Ramiro Funes Mori (Villarreal) gegen Deni Alar (Rapid)
APA/Helmut Fohringer
Europa League

Villarreal hofft auf Frustbewältigung

Nicht nur Rapid, sondern auch Villarreal hinkt derzeit den eigenen Ansprüchen hinterher. Das „gelbe U-Boot“ ist nach elf Runden der spanischen Meisterschaft mit zehn Punkten nur Tabellen-16., der 5:0-Kantersieg über Rapid in der Europa League war der einzige Erfolg in den jüngsten acht Pflichtspielen. Dementsprechend unruhig sind die Villarreal-Fans.

„Es ist klar, dass wir uns in einer schwierigen Situation befinden, die uns auch Angst macht“, gestand der argentinische Verteidiger Ramiro Funes Mori gegenüber der Sporttageszeitung „AS“ vor dem Gastspiel am Donnerstagabend (18.55 Uhr) in Wien. „Aber ich glaube, dass sich die Dinge bald ändern werden, da das Team gut spielt und die Ergebnisse kommen werden. Wir müssen weiterarbeiten und dürfen nicht aufgeben.“

Rapid will gegen Villareal überraschen

Nach der 0:5-Pleite bei Villareal möchte sich Rapid im Europa-League-Rückspiel am Donnerstag vor eigenem Publikum revanchieren.

Villarreals großes Problem war zuletzt – mit Ausnahme des Heimspiels gegen Rapid – die Effizienz. „Die Mannschaft arbeitet viele Chancen heraus, verwertet diese aber nicht. Sie macht gute Spiele, gewinnt diese aber nicht“, erklärte Funes Mori, der in Wien „auf einen Sieg“ hofft, „der uns Ruhe bringt“. Man werde die Hütteldorfer aber keinesfalls unterschätzen. „Uns erwartet ein motivierter Rivale und ein kompliziertes Spiel“, warnte der 27-Jährige.

Jubel von Karl Toko Ekambi und Samu Chukweze (beide Villarreal)
GEPA/Mario Kneisl
Nach dem 5:0 im Hinspiel wollen die Spanier ihr Selbstvertrauen erneut aufpäppeln

Respekt vor Gastgebern

„Sie werden sicherlich besser und konkurrenzfähiger auftreten als bei uns. Sie spielen zu Hause und werden die Unterstützung ihrer Anhänger haben. Sie haben noch die Chance, weiterzukommen, und werden es uns sicher sehr schwer machen“, meinte Funes Mori vor dem Match des noch ungeschlagenen Gruppe-G-Tabellenführers in der mit 24.000 Zuschauern voll besetzten Allianz Arena. „Wir müssen auf Ballbesitz setzen, uns damit verteidigen und sie laufen lassen.“

Auch Trainer Javier Calleja hofft, dass die Frustbewältigung in Wien gelingt und sich damit die Diskussionen um seine Ablöse beruhigen. „Die Mannschaft spielt einen guten Fußball, und wir können gegen jeden Gegner gewinnen. Das Team ist aber nicht gewohnt, so weit unten in der Tabelle zu sein. Das bringt Unruhe und Nervosität hinein“, sagte der 40-Jährige.

Laut eigener Aussage genießt Calleja noch die volle Rückendeckung der Vereinsführung: „Ich habe mit dem Clubpräsidenten und den Funktionären gesprochen. Es herrscht Zuversicht, dass wir das Projekt voranbringen. Wir müssen vor allem mental arbeiten, um vor dem Tor wieder treffsicherer zu werden. Wir müssen jetzt kurzfristig denken und das Spiel in der Europa League gewinnen“, lautet die Vorgabe des Trainers.

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