Manfred Schmid (A.Wien)
GEPA/Christian Moser
Bundesliga

Austria bleibt nach Fehlstart gelassen

Nach Rapid hat mit der Austria auch der zweite Wiener Club den Start in die neue Saison der Admiral Bundesliga verpatzt. Nach dem 1:2 bei der SV Guntamatic Ried versuchten die Favoritner aber, das Positive in den Vordergrund zu stellen, auch wenn es nicht gelang, Selbstvertrauen vor dem Rückspiel bei Breidablik (Hinspiel 1:1) in der Conference-League-Qualifikation zu tanken.

„Durch ein dummes Tor sind wir in Rückstand gekommen, ein super Freistoß, und dann war es schwierig. Ried hat gut verteidigt, aber in Wahrheit haben wir das Spiel dominiert, aber uns leider nicht belohnt. Grundsätzlich war es ein gutes Spiel unserer Mannschaft. Die erste Hälfte stimmt mich zuversichtlich“, lautete die Analyse von Manfred Schmid nach seiner Ligapremiere als Austria-Trainer.

Sportdirektor Manuel Ortlechner schlug in dieselbe Kerbe. „Ich muss das Ergebnis von der Leistung trennen. Es ist sehr ärgerlich, aber über 60 Minuten ist es der Fußball, den wir uns vorstellen. Es hat nach Austria-Fußball ausgesehen“, betonte der ehemalige Abwehrspieler. Sein Optimismus mit Blickrichtung Zukunft ist groß. „Wenn wir jetzt noch cool bleiben, dann stellt sich der Erfolg in den nächsten Runden automatisch ein.“

Austria kassiert Dämpfer in Ried

Nach dem verpatzten Europacup-Auftakt hat die Austria auch in der Bundesliga einen Fehlstart hingelegt. Die Wiener kassierten im ersten Ligaspiel unter Neo-Trainer Manfred Schmid am Sonntag bei SV Guntamatic Ried eine 1:2-Niederlage.

Austria schielt auf Transfermarkt

Transfers könnten behilflich sein. Vieles deutet daraufhin, dass es die geben wird. „Ich gehe davon aus, dass der Kader Richtung September etwas anders aussehen wird als Stand heute“, sagte Ortlechner. Der 18-jährige Leipzig-Stürmer Noah Ohio zählt zu jenen Akteuren, die die Austria auf dem Radar hat. „Ein interessanter, schneller Mann, der bei uns auf dem Zettel steht, und es könnte passieren. Aber er ist einer von mehreren heißen Aktien“, sagte Ortlechner.

Nach dem Island-Gastspiel wartet am Sonntag zu Hause WSG Tirol. „Es ist bitter, aber es hilft nichts, es ist erst das erste Spiel, wir müssen nach vorne schauen“, sagte Benedikt Pichler. Verbesserungspotenzial gibt es. „Wir waren zu wenig mutig, haben zu wenig nach vorne gespielt“, war sich der Torschütze bewusst. Er leitete mit seinem Tor (75.) die Schlussoffensive der Wiener ein, die nicht mit Punkten belohnt wurde. „Wir haben einen Neustart, können nicht glauben, dass von null auf 100 alles geht“, sagte Kapitän Markus Suttner.

Ried mit nur 28,1 Prozent Ballbesitz

Den Riedern reichte ein Ballbesitz von nur 28,1 Prozent, um die drei Punkte mitzunehmen. Das dank Toren von Ante Bajic (56.) und eines Traumfreistoßs von Daniel Offenbacher (67.). „Ballbesitz ist mir egal, wenn das Resultat stimmt“, betonte Coach Andreas Heraf. „Entscheidend waren der unglaubliche Einsatz und die Laufbereitschaft der Mannschaft.“ Austria-Stürmer Marco Djuricin wurde gut in Schach gehalten.

Vorne rechtfertigte Bajic seine am Donnerstag offiziell gewordene Vertragsverlängerung bis 2024. „Ich bin froh, dass es mit dem Vertrag geklappt hat, ich habe heute getroffen, besser geht es nicht. Eine perfekte Woche für mich“, sagte der Stürmer. Als nächste Hürde wartet am Sonntag das Auswärtsduell mit Serienmeister Salzburg.