Boli Bolingoli Mbombo (Rapid) und Bryan Henning (Innsbruck)
GEPA/Amir Beganovic
Bundesliga

Rapid feiert nächsten Last-Minute-Sieg

Rapid Wien hat wenige Tage nach dem Last-Minute-Sieg in der Europa League bei Spartak Moskau auch in der tipico-Bundesliga in letzter Sekunde zugeschlagen. Die Hütteldorfer setzten sich am Sonntag in der 16. Runde bei Wacker Innsbruck dank eines Treffers von Veton Berisha in der Nachspielzeit 1:0 durch.

Der Norweger verwertete in der 92. Minute ein ideales Zuspiel von Boli Bolingoli zum Siegestreffer und bescherte Rapid damit im letzten Abdruck den fünften Saisonsieg. Die Wiener, die vor 6.000 Zuschauern in Innsbruck auch einen Stangenschuss verzeichnet hatten, verkürzten damit den Rückstand auf Platz sechs und die Meisterrunde auf drei Punkte. Innsbruck rutschte durch die Niederlage auf Platz zehn zurück.

Dabei ließ der Auftritt am Tivoli lange Zeit wenig Gutes für Rapid erwarten. Die Wiener präsentierten sich gegen einen tief stehenden Gegner ideenlos, der Europa-League-Sieg am Donnerstag bei Spartak Moskau (2:1) schien weniger einen Schub an Selbstvertrauen, sondern eher müde Beine zu bewirken.

Schwab klopft an

Ohne den angeschlagenen Philipp Schobesberger kamen die Wiener vor der Pause nur zu einer nennenswerten Chance. In der 29. Minute köpfelte Stefan Schwab nach Corner von Thomas Murg ans Lattenkreuz, den Nachschuss setzte der Kapitän knapp neben das Tor.

Wacker verzeichnete in der 24. Minute die erste Gelegenheit, als Richard Strebinger einen Kopfball von Matthias Maak aus dem Eck fischte. In der 40. Minute, kurz nach dem verletzungsbedingten Austausch von Rapids Linksverteidiger Marvin Potzmann, donnerte Ilkay Durmus den Ball aus zehn Metern weit über die Latte.

Schwungvolle zweite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie an Fahrt auf. Beide Teams schalteten auf Offensive, es entstanden mehr Räume und dadurch auch mehr Torszenen. In der 54. Minute scheiterte Murg nach Vorarbeit von Mert Müldür und Andrei Ivan am Tiroler Schlussmann Christopher Knett, danach folgten einige gefährliche Konter der Gastgeber, wobei den Abschlüssen von Durmus (65.), Bryan Henning (66.) und Albert Vallci (73.) die Präzision fehlte.

Rapid feiert Last-Minute-Sieg

Rapid setzte sich bei Wacker Innsbruck dank eines Treffers von Veton Berisha in der Nachspielzeit mit 1:0 durch.

Rapid antwortete mit einem Stanglpass von Müldür, der von Maak beinahe ins eigene Tor befördert worden wäre (78.), und einem knappen Fehlschuss von Schwab (79.). In der 92. Minute gelang dann doch noch der Lucky Punch: Über Schwab und Boli Bolingoli kam der Ball zu „Joker“ Berisha, der Knett keine Chance ließ. Damit holten die Grün-Weißen nach drei Runden wieder einen Ligasieg und schafften in dieser Meisterschaftssaison den zweiten Auswärtssieg, den ersten seit der 3:0 bei der Admira in der Auftaktrunde im Juli.

Rapid-Spieler jubeln
APA/EXPA/Stefan Adelsberger
Die mitgereisten Rapid-Fans durften am Ende doch noch einen erfolgreichen Ausflug nach Tirol bejubeln

Stimmen zum Spiel:

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): „Wir nehmen den Sieg gerne mit. Es spricht für die Mannschaft, dass sie nie aufgegeben und noch das Tor gemacht hat. Durch den Sieg bleiben wir drinnen im Konzert. Wir haben nicht schlecht begonnen, aber dann haben wir die Bälle nicht gut in die letzte Zone gebracht. In der zweiten Hälfte war es offen, mit dem besseren Ende für uns. Ich wollte eigentlich Alar statt Berisha eintauschen, dann habe ich aber gesagt, wir brauchen Tiefgang, und ich habe Berisha gebracht. Das war eine gute Entscheidung. Dieser Sieg gibt uns Berge.“

Veton Berisha (Rapid-Torschütze): „Das Tor tut richtig gut. Man kann auch sagen, der Sieg war unverdient, aber wir nehmen die drei Punkte gerne mit. Wir haben nicht gut gespielt und vor allem im letzten Drittel zu viele Fehlpässe gemacht. Unser großes Ziel ist es, in die Top Sechs zu kommen.“

Tipico-Bundesliga, 16. Runde

Sonntag:

Wacker Innsbruck – Rapid Wien 0:1 (0:0)

Tivoli-Stadion, 6.000 Zuschauer, SR Eisner

Tor: Berisha (92.)

Innsbruck: Knett – Hupfauf, Baumgartner, Maak, Maranda, Vallci – Henning, Harrer (89./Freitag) – Dieng, Dedic (86./Eler), Durmus

Rapid: Strebinger – Müldür, Sonnleitner, Barac, Potzmann (38./Auer) – Martic (61./D. Ljubicic), Schwab – Murg, Knasmüllner, Bolingoli – Ivan (79./Berisha)

Gelbe Karten: Henning, Dieng, Dedic, Vallci bzw. Sonnleitner

Die Besten: Vallci, Henning bzw. Strebinger, Müldür

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