Magdalena Lobnig (AUT)
GEPA/Matthias Hauer
Rudern

Lobnig im Rennen um WM-Gold

Magdalena Lobnig steht bei der Weltmeisterschaft im bulgarischen Plowdiw im Rennen um Gold. Die Kärntnerin kämpfte sich am Freitag im Semifinale in den Endlauf der besten sechs am Sonntag. Die Entscheidung über A- oder B-Finale wurde zum Fotofinish.

Lobnig fuhr in ihrem Semifinal-Lauf mit einer Zeit von 7:26,73 Minuten als Dritte nur elf Hundertstel vor der Australierin Madeleine Edmunds über die Ziellinie und sicherte sich damit einen Platz im großen Finale (Sonntag, 10.47 Uhr). Vor der Vizeeuropameisterin klassierten sich die Schweizerin Jeannine Gmelin und die US-Amerikanerin Kara Kohler.

„Eine ganz enge Kiste“

„Das war eine ganz enge Kiste, manchmal braucht man auch ein wenig Glück auf seiner Seite“, sagte Lobnig, „ich wusste, dass es verdammt knapp zugehen wird und ich am Ende ordentlich Gas geben muss, das ist mir gelungen. Im Prinzip war es ein Deja-vu der letztjährigen WM, da war ich in der gleichen Situation. Aber ich werde hier von Rennen zu Rennen stärker, der Wille ist da, der Kopf ist stark – und diese Karten habe ich heute ausgespielt.“

Hinter der favorisierten Gmelin, ihres Zeichens Titelverteidigerin und regierende Europameisterin, darf sich Lobnig, der nur 2,8 Sekunden auf Platz eins fehlten, Chancen auf Edelmetall ausrechnen. Die 28-Jährige erzielte die insgesamt viertschnellste Semifinal-Zeit. Aus dem zweiten Halbfinale qualifizierten sich die Irin Sanita Puspure, die Dänin Fie Udby Erichsen und die Deutsche Annekatrin Thiele für das Finale.

„Es wird viel von der Tagesverfassung und der Nervenstärke abhängen. Wer die besseren Nerven hat, holt sich eine Medaille“, so Lobnig, die im Vorjahr in Sarasota im US-Bundesstaat Florida zu Bronze gerudert war. „Ich werde auf jeden Fall versuchen, mehr Anfangsgeschwindigkeit mitzunehmen, den Start noch besser zu erwischen. Aber großartig taktieren kann man in so einem WM-Finale eh nicht. Wichtig ist, sich mental gut vorzubereiten, und dann gibt es ohnehin nur mehr Vollgas.“

WM-Silber für Para-Mixed-Duo

Im Para-Mixed-Bewerb eroberten Johanna Beyer und David Erkinger Silber. Das Behindertensport-Duo klassierte sich rund zwölf Sekunden hinter Brasilien und mehr als sieben vor Russland und sorgte damit für die erste österreichische WM-Medaille in Bulgarien. „Ein Riesenerfolg. Sie sind noch nie so eine Zeit gerudert, waren rund 20 Sekunden schneller als noch bei ihrem Weltcup-Sieg in Linz-Ottensheim. Die beiden haben gemeinsam mit ihrem Trainer Alex Farkas wirklich eine tolle Arbeit geleistet“, freute sich ÖRV-Sportdirektor Lambing.

Einen versöhnlichen Abschluss der Titelkämpfe gab es für die Leichtgewichts-Einer. Sowohl Anja Manoutschehri als auch Rainer Kepplinger gewannen ihr C-Finale und belegten damit in der Endwertung Platz 13.

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