch keine Wildcard erhalten. Am Sonntag wurde er bei seinen letzten French Open nun gegen den Italiener Franco Agamenone gelost, aktuell Nummer 234 der Weltrangliste. Das Match steigt bereits am Montag.

Befindet sich Thiem in der unteren Rasterhälfte, müssen die übrigen vier Österreicher in der oberen Hälfte nach den für den Aufstieg nötigen drei Siegen trachten. Filip Misolic trifft auf den Japaner Sho Shimabukuro, Lukas Neumayer auf den argentinischen Ex-Spitzenspieler Diego Schwartzman, Dennis Novak auf den Spanier Oriol Roca Batalla und Jurij Rodionov auf dessen Landsmann Daniel Rincon.

In der Damen-Qualifikation bekommt es Sinja Kraus (WTA-Nr. 249) in der ersten Runde mit der US-Amerikanerin Elizabeth Mandlik (WTA-Nr. 142) zu tun.

Ofner übersteht Qualifikation in Genf

Sebastian Ofner qualifizierte sich unterdessen am Sonntag mit einem 7:5 6:2-Sieg über den Russen Iwan Gachow für den Hauptbewerb des ATP-250-Turniers in Genf. In Runde eins hatte sich der 28-Jährige gegen den Deutschen Hendrik Jebens mit 6:4 6:3 durchgesetzt. Ofner hatte bei Nennschluss Entry-Ranking 45 und wäre so locker direkt im Hauptfeld gewesen, offenbar wurde er aber zu spät genannt. Für ihn geht es am Montag gegen Rinky Hijikata.

Der Australier steht in der Weltrangliste auf Rang 79 und damit 33 Plätze hinter Österreichs Nummer eins. Es ist das erste Duell der beiden. Der Sieger trifft im Achtelfinale auf den als Nummer zwei gesetzten norwegischen Weltranglistensiebenten Casper Ruud. Das Genfer Turnier dient den Akteuren als letzter Test für die am nächsten Sonntag beginnenden French Open in Paris, bei denen Ofner fix im Hauptbewerb steht.

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Beachvolleyball

Österreichs Elite der Beachvolleyballerinnen hat das Nations-Cup-Turnier in Vilnius/Litauen eindrucksvoll gewonnen und ist im Streben nach einem Olympiaticket in die finale Phase dieses Bewerbs aufgestiegen.

Am Sonntag gab es gegen Slowenien ohne Satzverlust einen 2:0-Erfolg, gegen die Sloweninnen hatte es zum Auftakt am Freitag eine 1:2-Niederlage gegeben. Doch dann folgten Siege gegen Rumänien, das topgesetzte Litauen und nun eben gegen das Nachbarland.

Aufstieg zum finalen Olympiaquali-Turnier

Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig blieben das Turnier über unbesiegt, in der Entscheidung brillierten sie mit einem 2:0 (13,12)-Erfolg gegen Maja Marolt/Ziva Javornik. Dorina und Ronja Klinger machten mit einem 2:0 (11,15) gegen Tjasa Kotnik/Tajda Lovsin den Sack schließlich zu. Damit ist die Teilnahme am finalen Turnier vom 13. bis 16. Juni in Jurmala in Lettland fixiert.

Von je Geschlecht 24 Spots für das Olympiaturnier werden 17 über die Weltrangliste vergeben, je einer an das Gastgeberland Frankreich und die WM-Sieger sowie fünf über den Continental- bzw. Nations Cup – einer für Europa, eben in Jurmala. Je Nation sind bei Olympia bei Männern und Frauen jeweils maximal zwei Mannschaften teilnahmeberechtigt. Österreichs Männer haben sich für Jurmala bereits im Vorjahr durch einen Turniersieg qualifiziert.

Bundesliga

Andreas Heraf könnte auch nach dem Abstieg aus der Admiral Bundesliga Trainer bei Austria Lustenau bleiben. „Ich habe während der Woche signalisiert, dass ich mir vorstellen kann zu bleiben. Jetzt liegt der Ball bei Austria Lustenau“, sagte Heraf nach dem 2:2 im Vorarlberg-Derby in Altach.

Nicht ohne zu pokern: „Glücklicherweise hat sich einiges getan bei mir, ich habe ein paar Anfragen bekommen, da sind sehr interessante Dinge dabei.“ Der 56-Jährige gab sich deshalb „sehr entspannt“.

Koller bewahrt Altach vor Niederlage

Sein Team hatte zuvor den ersten Derby-Saisonsieg nach drei Niederlagen knapp verpasst. Paul Koller bewahrte Altach mit einem Fersler-Tor (89.) vor stimmungsvoller Kulisse vor der Heimniederlage. Es könnte ein Abschiedsgeschenk des 22-jährigen Steirers gewesen sein. Der Innenverteidiger soll kurz vor einem Wechsel zu Sturm Graz stehen.

Während Koller vielsagend grinste, sprach Altach-Sportdirektor Roland Kirchler von einem „so inoffiziell-offiziellen Angebot“ für Koller. Vor der Meisterentscheidung seien die Gespräche mit Sturm aber „auf Eis gelegt“ worden.

Altach an Lustenau-Stürmer Fridrikas interessiert

Ganz offen beschäftigt sich die Nummer eins Vorarlbergs mit Lustenau-Stürmer Lukas Fridrikas. „Am Lukas Fridrikas haben wir schon offizielles Interesse gezeigt, wir sind auch einmal in Kontakt gewesen. Wir wollten aber aufgrund der Seriosität nicht zu viele Gespräche führen“, sagte Kirchler, der angesichts von zumindest neun Abgängen im Sommer einiges zu erledigen hat.

Triathlon

Eine Woche vor Ende der Olympiaqualifikation im Triathlon hat Julia Hauser am Samstag beim Weltcup in Huatulco/Mexiko als Sechste aufgezeigt. Die Wienerin war über die halbe Olympiadistanz 14 Sekunden langsamer als die dänische Siegerin Alberte Kjaer Pedersen.

Hauser ist wie Lisa Perterer auf einen Olympiaspot gebucht, die Kärntnerin kam auf Rang 13 (+47 Sek.). In Samarkand in Usbekistan wurde deren Landsfrau Therese Feuersinger über die volle Distanz Weltcup-Elfte.

Hauser und Perterer zufrieden

„Ich konnte heute mal alles abrufen und zeigen, was ich draufhabe“, sagte Hauser. „Es war jetzt gut zu sehen, dass die Form da ist und ich bin mit einem guten Aufbau sehr zuversichtlich, dass das dann in Paris passt.“ Auch Perterer freute sich über ihre Leistung: „Ich bin sehr zufrieden, aber mir hat heute der letzte Push gefehlt.“

Am Freitag waren Hauser mit Perterer, Alois Knabl und Tjebbe Kaindl in einem Mixed-Teambewerb Fünfte geworden. Alle vier sollten es einzeln zu den Paris-Spielen schaffen, womit dort auch ein Mixed-Antreten gesichert wäre.

Judo

Die Chance auf eine direkte Olympiaqualifikation ist für Judoka Katharina Tanzer endgültig dahin. Die 28-Jährige unterlag am Sonntag zum Auftakt der Weltmeisterschaften in Abu Dhabi in ihrem ersten Kampf der Kategorie bis 48 kg der 18-jährigen Schwedin Tara Babulfat mit Ippon.

Tanzer scheitert vorzeitig bei Judo-WM

Tanzer hatte in der zweijährigen Qualifikationsphase für Paris 27 Turniere bestritten. Nach vier Minuten war ihr WM-Auftritt beendet. „Kathi hat alles versucht. Schade, dass es nicht gereicht hat. Zuletzt war leider auch einiges Lospech dabei“, zollte Yvonne Snir-Bönisch, Headcoach im österreichischen Judoverband (ÖJV), ihrem Schützling Respekt.

Boxen

Der ukrainische Schwergewichtsboxer Olexandr Usyk könnte seinen in der Nacht auf Sonntag mit dem Sieg in Riad gegen den Briten Tyson Fury gesicherten IBF-WM-Titel spätestens in zwei Wochen wieder los sein.

Als Grund wird die Vereinbarung eines Rückkampfes zwischen den beiden für den Herbst ausgemacht. Fury ist aber nicht offizieller IBF-Herausforderer. Genau das war übrigens dem Briten im Dezember 2015 widerfahren, als er als Champion Wladimir Klitschko einen Rückkampf zugesagt hatte.

Damals hätte Fury nach Verbandsranking gegen den Ukrainer Wjatscheslaw Glazkow antreten sollen, diesmal ist für 1. Juni erneut in Riad ein IBF-Duell zwischen dem ungeschlagenen Kroatien Filip Hrgovic und dem Briten Daniel Dubois angesetzt. Der Sieger daraus könnte heuer noch gegen den früheren britischen Champion Anthony Joshua antreten müssen.

Die IBF war für die Nachrichtenagentur Reuters zur aktuellen Lage vorerst nicht zu erreichen. Usyk hält durch seinen Sieg über Fury als erster Schwergewichtler seit 25 Jahren die Titel der WBA, WBO, WBC und IBF gleichzeitig.

Fußball

Ein Bericht der „L’Equipe“ über Kevin Danso hat für Aufregung gesorgt. Demnach habe der Innenverteidiger auf Drängen von Österreichs Teamchef Ralf Rangnick darum gebeten, im letzten Ligue-1-Match seines Clubs Lens am Sonntag daheim gegen Montpellier nicht spielen zu müssen, um nach kürzlich auskurierter Adduktorenzerrung vor der EM keine neuerliche Verletzung zu riskieren. Danso dementierte diese Darstellung entschieden und sprach von einer „kompletten Falschmeldung“.

Kevin Danso
IMAGO/Laurent Sanson

Laut „L’Equipe“ nahm Danso in dieser Woche am gesamten Training teil – nur am Samstag habe er gefehlt. Die Zeitung schrieb von einem Anruf von Rangnick, in dem der Deutsche angeblich die Drohung an Danso richtete, ihn nicht zur EM mitzunehmen, sollte er gegen Montpellier einlaufen. Der Verteidiger sei „bestürzt“ gewesen und habe seinen Trainer Franck Haise informiert, „um Transparenz zu demonstrieren“. Haise wiederum habe alles andere als erfreut reagiert und Danso daraufhin nicht in den Kader für Montpellier berufen, hieß es weiter.

„Komplette Falschmeldung“

Danso setzte sich in einem der APA übermittelten Statement zur Wehr: „Ich bin sehr verärgert und verwundert über diesen französischen Medienbericht. Es ist eine komplette Falschmeldung. Ich bin mit unserem Teamchef regelmäßig in Kontakt, und er informiert und kümmert sich während der gesamten Saison großartig um uns Spieler. Aber dass Herr Rangnick Druck auf mich ausgeübt hat, heute nicht zu spielen, ist völliger Blödsinn!“, teilte der 25-Jährige mit.

Er sei nach seiner Verletzung noch nicht ganz match-fit, betonte Danso. „Daher wurde heute Vormittag, nach einem Gespräch mit meinem Trainer hier in Lens entschieden, dass ich am Abend nicht im Kader stehen werde.“

Personalnot im ÖFB-Kader

Rangnick hat einen knappen Monat vor der ersten EM-Partie gegen Frankreich vor allem in der Innenverteidigung mit großer Personalnot zu kämpfen. David Alabas Ausfall gilt als sicher, auch wenn er offiziell noch nicht bestätigt wurde. Philipp Lienhart muss seit Monaten pausieren. Maximilian Wöber fehlt seit Wochen wegen eines Muskelfaserrisses, sollte aber fit werden.

Danso bestritt seit seiner Auswechslung am 3. Mai gegen Lorient wegen Adduktorenbeschwerden kein Spiel mehr. Rangnick gibt den Kader für die letzten EM-Tests gegen Serbien und die Schweiz am Dienstag (18.00 Uhr live in ORF Sport +) bekannt, das Aufgebot wird zumindest in weiten Teilen identisch mit dem finalen EM-Kader sein.

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Wie erwartet wird Trainer Paolo Montero den italienischen Fußballverein Juventus Turin für den Rest der Saison betreuen. Das teilte der Club am Sonntag mit. Juventus hatte Coach Massimiliano Allegri am Freitag wegen seiner Ausraster während und nach dem Coppa-Italia-Finale gegen Atalanta (1:0) entlassen.

Montero, der die U19-Elf der „Alten Dame“ trainiert, wird in den Spielen am Montag in Bologna und am nächsten Sonntag zu Hause gegen Monza an der Seitenlinie stehen.

Der 52-jährige Uruguayer gewann als Juve-Verteidiger von 1996 bis 2005 vier Titel in der Serie A. „Paolo ist eine Juventus-Legende – vor allem auf dem Spielfeld, aber auch auf der Bank, wo er seit Langem die DNA des Vereins verkörpert“, so der Verein in einer Erklärung.

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Formel 1

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton kann sich Teenager Andrea Kimi Antonelli bestens als seinen Nachfolger bei Mercedes vorstellen. Er wisse zwar nicht, was die Pläne von Teamchef Toto Wolff seien, räumte der Engländer am Rande des Grand Prix der Emilia-Romagna in Imola ein. „Wenn es aber mein Job, wenn es meine Rolle wäre, dann würde ich wahrscheinlich Kimi nehmen.“

Andrea Kimi Antonelli
IMAGO/Eibner

Hamilton verlässt am Ende dieser Saison Mercedes und fährt künftig für Ferrari. Wolff hat noch keine Entscheidung über dessen Nachfolger getroffen. Wunschfahrer an der Seite von George Russell wäre aber Weltmeister Max Verstappen von Red Bull. „Vielleicht zieht er Parallelen zu seiner Zeit, als er bei McLaren seine Chance bekommen hat“, meinte Wolff im TV-Sender Sky über Hamiltons Aussage. McLaren hatte Hamilton, mittlerweile siebenfacher Weltmeister, 2007 zum Formel-1-Debüt verholfen.

Großes Lob für Antonelli

Auch Wolff lobte Antonelli. Der 17-Jährige hat die Formel 3 übersprungen und fährt aktuell in der Formel 2. Der Italiener aus dem Mercedes-Nachwuchs hat auch schon alte Silberpfeile getestet. „Er hat es bisher sehr gut gemacht, auch wenn es ein Riesensprung ins kalte Wasser ist“, sagte Wolff. „Wir haben bei den Tests gesehen: Er kann es. Bei den Guten sieht man, dass sie nicht lange brauchen, um auf Pace zu sein.“

Mercedes-Technikdirektor James Allison geriet bei Antonelli regelrecht ins Schwärmen. „Ich hatte das Vergnügen, den Ingenieuren zuzuhören, wie sie das Zusammenspiel mit ihm beschrieben haben. Er ist ein junger, enthusiastischer Fahrer, der sehr schnell ist und ein Tempo wie ein Metronom vorlegt“, erklärte Allison. Antonelli habe also Rundenzeiten, wie vorher besprochen, exakt abliefern können.

„Er saß bis vor Kurzem noch nicht in einem Formel-1-Auto, aber innerhalb von ein oder zwei Runden sah es so aus, als würde er schon ewig in einem sitzen“, sagte Allison über die jüngsten Tests mit Antonelli. „Er sagt uns genau, was er als Schwächen und Stärken empfindet, und lässt die Ingenieure daran arbeiten, diese Dinge zu verbessern.“ Antonelli scheine, ein „sehr vielversprechender junger Fahrer“ zu sein.

Golf

Scottie Scheffler hat einen Tag nach seiner kurzzeitigen Festnahme durch die Polizei bei der PGA Championship in Louisville den Anschluss an die Spitze verloren. Der Weltranglistenerste aus den USA spielte am Samstag (Ortszeit) im Valhalla Golf Club nur eine 73er-Runde und fiel mit insgesamt 206 Schlägen vom vierten auf den geteilten 24. Rang zurück.

Golfer Scottie Scheffler (USA)
APA/AFP/Getty Images/David Cannon

Vor der Finalrunde teilen sich die US-Profis Xander Schauffele und Collin Morikawa mit jeweils 198 Schlägen die Führung bei dem zweiten Major-Turnier des Jahres. Sepp Straka war bereits am Freitag ausgeschieden. Österreichs Nummer eins kam am zweiten Tag nicht über eine 73er-Runde (zwei über Par) hinaus und verpasste auf Rang 100 den Cut fürs Wochenende.

Lowry stellt Rekord von Schauffele ein

Für das sportliche Highlight des dritten Tages auf dem Par-71-Kurs im US-Bundesstaat Kentucky sorgte der Ire Shane Lowry. Der British-Open-Sieger von 2019 stellte mit 62 Schlägen die Rekordrunde des Olympiasiegers Schauffele von vor zwei Tagen ein. Beide teilen sich nun die Bestmarke für die niedrigste Runde in der Geschichte der PGA Championship.

Turbulente Tage für Scheffler

„Ich habe mich heute definitiv nicht wie ich selbst gefühlt“, sagte Scheffler nach der dritten Runde. Der 27-Jährige aus Texas war am frühen Freitagmorgen vor dem Beginn der zweiten Turnierrunde vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Der zweimalige Masters-Sieger soll den Anweisungen der Polizei nicht Folge geleistet haben, die einen tödlichen Verkehrsunfall mit einem Fußgänger vor dem Valhalla Golf Club untersuchte.

Scheffler hatte versucht, mit seinem Auto einen Stau zu umfahren. Dabei soll er einen Polizisten leicht am Handgelenk verletzt haben. Der Weltranglistenerste wurde daraufhin in Handschellen zu einer Polizeistation gebracht und erkennungsdienstlich behandelt. Einige Stunden später war er wieder zurück im Valhalla Golf Club und trat zur zweiten Runde an.

PGA Championship in Louisville

Stand nach drei Runden von vier Runden (Par 71):
1. Xander Schauffele USA 62 68 68 198
2. Collin Morikawa USA 66 65 67 198
3. Sahith Theegala USA 65 67 67 199
4. Shane Lowry IRL 69 69 62 200
. Viktor Hovland NOR 68 66 66 200
. Bryson DeChambeau USA 68 65 67 200
7. Justin Rose ENG 70 67 64 201
. Robert MacIntyre SCO 66 69 66 201
9. Dean Burmester RSA 69 65 68 202
10. Lee Hodges USA 71 65 67 203
. Justin Thomas USA 69 67 67 203
. Harris English USA 68 67 68 203
. Austin Eckroat USA 67 67 69 203
. Tony Finau USA 65 69 69 203
. Thomas Detry BEL 66 67 70 203
Weiters (Auswahl):
19. Rory McIlroy NIR 66 71 68 205
24. Scottie Scheffler USA 67 66 73 206
29. Max Homa USA 68 70 69 207
38. Brian Harman USA 72 68 68 208
47. Brooks Koepka USA 67 68 74 209
54. Tommy Fleetwood ENG 72 69 69 210
60. Patrick Cantlay USA 70 68 73 211
Am Cut (141) gescheitert u.a.:
79. Jon Rahm ESP 70 72 142
. Ludvig Aberg SWE 70 72 142
. Matthew Fitzpatrick ENG 69 73 142
100. Sepp Straka AUT 71 73 144
115. Wyndham Clark USA 71 75 146
133. Tiger Woods USA 72 77 149

Basketball

Die Dallas Mavericks haben in den Play-offs der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA das Finale der Western Conference erreicht. Die Mannschaft um Starspieler Luka Doncic drehte am Samstag (Ortszeit) Spiel sechs der Serie gegen die Oklahoma City Thunder und gewann am Ende knapp mit 117:116 (48:64). Damit setzten sich die Mavericks gegen das topgesetzte Team im Westen mit 4:2-Siegen durch.

Basketballer Luca Doncic in Aktion
APA/AFP/Getty Images/Sam Hodde

Dabei lag Dallas nach einer schwachen ersten Halbzeit deutlich hinten, im dritten Viertel sogar mit bis zu 17 Punkten. Doch die Mavericks kämpften sich zurück, angeführt von Doncic mit 29 Punkten, zehn Rebounds und zehn Assists – dem Slowenen gelang sein viertes Triple-Double in den diesjährigen Play-offs.

Spannende Schlussphase

Beim finalen Spielzug legte Doncic den Ball bei einem Punkt Rückstand auf P. J. Washington in der Ecke ab, der bei seinem Dreipunktewurf von Oklahomas Topscorer Shai Gilgeous-Alexander (36 Punkte) gefoult wurde. Eine Challenge der Thunder änderte nichts an der Entscheidung. Washington traf die ersten beiden Freiwürfe und vergab den letzten mit Absicht. Oklahomas Jalen Williams konnte dann ohne verbliebene Auszeit nur noch einen Verzweiflungswurf tief aus der eigenen Hälfte nehmen, der sein Ziel verfehlte.

Im Finale im Westen trifft Dallas nun auf Titelverteidiger Denver Nuggets oder die Minnesota Timberwolves. In der Serie steht es 3:3. Das entscheidende Spiel sieben findet in der Nacht auf Montag statt.

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Eishockey

Die Edmonton Oilers haben in den NHL-Play-offs gegen die Vancouver Canucks ein Entscheidungsspiel erzwungen. Die Oilers gewannen am Samstag (Ortszeit) Spiel sechs der Serie gegen die Canucks mit 5:1 (1:1 2:0 2:0) und glichen so zum 3:3 im Halbfinale der Western Conference aus.

Vancouver Canucks Torwart Arturs Silovs und Edmonton Oilers Spieler Derek Ryan
AP/The Canadian Press/Jason Franson

Die Tore für die Oilers erzielten Dylan Holloway, Zach Hyman, Evan Bouchard, Ryan Nugent-Hopkins und Evander Kane. Für Hyman, schon in der regulären Saison Edmontons erfolgreichster Torschütze, war es bereits der zehnte Treffer in den diesjährigen Play-offs.

Entscheidung fällt in Spiel sieben

Spiel sieben der Serie findet in der Nacht auf Dienstag in Vancouver statt. Mit den Dallas Stars steht der Finalgegner in der Western Conference bereits fest. In der Eastern Conference treffen die New York Rangers auf die Florida Panthers.

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Turnen

Simone Biles ist mit einer starken Vorstellung in die Olympiasaison gestartet und hat am Samstag (Ortszeit) die US Classic gewonnen. Die 27 Jahre alte Ausnahme-Turnerin hat somit auch ihren Anspruch auf einen Platz im US-Team bei den Olympischen Spielen in Paris untermauert.

Biles erzielte bei ihrem Debüt im Jahr 2024 insgesamt 59,500 Punkte und erreichte die höchste Punktzahl beim Sprung und am Boden sowie die zweithöchste am Stufenbarren und am Schwebebalken.

Simone Biles (USA)
APA/AFP/Charly Triballeau

Erleichterung bei Biles groß

„Ich war einfach froh, wieder da draußen zu sein, wieder die Nerven zu überwinden und das Adrenalin zu spüren“, sagte sie nach dem Wettkampf. Neben Biles konnte vor allem die Gesamtzweite Shilese Jones überzeugen. Ende Mai finden die US-Meisterschaften statt, Ende Juni dann die US-Trials.

Biles hatte bei den Weltmeisterschaften in Antwerpen im Vorjahr mit insgesamt vier Titeln ihre Ausnahmestellung im Frauen-Turnen unterstrichen, nachdem sie nach den Olympischen Spielen in Tokio eine längere Wettkampfpause eingelegt hatte.

In Tokio hatte Biles wegen mentaler Probleme den Mehrkampf abgebrochen und war zu mehreren Finals nicht angetreten. 2016 in Rio de Janeiro hatte sie vier Goldmedaillen gewonnen.