Bundesliga

Die SV Ried hat sich im Mittelfeld noch einmal verstärkt. Der oberösterreichische Bundesligist verpflichtete den nigerianischen Teamspieler Kingsley Michael leihweise für eine Saison vom FC Bologna.

Der 22-jährige Michael war vom aktuellen Club von ÖFB-Teamspieler Marko Arnautovic 2017 aus Nigeria geholt worden, wurde seit Sommer 2018 aber stets an andere italienische Vereine verliehen.

Fußball

ÖFB-Teamgoalie Patrick Pentz hat am Sonntag bei der 1:4-Auswärtsniederlage gegen Olympique Marseille sein erstes Ligue-1-Spiel für seinen neuen Verein Stade Reims absolviert. Trotz der Enttäuschung über die verlorene Partie war der 25-Jährige von dem fußballerischen Niveau und der Stimmung im Stadion begeistert. In der neuen Heimat will sich Pentz außerdem schon gut eingelebt haben, fremdelt aber mit der Kulinarik.

Arkadiusz Milik (Olympique de Marseille) und Patrick Pentz (Stade de Reims)
Reuters/Eric Gaillard

„So eine Stimmung habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt. 90 Minuten lang kannst du dich nicht mit deinen Mitspielern unterhalten“, sagte der Torhüter gegenüber dem Pay-TV-Sender Sky am Tag nach dem Gastspiel im Stade Velodrome in Marseille. Neben der Lautstärke im Stadion war Pentz vor allem von der Leistungsstärke der Liga begeistert. „Sie sind technisch ausgebildet, sind explosiv und schnell. Gestern hat mich vor allem beeindruckt, wie physisch das Spiel war. Da geht es richtig zur Sache.“

Nur Kulinarik taugt Pentz nicht

Auch im Training erkannte Pentz Unterschiede zu seiner bisherigen Zeit in Österreich. In Frankreich gebe es kaum Belastungssteuerung, wer müde sei und nicht trainieren könne, der spiele am Wochenende einfach nicht. Außerdem könne eine Trainingseinheit auch mal zweieinhalb Stunden dauern, betonte der Ex-Austrianer. Das neue Lebensumfeld gefällt Pentz sehr gut – mit Ausnahme vom Ernährungsangebot. „Die Kulinarik ist ein absoluter Skandal. Gesundes Essen findet man hier nicht.“

Der Präsident des afrikanischen Fußballverbandes Patrice Motsepe stellt am Mittwoch die Pläne für eine afrikanische Super League vor. Insgesamt 100 Millionen Dollar soll an die teilnehmenden Clubs des Kontinents ausgeschüttet werden. In Afrika stößt die Idee des Konzepts, im Gegensatz zu einem ähnlichen Versuch in Europa, kaum auf Widerstand. Nur die Spielergewerkschaft kritisierte diese Woche in einer Erklärung den Plan.

Motsepe versprach unter anderem Sponsoringeinnahmen für den afrikanischen Fußball, die es bisher so noch nie gegeben hat. Bei mehreren Pressekonferenzen behauptete er außerdem, dass die Super League es afrikanischen Vereinen ermöglichen wird, Toptalente zu bezahlen und die besten Spieler zu behalten.

Für ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic ist in der deutschen Bundesliga eine Tür bei einem Topclub zugegangen. Borussia Dortmund machte am Montagabend die Verpflichtung von Anthony Modeste perfekt. Der 34-jährige Franzose kommt für eine kolportierte Ablöse von fünf Millionen Euro vom Ligarivalen 1. FC Köln. Modeste erhielt einen Einjahresvertrag und soll den wegen eines Hodentumors monatelang nicht zur Verfügung stehenden Millionenneuzugang Sebastien Haller vertreten.

Anthony Modeste im Dress von Köln
APA/AFP/Ina Fassbender

Für Modeste ist es der zweite Abschied aus Köln. Der bullige und kopfballstarke Mittelstürmer war 2017 nach China gewechselt. Auch diesmal wird sein Weggang von den „Geißböcken“ von Misstönen begleitet. Vor der Verpflichtung von Haller, der vor einem Monat für mehr als 30 Mio. Euro von Ajax Amsterdam gekommen war, hatten sich die Dortmunder dem Vernehmen nach auch intensiv mit Kalajdzic beschäftigt. Der 25-jährige Wiener steht beim VfB Stuttgart nur noch bis Sommer 2023 unter Vertrag.

Champions League

Radsport

Der belgische Radprofi Tiesj Benoot hat sich am Montag bei einem schweren Trainingssturz in Italien einen Bruch im Nacken zugezogen. Erste Berichte, wonach er sich in einem lebensgefährlichen Zustand befunden hätte, dementierte der 28-Jährige aus dem Tour-de-France-Siegerteam Jumbo am Dienstag. Er habe einen kleinen Bruch im Nacken erlitten und befinde sich nach der ernsten Situation in guter medizinischer Obsorge, so Benoot auf Instagram.

Rennen wird er in dieser Saison nach wochenlanger Rehabilitation aber keine mehr bestreiten können. Nach seinen Helferdiensten für Tour-Sieger Jonas Vingegaard hatte er Ende Juli mit Platz drei beim eintägigen World-Tour-Rennen in San Sebastian aufgezeigt.

Buntes

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat eine Rolle im neuen Film „Top Gun: Maverick“ mit Hollywood-Star Tom Cruise absagen müssen. Der US-amerikanische Schauspieler habe ihn vor Jahren zu den Dreharbeiten von „Edge of Tomorrow“ eingeladen, erzählte Hamilton dem Magazin „Vanity Fair“. Seitdem habe sich eine Freundschaft entwickelt.

Als Kind war Hamilton ein Fan des ersten „Top Gun“-Films und wollte Kampfpilot werden. „Als ich hörte, dass der zweite Film herauskommt, dachte ich: ‚Oh, mein Gott, ich muss ihn fragen‘“, erzählte der englische Mercedes-Pilot. „Ich sagte: ‚Es ist mir egal, welche Rolle es ist. Ich werde sogar fegen, eine Putzkraft im Hintergrund sein.‘“

Cruise habe auch eingewilligt, Hamilton sollte nach eigener Darstellung sogar einen Piloten spielen. Der Rennfahrer musste aber absagen, weil er damals zu sehr in der Formel 1 gefordert war. „Ich bin ein Perfektionist“, sagte Hamilton. „Es war einfach keine Zeit.“

Hamilton hatte schon einmal einen Miniauftritt in der Komödie „Zoolander 2“. Er ist neben Brad Pitt einer der Produzenten eines neuen Formel-1-Films.

Chronik

Die frühere Skirennläuferin Bernadette Schild ist zum ersten Mal Mutter geworden. Sohn Samuel erblickte am 29. Juli das Licht der Welt, gab die 32-jährige Salzburgerin bekannt.

„Keine Worte können beschreiben, was wir gerade fühlen“, schrieb Schild auf Instagram. Die jüngere Schwester von Marlies Raich ist seit sechs Jahren mit Sportwissenschaftler Armin Wierer, ihrem früheren privaten Konditionstrainer, verheiratet.

Schild hatte ihre aktive Karriere nach mehreren schweren Verletzungen im Frühjahr 2021 beendet. Im Weltcup fuhr die Technikspezialistin siebenmal auf das Podest.

Pferdesport

Dressurreiter Florian Bacher hat am Montag im Grand Prix Special der Pferdesport-WM in Herning Rang 18 belegt. Der ehemalige Bereiter der Spanischen Hofreitschule verbesserte seinen persönlichen Rekordscore von 73,447 Prozent, mit dem er am Sonntag mit Fidertraum OLD als 20. ins Finale eingezogen war, noch einmal leicht auf 73,571 Punkte. Bis zur zweiten Piaffe schien für das Duo sogar das Kürfinale der Top-15 in Reichweite.

Dressurreiter Florian Bacher
ÖPS/Tomas Holcbecher

„Fider war super da, ich habe das Gefühl gehabt, ich verliere da drin nie die Kontrolle“, erklärte Bacher. Für den Punkteverlust bei der zweiten Piaffe könne sein Pferd nichts, betonte der 36-jährige WM-Debütant. „Aber egal, auch mit dem Fehler bin ich superhappy.“ Auch die Chancen auf das Olympiaticket für Österreichs Dressurteam schätzt Bacher gut ein – zumal die Equipe in Dänemark bereits Neunter geworden war, obwohl Topreiterin Victoria Max-Theurer und ihr Topas „noch ganz viel Luft nach oben“ hätten.

Mit Victoria Max-Theurers Pferd DSP Quantaz belegte Siebenfach-Olympiasiegerin Isabell Werth als beste Deutsche Rang vier. Gold holte sich mit einem Traumritt, den die Richter vor 11.500 begeisterten Zuschauern mit 82,508 Prozent bewerteten, die Britin Charlotte Fry mit Glamourdale. Auf den Plätzen landeten die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Vamos Amigos (81,322) und die Niederländerin Dinja van Liere mit Hermes (79,407).

Voltigier-Team im Pech

Österreichs Voltigier-Team, in der Vergangenheit ein Medaillengarant bei Welttitelkämpfen, blieb dagegen auch am Montag das Pech treu. In der Gruppe blieb Rang zwölf – obwohl man nach dem Pflichtprogramm noch auf Platz vier gelegen war. Das Pferd Don Rudi war aber bereits beim Einlaufen für die Kür nicht zu beruhigen. Nach einem Sturz vom Pferd, bei dem alle Beteiligten unverletzt blieben, musste die Übung abgebrochen werden.

Leichtathletik

Die Diamond League kehrt im kommenden Jahr nach drei Jahren Pause wieder ins Londoner Olympiastadion zurück. Das gab der Verband UK Athletics am Montag bekannt.

Das Meeting in der Arena der Sommerspiele 2012 war 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden und auch 2021 aufgrund der hohen Kosten der Transformation von einem Fußball- in ein Leichtathletikstadion und zurück bei fehlenden Zuschauereinnahmen nicht ausgetragen worden. Heuer fand das Diamond-League-Meeting in Birmingham statt.

Schwimmen

Für ein Sportmärchen hat im vergangenen Jahr Schwimmerin Lena Grabowski gesorgt. Sie holte bei der Kurzbahn-EM Bronze. Am Donnerstag beginnt für die Parndorferin die EM in Rom – den Feinschliff holte sie sich am Wochenende bei der Staatsmeisterschaft in Kärnten.

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Billard

Mario He hat im bulgarischen Petrich mit Platz drei sein heuer bestes Ergebnis auf der Euro Tour erzielt. Der Vorarlberger musste sich bei dem mit 45.000 Euro dotierten Turnier am Montag erst im Semifinale, dafür allerdings mit 1:9 deutlich, dem Albaner Eklent Kaci geschlagen geben.

Billard-Spieler Mario He
Simon Schmitz

„Irgendwie war ich machtlos, und das ist ärgerlich. Ich habe nur wenige Chancen gehabt, und wenn du einmal hinten bist und fühlst dich nicht richtig wohl, dann ist jeder Ball doppelt so schwer. Im Halbfinale war nur ein gutes Break von mir dabei, und da habe ich ausgemacht. Die anderen Breaks waren illegal mit einem offenen Tisch für ihn, oder ich habe nicht weiterspielen können“, ärgerte sich He, für den es nun bei den mit 200.000 Dollar dotierten European Open im deutschen Fulda weitergeht, über die Abfuhr in der Runde der besten Vier.

Für 9-Ball-Vizeeuropameister Daniel Guttenberger war die Euro Tour in Petrich bereits im Grunddurchgang zu Ende.