Der österreichische Darts-Profi Mensur Suljovic
GEPA/Matic Klansek
Darts

Österreich plant bei WM weitere Sensation

Mensur Suljovic und Rowby-John Rodriguez wollen ab Donnerstag beim World Cup of Darts in der Eissporthalle in Frankfurt wieder einmal für eine Überraschung sorgen. Das Duo war 2021 sensationell bis ins Finale vorgestoßen. Erst dort musste man sich Schottland geschlagen geben. 2022 war in der gleichen Besetzung im Achtelfinale gegen den späteren Finalisten Wales Endstation. Bei der 13. Auflage des Turniers nehmen erstmals 40 Nationen teil.

Nur die Topteams haben zum Auftakt ein Freilos, darunter England und die Niederlande, die bereits jeweils viermal den Titel holen konnten. Während die Engländer auf Weltmeister Michael Smith bauen können, müssen die „Oranjes“ ohne Topstar Michael van Gerwen auskommen. Der 34-Jährige muss aufgrund der Nachwirkungen einer am Montag durchgeführten Zahnoperation auf einen Start verzichten, wie der Dartsweltverband (PDC) am Mittwoch mitteilte. Für ihn wird nun Dirk van Duijvenbode an der Seite von Danny Noppert einspringen.

Wales (mit Gerwyn Price) und Schottland steigen auch erst im Achtelfinale in das Geschehen ein. Der Rest, darunter auch Titelverteidiger Australien mit Simon Whitlock und Damon Heta, muss sich zuerst in einer Dreiergruppe durchsetzen. Österreich bekommt es als Nummer zehn gesetzt in Pool F am Donnerstagabend mit Dänemark und am Freitag mit den USA zu tun. Bei den Dänen gilt es, Vladimir Andersen und Benjamin Reus zu schlagen, das US-Team bilden Jules van Dongen und Leonard Gates. Nur die zwölf Gruppenersten sichern sich ein Ticket für die K.-o.-Phase, die am Samstag startet und am Sonntag mit Viertelfinale, Halbfinale und Finale zu Ende geht.

Darts-Profi Rowby-John Rodriguez
IMAGO/Action Plus/Katie Chan
2021 schafften es Rodriguez und Suljovic bis ins Finale, im Vorjahr unterlag man dem späteren Finalisten Wales

Suljovic seit 2010 immer dabei

Suljovic tankte im Vorfeld Selbstvertrauen, war doch beim Players-Championship-Turnier in Hildesheim am Dienstagabend erst im Halbfinale gegen Luke Woodhouse mit 2:7 Endstation. 4.000 Pfund (4.668 Euro) an Preisgeld nahm der 51-Jährige, der noch immer auf die österreichische Staatsbürgerschaft wartet, dafür mit nach Hause. Woodhouse hatte in der zweiten Runde die Hoffnungen von Rodriguez auf ein besseres Abschneiden früh beendet.

Suljovic ist einer von nur drei Akteuren, die bei allen bisherigen World-Cup-Turnieren am Start waren. Geschafft haben das daneben nur Nordirlands Brendan Dolan und der Ire William O’Connor. Anfang 2010 wurde der Bewerb erstmals ausgetragen, abgesehen von einer Pause 2011 fand er in den folgenden Jahren regelmäßig statt. Neben dem mit Abstand größten Erfolg vor zwei Jahren gelang Österreich 2016, 2017, 2019 und 2020 jeweils der Vorstoß bis ins Viertelfinale.

Nur noch Doppel, kein Einzel

Dort würde es ein Preisgeld von 20.000 Pfund (23.343 Euro) pro Team geben, die Turniersieger bekommen das Vierfache (93.372 Euro). Dotiert ist das Event mit 450.000 Pfund (525.222 Euro). Neu ist, dass es nur noch Doppel-Partien gibt, das Einzel entfällt. Gespielt wird in der Gruppenphase auf höchstens sieben Legs. Dann geht es „Best of 15“ weiter, ehe der Turniersieger im „Best of 19“ gekürt wird. Zum zweiten Mal in Folge geht das Turnier in der Eissporthalle über die Bühne.

Gruppe F

Tabelle:
1. Dänemark 1 1 7:6 1
2. Österreich (10) 1 1 6:6 1
3. USA 1 1 6:7 1
Die zwölf Gruppensieger stehen im Achtelfinale.
England, Niederlande, Wales und Schottland gesetzt.
Spielplan:
Österreich Dänemark 2:4
Österreich USA 4:2
USA Dänemark 4:3
Österreich spielt mit Mensur Suljovic und Rowby-John Rodriguez. In der Gruppenphase wird im Doppel "Best of seven"-Legs gespielt.