U21-EM

Nach einem 6:1-Kantersieg gegen Serbien steht Titelverteidiger Deutschland in der Österreich-Gruppe B mit einem Bein im Halbfinale der Fußball-U21-EM in Italien und San Marino. Marco Richter (16.), Luca Waldschmidt (30., 37., 80.), Mahmoud Dahoud (69.) und Arne Maier (92.) schossen die DFB-Auswahl am Donnerstagabend in Triest zum zweiten Sieg.

Die als Geheimfavorit ins Turnier gestarteten Serben um Real-Madrid-Neostürmer Luka Jovic kassierten nach dem Auftakt-0:2 gegen Österreich die zweite Niederlage und sind vorzeitig aus dem Rennen um den Aufstieg. Der Ehrentreffer durch Andrija Zikovic per Foulelfmeter gelang erst im Finish (85.).

Die Deutschen führen mit sechs Punkten jeweils drei Zähler vor Dänemark und Österreich und sind am Sonntag (21.00 Uhr, live in ORF1) in Udine letzter Gegner des ÖFB-Teams. Schon ein Remis reicht Deutschland dabei zum Gruppensieg.

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Fußball-WM

Europameister Niederlande ist mit drei Siegen als Sieger der Gruppe E ins Achtelfinale der Frauen-WM in Frankreich eingezogen. Beim 2:1-Erfolg am Donnerstag in Reims gegen Kanada trafen Anouk Dekker (54.) und Lineth Beerensteyn (75.) für die Niederlande, Christine Sinclair (60.) besorgte zwischenzeitlich den Ausgleich für Kanada, das ebenfalls bereits vor der Partie als Aufsteiger feststand.

Dank eines Doppelpacks von Ajara Nchout gewann Kamerun in Montpellier gegen Neuseeland mit 2:1 und erreichte damit die Runde der Top 16. Nchout besorgte in der 57. Minute die Führung, ein Eigentor von Aurelle Awona (80.) bedeutete den Ausgleich. In der fünften Minute der Nachspielzeit gelang dann der umjubelte Siegestreffer.

Im Achtelfinale bekommen es die Niederländerinnen nun am kommenden Dienstag mit dem Gruppe-D-Zweiten Japan zu tun. Die Kanadierinnen treffen am Montag auf den Gruppe-F-Zweiten Schweden, Kamerun spielt am Sonntag gegen England (Sieger Gruppe D) oder Gastgeber Frankreich (Sieger Gruppe A).

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Fußball

Laut übereinstimmenden Medienberichten steht mit Xaver Schlager ein weiterer Spieler von Meister Red Bull Salzburg unmittelbar vor einem Wechsel in die deutsche Bundesliga. Wie unter anderem das Internetportal Sportbuzzer am Donnerstag berichtete, sei der VfL Wolfsburg bereit, für den achtfachen ÖFB-Teamspieler, dessen Vertrag bei Salzburg bis 2021 läuft, die festgeschriebene Ablösesumme in der Höhe von zwölf Millionen Euro zu bezahlen.

Xaver Schlager (AUT)
GEPA/Florian Ertl

Schlager sei ein absoluter Wunschspieler von Wolfsburg Neo-Coach Oliver Glasner. Der Wechsel des 21-Jährigen soll unmittelbar nach der U21-EM-Endrunde in Italien und San Marino bekanntgegeben werden.

Schlager wäre der vierte Stammspieler, der Salzburg im Sommer verlässt. Erst am Mittwoch war Stefan Lainers Transfer zu Borussia Mönchengladbach publik geworden. Zudem haben Hannes Wolf (RB Leipzig) und Munas Dabbur (FC Sevilla) neue Vereine.

„Habe nichts unterschrieben“

Schlager dementierte am Donnerstagabend die Medienberichte. „Ich bin da bei der U21-EM, mache nichts bezüglich meiner Zukunft. Ich habe nichts unterschrieben“, diktierte der Mittelfeldspieler in die Mikrofone. Das einzige was er in letzter Zeit unterschrieben habe, seien Autogramme.

Der 21-Jährige wirkte verärgert. „Es ist nicht mein Bier, sondern das Bier von den Medien, dass sie wieder spekulieren. Es fällt langsam auf, dass es immer vor den wichtigsten Spielen von uns ist, auch bei Salzburg und anderen Spielen. Ich weiß nicht, wie gescheit das ist“, sagte Schlager.

Ajax Amsterdam hat den Vertrag mit Trainer Erik ten Hag vorzeitig bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Das teilte der Club am Donnerstag mit. Ursprünglich lief der Kontrakt des 49-Jährigen beim niederländischen Meister bis 2020. „Auf zu weiteren großen Erfolgen“, sagte Ten Hag in einem auf dem Kurznachrichtendienst Twitter geposteten Video. Ten Haag arbeitet seit Dezember 2017 bei Ajax und führte den Club in der vergangenen Saison nicht nur zum Titel, sondern auch bis ins Semifinale der Champions League.

Die mexikanische Fußballnationalmannschaft hat beim Gold Cup in den USA im zweiten Spiel den zweiten Sieg gefeiert und sich als erste Mannschaft für das Viertelfinale qualifiziert. Das Team von Trainer Gerardo Martino gewann am Mittwoch in Denver mit 3:1 (1:0) gegen Kanada.

Die Führung des Titelfavoriten erzielte Roberto Alvarado (40.). Nach der Pause erhöhte Andres Guardado (54.), Lucas Cavallini sorgte in der 75. Minute für den 1:2-Anschlusstreffer, ehe Guardado (77.) erneut traf.

Der Internationale Fußballverband (FIFA) wird interimistisch die Leitung des von Korruptionsskandalen gebeutelten Afrikanischen Fußballverbands (CAF) übernehmen. Das wurde am Donnerstag im Vorfeld des Afrikacups in Kairo bekanntgegeben.

FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura werde für die nächsten sechs Monate ab August als Generaldelegierte für Afrika fungieren. Die Senegalesin soll dem Verband bei den Verwaltungsaufgaben und der professionellen Durchführung von Wettbewerben helfen.

Der CAF-Präsident Ahmad Ahmad war nach Vorwürfen der Korruption und sexuellem Fehlverhaltens zuletzt in Bedrängnis geraten. Sein Wirken ist derzeit Gegenstand einer Ethikuntersuchung der FIFA. Durch seine Position im CAF ist Ahmad automatisch auch ein FIFA-Vizepräsident.

Kritik von UEFA-Präsident Ceferin

Der Eingriff der FIFA in die Belange des CAF sorgte für große Entrüstung bei Aleksander Ceferin, dem Chef der Europäischen Fußballverbands (UEFA). Auch wenn laut FIFA-Mitteilung der Schritt von CAF-Präsident Ahmad unterstützt wird.

„Niemals in der Geschichte unserer Institutionen wurde der FIFA-Generalsekretär, der laut Statuten die Organisation leitet, zu einem anderen Verband abgeordnet, um dessen Kontrolle zu übernehmen, auch wenn es mit dessen Zustimmung geschieht“, schrieb Ceferin.

In seinem Brief an FIFA-Präsidenten Gianni Infantino beschwerte sich der Slowene über die kurzfristig gesetzte Frist an die Mitglieder des FIFA-Council-Büros. Laut Ceferin habe er Infantinos Vorschlag um 1.50 Uhr am Donnerstag erhalten, und eine Antwort sei bis 10.30 Uhr gefordert worden.

Bundesliga

Bundesligist WAC hat am Donnerstag die ablösefreie Verpflichtung des 23-jährigen Mittelstürmers Shon Weissman von Maccabi Haifa für zwei Jahre bekanntgegeben.

Der vielfache Nachwuchsteamspieler Israels war zuletzt erstmals im A-Aufgebot von Andreas Herzog gestanden. Für Haifa verbuchte Weissman in der abgelaufenen Saison in 25 Ligapartien acht Tore und vier Assists.

Weissman ist nach Goalie Manuel Kuttin (Admira) der zweite Neuzugang des Europa-League-Starters und wird in der kommenden Woche im Trainingslager in Bad Waltersdorf erwartet.

Hartberg verpflichtet Klem von Innsbruck

TSV Hartberg hat sich unterdessen die Dienste von Außenbahnspieler Christian Klem gesichert. Der 28-jährige Steirer kommt von Bundesliga-Absteiger Wacker Innsbruck und unterschrieb in der Oststeiermark einen Zweijahresvertrag. Der Linksfuß war zuvor bereits bei Lafnitz, dem WAC sowie Sturm Graz tätig gewesen.

Sturm-Graz-Kapitän Stefan Hierländer verpasst neuerlich einen Großteil der Vorbereitung auf die Fußball-Bundesliga. Der 28-jährige Kärntner erlitt im Training eine Meniskusverletzung im rechten Knie und muss operiert werden. Diesbezügliche Medienberichte bestätigte der Club am Donnerstag.

Hierländer hatte bereits die Frühjahrsvorbereitung wegen eines knöchernen Bänderrisses im rechten Mittelfuß nicht wunschgemäß mitmachen können.

Volleyball

Die österreichischen Volleyball-Herren haben auch das zweite Testländerspiel in Italien verloren. Dem 2:3 am Mittwoch folgte am Donnerstag in Cavalese ein 0:3 (16:25, 19:25, 26:28) gegen den Olympiazweiten von Rio de Janeiro 2016.

„Ich habe heute viel gewechselt und viel ausprobiert. Nun geht es in die Pause. Es gilt, zu regenerieren und in den nächsten Wochen wichtige Grundlagen zu legen“, sagte Teamchef Michael Warm. Man werde für die EM nicht nur einen breiten Kader, sondern auch eine herausragende Athletik benötigen, fügte Warm an.

Die ÖVV-Herren treffen bei der Europameisterschaft von 12. bis 29. September auf Gastgeber Belgien, Deutschland, Serbien, Slowakei und Spanien.

Basketball

Österreichs Basketball-Aushängeschild Jakob Pöltl gibt sein Wissen und seine Begeisterung nun auch an den heimischen Nachwuchs weiter. Am Donnerstag öffnete der 23-Jährige in Wien die Pforten seines viertägigen Camps für Acht- bis Vierzehnjährige. „Der Spaß steht ganz klar im Vordergrund“, meinte der Legionär bei den San Antonio Spurs.

NBA-Profi Basketballspieler Jakob Pöltl mit Nachwuchsspielern
APA/Herbert P. Oczeret

140 Mädchen und Buben, 8 Trainer und ein rot-weiß-roter Star – in seiner „Heimhalle“ bei den DC Timberwolves in Wien-Donaustadt arbeitete Pöltl bei „tropischen“ Temperaturen erstmals mit den Kindern. „Es geht darum, dass sie Spaß an der Bewegung und natürlich am Basketball haben und nur wenig bis gar nicht um Talent“, meinte der 2,13-Meter-Mann. Für ihn war es auch „eine interessante Erfahrung“ sowie „eine etwas andere Perspektive“ – und ein nostalgischer Ausflug: „Das versetzt mich ein bisschen in meine Basketballvergangenheit zurück.“

Pöltl kann sich eine Fortsetzung durchaus vorstellen. „Wir schauen, wie das Feedback ist, es wäre natürlich cool“, meinte Pöltl, der derzeit in Wien sein Trainingsprogramm, teilweise mit Coaches der Spurs, abspult. Erst Anfang Juli kann Pöltl dann – zum einzigen Mal in der Saison – während eines zehntägigen Zypern-Urlaubs völlig abschalten.

Tennis

Das neu formierte österreichische Doppel-Duo Jürgen Melzer und Oliver Marach ist bei seinem zweiten gemeinsamen ATP-Auftritt im Viertelfinale ausgeschieden. Die beiden 38-Jährigen mussten sich am Donnerstag beim 500er-Turnier in Halle der als Nummer zwei gesetzten Paarung Raven Klaasen/Michael Venus (RSA/NZL) mit 3:6 6:7 (9/11) geschlagen geben.

Im ersten Satz reichte Klaasen/Venus ein Break zum 4:2 zum Satzgewinn. Im zweiten Durchgang ging es nach einem Break und Rebreak sowie einem abgewehrten Matchball ins Tiebreak. Dort ließen Marach/Melzer sechs Satzbälle aus, und Klaasen/Venus nutzten nach 84 Minuten ihren zweiten Matchball.

Rekordsieger Federer vermeidet frühes Aus

Im Einzel wendete Rekordsieger Roger Federer ein drohendes Achtelfinal-Aus ab. Der Schweizer Superstar rang den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga mit 7:6 (7/5) 4:6 7:5 nieder und zog ins Viertelfinale ein. Dort trifft der 37-jährige Weltranglistendritte, der seinen zehnten Titel in Halle anstrebt, auf den Spanier Roberto Bautista Agut.

Gegen den früheren Top-Ten-Spieler Tsonga führte der 20-fache Grand-Slam-Turniersieger im zweiten Satz bereits mit einem Break, kassierte aber doch noch den Satzausgleich und hatte auch im dritten Durchgang erhebliche Mühe. Nach 2:16 Stunden verwandelte Federer dann seinen ersten Matchball.

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Der zweimalige Wimbledon-Sieger Andy Murray hat sein Comeback auf der ATP-Tour einen überraschenden Erfolg gefeiert. Im Doppel-Bewerb im Londoner Queen’s Club gewann der 32-jährige Schotte am Donnerstag mit dem Spanier Feliciano Lopez gegen die topgesetzten Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah mit 7:6 (7/5) 6:3.

Wegen seiner langwierigen Schmerzen an der Hüfte hatte Murray bei den Australian Open in Melbourne im Jänner sein baldiges Karriereende angekündigt und sich dann einer Operation unterzogen. Er habe keine Schmerzen mehr, hatte Murray kürzlich gesagt. Für eine Rückkehr im Einzel sei es aber noch zu früh.

Der ehemalige US-Open-Sieger Juan Martin del Potro hat sich erneut schwer am Knie verletzt und wird in Wimbledon nicht antreten können. Der Argentinier zog sich beim ATP-Rasenturnier im Londoner Queen’s Club wieder einen Bruch der rechten Kniescheibe zu und wird längere Zeit pausieren müssen.

In der Erstrundenpartie gegen den Kanadier Denis Shapovalov war der Weltranglistenzwölfte ausgerutscht, hatte das Match aber noch mit 7:5 6:4 gewonnen. Zum Achtelfinale gegen den Spanier Feliciano Lopez trat Del Potro nicht an. Der 30-Jährige werde sich in den kommenden Tagen einer Operation unterziehen, teilte sein Management am Donnerstag mit.

Schon im vergangenen Herbst hatte Del Potro eine Fraktur der Kniescheibe erlitten. Zuvor war der letztjährige US-Open-Finalist schon viermal am Handgelenk operiert worden.

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Der zwölffache French-Open-Gewinner Rafael Nadal wird sich ab Mittwoch nächster Woche beim Exhibition-Turnier „Aspall Tennis Classic“ in Hurlingham auf den Rasen-Grand-Slam von Wimbledon vorbereiten. An dem Londoner Event werden zudem Kevin Anderson (RSA), Nick Kyrgios (AUS), Marin Cilic (CRO), Lucas Pouille (FRA), Felix Auger-Aliassime (CAN) und Marcos Baghdatis (CYP) teilnehmen.

Für Nadal wird es ab 1. Juli um seinen insgesamt dritten Wimbledon-Einzeltitel nach 2008 und 2010 gehen. Dem Spanier fehlen nur noch zwei Major-Titel auf den bei 20 Titeln haltenden Rekordmann Roger Federer (SUI). Im Vorjahr war Nadal ins Halbfinale gekommen, in dem er dem späteren Turniersieger Novak Djokovic (SRB) in fünf Sätzen unterlag. Seit seinem Roland-Garros-Triumph am 9. Juni hat Nadal pausiert, ebenso wie der ihm im Paris-Endspiel unterlegene Niederösterreicher Dominic Thiem.

Golf

Matthias Schwab hat am Donnerstag auf der European Tour zum Auftakt der BMW International Open der Golfer in München Eichenried mit 70 Schlägen zwei unter Par gespielt. Bei seiner Premiere auf diesem Kurs kam der 24-Jährige auf drei Bogeys sowie fünf Birdies.

Bernd Wiesberger, dessen erste Runde von einem Gewitter für drei Stunden unterbrochen wurde, spielte ein 72er-Runde mit fünf Birdies, einem Bogey und zwei Double-Bogeys. Die erste Runde konnte am Donnerstag nicht beendet werden, in Führung liegt vorerst der Italiener Andrea Pavan (66) vor dem Deutschen Martin Kaymer und dem Engländer Oliver Wilson (beide 67). Schwab und Wiesberger liegen vorerst auf den Rängen 22 bzw. 60.

„Ich habe solides Golf gespielt, die Bälle gut getroffen und hatte wenige Probleme“, sagte Schwab. „Fünf Birdies sind zufriedenstellend, drei Bogeys musste ich leider hinnehmen, nachdem ich jeweils den Drive ins Semi-Rough geschlagen habe und nicht perfekt herausgekommen bin.“

Formel 1

Im Verfahren um den aberkannten Formel-1-Sieg von Sebastian Vettel beim Grand Prix in Kanada am 9. Juni hat der Internationale Automobil-Verband (FIA) eine Anhörung für Freitag angesetzt.

Ein Ferrari-Vertreter solle den Rennkommissaren in Le Castellet vor dem GP von Frankreich am Sonntag (15.10 Uhr, live in ORF1) den Antrag auf eine Neubewertung des Vorfalls in Montreal begründen, hieß es in der Vorladung vom Donnerstag.

Vettel hatte in Kanada wegen eines Manövers im Zweikampf mit Lewis Hamilton eine Zeitstrafe erhalten und damit den Sieg beim siebenten Saisonlauf an den Mercedes-Fahrer verloren, obwohl er als Erster vor dem Briten ins Ziel gekommen war.

Ferrari nutzt Recht auf Neubewertung

Ferrari hatte in der Sache zwar auf den ursprünglich angekündigten förmlichen Protest verzichtet, aber das Recht auf Neubewertung bei den Stewards beantragt. Mit neuen Beweisen will die „Scuderia“ die FIA-Kommissare überzeugen, ihr Urteil von Kanada zu überdenken. Welche Beweise das sind, blieb bisher offen.

Radsport

Tom Dumoulin kann die Tour de France, die in gut zwei Wochen in Brüssel beginnt, nicht bestreiten. Der Niederländer laboriert noch an seiner Knieverletzung, die er sich im Giro d’Italia zugezogen hat. Am Montag hatte sich der 28-Jährige einem kleinen operativen Eingriff am linken Knie unterzogen.

Laut seinem Team Sunweb hätte Dumoulin die dreiwöchige Tour beim jetzigen Formstand kaum durchstehen können. „Ich habe es so sehr versucht. Aber ich muss wirklich auf meinen Körper hören und mich davon befreien, ein unrealistisches Ziel zu verfolgen“, sagte Dumoulin.

Radstar Christopher Froome hat am Donnerstag die Universitätsklinik in Saint-Etienne verlassen. Bei seinem Sturz am 12. Juni bei der Dauphine-Rundfahrt hatte sich der 34-jährige Brite, vierfacher Gewinner der Tour de France, Brüche am Oberschenkel, dem Ellbogen sowie den Rippen zugezogen. Auf Froome wartet nun eine mehrmonatige Rehabilitation, wie Arzt Remi Philippot der AFP sagte. Der Aufenthaltsort wurde nicht bekanntgegeben.

Froome bedankte sich auf Twitter bei den behandelnden Ärzten und Krankenschwestern. Die Woche sei hart gewesen, aber man habe es ihm so angenehm wie möglich gemacht. „Dies ist nur der erste Schritt einer langen Genesung. Leider kann ich noch nicht nach Hause gehen, aber wenigstens habe ich nun die Möglichkeit, dass mich meine Kinder besuchen können“, schrieb Froome.

Leichtathletik

Mit der Jahresweltbestleistung von 2,06 m und einem knapp verpassten Weltrekord hat Hochsprung-Weltmeisterin Marija Lasizkene beim Leichtathletik-Meeting im tschechischen Ostrava ein Glanzlicht gesetzt. Die als neutrale Athletin startende Russin ließ am Donnerstag nach ihrem sicheren Sieg die Weltrekordhöhe von 2,10 m auflegen – und scheiterte dreimal.

„Der erste Versuch war wirklich ganz knapp“, sagte Lasizkene, Weltmeisterin von 2015 und 2017 sowie Europameisterin von 2018. „Aber ich weiß, dass ich den Weltrekord drauf habe“, betonte die 26-Jährige. Die Bestmarke im Hochsprung ist inzwischen fast 32 Jahre alt: Am 30. August 1987 überquerte die Bulgarin Stefka Kostadinowa bei der WM in Rom 2,09 m.

Mitten im Streit um Hormonwerte mit dem Leichtathletik-Weltverband (IAAF) will Doppelolympiasiegerin Caster Semenya zu einem 800-Meter-Rennen antreten.

Die Südafrikanerin soll beim Diamond-League-Meeting am 30. Juni in Stanford/Kalifornien statt wie geplant die 3.000 Meter wieder die doppelte Stadionrunde laufen. Das bestätigte Meeting-Direktor Tom Jordan der dpa.

IAAF-Limits bleiben weiter Streitfall

Im Streit um erhöhte Hormonwerte hatte Semenya am 31. Mai einen Teilerfolg errungen. Das Schweizerische Bundesgericht setzte die Regel der IAAF vorübergehend außer Kraft, in der Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen festgesetzt wurden.

Damit darf die 28-Jährige bis auf Weiteres auch wieder auf Strecken zwischen 400 Metern und einer Meile antreten. Stanford wird ihr erstes Rennen über 800 Meter seit Doha am 3. Mai. Auf ihrer Lieblingsstrecke ist sie seit 2015 ungeschlagen.

Eishockey

Der Kader der spusu Vienna Capitals nimmt immer eindeutigere Formen an. Der Wiener Club der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gab am Donnerstag die Verpflichtung des 27-jährigen Kanadiers Brenden Kichton bekannt, der vom finnischen Erstligisten SaiPa kommt. Er soll als offensivstarker Rechtsschütze die Defensive der Capitals verstärken.

„Brenden verfügt trotz seiner erst 27 Jahre über viel Erfahrung und befindet sich gleichzeitig im besten Eishockey-Alter“, sagte Headcoach Dave Cameron. „Er wird mit seinem dynamischen Spiel und seinem Hockey-Sense für viele Überraschungsmomente in unserem Spiel sorgen.“

Auch Kichton freut sich auf die neue Herausforderung: „Die Caps stellen Jahr für Jahr eines der besten Teams in der Erste Bank Eishockey Liga. Einerseits um den Titel mitzuspielen, andererseits mit einem hervorragenden Coach wie Dave Cameron zusammenzuarbeiten, waren für mich die Hauptgründe, nach Wien zu wechseln.“

Der Russe Nikita Kutscherow ist in der National Hockey League (NHL) als wertvollster Spieler (MVP) der Saison ausgezeichnet worden. Bei der Vergabe der Trophäen in Las Vegas am Mittwoch bekam der Stürmer der Tampa Bay Lightning die Hart Memorial Trophy überreicht.

Der 26-Jährige hatte im Grunddurchgang mit 128 Punkten (41 Tore, 87 Assists) als erster Spieler seit zwölf Jahren die Marke von 120 Scorerpunkten übertroffen. Die Auszeichnung für den Topgoalie (Vezina Trophy) ging an Kutscherows Teamkollegen und Landsmann Andrej Wasilewski. Zum besten Verteidiger wurde Marko Giordano von den Calgary Flames gewählt. Ryan O’Reilly von Stanley-Cup-Sieger St. Louis Blues erhielt die Trophäe für den Stürmer mit dem besten Defensivverhalten.

Europaspiele

Judoka Bernadette Graf ist am Freitag Österreichs Fahnenträgerin bei der Eröffnungsfeier der 2. Europaspiele in Minsk. „Das ist eine Riesenehre, ich bin richtig stolz“, sagte die am Dienstag 27 Jahre alt werdende Tirolerin. „Ich habe nur die besten Erinnerungen an die Europaspiele vor vier Jahren in Baku, habe damals Bronze geholt. Eine Medaille wird auch Montag mein großes Ziel sein“, sagte Graf.

Bernadette Graf (AUT) mit Österreich Fahne
GEPA/Christian Walgram

4.000 Aktive aus 60 Nationen

Österreichs Team findet in Minsk gute Bedingungen vor. „Bisher läuft alles reibungslos. Die Bedingungen im olympischen Dorf sind optimal, die Zimmer sind groß und hell, das Essen sehr gut. Der Großteil des Teams ist bereits eingetroffen, jetzt freuen wir uns auf die Eröffnung und die ersten Wettkämpfe“, wurde Chef de Mission Christoph Sieber in einer Aussendung des Österreichischen Olympischen Comites (ÖOC) zitiert.

An den Europaspielen nehmen rund 4.000 Aktive aus 50 Nationen in 15 Sportarten teil. Die Eröffnungsfeier beginnt am Freitag um 19.00 Uhr (MESZ). Laut dpa-Informationen stehen führende Politiker aus Nachfolgestaaten von ehemaligen Sowjetrepubliken auf der Gästeliste ganz oben, Staats- oder Regierungschefs aus EU-Staaten haben die Veranstalter hingegen nicht angekündigt.

Olympia

Kronprinzessin Victoria reist als Unterstützung der schwedischen Olympiadelegation zur Vergabe der Winterspiele zum Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nach Lausanne. Neben der Thronfolgerin werden auch Victorias Ehemann Prinz Daniel und Regierungschef Stefan Löfven auf der Sitzung des IOC dabei sein, wie die schwedische Bewerbungskampagne am Donnerstag mitteilte.

In Lausanne wird am Montag bekanntgegeben, ob Stockholm mit Aare oder Mailand mit Cortina d’Ampezzo die Olympischen Winterspiele 2026 austragen darf. Schweden hat zwar 1912 Olympische Sommer-, aber noch nie Winterspiele veranstaltet.