Szene aus dem Match St. Pölten gegen Graz
GEPA/Walter Luger
Bundesliga

St. Pölten ringt Sturm Remis ab

SKN St. Pölten und Sturm Graz sind mit einer Nullnummer in die neue Saison der tipico-Bundesliga gestartet. Die Niederösterreicher kamen dem Sieg vor 1.357 Zuschauern in der NV Arena näher. Sturm war im ersten Ligaspiel unter Trainer Christian Ilzer mit dem einen Punkt gut bedient.

Beide Teams offenbarten im zweiten Pflichtspiel der Saison Abstimmungsprobleme, die nur St. Pölten im Laufe der Partie besser in den Griff bekam. Dabei hatten die Grazer in der Anfangsphase öfter den Ball, allerdings fast nie in der gefährlichen Zone. Ilzer setzte wie erwartet vier Neuzugänge – alle in der Abwehr – von Beginn weg ein, hinter dem Stürmerduo Bekim Balaj/Kevin Friesenbichler sollte die erwartete Mittelfeld-Raute wirbeln.

Doch die Niederösterreicher, bei denen Trainer Robert Ibertsberger die drei Neuzugänge Peter Pokorny (Mittelfeld), Alexander Schmidt und Dor Hugi (beide Stürmer) brachte, nahmen nach 20 Minuten das Heft in die Hand.

Keine Tore bei St. Pölten gegen Sturm

Ein torloses Remis hat die Partie zwischen St. Pölten und Sturm Graz gebracht.

Turbulent wurde es erst kurz vor der Halbzeitpause: Sturm-Verteidiger Gregory Wüthrich putzte für seinen im Nachschuss geschlagenen Goalie Jörg Siebenhandl gegen George Davies aus (44.). Der SKN-Stürmer war zuvor aus abseitsverdächtiger Position gestartet. Und auch beim folgenden Corner brannte es im Sturm-Strafraum lichterloh, Amadou Dante rettete auf der Linie.

Sturm völlig harmlos

Unmittelbar nach Wiederbeginn fand Friesenbichler nach einem nicht geahndeten Foulspiel die erste und einzige Torchance von Sturm vor: Sein Kopfball völlig frei stehend aus rund sieben Metern wurde zum Rohrkrepierer (48.). St. Pölten blieb weitaus gefährlicher. Bei einem Weitschuss von Pokorny (54.) fehlten wie bei einem Schlenzer von Hugi von der Strafraumgrenze (61.) nur Zentimeter, ein Kopfball von Kofi Schulz geriet zu zentral (66.).

Die Niederösterreicher hatten Sturm endgültig ihr Spiel aufgedrückt. Ilzer versuchte der Unterlegenheit mit insgesamt vier Wechseln entgegenzuwirken. Das mündete im für Sturm schmeichelhaften 0:0. „Es war ein sehr glücklicher Punkt“, sagte Sturm-Kapitän Stefan Hierländer auf Sky über einen „gewonnenen Punkt“.

Stimmen zum Spiel

Robert Ibertsberger (St. Pölten-Trainer): „Es war noch nicht sehr gut, aber gut. Leider haben wir uns für den Auftritt nicht belohnt, vor allem mit der Leistung kann man aber zufrieden sein.“

Christian Ilzer (Sturm-Trainer): „Die Leistung ist nicht das, was man sich erhofft und erwartet hat. St. Pölten hatte die klar besseren Chancen. Dennoch bin ich der Meinung, dass es ein Spiel auf Augenhöhe war und der Punkt nicht unverdient ist.“

Stefan Hierländer (Sturm-Kapitän): „Die Spielanlage ist jetzt natürlich etwas anders. Wir haben es heute nicht geschafft, das Gegenpressing zustande zu bringen. Wir waren gegen den Ball sehr lethargisch. Dann kriegen wir Schwierigkeiten, weil wir immer den einen Schritt zu langsam sind.“

Peter Pokorny (St. Pölten-Bundesliga-Debütant): „Wir haben als Mannschaft sehr gut agiert und hätten uns mehr verdient. Wir waren klar die bessere Mannschaft.“

Tipico-Bundesliga, erste Runde

Sonntag:

St. Pölten – Sturm Graz 0:0

NV Arena, 1.357 Zuschauer, SR Heiß

St. Pölten: Riegler – Blauensteiner, Muhamedbegovic, Luan, Schulz – Luxbacher (46./Schütz), Pokorny, R. Ljubicic – Davies (84./Meister), Schmidt, Hugi (81./Tanzmayr)

Sturm: Siebenhandl – Ingolitsch, Wüthrich, Gorenc-Stankovic, Dante – Jäger – Hierländer (85./Zettl), Kiteishvili (64./Kuen), Jantscher (64./Ljubic) – Friesenbichler (78. Huspek), Balaj

Gelbe Karten: Luxbacher, Pokorny, Schmidt, Schütz bzw. Wüthrich, Friesenbichler, Jäger

Die Besten: Hugi, Pokorny, Blauensteiner bzw. Ingolitsch