Matthias Walkner
APA/AFP/Franck Fife
Rallye Dakar

Walkner büßt bei Dakar wieder Zeit ein

Matthias Walkner hat bei der Rallye Dakar erneut unsanfte Bekanntschaft mit den Tücken der peruanischen Wüste gemacht. Der Titelverteidiger fabrizierte am Montag auf der siebenten Etappe einen „ordentlichen Crash“ und verlor weiter Zeit auf die Spitzenposition. Diese nimmt nun wieder der US-Amerikaner Ricky Brabec ein.

Walkner fehlen als Siebentem bereits 16:16 Minuten auf den Honda-Fahrer. Nach der 323 Kilometer langen Sonderprüfung um San Juan de Marcona kam der Salzburger als Zehnter ins Ziel.

Der Tagessieg ging an seinen KTM-Teamkollegen Sam Sunderland, der sich 6:30 Minuten vor dem drittplatzierten Brabec durchsetzte. Der bis Montag führende Chilene Pablo Quintanilla verlor über eine Viertelstunde auf Brabec, dessen erster Verfolger nun der Franzose Adrien van Beveren (Yamaha/+7:47 Min.) ist.

Anstrengender Tag für Walkner

Walkner berichtete im Ziel von einem „extrem anstrengenden Tag“. Er habe zu Beginn ein gutes Tempo vorlegen können. Walkner gelang es, Quintanilla und den zu Etappenbeginn zweitplatzierten Kevin Benavides (ARG) zwischenzeitlich hinter sich zu lassen. Im Sand hätten die Verfolger aber rasch aufholen können.

Matthias Walkner
GEPA/Red Bull Content Pool/ Flavien Duhamel
Matthias Walkner hat drei Etappen vor Ende der Rallye Dakar 16:16 Minuten Rückstand

„Ordentlicher Crash“

Die Spitzengruppe war danach zusammen und suchte laut Angaben des KTM-Fahrers zwischenzeitlich gemeinsam einen Wegpunkt. Die entscheidende Szene ereignete sich gegen Ende der Etappe. Benavides bremste vor Walkner bei einer Stelle unerwartet heftig.

„Um nicht in ihn reinzuspringen, musste ich so sehr abbremsen, dass sich das Motorrad vor der Kompression so aufgeschaukelt hat, dass ich es nicht mehr stabilisieren konnte und einen ordentlichen Crash hingelegt habe“, berichtete Walkner. „Mein Körper tut jetzt schon ziemlich weh von den ganzen Stürzen.“

Auf der drittletzten Etappe von San Juan de Marcona nach Pisco starten am Dienstag die ersten zehn Motorräder gemeinsam. 574 Kilometer werden insgesamt zurückgelegt, davon sind 361 Kilometer als Sonderprüfung zu bewältigen. Walkner war trotz allem zuversichtlich: „Auch wenn die Ausgangssituation sicher nicht optimal ist, ist noch alles drinnen.“

Attijah rückt Gesamtsieg näher

Nasser al-Attijah bleibt in der Autowertung indes auf Gesamtsiegkurs. Der Katarer im Toyota liegt nach der siebenten Etappe am Montag nun knapp eine halbe Stunde vor seinem ersten Verfolger, dem Franzosen Stephane Peterhansel. Der 13-fache Dakar-Sieger gewann das Teilstück um San Juan de Marcona. Landsmann Sebastien Loeb hatte Pech.

Der vormals Zweitplatzierte attackierte in der peruanischen Wüste, verlor aufgrund eines technischen Defekts aber viel Zeit und fiel auf den vierten Platz der Gesamtwertung zurück. Auf Attijah fehlen Loeb nun bereits mehr als 50 Minuten. Die Rallye endet nach drei weiteren Etappen am Donnerstag in Lima.

Rallye Dakar 2019

Motorräder, siebente Etappe

San Juan de Marcona - San Juan de Marcona (323 km)
1. Sam Sunderland GBR KTM 3:51:41
2. Jose Florimo CHI Honda +1:51
3. Ricky Brabec USA Honda 6:30
4. Adrien van Beveren FRA Yamaha 9:40
5. Luciano Benavides ARG KTM 11:19
6. Andrew Short USA Husqvarna 11:29
8. Toby Price AUS KTM 12:46
10. Matthias Walkner AUT KTM 16:38
13. Pablo Quintanilla CHI Husqvarna 21:07

Gesamtwertung Motorräder

Stand nach acht von zehn Etappen:
1. Toby Price AUS KTM 28:23:08
2. Pablo Quintanilla CHI Husquarna + 1:03
3. Matthias Walkner AUT KTM 6:35
4. Sam Sunderland GBR KTM 6:38
5. Adrien Van Beveren FRA Yamaha 9:54
6. Andrew Short USA Husqvarna 39:27

Autos, siebente Etapppe

San Juan de Marcona - San Juan de Macrona (323 km):
1. Stephane Peterhansel FRA Mini 4:00:01
2. Nani Roma ESP Mini + 4:33
3. Carlos Sainz ESP Mini 9:28
4. Nasser al-Attiyah KAT Toyota 11:58
5. Cyril Despres FRA Mini 12:50
6. Giniel De Villiers RSA Toyotoa 16:31

Gesamtwertung Autos

Stand nach acht von zehn Etappen:
1. Nasser al-Attiyah KAT Toyota 29:15:50
2. Nani Roma ESP Mini + 46:29
3. Sebastien Loeb FRA Peugeot 46:45
4. Stephane Peterhansel FRA Mini 53:30
5. Cyril Despres FRA Mini 2:15:27
6. Jakub Przygonski POL Mini 2:19:50

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