Chronik

Der 46-Jährige, der gestern einen 43-jährigen Ex-ÖFB-Fußballer erschossen und anschließend Suizid begangen haben soll, besaß laut Polizei kein waffenrechtliches Dokument. Die Landespolizeidirektion gab am Donnerstag weitere Details zur Bluttat bekannt.

Mehr dazu in wien.ORF.at

Tennis

Österreichs Davis-Cup-Team empfängt Mitte September im Kampf um einen Platz in der Qualifikationsrunde 2024 Portugal. Die als Nummer acht gesetzte österreichische Equipe spielt am 15./16. oder 16./17. September und hat damit wie vor einem Jahr beim Heimsieg über Pakistan wieder Heimrecht. Die Mannschaft von Kapitän Jürgen Melzer hatte am Wochenende in Rijeka mit 1:3 verloren.

Das ÖTV-Team hat gegen Portugal eine ausgezeichnete Bilanz: Alle vier Begegnungen wurden gewonnen, und zwar deutlich dreimal mit 4:1 bzw. einmal mit 5:0. Zuletzt setzten sich Dominic Thiem und Co. 2016 in Guimaraes mit 4:1 durch. Daher hat nun Österreich auch Heimrecht.

Julia Grabher ist am Mittwoch beim Upper Austria Ladies in Linz in der ersten Runde ausgeschieden. Österreichs Nummer eins musste sich der US-Amerikanerin Madison Brengle mit 6:7 (2/7) 2:6 geschlagen geben. Grabher unterliefen dabei gleich 51 unerzwungene Fehler. „Ich bin mega-, megaenttäuscht“, sagte die Weltranglisten-90. im ORF-Interview. Damit bleibt Patricia Mayr-Achleitner die letzte Österreicherin, die in Linz ein Spiel gewinnen konnte.

Lesen Sie mehr …

Fußball

Im Transferwinter nach der Fußball-WM in Katar sind Rekordsummen ausgegeben worden. Der Internationale Fußballverband (FIFA) verzeichnete im Männer-Fußball 4.387 internationale Wechsel – so viele wie nie zuvor seit Einführung des Transferabgleichungssystems im Jahr 2010.

Wie die FIFA am Donnerstag mitteilte, gaben die Clubs 1,57 Milliarden US-Dollar (rund 1,46 Milliarden Euro) für neue Spieler aus – noch einmal deutlich mehr als die alte Bestmarke von Jänner 2018, als knapp 214 Millionen Euro weniger ausgegeben worden war.

Englische Clubs mit meisten Ausgaben

Am meisten Geld gaben die englischen Clubs für neue Spieler aus (835,4 Millionen Euro), die damit 57,3 Prozent der Gesamtausgaben verantworteten. Den Rekordtransfer in der Premier League tätigte der FC Chelsea mit der Verpflichtung von Enzo Fernandez (Benfica Lissabon/121 Millionen Euro). Hinter England folgen mit weitem Abstand Frankreich (122,6 Millionen) und Deutschland (79,8).

Rekordmarken auch im Frauen-Fußball

Auch im Frauen-Fußball wurden Rekordmarken aufgestellt. 341 registrierte Transfers sind fast ein Drittel mehr als im Jänner 2022 und bedeuten ebenso einen Höchststand wie Ausgaben in Höhe von 774.300 US-Dollar (rund 719.800 Euro). Spitzenreiter bei den Zugängen ist Kolumbien (35), Schweden und die USA liegen bei den Abgängen mit je 26 Spielerinnen vorn.

Das Duell der ÖFB-Legionäre Marcel Sabitzer und Maximilian Wöber in der englischen Premier League hat keinen Sieger gebracht. Manchester United und Leeds United trennten sich am Mittwochabend im Nachtragsspiel der achten Runde mit 2:2. Sabitzer stand dabei aufseiten der „Red Devils“ erstmals in der Startelf und zeigte eine solide Vorstellung, Wöber spielte auch in der ersten Partie nach der Entlassung von Trainer Jesse Marsch in der Innenverteidigung durch.

Marcel Sabitzer
AP/Dave Thompson

Leeds gelang ein Blitzstart. Nach einem Fehler im Spielaufbau von Bruno Fernandes erzielte Wilfried Gnonto nach einer schönen Kombination die Führung der Gäste (1.). Nach knapp einer halben Stunde standen dann die zwei ÖFB-Legionäre im Mittelpunkt. Zunächst hatte Alejandro Garnacho den Ausgleich auf dem Fuß, Wöber konnte seinen Schuss noch vor der Linie klären (17.). Kurze Zeit später zog Sabitzer aus rund 20 Metern ab, fand allerdings in Leeds-Schlussmann Illan Meslier seinen Meister (31.).

Nach der Pause kam es für die „Red Devils“ noch bitterer. Raphael Varane fälschte einen Schuss unhaltbar für Tormann David de Gea ins eigene Tor ab (48.). Manchester zeigte nach dem Rückstand Moral, Marcus Rashford erzielte den Anschlusstreffer (62.). In der Entstehung des Treffers war auch Sabitzer mit einem Wechselpass beteiligt. Nur acht Minuten später gelang United der Ausgleich. Der eingewechselte Jadon Sancho traf nach schöner Kombination mit Luke Shaw (70.). Ein weiteres Tor gelang United nicht mehr. Sabitzer wurde in der 82. Minute ausgewechselt, Wöber spielte durch.

Mit nun 43 Punkten aus 22 Partien hat der Tabellendritte Manchester United sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Arsenal, der zwei Begegnungen weniger absolviert hat. Meister Manchester City liegt mit 45 Punkten auf Rang zwei. Leeds belegt aktuell Rang 16 und befindet sich nur einen Punkt über der Abstiegszone.

Mehr dazu sport.ORF.at/fussball

Paris Saint-Germain ist im Achtelfinale des französischen Cups ausgeschieden. Ohne den verletzten Starstürmer Kylian Mbappe unterlag Paris am Mittwoch bei Olympique Marseille mit 1:2 (1:1).

Torjubel von Ruslan Malinovskyi (Marseille)
Reuters/Eric Gaillard

Alexis Sanchez (31.) brachte Marseille nach einem von PSG-Verteidiger Sergio Ramos verursachten Foulelfmeter verdient in Führung. Auf der anderen Seite erzielte Ramos nach einer Ecke das 1:1 (45.+2), ehe Ruslan Malinowskyj in der 57. Minute der Siegtreffer für Marseille gelang. Ein zweiter Treffer von Ramos in der Nachspielzeit (92.) wurde wegen Abseits aberkannt.

Bundesliga

Eisschnelllauf

Der Weltcup im Eisschnelllauf wird diese und nächste Woche in Tomaszow Mazowiecki abgeschlossen. Vanessa Herzog befindet sich bereits seit einigen Tagen in Polen, um sich auf die Eisverhältnisse einzustellen. Der Fokus der 27-Jährigen ist bereits auf die Weltmeisterschaften Anfang Jänner in Heerenveen ausgerichtet. Daher wird die EM-Dritte auch schon in Tomaszow Mazowiecki neben ihren favorisierten 500 Metern auch wieder über 1.000 und 1.500 Meter antreten.

Eisschnellläuferin Vanessa Herzog
GEPA/Pro Shots/Erik Pasman

Nach dem Gewinn der Mehrkampf-EM-Medaille vor knapp fünf Wochen in Hamar in Norwegen ging es für Herzog in ein Trainingslager in die Niederlande. Im Mittelpunkt stand dabei die Arbeit am Startprozedere und an schnellen Runden. „Dies ist uns sehr gut gelungen, und wir haben in beiden Bereichen deutliche Verbesserungen erzielt“, meinte dazu ihr Manager, Coach und Ehemann Thomas Herzog.

Nordische Kombi

Der Steirer Franz Josef Rehrl sowie die Salzburger Stefan und Thomas Rettenegger lassen im WM-Vorfeld den Weltcup der nordischen Kombinierer am Wochenende in Schonach aus.

Dreifachsieger Johannes Lamparter reist aber im Kampf um den Gesamtweltcup in den Schwarzwald, der Tiroler liegt fünf Bewerbe vor Saisonende mit 101 Punkten Vorsprung in Führung. Auch Lukas Greiderer, Martin Fritz und Mario Seidl treten am Samstag (9.45 bzw. 13.45 Uhr) und Sonntag (9.30 bzw. 14.15 Uhr, jeweils live in ORF1) an.

Hiner und Slamik reisen direkt von Junioren-WM an

Die letzten Bewerbe bei den Frauen vor den Weltmeisterschaften in Planica bestreiten Lisa Hirner und Annalena Slamik nach einer mehr als 28-stündigen Rückreise zu Wochenbeginn von den Junioren-Weltmeisterschaften in Whistler.

Gemeinsam holten sie in Kanada Mixed-Gold, für Hirner gab es auch Einzel-Bronze. Die erste Schonacher Frauen-Konkurrenz ist für Samstag (9.00 bzw. 12.45 Uhr) angesetzt, am Sonntag (10.30 bzw. 12.35 Uhr, jeweils live in ORF Sport +) folgt eine Zugabe.

Biathlon-WM

Ein technischer Mangel am Gewehr von Olympiasieger Sebastian Samuelsson hat die schwedische Mixed-Staffel zum Auftakt der Biathlon-WM in Oberhof um eine mögliche Medaille gebracht. „Nach dem Rennen wurde festgestellt, dass die Schrauben, die das Gewehr am Schaft halten, locker waren“, schrieb der 25-Jährige auf Instagram.

Samuelsson leistete sich am Mittwoch in Thüringen in Deutschland als Schlussläufer im Liegendschießen gleich drei Strafrunden, beim Stehendschießen brauchte er danach alle drei Nachlader. Die Schweden fielen somit beim überlegenen Sieg Norwegens und Platz vier der Österreicher Dunja Zdouc, Lisa Hauser, David Komatz und Simon Eder von den Medaillenrängen auf Platz neun zurück.

„Eine der härtesten Erfahrungen“

Samuelsson nannte das „eine der härtesten Erfahrungen bisher in meiner Karriere“, natürlich sei er „offensichtlich sehr enttäuscht“. Nach dem Rennen weinte der dreifache Weltcup-Sieger und musste getröstet werden.

Der fünffache WM-Medaillengewinner aus der Mannschaft des deutschen Cheftrainers Johannes Lukas richtete den Blick aber schnell wieder nach vorn und freute sich auf den WM-Sprint am Samstag. „Danke an alle, die sich auf unterschiedlichen Wegen mit aufmunternden Worten gemeldet haben“, schrieb Samuelsson.

Mehr dazu in Biathlon-WM 2023 in Oberhof

Ski alpin

Die Italienerin Elena Fanchini ist mit nur 37 Jahren nach einer Krebserkrankung gestorben. Das bestätigte ein Sprecher des italienischen Verbandes FISI am Mittwochabend auf Anfrage, nachdem zuvor italienische Medien berichtet hatten. Fanchini starb in ihrem Haus nahe Brescia, wie die FISI mitteilte.

Elena Fanchini
Reuters/Leonhard Foeger

Die WM-Silbermedaillengewinnerin von 2005 in der Abfahrt hatte vor Olympia 2018 öffentlich gemacht, dass sie wegen eines Tumors nicht an den Winterspielen teilnehmen kann. Nach einer erfolgreichen Behandlung versuchte sie ein Comeback, schaffte es aber nicht mehr in den Weltcup und beendete 2020 offiziell die Karriere.

Im vorigen August brach der Krebs dann wieder aus, wie italienische Medien berichteten. Neben dem zweiten Platz bei der WM 2005 waren zwei Weltcup-Siege die größten Erfolge in Elena Fanchinis Sportkarriere, in der sie auch etliche Verletzungen erlitt. Auch ihre ein Jahr jüngere Schwestern Nadia war eine erfolgreiche Abfahrerin im italienischen Team.

Schwimmen

Die ursprünglich ans russische Kasan vergebene Schwimmweltmeisterschaft 2025 findet nun in Singapur statt. Das teilte der Weltverband World Aquatics am Donnerstag mit. Wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine kommt Kasan nicht mehr als Ausrichter infrage.

Wann genau die Wettbewerbe im Beckenschwimmen, Freiwasserschwimmen, Wasserspringen, Wasserball, Synchronschwimmen und High Diving stattfinden, steht noch nicht fest.

Die nächste Schwimm-WM findet im Juli im japanischen Fukuoka statt. Als Ausrichter für 2027 wurde Budapest bestimmt, wo die Welttitelkämpfe schon 2017 und 2022 ausgerichtet wurden.

Olympia

Die Bob-, Skeleton- und Rodelbewerbe der Olympischen Spiele 2026 könnten doch in Innsbruck/Igls ausgetragen werden. Während der Eiskanal im nächsten Jahr umgebaut wird, gibt es beim geplanten Bahnbau in Cortina noch viele Fragezeichen.

Mehr dazu in tirol.ORF.at

Mit Nachhaltigkeit wollen die Veranstalter der nächsten Olympischen Winterspiele punkten. Die Internationale Alpenschutzkommission (CIPRA) zeigte sich von Mailand und Cortina d’Ampezzo 2026 allerdings enttäuscht. „Nur auf dem Papier nachhaltig“, titelte die internationale Naturschutzorganisation in einer Aussendung.

Die Nachhaltigkeitsstrategie des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit Nutzung bestehender Anlagen, Bewerben auch außerhalb der Gastgeberstädte und Rücksichtnahme auf Schutzgebiete findet die Unterstützung von CIPRA.

Die italienischen Organisatoren würden dem aber nicht Folge leisten. „Gute Strategie, schlechte Umsetzung: Die Olympischen Winterspiele 2026 drohen erneut zu einem finanziellen und ökologischen Fiasko zu werden“, schrieb CIPRA.

Neue Bobbahn sorgt für Kritik

Als anschauliches Beispiel wird die Entscheidung kritisiert, in Cortina eine neue Bobbahn zu bauen. Statt wie angedacht nach Innsbruck auszuweichen, wird um zumindest 80 Millionen Euro eine neue Anlage aus dem Boden gestampft.

„Die Bahn in Cortina wird wie jene der Winterspiele in Turin 2006 nur ein paar Tage lang genutzt und dann aufgegeben. Aus dem negativen Erbe von Turin 2006 hat man nichts gelernt“, erklärten die CIPRA-Präsidentinnen Serena Arduino und Bianca Elzenbaumer.

„Mit Ausnahme des Verzichts auf den Bau einer neuen Eisschnelllaufanlage wurden alle anderen Chancen vertan, Mailand-Cortina 2026 wenigstens eine Spur von Nachhaltigkeit zu verleihen“, beklagte das Duo.

Forderung nach „sofortiger Umorientierung“

CIPRA moniert zudem einen „eklatanten Mangel an Information und Transparenz bei der Planung und dem Bau der Infrastrukturen. Die geplanten Bauvorhaben stehen weder im Einklang mit der Aarhus-Konvention noch mit der Alpen-Konvention und ihren Protokollen – dem verbindlichen internationalen Vertrag, der die Alpen-Staaten zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung der Alpen verpflichtet.“

Arduino und Elzenbaumer drängen daher auf „eine sofortige Umorientierung in Richtung echter Nachhaltigkeit“. Sie fordern eine strenge Umweltverträglichkeitsprüfung vor einer endgültigen Entscheidung, Verzicht auf eine neue Bobbahn und vor allem „künftige Verbindlichkeit des Bewerbungsdossiers“.

Basketball

Österreichs Basketballerinnen gehen optimistisch ins letzte Spiel der Qualifikation zur EM 2023, das am Donnerstag (18.00 Uhr, live in ORF Sport +) in Podgorica steigt. Das ÖBV-Team ist bei der Auswahl Montenegros zu Gast, die wohl das Ticket zur Endrunde in Slowenien und Israel (15. bis 25. Juni) lösen wird. Zweieinhalb Monate nach dem 66:63 gegen Dänemark wollen Anja Fuchs-Robetin, Camilla Neumann und Kolleginnen neuerlich überraschen.

Die anstehende Aufgabe werde freilich schwieriger, sagte Coach Hubert Schmidt zur APA. „Aber wir wollen zeigen, dass wir mithalten können.“ Im Hinspiel in Schwechat war das über weite Strecken gelungen. Am Ende stand eine 60:70-Niederlage. Im ÖBV-Team könnte Sarah Sagerer nach monatelanger Verletzungspause ihr Comeback geben. Die Oberösterreicherin war jedenfalls im Trainingscamp in St. Pölten dabei.

Die Auswahl des Gegners wird von Jelena Dubljevic angeführt, 2016 WNBA-Champion mit den Los Angeles Sparks. Im ersten Duell mit Österreich stach die eingebürgerte US-Amerikanerin Markeisha Gatling mit 22 Punkten und zwölf Rebounds heraus.

Radsport

Der 18-jährige Wiener Raphael Kokas hat am Mittwoch bei der Bahnrad-EM im schweizerischen Grenchen den elften Rang im Eliminationsrennen belegt, es gewann der Deutsche Tim Torn Teutenberg. Die Burgenländerin Verena Eberhardt wurde im Scratch-Rennen der Frauen 17., der Sieg ging an die Portugiesin Maria Martins.