Formel 1

Max Verstappen hat nach der Kollision mit Rennsieger Lewis Hamilton im Grand Prix von Saudi-Arabien eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe ausgefasst. Außerdem gab es zwei weitere Strafpunkte für den Red-Bull-Piloten, der nun insgesamt bei sieben steht. Die Stewards beurteilten das Verhalten des Niederländers bei dem Vorfall am Sonntag als „erratisch“, das sei die „überwiegende Ursache“ für den Zusammenstoß gewesen. Auf das Ergebnis hat die Strafe keine Auswirkung.

Eishockey

Die beiden stärksten Verfolger von HK Olimpija Ljubljana haben am Sonntag in der in der bet-at-home ICE Hockey Leage den Ausrutscher des Tabellenführers am Vortag ausgenutzt und den Rückstand verkürzt. Hydro Fehervar AV19 verteidigte mit einem 4:0-Erfolg bei den Steinbach Black Wings Linz Rang zwei, der Tabellendritte Red Bull Salzburg holte mit einem 6:3-Heimsieg gegen TIWAG Innsbruck Haie ebenfalls drei Punkte. Die Moser Medical Graz 99ers verloren in Bozen 2:3, der KAC unterlag HC Orli Znojmo nach Penaltyschießen 2:3.

Jubelnde RedBull Salzburg Spieler.
GEPA/Gintare Karpaviciute

Salzburg trat nach langer Zeit und vielen verletzungsbedingten Ausfällen wieder in Bestbesetzung an und dominierte von Beginn weg. Nach früher Führung durch Paul Huber (3.) zogen die Roten Bullen auf 4:1 davon, doch die Innsbrucker Haie kämpften sich bis zur zweiten Pause auf 3:4 heran. Im Schlussdrittel sorgten aber Jan-Mikael Järvinen (44.) und Thomas Raffl (50.) bald für die Vorentscheidung.

Linz und KAC kassieren Niederlagen

Auch Fehervar ging in Linz früh in Führung (6./SH) und vollendete im Schlussdrittel den deutlichen Sieg. Der neue Linz-Trainer Raimo Summanen, der mit einem Überraschungserfolg gegen Tabellenführer Ljubljana gestartet war, hat seither alle drei Spiele verloren.

Meister KAC kassierte nach zuletzt fünf Siegen wieder eine Niederlage und fiel auf Rang sechs zurück. Südtirol holte im zweiten Spiel nach der Ablöse von Trainer Doug Mason den ersten Sieg. Zwei Powerplay-Tore durch Daniel Catenacci (39.) und Mike Halmo (45.) entschieden die Partie zugunsten der Bozener, die im Finish noch richtig unter Druck gerieten.

ICE Hockey League, 24. Runde

Endstände:

Bozen – Graz 3:2

(1:0 1:2 1:0)

Tore: Gluck (11.), Catenacci (39./PP), Halmo (45./PP) bzw. Ograjensek (21.), Gordon (28./PP)

Salzburg – Innsbruck 6:3

(2:0 1:3 2:0)

Tore: Huber (3.), Schneider (18., 30./PP), Nissner (32.), Järvinen (44.), Raffl (50.) bzw. Boruta (25.), Feldner (35.), Leavens (39.)

Linz – Fehervar 0:4

(0:1 0:0 0:3)

Tore: Bartalis (6.), Kuralt (43.), Nemeth (50.), Erdely (60.)

Znojmo – KAC 3:2 n.P.

(1:1 1:1 0:0 0/0 2/1)

Tore: Prokes (9., 21.) bzw. Kraus (2.), Fraser (25.)

Tabelle

Sp S SV NV N TV P PS
1. HK Olimpija Ljubljana 22 13 1 3 5 81:60 44 2,000
2. Hydro Fehervar AV19 23 12 2 3 6 80:57 43 1,869
3. Red Bull Salzburg 25 9 7 4 5 77:57 45 1,800
4. spusu Vienna Capitals 23 11 3 1 8 59:53 40 1,739
5. EC Grand Immo VSV 21 9 3 3 6 82:62 36 1,714
6. KAC 23 8 5 5 5 65:56 39 1,696
7. TIWAG Innsbruck Haie 20 8 4 0 8 59:64 32 1,600
8. HC Bozen Südtirol Alperia 22 10 2 1 9 59:37 32 1,591
9. HC Orli Znojmo 22 8 2 0 11 75:68 30 1,363
10. Moser Medical Graz 99ers 24 8 1 3 12 69:84 29 1,208
11. Dornbirn Bulldogs 22 5 2 5 10 59:81 24 1,091
12. HC Pustertal Wölfe 23 4 3 5 11 53:71 23 1,000
13. Steinbach Black Wings Linz 24 5 2 6 12 51:80 22 0,917

S = Siege (drei Punkte)
SV = Siege nach Verlängerung/Penaltyschießen (zwei Punkte)
NV = Niederlagen nach Verlängerung/Penaltyschießen (ein Punkt)
N = Niederlagen (null Punkte)
PS = Punkteschnitt

Bratislava Capitals nach 14 absolvierten Spielen ausgestiegen

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Fußball

Nicole Billa hat am Sonntag ihren siebenten Saisontreffer in der deutschen Frauen-Fußball-Bundesliga erzielt. Die 25-jährige Tirolerin war beim 7:1-Kantersieg von 1899 Hoffenheim gegen Werder Bremen in der 45. Minute für das 3:0 verantwortlich. Wie Billa standen auch Katharina Naschenweng und Laura Wienroither in der Startformation, Celina Degen wurde im Finish eingetauscht. Bei den Verliererinnen war Katharina Schiechtl im Einsatz.

Hoffenheim ist zwei Punkte hinter Wolfsburg Dritter, dazwischen liegt Bayern München (Carina Wenninger, Sarah Zadrazil) nach einem 7:1 am Samstag gegen Bayer Leverkusen.

Das Londoner Derby im Finale des FA-Cup der Frauen ist zugunsten von Chelsea ausgegangen. Die „Blues“ besiegten Arsenal mit ÖFB-Torfrau Manuela Zinsberger am Sonntag mit 3:0 und schafften damit erstmals das nationale Triple, nachdem sie zuvor schon Meisterschaft und Ligacup der Saison 2020/21 gewonnen hatten.

Arsenal Spielerin Manuela Zinsberger und Teamkollegin Nikita Parris.
Reuters/Action Images/Andrew Boyers

Fran Kirby und Starspielerin Sam Kerr per Doppelpack zeichneten für die Tore im Wembley-Stadion verantwortlich. Zinsberger bewahrte ihr Team mit der einen oder anderen gelungenen Rettungsaktion vor einer höheren Niederlage. Der späte Termin des Finales erklärt sich damit, dass der FA-Cup in der vergangenen Saison zuerst abgebrochen und dann in diese Spielzeit verschoben wurde.

Ralf Rangnick hat beim Debüt als Cheftrainer bei Manchester United einen Sieg bejubelt. Der englische Fußballrekordmeister setzte sich am Sonntag mit 1:0 (0:0) gegen Crystal Palace durch und verbesserte sich vorerst auf Platz sechs der Premier League. Eine weitgehend überzeugende Vorstellung der Gastgeber krönte der Brasilianer Fred in der 77. Minute mit dem ersten Tor in Rangnicks Amtszeit.

Manchester United’s Trainer Ralf Rangnick.
AP/Jon Super

Von Beginn an hatten die Hausherren im Old Trafford mehr vom Spiel und zeigten schon Ansätze von Rangnicks Spielphilosophie. United setzte Palace früh unter Druck, gefiel phasenweise auch durch präzises Passspiel. Das hohe Tempo konnte die Rangnick-Elf allerdings nicht durchhalten. Freds feiner Schlenzer verschaffte dem neuen Trainer aber noch den erhofften Starterfolg. Ein Sieg im ersten Spiel war zuvor noch keinem deutschen Coach in der Premier League gelungen.

Rangnick war erst am Freitag offiziell vorgestellt worden. Das 3:2 gegen Arsenal hatte er am Donnerstag noch als Zuschauer im Stadion gesehen, weil ihm noch die notwendige Arbeitserlaubnis fehlte. Am Montag hatte United bekanntgegeben, dass Rangnick die Nachfolge des zuletzt glücklosen Ole Gunnar Solskjaer antritt. Er soll bis zum Saisonende das Team führen. Anschließend soll Rangnick für weitere zwei Jahre als Berater im Club arbeiten.

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Das Finale der Major League Soccer (MLS)
bestreiten die Portland Timbers und New York City FC. Im Finale der Eastern Conference setzte sich New York mit dem Ex-Austrianer Ismael Tajouri am Sonntag gegen Philadelphia Union 2:1 durch. Philadelphia fehlten elf Spieler, weil sie auf der Coronavirus-Liste der MLS stehen. Der MLS Cup findet am vergangenen Samstag in Portland statt.

New York City FC steht erstmals in seiner Geschichte im Endspiel. Der Club wird von derselben Holding-Gesellschaft finanziert wie Premier-League-Champion Manchester City, diese wird von der Herrscherfamilie aus Abu Dhabi kontrolliert.

Jesse Marsch ist nicht mehr Trainer von RB Leipzig. Der deutsche Bundesligist zog am Sonntag die Konsequenzen aus der sportlichen Krise des Vizemeisters und beurlaubte den von Red Bull Salzburg gekommenen US-Amerikaner nach nur gut fünf Monaten im Amt.

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Der HSV hat den möglichen Sprung in die Aufstiegsregion der 2. deutschen Bundesliga verpasst. Nach zuvor zwölf Ligaspielen ohne Niederlage mussten die Hamburger am Sonntag beim 0:1 in Hannover einen Rückschlag hinnehmen.

Ein Kontertor von Linton Maina (14.) besiegelte den zweiten Saisonnuller des HSV, der nach der 16. Runde nur auf Platz sieben rangiert. Hannover von Lukas Hinterseer (bis 93.) sprang mit dem erst vierten Sieg knapp über den „Strich“.

Auch Regensburg lässt Federn

So wie der HSV kam auch Jahn Regensburg vom Erfolgskurs ab. Mit dem 0:3 beim 1. FC Heidenheim brachte sich das bisherige Überraschungsteam um die Chance, auf den zweiten Platz vorzustoßen. Für die Treffer der Gastgeber sorgten Christian Kühlwetter (23.), Robert Leipertz (77.) und Jan Schöppner (91).

Spitzenreiter bleibt der FC St. Pauli, der am Tag zuvor dank zweier Treffer von Guido Burgstaller mit dem 2:1 im Topspiel gegen Schalke 04 die vorzeitige Herbstmeisterschaft fixiert hatte. Im dritten Sonntag-Spiel besiegte Dynamo Dresden mit Mario Sollbauer den Karlsruher SC mit 3:1.

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Nordische Kombi

Johannes Lamparter hat am Sonntag in Lillehammer zum dritten Mal in dieser Saison Rang zwei geholt. Der Doppelweltmeister in der Nordischen Kombination, der auch schon nach dem Sprung auf Rang zwei gelegen war, hielt sich in der 10-km-Loipe konstant auf dieser Position. Jarl-Magnus Riiber aus Norwegen war aber einmal mehr eine Klasse für sich und nicht mehr einzuholen. Er siegte nach 25:40,1 Minuten 13,5 Sekunden vor Lamparter.

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Biathlon

Simon Eder hat am Sonntag in Östersund dank einer fulminanten Aufholjagd in der Verfolgung einen großen Sprung nach vorne gemacht. Der 38-jährige ÖSV-Routinier blieb als einziger Starter im Feld fehlerfrei und verbesserte sich in der Verfolgung über 12,5 km vom 27. auf den sechsten Rang.

Eder überrascht als Sechster

Eder hatte 52,2 Sekunden Rückstand auf Vetle Sjastad Christiansen. Der Norweger musste bei seinem zweiten Weltcup-Erfolg nur einmal in die Strafrunde und hatte 9,8 Sekunden Vorsprung auf den zweimaligen Saisonsieger Sebastian Samuelsson aus Schweden, der vier Fehler schoss. Dritter wurde Weltmeister Emilien Jacquelien aus Frankreich (3 Fehler/+ 11 Sekunden).

Während Felix Leitner mit fünf Strafrunden vom 35. Platz aus den Punkterängen fiel, sorgte der wieder einmal makellose Schütze Eder unmittelbar vor dem Heimweltcup in Hochfilzen doch noch für den ersten Top-Ten-Platz der ÖSV-Männer in dieser Saison.

Der österreichische Biathlet Simon Eder.
GEPA/Bildbyran/Maxim Thore

Vorfreude auf Heimbewerbe in Hochfilzen

„Das ist heute einfach wirklich cool, auch in Hinblick auf die Olympiaqualifikation. Es sieht so aus, als würde auch die Laufform schon richtig gut passen, und das ist sicher eine sehr wichtige Erkenntnis und eine Bestätigung dafür, dass wir gut trainiert haben“, so Eder, der auf eine Fortsetzung in der Heimat hofft. „Jetzt können wir hoffentlich diesen Schwung nach Hochfilzen mitnehmen und dort vorne mitzukämpfen, macht sowieso immer am meisten Spaß.“

ÖSV-Damen-Staffel als 17. überrundet

Zuvor waren die ÖSV-Biathletinnen im ersten Staffel-Bewerb der Saison überrundet und als 17. aus dem Rennen genommen worden. Christina Rieder und Dunja Zdouc rissen in Östersund bereits zu Beginn einen großen Rückstand auf, ehe Debütantin Anna Juppe nach einer Strafrunde genau bei der Übergabe an Schlussläuferin Lisa Hauser von der führenden Französin Julia Simon überholt wurde. Damit war das Rennen für Weltcup-Leaderin Hauser vorbei, ehe es begonnen hatte.

Der Sieg ging in überlegener Manier an Frankreich. Dahinter folgten die von Reinhard Gösweiner gecoachten Belarussinnen und Schweden. Auch kommende Woche in Hochfilzen steht eine Staffel auf dem Programm, außerdem werden in Tirol ein Sprint und eine Verfolgung ausgetragen. Hauser kommt nach einem Sieg im Sprint sowie zweiten und vierten Rängen im Führungstrikot in die Heimat.

Herren-Verfolgung (12,5 km):
1. Vetle Sjaastad Christiansen NOR 30:14,8 1*
2. Sebastian Samuelsson SWE + 9,8 4
3. Emilien Jacquelin FRA 11,0 3
4. Michal Krcmar CZE 51,5 1
5. Tero Seppälä FIN 52,1 1
6. Simon Eder AUT 52,2 0
7. Tommaso Giacomel ITA 52,5 1
8. Johannes Thingnes Bö NOR 1:00,1 3
9. Antonin Guigonnat FRA 1:02,3 2
10. Benjamin Weger SUI 1:04,2 2
51. Felix Leitner AUT 4:15,5 5
* Schießfehler = Strafrunden
Herren-Staffel (4 x 6 km):
1. Frankreich Bescond, Chevalier-Bouchet, Simon, Braisaz-Bouchet 1:10:30,3 0/4*
2. Weißrussland Leschtschanka, Alimbekawa, Krutschinkina, Sola + 57,9 0/6
3. Schweden Persson, Brorsson, E.Oeberg, H.Oeberg 1:09,6 2/11
4. Norwegen 1:09,8 1/7
5. Deutschland 1:26,8 0/4
6. Italien 2:58,3 1/10
7. Tschechien 2:59,0 1/10
8. Russland 3:10,6 0/10
9. Schweiz 4:07,2 1/12
10. Ukraine 4:17,7 0/11
17. Österreich Rieder, Zdouc, Juppe, Hauser 1 Runde 1/4
* Strafrunden/Nachlader

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Bob

Benjamin Maier und seine Crew haben im dritten Viererbob-Bewerb dieser Weltcup-Saison erstmals einen Stockerlplatz geschafft. Maier/Sascha Stepan/Markus Sammer/Kristian Huber mussten sich am Sonntag in Altenberg nur dem Saisondominator Francesco Friedrich (mit Thorsten Margis/Candy Bauer/Alexander Schüller) geschlagen geben. Der deutsche Lokalmatador, der im Zweier und Vierer alle bisherigen Rennen gewonnen hat, siegte mit 0,67 Sekunden Vorsprung.

Platz zwei für Maier

Maier hatte im Februar auf dieser Strecke in Sachsen WM-Silber geholt und sicherte sich nun 0,13 Sekunden vor dem drittplatzierten Russen Rostislaw Gaitiukewitsch neuerlich Rang zwei. Der Tiroler fuhr in beiden Durchgängen die zweitbeste Zeit. Nach den Rängen vier und fünf in Innsbruck verbesserte sich Maier in der Weltcup-Wertung auf Rang zwei. Markus Treichl/Nick Kompain/Markus Glück/Sebastian Mitterer landeten mit 1,84 Sekunden Rückstand auf Platz 16.

Die österreichische Bobfahrer Benjamin Maier, Sascha Stepan, Markus Sammer and Kristian Huber.
APA/AFP/Tobias Schwarz

„Mit Rang zwei in Altenberg können wir wirklich sehr zufrieden sein. Es ist Francescos Heimbahn – und da ist er praktisch unschlagbar. Wir waren in der Bahn aber voll dabei. Und am Start haben wir gesehen, dass meine Burschen meine aktuellen Rückenprobleme kompensieren können“, sagte Maier.

Beierl/Onasanya nur auf Rang 16

Bei den Frauen gab es für Katrin Beierl/Jennifer Onasanya nur Platz 16. Die Weltcup-Titelverteidigerinnen hatten 1,58 Sekunden Rückstand auf die siegreichen US-Amerikanerinnen Kaillie Humphries/Kaysha Love. Die gebürtige Kanadierin Humphries, die in dieser Woche die US-Staatsbürgerschaft erhielt, setzte sich mit vier Hundertstelsekunden Vorsprung vor den Deutschen Laura Nolte/Deborah Levi durch.

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Rodeln

Ex-Weltmeister Wolfgang Kindl hat am Sonntag seinen ersten Saisonpodestplatz im Rodelweltcup erreicht. Der Tiroler klassierte sich im Sprint-Rennen an der dritten Stelle. Sein Rückstand beim einzigen Top-Drei-Rang des Österreichischen Rodelverbandes (ÖRV) des Wochenendes auf Sieger Dominik Fischnaller (ITA) betrug 0,05 Sekunden. Bei den Frauen fehlten der Tirolerin Madeleine Egle als Fünfter 0,186 Sekunden auf den dritten Rang.

Kindl fährt auf Rang drei

Kindl war im langen Einsitzer-Rennen am Vortag als bester Österreicher Fünfter gewesen, im Sprint waren nur der Südtiroler Fischnaller und der Russe Roman Repilow (0,039 zurück) schneller. Der Vorarlberger Jonas Müller belegte den neunten Platz (+0,122). David Gleirscher war nach seinem Sturz am Vortag nicht startberechtigt.

„Ein echter Befreiungsschlag“

Der 33-jährige Kindl sagte, er habe in den vergangenen Wochen gespürt, dass ein Spitzenplatz möglich sei. „Dass es am Ende für Platz drei reicht, ist natürlich gewaltig und ein echter Befreiungsschlag. Jetzt gilt es, das gute Gefühl mitzunehmen und in aller Ruhe weiterzuarbeiten.“

Egle, die Siegerin der Olympiageneralprobe beim Weltcup-Auftakt, steigerte sich im Finale um zwei Plätze. Doch ein Fehler in Kurve fünf, der sich im Sprint wiederholte, verhinderte bessere Platzierungen. Weltmeisterin Julia Taubitz gewann zunächst 0,368 Sekunden vor ihrer deutschen Teamkollegin Natalie Geisenberger, die Lettin Kendija Aparjode wurde Dritte.

Taubitz schaffte wenig später mit dem ersten Platz im Sprint das Double. Hannah Prock qualifizierte sich als Elfte (+0,875) ebenfalls für das Sprint-Rennen der besten 15 und wurde dort unmittelbar vor Egle Neunte. Lisa Schulte musste sich nach verpatztem Finallauf hingegen mit dem 16. Platz begnügen.

Im Doppelsitzer-Sprint gab es für Yannick Müller und Armin Frauscher den vierten Rang, 13 Hundertstel hinter den drittplatzierten Deutschen Robin Geueke und David Gamm. Den Sieg holten die Letten Andris und Juris Sics vor den Russen Alexander Denisew und Wladislaw Antonow .

Herren-Sprint:
1. Dominik Fischnaller ITA 34,833
2. Roman Repilow RUS + 0,039
3. Wolfgang Kindl AUT 0,050
4. Max Langenhan GER 0,060
5. Alexander Gorbazewitsch RUS 0,080
6. Johannes Ludwig GER 0,089
9. Jonas Müller AUT 0,122
14. Nico Gleirscher AUT 0,268
Damen:
1. Julia Taubitz GER 1:39,434
2. Natalie Geisenberger GER + 0,368
3. Kendija Aparjode LAT 0,422
4. Anna Berreiter GER 0,497
5. Madeleine Egle AUT 0,608
6. Eliza Tiruma LAT 0,644
11. Hannah Prock AUT 0,875
16. Lisa Schulte AUT 1,080
Damen-Sprint:
1. Julia Taubitz GER 31,743
2. Summer Britcher USA + 0,021
3. Dajana Eitberger GER 0,032
4. Kendija Aparjode LAT 0,036
5. Anna Berreiter GER 0,129
6. Natalie Geisenberger GER 0,155
9. Hannah Prock AUT 0,206
10. Madeleine Egle AUT 0,280
Doppelsitzer-Sprint:
1. Andris Sics / Juris Sics LAT 31,385
2. Aleksander Denisew/Wladislaw Antonow RUS + 0,038
3. Robin Geueke/David Gamm GER 0,068
4. Yannick Müller / Armin Frauscher AUT 0,089
5. Christopher Mazdzer/Jayson Terdiman USA 0,113
6. Andrej Bogdanow / Juri Prochorow RUS 0,173

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Langlaufen

Die einzigen Weltcup-Langlaufstaffelrennen vor den Olympischen Spielen haben am Sonntag in Lillehammer Erfolge für die Russinnen und die Norweger gebracht. Russlands Schlussläuferin Veronika Stepanowa fixierte vor Schweden und Norwegen den Sieg. Die Norweger setzten sich dank Schlussläufer Johannes Hösflot Kläbo im Zielsprint vierer Mannschaften knapp vor Russland II und ihrem zweiten Team durch. Österreich war in beiden Bewerben nicht vertreten.

Chronik

Einer der drei am Samstag bei einem Lawinenabgang in Salzburg getöteten Skitourengeher ist der 19-jährige Motocross-WM-Fahrer Rene Hofer. Sein Rennstall KTM bestätigte am Sonntag das Ableben des Oberösterreichers und drückte den Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl aus. Hofer, mehrfacher Junior-Champion, galt als vielversprechendes Talent.

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Schach

Schachweltmeister Magnus Carlsen hat mit seinem zweiten Sieg den nächsten großen Schritt Richtung Titelverteidigung gemacht. Der 31-jährige Norweger gewann am Sonntag zwei Tage nach seinem ersten Erfolg gegen Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi die achte Partie der WM in Dubai. Experten sprechen von einer Vorentscheidung für Carlsen, der nun 5:3 führt.

Sein russischer Herausforderer bräuchte aus den verbleibenden sechs Partien mindestens zwei Siege, um zumindest ein Stechen zu erreichen. Carlsen hat in 53 WM-Partien überhaupt erst zweimal verloren. Der Titelverteidiger eröffnete mit dem Königsbauern, schlug gegen die Russische Eröffnung eine noch nie auf Großmeisterniveau gespielte Variante ein und hatte schnell ein paar kleine Vorteile.

Schwimmen

Simon Bucher und Heiko Gigler sind am Schlusstag der Kurzbahn-Meisterschaften in Graz zwei weitere nationale Rekorde geschwommen. Bucher verbesserte nach 50 und 100 m Delfin auch die Bestmarke über 50 m Rücken. Der Tiroler unterbot mit 23,49 seinen eigenen Rekord von der EM im November in Kasan. Gigler beendete nach den 100 m Lagen auch die 100 m Freistil mit österreichischem Rekord. Die Siegerzeit von 47,00 Sekunden lag 0,38 Sekunden unter seiner alten Bestmarke.

Kurzbahn-Staatsmeisterschaft in Graz

Die beiden erreichten an diesem Wochenende insgesamt fünf Rekorde und können damit am 13. Dezember bestens vorbereitet zu den Weltmeisterschaften nach Abu Dhabi fliegen. Erfolgreichste Teilnehmerin bei den Meisterschaften in Graz war Lena Kreundl, die bei sechs Starts sechs Siege verzeichnete.

Davis-Cup

Österreichs Davis-Cup-Team, das beim aktuellen Finalturnier bereits in der Gruppenphase ausgeschieden war, muss in der Qualifikationsrunde 2022 eine weite Reise auf sich nehmen. Die Mannschaft von Stefan Koubek, die bei der Auslosung am Sonntag in Madrid als Nummer zwölf gerade noch gesetzt war, trifft am 4. und 5. März auswärts auf Südkorea.

„Eine Weltreise. Aber vom Papier hört sich der Gegner gut an. Vorausgesetzt, das ganze Team steht zur Verfügung, wovon ich ausgehe, sehe ich uns in der Favoritenrolle“, sagte ÖTV-Kapitän Stefan Koubek via Aussendung. „Ein Problem könnte sein, dass danach in den USA gespielt wird. Wir werden das abklären.“

ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer sprach von einer „sportlich sicher machbaren Aufgabe“, aber: „Das Los ist von der Reiserei her das Schlimmste, was passieren hat können.“ Besonders im Hinblick auf ein Antreten des zu diesem Zeitpunkt aus österreichischer Sicht hoffentlich fitten Dominic Thiem könnte die Reise gar nicht in den Terminplan passen.

Weltgruppe, Qualifikationsrunde

Frankreich (1) Ecuador
Spanien (2) Rumänien
Finnland Belgien (3)
USA (4) Kolumbien
Niederlande Kanada (5)
Brasilien Deutschland (6)
Slowakei Italien (7)
Australien (8) Ungarn
Norwegen Kasachstan (9)
Schweden (10) Japan
Argentinien (11) Tschechien
Südkorea Österreich (12)

Spieltermin: 4./5. März 2022

Kroatien, Russland, Großbritannien und Serbien fix im Finalturnier

Eisschnelllauf

Vanessa Herzog hat trotz ihrer Rückenprobleme auch im zweiten Weltcup-Rennen in Salt Lake City einen Schritt zur Olympiaqualifikation getan. Nach Platz zwölf über 500 m am Freitag klassierte sich die Wahlkärntnerin am Samstag über 1.000 m in der Division B in 1:14,46 Minuten an der sechsten Stelle. Damit sollte sie einen der 30 Quotenplätze sicher haben. Gabriel Odor darf nach dem 14. Platz im Massenstartfinale vorerst auf Peking hoffen.

Die Olympiastartplätze werden auf den ersten vier Weltcup-Stationen vergeben, Herzog musste daher trotz eines Bandscheibenvorfalls in Nordamerika antreten. Mit ihrer Zeit lag sie in der B-Gruppe 1,45 Sekunden hinter Siegerin Olga Fatkulina (RUS). Zweiter Schauplatz ist kommendes Wochenende Calgary. Dort müsste der 21-jährige Odor neuerlich das Finale erreichen, um seine Olympiachance zu vergrößern. Er ist aktuell 21. der Gesamtwertung, 24 Tickets werden vergeben.