Fußball

Der französische Erstligist OSC Lille hat am Mittwoch den Portugiesen Paulo Fonseca als neuen Trainer präsentiert. Der 49-Jährige hat bisher unter anderem den FC Porto, Schachtar Donezk und zuletzt bis zum Vorsommer AS Roma betreut.

Paulo Fonseca
APA/AFP/Paul Ellis

In Lille folgt er mit einem Zweijahresvertrag Jocelyn Gourvennec nach, der nach dem enttäuschenden zehnten Ligarang gehen musste. In der UEFA Champions League hatte Frankreichs Meister von 2021 seine Gruppe vor Red Bull Salzburg gewonnen.

Stürmerstar Romelu Lukaku kehrt zu Inter Mailand zurück. Der 29-jährige Belgier wird für die kommende Saison von Chelsea ausgeliehen, gaben die beiden Clubs am Mittwochabend bekannt.

Fußballer Romelu Lukaku
AP/Luca Bruno

Lukaku schließt sich damit nach nur einer Saison in England wieder seinem vorherigen Arbeitgeber an. Als Grund wird vermutet, dass er in London nach Verletzungspausen und internen Querelen nicht mehr zufrieden war. Mit Inter war Lukaku 2021 italienischer Meister geworden.

Rückkehr hat sich seit Wochen angebahnt

Die Verpflichtung des Angreifers hatte sich Chelsea vor einem Jahr mehr als kolportierte 110 Mio. Euro kosten lassen. Er verlässt die „Blues“ nun aber bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere. Die Rückkehr nach Mailand hatte sich seit Wochen angebahnt.

Mit Lukaku wollen die „Nerazzuri“ einen Angriff auf den Stadtrivalen AC Milan unternehmen, der in der vergangenen Saison mit zwei Punkten Vorsprung auf Inter den ersten Meistertitel seit 2011 geholt hat.

Die Generalprobe des norwegischen Fußballnationalteams der Frauen für die kommende Woche beginnende EM ist geglückt. Ada Hegerberg und Co. gewannen am Mittwoch in Viborg gegen Dänemark nach 0:1-Rückstand noch 2:1.

Signe Bruun brachte die von Lars Söndergaard gecoachten Gastgeberinnen bereits in der ersten Minute voran, ehe Guro Reiten mit einem Doppelpack (40., 52.) noch die Wende herbeiführte und zur Matchwinnerin für Österreichs EM-Gruppengegnerinnen avancierte.

Norwegen startet am 7. Juli gegen Nordirland in die EM. Am 11. Juli wartet Gruppe-A-Topfavorit England und zum Abschluss am 15. Juli Österreich.

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Der Meistertitel in der italienischen Serie A wird bei Punktegleichstand künftig in einem Entscheidungsspiel vergeben. Italiens Fußballverband (FIGC) teilte diese Entscheidung am späten Dienstagabend mit. Die Idee war Anfang Juni aufgeworfen worden. Das Prozedere wird ab kommender Saison gelten.

Der „Scudetto“ ging in der abgelaufenen Saison am letzten Spieltag an Milan. Stadtrivale Inter lag am Ende zwei Zähler hinter dem neuen Meister. Milan wäre bei Punktegleichstand aufgrund der dann ausschlaggebenden Bilanz in den direkten Duellen voran gelegen.

Der FC Barcelona hat sein Angebot für Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski übereinstimmenden Medienberichten zufolge noch einmal erhöht. Die „Bild“ meldete am Mittwoch, der spanische Topclub biete nun 40 Millionen Euro Ablöse und fünf Millionen Euro Bonuszahlungen für den polnischen Nationalspieler.

Robert Lewandowski
APA/AFP/Ronny Hartmann

Nach Informationen des Onlineportals Sport1 soll das Angebot der Katalanen am Mittwoch beim deutschen Rekordmeister eingehen. Die spanische Zeitung „Sport“ berichtete, dass es sich dabei um das finale Angebot von Barca für den 33-jährigen Torjäger handle. Der Club will die Verhandlungen mit den Münchnern demnach zeitnah vorantreiben und hofft auf eine Einigung im Juli.

Laut Medienberichten soll Barcelonas Mittelfeldspieler Frenkie de Jong für rund 65 Millionen Euro zu Manchester United wechseln und damit die finanziellen Handlungsmöglichkeiten des Vereins deutlich erhöhen. Lewandowskis Vertrag bei den Münchnern läuft noch bis 30. Juni 2023. Der Stürmer hatte mehrmals erklärt, den deutschen Meister noch in diesem Jahr verlassen zu wollen. Die Clubverantwortlichen um Vorstandschef Oliver Kahn lehnten einen Transfer bisher kategorisch ab.

Wimbledon

Philipp Oswald hat im Doppel-Bewerb des Grand-Slam-Turniers von Wimbledon an der Seite des Mexikaners Hans Hach Verdugo die zweite Runde erreicht. Das Duo setzte sich am Mittwoch gegen die tschechisch-amerikanische Paarung Roman Jebavy/Hunter Reese nach hartem Kampf und 4:34 Stunden mit 6:2 6:7 (6/8) 4:6 7:6 (7/5) 7:6 (11/9) durch.

Die Spiele am Mittwoch in London hatten wegen Regens erst mit eineinhalbstündiger Verspätung begonnen. Das brachte Oswald scheinbar Glück, das ihm auch auf dem Weg zum neuerlichen Achtelfinale – wie vor drei Jahren – helfen könnte. Damals erreichte er die Runde der besten 16 just an der Seite von Jebavy, den er diesmal niederrang.

Damit ist Österreich sowohl im Doppel als auch im Einzel weiter vertreten. Dennis Novak trifft am Donnerstag in der zweiten Runde auf den Australier Jason Kubler. Mit wem es Oswald und sein Kompagnon in der Runde der besten 32 zu tun bekommen, ist noch offen. Das Duell von Nicolas Mahut/Edouard Roger-Vasselin (FRA/12) mit den Argentiniern Francisco Cerundolo/Tomas Martin Etcheverry musste am Mittwoch verschoben werden.

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Nach ihrer Schwester Serena gibt auch Venus Williams zumindest im Mixed-Doppel ihr Comeback in Wimbledon. Die US-Amerikanerin tritt mit dem Briten Jamie Murray an und trifft in der ersten Runde auf den Neuseeländer Michael Venus und Alicja Rosolska aus Polen. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit.

Die 42-jährige Williams hatte zuletzt Ende August des vorigen Jahres ein Einzel auf der WTA-Tour absolviert. Sie gewann in ihrer Karriere bei Grand-Slam-Turnieren sieben Einzel-Titel, 14 Doppel-Titel und zweimal im Mixed.

Ihre Schwester Serena hatte am Dienstag nach einjähriger Verletzungspause ihr Einzel-Comeback gefeiert. Die 40-Jährige war aber in der ersten Runde in drei Sätzen gegen die Französin Harmony Tan ausgeschieden.

Tennis

ÖTV-Star Dominic Thiem bereitet sich derzeit in Barcelona für seine nächsten Bewerbsauftritte vor. In der katalanischen Metropole trainierte der 28-jährige Niederösterreicher am Dienstag und Mittwoch mit dem russischen Weltranglistenachten Andrej Rublew, der in Wimbledon nicht starten darf.

Am Freitag fliegt Thiem, im Ranking nur mehr 346., in die Heimat und reist am Samstag nach Salzburg, wo er nächste Woche am ATP-Challenger teilnimmt. Das Turnier ist ab Dienstag live in ORF Sport + zu sehen.

Bundesliga

Rapid ist auf der Suche nach einem Rechtsverteidiger fündig geworden und hat den Slowaken Martin Koscelnik unter Vertrag genommen. Der 27-Jährige erhält bei den Wienern einen Vertrag bis Sommer 2025, wie der Club am Dienstag bekanntgab. Koscelnik wechselt vom tschechischen Erstligisten Slovan Liberec nach Wien.

Koscelnik bestritt für die Slowakei 14 Länderspiele – darunter auch Einsätze bei der EM im Vorjahr. Er kann auch auf der linken Außenbahn eingesetzt werden. Der Verteidiger ist ab sofort beim Sommertrainingslager in Bad Tatzmannsdorf dabei.

„Er ist ein Spieler, der die rechte Seite von hinten bis nach vorne und wieder zurück regelrecht beackert und ist läuferisch enorm stark. Er ist nun das fehlende Puzzlestück auf der rechten Verteidigerposition, das uns noch gefehlt hat“, meinte Rapids Sport-Geschäftsführer Zoran Barisic über den Neuzugang.

Erfolgreicher Test gegen Lafnitz

Am Mittwochabend gewann Rapid dann das Testspiel gegen Zweitligisten SV Lafnitz mit 5:2 (2:0). In Bad Tatzmannsdorf trafen Nicolas Kühn (29.), Marco Grüll (38.), Bernhard Zimmermann (74., 88.) und Dragoljub Savic (93.) für den Bundesligisten sowie Christian Lichtenberger (49.) und Elias Neubauer (79.) für Lafnitz.

Red Bull Salzburg hat in der Bundesliga-Saisonvorbereitung umdisponiert. Da die Prognosen für die kommenden Tage schlechtes Wetter mit viel Niederschlag verheißen, haben die „Bullen“ ihr Trainingslager in Bramberg am Wildkogel vorzeitig beendet. Das teilte der Club am Mittwoch mit, kurz bevor das Team nach Salzburg-Taxham zurückkehrte. Das Trainingslager hätte noch bis Samstag in Bramberg stattfinden sollen.

Bereits am Dienstag war ein Testmatch gegen Legia Warschau wegen starken Regens abgesagt worden. „Wir brauchen jedoch jede einzelne Trainingseinheit für die bestmögliche Vorbereitung auf die neue, intensive Saison. Unser Trainingszentrum ist eine ausgezeichnete Alternative, wir werden dort weiterarbeiten und auch den Test gegen Legia Warschau nachholen“, sagte Sportdirektor Christoph Freund.

Das Spiel wurde am Mittwoch in Liefering ohne Zuschauer nachgetragen. Dabei setzten sich die Salzburger nach 0:2-Rückstand dank eines Doppelpacks von Benjamin Sesko (59., 62.) sowie eines verwandelten Elfmeters von Chukwubuike Adamu (64.) noch mit 3:2 durch.

ÖFB

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat das Karriereende von Abwehrspieler Martin Hinteregger verständnisvoll kommentiert. „Martin hat mir seinen Entschluss in einer sehr persönlichen Nachricht mitgeteilt. Das Wichtigste aus meiner Sicht ist, dass es ihm gut geht und er das Gefühl hat, für sich und sein Leben die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, sagte Rangnick der „Sport Bild“.

Der Kärntner Hinteregger hatte sich vergangene Woche im Alter von 29 Jahren überraschend zu einem Abschied vom Profifußball entschlossen. Er begründete das auch damit, privat nicht mehr glücklich gewesen zu sein. Sein Vertrag bei Eintracht Frankfurt wurde aber nicht aufgelöst, er ruht vorübergehend.

Leichtathletik

Österreichs Leichtathletikverband (ÖLV) hat vier Athleten für die WM in Eugene (USA) von 15. bis 24. Juli nominiert. Neben Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger wurden auch Siebenkämpferin Ivona Dadic, Speerwerferin Victoria Hudson und 400-m-Läuferin Susanne Walli genannt. Die Entscheidung der eigenen Sportkommission gab der ÖLV am Mittwoch bekannt.

Weißhaidinger schaffte die direkte Qualifikation (66 Meter), die Athletinnen mussten den Umweg über das World Ranking aus den erbrachten Leistungen im Qualifikationszeitraum nehmen. Dadic und Hudson lagen dabei im Mittelfeld der Qualifizierten, Walli schaffte es dank konstanter Leistungen und jeweils 100 Bonuspunkten bei Balkan- und Staatsmeisterschaften.

Formel 1

Der Formel-1-Rennstall Aston Martin möchte den Vertrag mit dem viermaligen Weltmeister Sebastian Vettel über die laufende Saison hinaus verlängern. Eine entsprechende Absichtserklärung von Anfang Juni wiederholte Teamchef Mike Krack in einem Interview mit der „Sport Bild“ (Mittwoch-Ausgabe).

Sebastian Vettel rast in Kurve
Reuters/USA Today Sports/David Kirouac

„Für uns ist eine Vertragsverlängerung mit Sebastian ganz klar Plan A. Wenn er es will, wird er auch 2023 bei Aston Martin fahren“, sagte der 50-Jährige.

Konkrete Gespräche mit dem Deutschen Vettel habe es noch keine gegeben, weil der Rennstall erst das schwächelnde Auto verbessern wolle. „Es bringt ja nichts, Vertragsgespräche zu führen, deren Grundlage auf Hoffnung beruht. Wir müssen Fakten schaffen, und dann werden wir reden“, sagte Krack.

Handball

Das österreichische Frauen-Handballnationalteam trifft in der ersten Qualifikationsphase für die WM 2023 auf Finnland. Das ergab die am Mittwoch in Wien vorgenommene Auslosung. Das Duell geht Anfang November mit Hin- und Rückspielen in Szene.

Der Sieger bekommt es in der zweiten Phase mit einer Teilnehmernation der heurigen EM zu tun. Die WM findet im Dezember 2023 in Dänemark, Norwegen und Schweden statt.