Ex-Skiläuferin Fernandez Ochoa tot aufgefunden

Die seit elf Tagen vermisste ehemalige Skirennläuferin Blanca Fernandez Ochoa ist am Mittwoch tot in einem Gebirge nahe Madrid gefunden worden. Die Leiche der 56-jährigen Olympia-Medaillengewinnerin sei auf dem Gipfel La Penota (1.945 Meter) in der Sierra de Guadarrama entdeckt worden, berichtete die spanische Zeitung „El Pais“ unter Berufung auf Polizeiquellen.

Woran Fernandez Ochoa starb, war zunächst unklar. Angaben zufolge soll sie eine schwere Kopfverletzung aufweisen, die vermutlich von einem Sturz stammt. Seit Tagen hatten Hunderte Einsatzkräfte – darunter Polizisten mit Spürhunden, die Zivilgarde und freiwillige Helfer – das Wandergebiet durchkämmt. Zuletzt waren auch Drohnen in dem teilweise unwegsamen Gebiet eingesetzt worden.

Blanca Fernandez Ochoa, 1988
AP/Dieter Endlicher
Blanca Fernandez Ochoa, 1988

Mehrere Spitzenpolitiker drückten der Familie auf Twitter ihr Beileid aus. „Sie hat für unseren Sport Geschichte geschrieben und uns viel zu früh verlassen“, schrieb Albert Rivera, der Chef der liberalen Partei „Ciudadanos“.

Slalom-Bronze bei Olympia 1992

Die frühere Profisportlerin hatte 1992 als Höhepunkt ihrer Karriere in Albertville im Slalom Olympiabronze gewonnen. Es war die zweite und bis heute letzte olympische Medaille für Spanien im alpinen Skisport. Ihr Verschwinden hatte in ihrer Heimat in den vergangenen Tagen viele Schlagzeilen gemacht.

Ihrer Familie habe sie gesagt, sie wolle fünf Tage wandern gehen. Als sie nach dieser Zeit nicht zurückgekehrt war, hatten die Angehörigen die Behörden informiert. Am Sonntag wurde schließlich ihr Auto nahe Cercedilla in der Sierra de Guadarrama auf einem Parkplatz gefunden – in einer Gegend, wo viele Trekkingpfade starten.