Fußball

Athletic Bilbao hat den Aufstieg ins spanische Cupfinale geschafft. Die Basken setzten sich am Donnerstagabend im heimischen Stadion San Mames im Rückspiel gegen Atletico Madrid klar mit 3:0 durch.

Das Hinspiel hatte schon mit einem 1:0-Sieg von Bilbao geendet. Im Endspiel wartet Mallorca, das sich bereits am Dienstag im Elfmeterschießen gegen Real Sociedad durchgesetzt hatte.

Während des englischen FA-Cup-Spiels zwischen dem Premier-League-Club Chelsea und dem Zweitligisten Leeds United (3:2) ist es zu einem Unfall auf der Gästetribüne gekommen. Wie britische Medien übereinstimmend berichteten, fiel ein Leeds-Anhänger am Mittwochabend beim Jubeln vom Oberrang des Stadions Stamford Bridge auf unbesetzte Stühle des Unterrangs und verletzte sich dabei schwer.

Der Unfall in der fünften Runde des FA-Cups soll sich bereits nach wenigen Minuten ereignet haben, als Leeds mit 1:0 in Führung ging. Im Gästeblock kam es daraufhin zu stürmischen Jubelszenen. Auf einem Video in sozialen Medien war zu sehen, wie eine Person dabei vom oberen Rang stürzte.

Medizinisches Personal und Sicherheitskräfte leisteten sofort Erste Hilfe, bevor der Mann in ein Krankenhaus gebracht wurde. Sowohl Leeds United als auch der FC Chelsea bestätigten „einen Vorfall, in den ein Fan involviert“ war, machten aber zunächst keine näheren Angaben, auch nicht zum Gesundheitszustand des Betroffenen. Der Vorfall werde derzeit untersucht, hieß es.

Motorsport

Die rot-weiß-rote Motorsporthoffnung Charlie Wurz ist im Qualifying beim Saisonauftakt der Formel 3 in Bahrain auf den 16. Platz gefahren. Dem 18-Jährigen vom Schweizer Team Jenzer fehlten am Donnerstag bei seinem F3-Debüt 0,760 Sek. auf den Schweden Dino Beganovic, der sich die Poleposition in Sachir sicherte. Am Freitag (11.15 Uhr) steht das Sprintrennen für die 30 Nachwuchsfahrer auf dem Programm, am Samstag (10.00 Uhr) findet das Hauptrennen statt.

Im Training zuvor war Wurz noch Fünfter geworden. „Das Auto fühlte sich gut an“, sagte der Sohn von Ex-Formel-1-Fahrer Alexander Wurz. Für das Qualifying hatte sich Wurz eine Top-Ten-Platzierung vorgenommen. Im Sprintrennen der Nachwuchsserie wird der Zwölftplatzierte des Qualifyings in einer umgedrehten Startaufstellung von der Poleposition starten, Punkte gibt es in beiden Rennen für die besten zehn.

Die Formel 3 trägt ihre Rennen bei zehn Stationen im Rahmenprogramm der Formel 1 aus und bietet eine Plattform für Nachwuchsfahrer, um sich auf dem Weg in die Königsklasse mit den Toptalenten im ungefähr gleichen Alter zu messen.

Football

Runningback Sandro Platzgummer wird die Raiders Tirol verlassen und zum Konkurrenten in der European League of Football (ELF) Frankfurt Galaxy wechseln. Der 26-Jährige hat die sportliche Leitung der Tiroler um Auflösung seines bestehenden Vertrages gebeten, um sich verstärkt seiner Ausbildung zu widmen und sich mit einem Praktikum im Ausland auf seine berufliche Zukunft als Arzt vorzubereiten.

„Es wird für mich eine besondere Erfahrung, an meiner Karriere als Arzt zu arbeiten und gleichzeitig auf dem höchsten Niveau in Europa zu spielen“, so der Tiroler. Der 26-Jährige schaffte es 2020 über das International Pathway Program der National Football League (NFL) in die größte Football-Liga der Welt und wurde von den New York Giants unter Vertrag genommen.

NFL, American Football Herren, USA New York Giants at Cleveland Browns, Aug 22, 2021 Cleveland, Ohio, USA New York Giants running back Sandro Platzgummer 34 makes a catch during warmups before the game against the Cleveland Browns at FirstEnergy Stadium. Mandatory Credit: Scott Galvin-USA TODAY Sports, 22.08.2021 12:19:49, 16608566, NPStrans, New York Giants, NFL, Cleveland Browns, FirstEnergy Stadium, Sandro Platzgummer PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xScottxGalvinx 16608566
IMAGO/USA TODAY Network/Scott Galvin

Platzgummer war damit der erste österreichische Feldspieler, der bei einem Team in der NFL engagiert wurde und in der Pre-Season zu Einsätzen kam. Nach drei Jahren bei den New York Giants kehrte er wieder zu seinem Heimatclub zurück. In der ELF kam Platzgummer in vier Spielen zum Einsatz, ehe er sich eine Knieverletzung zugezog und seither pausieren musste.

Ski alpin

Das erste von zwei geplanten Abfahrtstrainings im alpinen Skiweltcup der Frauen in Kvitfjell ist wegen schlechter Sicht und fortgesetzten Schneefalls abgesagt worden. Am Freitag wird ein neuer Versuch unternommen.

In Norwegen sollen Cornelia Hütter und Co. am Samstag (11.00 Uhr) eine Abfahrt und am Sonntag (11.00 Uhr, jeweils live in ORF1 und im Livestream) einen Super-G bestreiten.

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Tischtennis

Linz AG Froschberg hat das Heimspiel im Halbfinale der Champions League klar verloren. Die Oberösterreicherinnen mussten sich am Donnerstag dem polnischen Titelverteidiger Tarnobrzeg mit 0:3 geschlagen geben und haben nur noch geringe Chancen, zum siebenten Mal ins Endspiel einzuziehen. Das Rückspiel gegen den dreifachen Champions-League-Sieger steigt am Samstag (18.00 Uhr) in Tarnobrzeg.

Im Auftaktmatch unterlag Sofia Polcanova der 45-jährigen Portugiesin Yu Fu mit 0:3. „Es hat nichts gepasst. Ihre Bälle waren so unangenehm für mich“, erklärte Polcanova im ORF-Interview. Anschließend war Ivana Malobabic beim 0:3 gegen Yang Xiaoxin erwartungsgemäß ohne Chance. Suthasini Sawettabut verlor danach gegen Elizabeta Samara mit 2:3.

Segeln

Lara Vadlau/Lukas Mähr haben sich bei der Segel-WM in der olympischen 470er-Klasse vor Palma de Mallorca am Donnerstag auf Rang neun verbessert. Das österreichische Duo belegte in den ersten zwei Wettfahrten der Goldflotte die Plätze 16 und acht und verbesserte sich damit um einen Platz. Der 16. Platz ist das bisher schlechteste Resultat von Vadlau/Mähr und zählt aktuell als Streichresultat.

„Erster Tag in der Goldfleet, da segeln alle sprichwörtlich mit dem Messer zwischen den Zähnen. Es ist extrem, du darfst keinen Millimeter Platz lassen, sonst wirst du durchgereicht. Bislang haben wir unsere Stärken noch nicht ganz ausspielen können – das wollen wir in den nächsten Tagen ändern“, erklärte Vadlau. Vier Wettfahrten sind in der finalen Serie noch zu segeln, ehe die WM am Sonntag mit dem Medalrace der besten zehn Boote entschieden wird.

Handball

Das kroatische Handballnationalteam wird von Dagur Sigurdsson als neuem Teamchef in die Olympiaqualifikation geführt. Sein Debüt gibt der Isländer am 14. März ausgerechnet gegen Österreich. Sigurdsson war von 2008 bis 2010 Trainer der Herren des Österreichischen Handballbundes (ÖHB), davor Spielertrainer in Bregenz. Danach arbeitete er mit den Nationalteams von Deutschland, mit dem er 2016 Europameister wurde, und Japan. In der Paris-Quali befinden sich in der Österreich-Gruppe auch die Deutschen und Algerien.

Coach Dagur Sigurdsson
Reuters/Susana Vera

Biathlon

Schlechtes Wetter mit dichtem Nebel hat beim Biathlonweltcup in Oslo zu einer Verschiebung des Frauen-Einzels geführt. Das erste Rennen nach der WM in Norwegen wurde von Donnerstag auf Freitag verschoben.

„Es ist bis zum Beginn des Anschießens alles probiert worden, aber das Wetter ist kontinuierlich schlechter geworden, speziell die Sicht auf den Schießstand“, sagte Sportdirektor Felix Bitterling vom Deutschen Skiverband (DSV): „Da hat speziell ein Einzel mit viermal Schießen keinen Sinn. Das ist die einzig richtige Entscheidung, dass man probiert, das morgen zu machen.“

Der Frauen-Bewerb über 15 Kilometer soll nun am Freitag um 12.30 Uhr gestartet werden, das 20-km-Rennen der Männer wurde von 14.15 auf 15.30 Uhr verschoben.

Kristina Oberthaler hat am Donnerstag beim IBU-Cup im Sprint in Obertilliach erstmals den Sprung auf das Podest geschafft. Die Salzburgerin belegte hinter der Norwegerin Ragnhild Femsteinevik und der Französin Oceane Michelon den dritten Rang. Julia Schwaiger und Lisa Osl kamen auf die Ränge 25 und 37.

„Das ist mein erster Podestplatz in einem Einzel-Bewerb im IBU-Cup. Dass das ausgerechnet zu Hause gelingt, ist natürlich megacool“, erklärte Oberthaler, die nur einmal in die Strafrunde musste und am Ende 40,4 Sekunden Rückstand auf die Siegerin hatte.

Skibergsteigen

Skibergsteigerin Johanna Hiemer will ihre Hochform auch beim Heimweltcup auf der Planai ausspielen. Die Schladmingerin ist am Freitag im Vertical-Bewerb eine Anwärterin auf die Podestplätze. Vorjahressiegerin Sarah Dreier zählt als amtierende Europameisterin ebenfalls dazu. Im Männer-Bewerb wollen Paul Verbnjak und Christof Hochenwarter einen Angriff auf das Stockerl starten.

Auf Lokalmatadorin Hiemer wartet ein spezielles Rennen. „Ich bin nur wenige Meter von der Strecke entfernt aufgewachsen, und es ist einfach etwas ganz Besonderes, vor meiner Familie, meinen Freunden und den vielen bekannten Gesichtern zu laufen. Das motiviert natürlich unheimlich, und mit meinem ersten Weltcup-Podest im Rücken hoffe ich natürlich, auch daheim ein tolles Ergebnis abliefern zu können“, sagte Hiemer, in der Vorwoche im Martelltal Weltcup-Dritte in der Königsdisziplin Individual.

Gemeinsam mit Verbnjak landete sie in Südtirol im Mixed-Bewerb auf Platz zwei, dementsprechend motiviert ist der Kärntner für das Heimspiel. „Ich bin endlich wieder auf einem guten Niveau. Das ist natürlich eine sehr gute Ausgangslage für den Heimweltcup“, meinte der von gesundheitlichen Problemen erholte Verbnjak.

Dreier mit guten Erinnerungen

Dreier will ein Jahr nach ihrem Premierenerfolg im Aufstiegsrennen bis zur Planai-Mittelstation wieder auftrumpfen. „Der erste Weltcup-Sieg ist etwas ganz Besonderes. Allein schon deshalb hat Schladming für mich einen riesigen Stellenwert und weckt die schönsten Emotionen“, sagte die Salzburgerin.

In der Olympiadisziplin Sprint unter Flutlicht am Samstagabend zählt das österreichische Team hingegen nicht zum Favoritenkreis. Nach den Schladming-Rennen steht mit Cortina d’Ampezzo Anfang April noch eine weitere Weltcup-Station auf dem Programm.

Radsport

Der Internationale Radsportverband (UCI) hat einen Teamchef wegen eines wohl einmaligen Betrugsversuchs gesperrt. Um im Juli 2023 beim kleinen belgischen Rennen Argenta Classic auf die geforderte Zahl von fünf Starterinnen zu kommen, schickte der Leiter des US-Rennstalls Cynisca Cycling eine als Fahrerin verkleidete Mechanikerin zur Einschreibung.

Der Betrug flog auf, der inzwischen nicht mehr für Cynisca arbeitende Teamchef Danny Van Haute wurde bis Ende 2025 gesperrt. Die Mechanikerin bekam ein Arbeitsverbot bis September. Der Rennstall muss eine Geldstrafe zahlen, die vier anderen Fahrerinnen erhielten eine Verwarnung.

Sportpolitik

Die vom Sportministerium, Bildungsministerium und Sport Austria gemeinsam mit den Sportdachverbänden ASKÖ, ASVÖ und Sportunion ins Leben gerufene Initiative für eine tägliche Bewegungseinheit von Volksschul- und Kindergartenkindern hat ein positives Zwischenfazit gezogen.

Laut Aussendung nahmen österreichweit in diesem Schuljahr bereits 1.228 Gruppen bzw. Klassen in 174 Kindergärten sowie 150 Schulen an dem Projekt für mehr tägliche Bewegung teil und haben insgesamt 25.000 einzelne Bewegungseinheiten durchgeführt, im Vorjahr waren es am Schulschluss 35.152.

Durch eine Verdopplung der Budgetmittel, die Verschmelzung mit „Kinder gesund bewegen 2.0“ und Bundesländerfinanzierungen sollen ab 2024/25 18,03 Mio. Euro pro Jahr zur Verfügung stehen und 82.000 Kindergarten- und Volksschulkinder erreicht werden. Das entspräche mehr als 14 Prozent dieser Altersgruppe in Österreich.

2. Liga

Zweitligist Schwarz-Weiß Bregenz verzichtet auf weitere Rechtsmittel gegen den Abzug von drei Punkten in der laufenden Saison und die Geldstrafe von 25.000 Euro (davon 10.000 Euro bedingt). Grund dafür seien zu hohe Prozesskosten für den Verein, wie die „Vorarlberger Nachrichten“ am Donnerstag berichteten. Der Club hatte die Strafe erhalten, weil er Legionäre aus Brasilien ohne gültige Arbeitsbewilligung eingesetzt haben soll.

Eine Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil des Senats 5 der Bundesliga war vom Protestkomitee vergangene Woche bestätigt worden. Die Bregenzer hätten noch bis Donnerstag eine Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht einbringen können. Wegen erwarteter Verfahrenskosten von bis zu 20.000 Euro wird darauf verzichtet und die Strafe angenommen.

„So eine hohe Summe wollen wir dem Verein und allen Mitgliedern gegenüber nicht verantworten“, sagte Obmann Thomas Fricke. Durch den Punkteabzug rangieren die Vorarlberger mit 27 Zählern auf Tabellenplatz sechs in der Admiral 2. Liga.

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Schießen

Sylvia Steiner hat bei den Europameisterschaften für Luftgewehr und Luftpistole in Györ die erhoffte Olympiaqualifikation nicht geschafft. Die 41-jährige Salzburgerin belegte am Donnerstag mit der Luftpistole Rang acht, nachdem sie den Grunddurchgang noch als Beste absolviert hatte.

Sylvia Steiner beim Schießen
GEPA/Aleksandar Djorovic

Gold und Silber ging an die Juniorinnen Anna Dulce aus Moldawien und Simal Yilmaz aus der Türkei. Steiner hat aber noch mehrere Chancen, sich für Olympia diesen Sommer in Paris zu qualifizieren.