Jakob Pöltl (Spurs)
GEPA/Sipa USA/USA Today/Ron Chenoy
NBA

San Antonio kann nur noch überraschen

Es ist das bisher wichtigste Spiel der Saison. Die San Antonio Spurs starten als klarer Außenseiter ins Play-in-Turnier der nordamerikanischen Basketballprofiliga NBA. Mit zwei Siegen in zwei K.-o.-Spielen können Jakob Pöltl und Co. dennoch als letztes Team ein Play-off-Ticket buchen. Bei einer Auswärtsniederlage in der Nacht auf Donnerstag gegen die New Orleans Pelicans wäre die Saison aber wie im Vorjahr vorzeitig beendet.

Die Spurs sind mit der schwächsten Bilanz aller 20 noch nicht in Urlaub befindlichen Teams ins Play-in eingezogen – unter anderem auf Kosten der Los Angeles Lakers. Überwinden sie die Hürde New Orleans, müssten sie am Freitag auch noch ein Auswärtsduell bei den Los Angeles Clippers überstehen. Auf den Gewinner dieser Begegnung wartet dann eine „Best of seven“-Serie gegen Grunddurchgangssieger Phoenix Suns.

In der regulären Saison haben die Spurs drei von vier Duellen mit den Pelicans für sich entschieden, darunter beide Auswärtspartien. Beim Heimerfolg im Dezember war Pöltl mit 24 Punkten Topscorer seines Teams. Nach Tauschgeschäften und der All-Star-Pause im Februar präsentierte sich New Orleans aber auch ohne seinen verletzungsbedingt in dieser Saison noch nicht eingesetzten Jungstar Zion Williamson zuletzt in starker Verfassung.

Wiedersehen mit Valanciunas

„Es wird klarerweise keine einfache Partie, sie haben auf dem Papier ein sehr starkes Team“, meinte Pöltl. Der 26-Jährige erwähnte vor allem Neuzugang und Topscorer CJ McCollum, aber auch den von einer Verletzung zurückgekehrten Brandon Ingram. „Wir müssen konzentriert beginnen und Gas geben“, forderte der Center. Im Vorjahr war er mit den Spurs im ersten Play-in-Spiel auch als Nummer zehn der Western Conference mit 96:100 an den Memphis Grizzlies gescheitert.

Jonas Valanciunas (New Orleans Pelicans)
Reuters/USA Today Sports/Jayne Kamin-Oncea
Jonas Valanciunas ist ein ehemaliger Teamkollege von Pöltl und stellt sich ihm nun (wieder) in den Weg

Damals war Grizzlies-Center Jonas Valanciunas der überragende Mann. Der Litauer spielt mittlerweile für New Orleans. Seinen früheren Teamkollegen bei den Toronto Raptors in Schach zu halten, wird eine der Hauptaufgaben von Pöltl. „Natürlich kenne ich ihn sehr gut und weiß, welche Sachen er auf dem Feld gerne macht“, sagte Österreichs NBA-Pionier. „Es wird sicher ein ‚Battle‘ darum, wer härter und intensiver spielt, aber auch mit dem Kopf in der Partie bleibt.“

Form halten als Devise

Die Play-offs hat San Antonio in den beiden vergangenen Jahren jeweils verpasst. Lediglich 2019, in seiner ersten Saison in Texas, spielte Pöltl mit den Spurs eine Play-off-Serie. Damals kam nach sieben Spielen gegen die Denver Nuggets das Aus. Die neuerliche Chance ist eine Belohnung für einen starken Saisonendspurt. „Wir waren in den letzten Wochen sehr fokussiert, und uns war klar, was auf dem Spiel steht“, sagte Pöltl. Trotz personeller Änderungen und vieler Ausfälle habe man „einen Rhythmus gefunden“. Den braucht es in K.-o.-Spielen.

Play-in

Eastern Conference:
Brooklyn Cleveland 115:108 (1)
Atlanta Charlotte 132:103 (2)
Setzungsspiel:
Cleveland Atlanta 101:107
Western Conference:
Minnesota LA Clippers 109:104 (1)
New Orleans San Antonio 113:103 (2)
Setzungsspiel:
LA Clippers New Orleans 101:105
Sieger (1) und Sieger Setzungsspiele im Play-off

Erste Play-off-Runde

Eastern Conference:
Miami Atlanta 4:1*
Boston Brooklyn 4:0*
Milwaukee Chicago 4:1*
Philadelphia Toronto 4:2*
Western Conference:
Phoenix New Orleans 4:2*
Memphis Minnesota 4:2*
Golden State Denver 4:1*
Dallas Utah 4:2*
* Endstand in der "Best of seven"-Serie