EM-News

Belgien bangt vor Viertelfinale um Hazard

Belgiens Mittelfeldstar Eden Hazard muss nun doch um seinen Einsatz im EM-Viertelfinale gegen Wales bangen. „Hazard ist ein Problem“, räumte Trainer Marc Wilmots am Mittwochabend in Haillan ein. Sein 25-jähriger Schützling von Chelsea hatte beim 4:0-Sieg gegen Ungarn eine Oberschenkelzerrung erlitten. Die Belgier spielen am Freitag gegen Wales.

Wilmots hatte zunächst gesagt, dass der zuletzt herausragende Hazard „hundertprozentig einsatzfähig“ sei. Die Blessur ist nun aber offensichtlich doch gravierender. Die Frage für den früheren Schalke-Profi Wilmots ist nun, ob er Hazard spielen lässt und damit riskiert, dass der Stratege vom FC Chelsea dann möglicherweise für den weiteren Turnierverlauf ausfällt. „Ich muss mit ihm darüber sprechen“, erklärte Wilmots.

Frankreichs Jungstar Coman wieder im Training

Kingsley Coman hat seine Knöchelblessur überstanden. Der 20-Jährige vom deutschen Rekordmeister Bayern München absolvierte am Mittwoch ohne Probleme die öffentliche Trainingseinheit von Frankreichs Nationalmannschaft in deren EM-Quartier in Clairefontaine. Dafür musste Routinier und Ex-Kapitän Patrice Evra das Mannschaftstraining kurz vor Schluss mit bandagiertem linken Handgelenk beenden.

Coman war am Sonntag beim 2:1-Sieg in Lyon gegen Irland zur Pause ein- und kurz vor Schluss wieder ausgewechselt worden. Er hatte einen Schlag auf den Knöchel bekommen. Trainer Didier Deschamps hatte da aber bereits von einer leichten Verletzung gesprochen. Am Sonntag bestreitet Frankreich im Stade de France in Saint-Denis sein Viertelfinale gegen Island.

Italien gegen Deutsche wohl ohne De Rossi und Candreva

Italien muss im EM-Viertelfianle am Samstag (21.00 Uhr, live in ORF eins) gegen Deutschland wohl auf Daniele de Rossi und Antonio Candreva verzichten. „De Rossi hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Wir schließen nichts aus, aber die Zeit ist gegen uns“, sagte Teamarzt Enrico Castellacci in Montpellier.

Conte muss improvisieren

Der 32-jährige De Rossi hatte beim 2:0 im Achtelfinale gegen Spanien eine Oberschenkelverletzung erlitten. Da sein Ersatz Thiago Motta gesperrt fehlt, muss Teamchef Antonio Conte voraussichtlich entweder das Spielsystem ändern oder im zentralen Mittelfeld improvisieren. Als mögliche Alternativen werden Marco Parolo, Stefano Sturaro und Leonardo Bonucci genannt.

Rechtsaußen-Spieler Candreva pausiert seit dem 1:0-Sieg gegen Schweden in der Gruppenphase vor knapp zwei Wochen mit Adduktorenproblemen, die seinen Einsatz nun auch im Klassiker gegen Deutschland wohl unmöglich machen. „Candreva hatte eine schwere Verletzung, sein Zustand hat sich verbessert, aber nicht so, dass er ins Team zurückkehren kann“, so Castellacci.

Gianluigi Buffon hatte am Mittwoch beim Aufwärmprogramm mit dem Team gefehlt, nahm danach aber regulär am Training teil. Der Torhüter soll gegen Deutschland in jedem Fall auflaufen können.

Coach Lagerbäck mahnt isländische Spieler zu Disziplin

Vor dem EM-Viertelfinale gegen Frankreich hat der isländische Teamchef Lars Lagerbäck seine Mannschaft zu mehr Disziplin ermahnt. Der Schwede schimpfte am Mittwoch mit einigen Spielern, weil sie zu spät zum Essen aufgetaucht waren.

„Es ist respektlos gegenüber deinen Kollegen, 20 Minuten zu spät zum Abendessen zu kommen“, sagte Lagerbäck bei einer Pressekonferenz in Annecy. „Das ist kein großes Ding, aber trotzdem ein Detail, an das wir uns halten müssen.“

Und auch sonst verlangt der Teamchef von seinen Spielern - die im Achtelfinale überraschend mit 2:1 gegen England gewannen - weiterhin volle Aufmerksamkeit. „Sie sollen nicht glauben, sie hätten jetzt ihren Job erledigt, indem sie gegen England gewonnen haben. Das waren nicht die 100 Prozent Professionalität“, sagte Lagerbäck mit Blick auf das Duell mit dem EM-Gastgeber am Sonntag (21.00 Uhr, live in ORF eins) in Saint-Denis.

Deutschland startet Italien-Vorbereitung ohne Hector

Ohne Jonas Hector ist das deutsche Nationalteam am Genfer See in die gezielte Vorbereitung auf das EM-Viertelfinale gegen Italien gestartet. Der 26-jährige Außenverteidiger vom 1. FC Köln leidet an einem Infekt der oberen Atemwege, teilte der Deutsche Fußballbund (DFB) mit. Der erkältete EM-Stammspieler konnte deshalb am Mittwoch nicht trainieren und blieb im Teamhotel.

Nach einem freien Tag standen die vier nach dem 3:0-Achtelfinal-Sieg gegen die Slowakei angeschlagenen Spieler dagegen auf dem Platz. Bundestrainer Joachim Löw geht davon aus, dass Jerome Boateng (Wade), Sami Khedira (Adduktoren) sowie Mats Hummels und Julian Draxler, die gegen die Slowaken Prellungen erlitten hatten, beim Viertelfinal-Schlager am Samstag (21.00 Uhr, live in ORF eins) in Bordeaux dabei sind.

Fussball

Mädchen schießt Siegestor im Schülerliga-Finale

Das BG/BRG/BORG Polgarstraße aus dem 22. Wiener Gemeindebezirk hat am Mittwoch zum dritten Mal nach 1997 und 2008 die Fußball-Schülerliga gewonnen. Die auch als fairste Mannschaft ausgezeichneten Wiener setzten sich auf der Sportanlage Donaufeld im Finale gegen die NMS Theresianum Eisenstadt mit 1:0 durch.

Mit Lara Felix avancierte ein Mädchen mit ihrem Tor in der zehnten Minute zur Matchwinnerin. Bereits im Semifinale hatte sie sich einen Eintrag in die Geschichtsbücher gesichert, mit dem ersten Tor eines Mädchens im Rahmen der Bundesmeisterschaft. „Es ist eine unglaubliche Geschichte“, jubelte Polgarstraße-Trainer Alfred Niefergall.

Match bei der Schülerliga

Schuelerliga/Christian Hofer

Wien ist nun nach der 41. Auflage mit neun Titeln alleiniger Rekordhalter. Im Spiel um Platz drei behielt das BRG Bad Vöslau-Gainfarn im Elfmeterschießen gegen die SNMS Ried die Oberhand. Eine Aufzeichnung des Endspiels gibt es am Sonntag (10.55 Uhr) in ORF eins zu sehen.

Bayern - Bremen zum Saisonauftakt

Titelverteidiger Bayern München mit David Alaba startet mit einem Heimspiel gegen Werder Bremen (Zlatko Junuzovic, Florian Grillitsch, Florian Kainz) in die neue Saison der deutschen Bundesliga. Das geht aus dem am Mittwoch von der Deutschen Fußball Liga (DFL) veröffentlichten Spielplan hervor. Die Partie in der Allianz Arena findet am 26. August statt.

Vizemeister Borussia Dortmund empfängt zum Auftakt FSV Mainz 05. Die beiden Aufsteiger SC Freiburg und RB Leipzig beginnen jeweils auswärts. Freiburg gastiert bei Hertha BSC, Leipzig muss mit Trainer Ralph Hasenhüttl und den ÖFB-Teamspielern Marcel Sabitzer und Stefan Ilsanker in Hoffenheim antreten. Das Topspiel des ersten Spieltages steigt in Mönchengladbach, wo Bayer Leverkusen (Julian Baumgartlinger) zu Gast ist.

1. Runde

Freitag, 26. August
Bayern München Bremen
Samstag/Sonntag, 27./28. August *
Dortmund Mainz
Mönchengladbach Leverkusen
Hertha BSC Freiburg
Köln Darmstadt
Hamburger SV Ingolstadt
Augsburg Wolfsburg
Hoffenheim RB Leipzig
Frankfurt Schalke
* Spieltermine noch nicht fixiert

Montella übernimmt Traineramt bei Milan

Der AC Milan hat am Dienstag den ehemaligen italienischen Teamstürmer Vincenzo Montella als neuen Trainer vorgestellt. Der 42-Jährige wechselt innerhalb der Serie A von Sampdoria Genua nach Mailand - er unterschrieb beim Tabellensiebenten der abgelaufenen Saison einen Vertrag bis 2018.

Montella tritt bei den „Rossoneri“ die Nachfolge von Cristian Brocchi an, der den Club nach nur zwei Monaten auf der Trainerbank wegen Perspektivelosigkeit verlassen hatte. Der 40-Jährige hatte erst im April den entlassenen Trainer Sinisa Mihajlovic ersetzt.

Janko-Club Basel holt Stürmer Doumbia

Marc Janko erhält beim FC Basel einen neuen Sturm-Partner. Der Schweizer Fußballmeister vermeldete am Dienstag die Verpflichtung des Ivorers Seydou Doumbia leihweise für ein Jahr von AS Roma.

Der 28-jährige Angreifer, der es bisher auf 33 Länderspiele für die Elfenbeinküste brachte, spielte in seiner Karriere unter anderen für die Young Boys Bern, ZSKA Moskau und Newcastle. Doumbia soll den zu Schalke abgewanderten Breel Embolo ersetzen.

EM-Panorama

Fußballer-Tattoos werden zur Kopfsache

Ob als Zierde, aus Spaß oder mit einer besonders tiefsinnigen Bedeutung: Großflächige und dichte Tattoos an Armen und Beinen der Fußballspieler sind keine Seltenheit mehr.

Auffällig bei der heurigen EM ist allerdings, dass die dauerhafte Körperkunst sich halsaufwärts verlagert hat und einige Profis die Nadel auch an Gesicht und Hals heranließen. Nicht bei jedem Spieler ist die Bedeutung der eher schwierig zu kaschierenden Tätowierungen sofort durchschaubar.

Mehr dazu Neue Spielarten der Körperbemalung

Pariser Bürgermeisterin verleiht irischen Fans Medaille

Seit EM-Beginn sorgen die Anhänger des irischen Nationalteams für Furore. Mit zahlreichen Aktionen sangen und feierten sie sich in die Herzen der Fußballfans und der französischen Bürger. Jetzt werden sie von Bürgermeisterin Anne Hidalgo symbolisch mit der Verdienstmedaille der Stadt Paris geehrt.

Ausgezeichnet haben sich die Fans, die mit ihrem „Sportsgeist vorbildlich“ seien, laut Hidalgo durch ihre „gute Stimmung“. Der irische Präsident Michael D. Higgins wurde in einem Brief schon über die Ehrung seiner Landsleute informiert.

EM-Kalender

Alle Spiele im Überblick

Im chronologischen Spielplan der EM in Frankreich gibt es auch alle Matchberichte zum Nachlesen: Vom Auftaktmatch zwischen Frankreich und Rumänien bis hin zum Finale am 10. Juli in Paris.

Spielplan EM 2016 in Frankreich - Gruppenphase

Freitag, 10. Juni:
A Frankreich Rumänien 2:1 Bericht Saint-Denis
Samstag, 11. Juni:
A Albanien Schweiz 0:1 Bericht Lens
B Wales Slowakei 2:1 Bericht Bordeaux
B England Russland 1:1 Bericht Marseille
Sonntag, 12. Juni:
D Türkei Kroatien 0:1 Bericht Paris
C Polen Nordirland 1:0 Bericht Nizza
C Deutschland Ukraine 2:0 Bericht Lille
Montag, 13. Juni:
D Spanien Tschechien 1:0 Bericht Toulouse
E Irland Schweden 1:1 Bericht Saint-Denis
E Belgien Italien 0:2 Bericht Lyon
Dienstag, 14. Juni:
F Österreich Ungarn 0:2 Bericht Bordeaux
F Portugal Island 1:1 Bericht Saint-Etienne
Mittwoch, 15. Juni:
B Russland Slowakei 1:2 Bericht Lille
A Rumänien Schweiz 1:1 Bericht Paris
A Frankreich Albanien 2:0 Bericht Marseille
Donnerstag, 16. Juni:
B England Wales 2:1 Bericht Lens
C Ukraine Nordirland 0:2 Bericht Lyon
C Deutschland Polen 0:0 Bericht Saint-Denis
Freitag, 17. Juni:
E Italien Schweden 1:0 Bericht Toulouse
D Tschechien Kroatien 2:2 Bericht Saint-Etienne
D Spanien Türkei 3:0 Bericht Nizza
Samstag, 18. Juni:
E Belgien Irland 3:0 Bericht Bordeaux
F Island Ungarn 1:1 Bericht Marseille
F Portugal Österreich 0:0 Bericht Paris
Sonntag, 19. Juni:
A Rumänien Albanien 0:1 Bericht Lyon
A Frankreich Schweiz 0:0 Bericht Lille
Montag, 20. Juni:
B Russland Wales 0:3 Bericht Toulouse
B Slowakei England 0:0 Bericht Saint-Etienne
Dienstag, 21. Juni:
C Ukraine Polen 0:1 Bericht Marseille
C Nordirland Deutschland 0:1 Bericht Paris
D Tschechien Türkei 0:2 Bericht Lens
D Kroatien Spanien 2:1 Bericht Bordeaux
Mittwoch, 22. Juni:
F Island Österreich 2:1 Bericht Saint-Denis
F Ungarn Portugal 3:3 Bericht Lyon
E Italien Irland 0:1 Bericht Lille
E Schweden Belgien 0:1 Bericht Nizza
Achtelfinale:
25.06. Schweiz Polen 1:1 n.V. 4:5 i.E. Bericht Saint-Etienne
25.06. Wales Nordirland 1:0 Bericht Paris
25.06. Kroatien Portugal 0:1 n.V. Bericht Lens
26.06. Frankreich Irland 2:1 Bericht Lyon
26.06. Deutschland Slowakei 3:0 Bericht Lille
26.06. Ungarn Belgien 0:4 Bericht Toulouse
27.06. Italien Spanien 2:0 Bericht Saint-Denis
27.06. England Island 1:2 Bericht Nizza
Viertelfinale:
30.06. Polen Portugal 21.00 Uhr Marseille
01.07. Wales Belgien 21.00 Uhr Lille
02.07. Deutschland Italien 21.00 Uhr Bordeaux
03.07. Frankreich Island 21.00 Uhr Saint-Denis
Semifinale:
06.07. POL / POR WAL / BEL 21.00 Uhr Lyon
07.07. GER / ITA FRA / ISL 21.00 Uhr Marseille
Finale:
10.07. Sieger SF1 Sieger SF2 21.00 Uhr Saint-Denis

Radsport

Vorjahressieger De la Parte nicht bei Ö-Tour

Vorjahressieger Victor de la Parte verpasst die heurige 68. Auflage der Österreich-Rundfahrt. Der Spanier spüre die Folgen der Tour de Suisse und einige Wehwehchen - und sagte deshalb ab. Die CCC-Equipe wird daher vom Tschechen Jan Hirt, dem Vorjahresdritten, angeführt.

Großschartner erhält Pause verordnet

Auch Felix Großschartner, der „Glocknerkönig“ und Gewinner des Bergtrikots der Ö-Tour 2015, ist nicht dabei. Der Oberösterreicher hatte sich bei der Zeitfahr-Staatsmeisterschaft Prellungen an Hüfte und Rücken zugezogen und erhielt von seinem polnischen CCC-Team eine Pause verordnet.

Großschartner wollte die am Samstag auf dem Kitzbüheler Horn beginnende Ö-Tour unbedingt bestreiten. Das war das erklärte Saisonziel des 22-Jährigen. Am Dienstag signalisierte er trotz laufender Behandlungen Startbereitschaft, doch sein Rennstall sah es anders. Großschartner solle seine Blessuren im Hinblick auf kommende Aufgaben, u. a. die Polen-Rundfahrt, völlig ausheilen, entschied Sportdirektor Piotr Wadecki.

Formel 1

Sainz auch nächste Saison bei Toro Rosso

Toro Rosso setzt auch in der nächsten Saison auf Carlos Sainz. Wie der Rennstall aus dem italienischen Faenza am Mittwoch mitteilte, wird der Spanier auch 2017 für das Schwesterteam von Red Bull an den Start gehen. „Wir haben die Option auf ihn Anfang der Woche gezogen, daher ist er für weitere zwölf Monate an Red Bull gebunden“, sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Der 21-jährige Sainz fährt seit Anfang 2015 für Toro Rosso. In der Fahrerwertung liegt er derzeit auf Platz 14. Sein aktueller Teamkollege Daniil Kwjat wird Horner zufolge ebenfalls wohl auch 2017 für Toro Rosso starten. Der Russe hatte erst vor wenigen Wochen seinen Posten bei Red Bull an Max Verstappen abtreten müssen.

Leichtathletik

IAAF entscheidet über Olympiastart der Russen

Der Weltleichtathletikverband (IAAF) entscheidet in Kürze über ein Olympiastartrecht in Ausnahmefällen für russische Leichtathleten. Die Dopingprüfungskommission der IAAF will sich „Ende der Woche“ treffen, um über die Anträge für die Zulassung zu internationalen Wettbewerben zu beraten, hieß es am Mittwoch.

Die IAAF hatte Russlands Leichtathletikverband WFLA wegen systematischen Dopings von den Rio-Spielen suspendiert. Zugleich wurde Athleten, die außerhalb des Landes in einem unabhängigen Kontrollsystem eingebunden sind, die Möglichkeit eröffnet, unter neutraler Fahne bei den Spielen zu starten. Am 21. Juli hat das Internationale Olympische Komitee (ÖOC) dann beschlossen, dass ein Start unter Landesflagge möglich sein soll.

Bisher sollen zehn russische Leichtathleten eine Ausnahmegenehmigung bei der IAAF beantragt haben, sagte WFLA-Generalsekretär Michail Butow der Nachrichtenagentur TASS. Die Antragsfrist läuft am 4. Juli ab. Zu den Antragstellern gehört höchstwahrscheinlich auch Julia Stepanowa, die mit ihren Enthüllungen den Dopingskandal in Russland aufgedeckt hatte. Die russische 800-m-Läuferin möchte schon bei den Europameisterschaften in der kommenden Woche in Amsterdam starten.

Olympiasiegerin Pearson sagt für Rio ab

Die australische Hürdensprint-Olympiasiegerin Sally Pearson wird nicht an den Olympischen Spielen (5. bis 21. August) in Rio de Janeiro teilnehmen. Die 29-Jährige gab am Mittwoch ihre Absage bekannt. Grund dafür ist eine Oberschenkelverletzung, die sie sich im Training zugezogen hatte.

„Es ist eine schwere Zeit für mich im Moment. Ich bin enttäuscht und am Boden“, sagte Pearson einem australischen Fernsehsender. Es ist der nächste Rückschlag nach zahlreichen Verletzungen im Vorjahr. Auch ihr Comeback Anfang Juni nach schwerem Unterarmbruch verlief nicht wie gewünscht, da sie noch weit von ihrer Topform entfernt war.

Für Pearson wäre Rio der dritte Start bei Olympischen Sommerspielen gewesen. 2008 in Peking gewann sie Silber, 2012 in London holte sie Gold über 100 m Hürden.

Beachvolleyball

Glatte Niederlagen für ÖVV-Damen in Porec

In der Woche nach dem körperlich und mental fordernden Auftritt beim Continental Cup in Stavanger ist für Österreichs Beachvolleyball-Damen-Duos in Porec vorerst nichts zu holen gewesen. Beim Major-Turnier der World Tour verloren sowohl Stefanie Schwaiger/Barbara Hansel in Gruppe G als auch Katharina Schützenhöfer/Lena Plesiutschnig in Pool D ihre ersten beiden Matches ohne Satzgewinn.

Schwaiger/Hansel unterlagen Karla Borger/Britta Büthe (GER) und Eduarda Santos Lisboa/Elize Secomandi Maia (BRA). Sie brauchen am Donnerstag gegen Fan Wang/Yuan Yue (CHN) für den Aufstieg in die Zwischenrunde ebenso einen klaren Sieg wie Schützenhöfer/Plesitschnig gegen Riikka Lehtonen/Taru Lahti (FIN). Die beiden Steirerinnen zogen gegen Sarah Pavan/Heather Bansley (CAN) und Marta Menegatti/Viktoria Orsi Toth (ITA) jeweils den Kürzeren.

In der Qualifikation der Herren schafften Tobias Winter und Lorenz Petutschnig mit zwei Erfolgen den Aufstieg in den am Donnerstag startenden Hauptbewerb. Zwei weitere österreichische Duos schieden nach Niederlagen in der zweiten bzw. letzten Runde aus. Fixplätze im Hauptfeld haben die Olympiapaare Clemens Doppler/Alexander Horst und Alexander Huber/Robin Seidl wie auch Thomas Kunert/Christoph Dressler.

Handball

Hypo NÖ in CL-Qualifikation gegen Balonmano

Die Handballerinnen von Hypo NÖ treffen im Halbfinale der Qualifikation für die Champions League auf den spanischen Meister Balonmano Bera Bera. Das hat die Auslosung der Europäischen Handballföderation (EHF) am Mittwoch in Wien ergeben.

Der Sieger des Duells spielt im Finale gegen den Aufsteiger aus HC Gomel (Weißrussland) gegen HC Leipzig. Nur der Sieger des Vierer-Turniers - das am 10. und 11. September voraussichtlich in Leipzig stattfinden wird - darf kommende Saison in der Champions League starten. Die anderen drei Teams sind im EHF-Cup spielberechtigt.

Bregenz in Qualiturnier wohl mit Heimrecht

Dieser Modus wird auch bei den Herren angewendet, wo Bregenz Handball als Vizemeister - Champion Fivers hatte aus finanziellen Gründen nicht genannt - in eine Gruppe mit dem portugiesischen Club ABC/UMinho, Achilles Bocholt aus Belgien und Maccabi Castro Tel-Aviv gelost wurde.

Die Vorarlberger bekommen es am 3. Juli erst mit dem belgischen Vertreter Achilles Bocholt zu tun und treffen im Falle eines Sieges am nächsten Tag auf den Gewinner aus ABC/UMinho - Maccabi Castro Tel-Aviv.

Bregenz-Präsident Roland Frühstück zeigte sich mit der Auslosung zufrieden und bezeichnete ABC/UMinho als härtesten Widersacher um den Einzug in die Königsklasse. „Unsere Chancen auf eine Champions-League-Teilnahme schätze ich auf 60:40“, sagte Frühstück. Seinem Club wurde das Recht zugesprochen, das Qualiturnier am 3. und 4. September auszurichten. „Und von diesem Recht werden wir Gebrauch machen“, kündigte der Clubchef an.

Volleyball

ÖVV-Team bangt um Final-Four-Teilnahme in Warna

Österreichs Volleyballnationalteam der Herren hätte eigentlich am Mittwoch via Istanbul zum Europa-League-Final-Four-Turnier in Warna (Bulgarien) reisen sollen. Nach dem Terroranschlag am Dienstagabend auf dem Atatürk-Flughafen in Istanbul sei das aber vorerst nicht möglich, wie ÖVV-Präsident Peter Kleinmann mitteilte.

„Wir sitzen auf dem Boden fest und warten auf ein Flugzeug. Das Sportministerium versucht uns zu helfen. Der Plan ist nun, morgen nach Warna zu kommen. Die Herausforderung wird, alle Spieler in den Flieger zu bekommen, da nun alles überbucht ist“, berichtete Kleinmann.

Auch vom estnischen Nationalteam, das neben Gastgeber Bulgarien, Österreich und Mazedonien ebenfalls beim Final Four in Warna dabei ist, habe er gehört, dass eine Anreise über Istanbul vorerst nicht möglich war. Die Esten hätten sich deshalb für eine Ausweichvariante mit einer abschließenden fünfstündigen Busreise aus Bukarest entschieden. Österreichs erstes Spiel in Warna ist am Freitagnachmittag gegen Mazedonien angesetzt.

Golf

Wiesberger vor Titelverteidigung in Frankreich optimistisch

Bernd Wiesberger sieht sich als Titelverteidiger bei den Open de France starker Konkurrenz gegenüber. Der Burgenländer hatte auf dem Kurs im Golf National südlich von Versailles im Vorjahr seinen vierten großen Titel und mit 500.000 Euro den bisher größten Preisgeldscheck eingespielt. Nach zuletzt zwei Top-Ten-Plätzen auf der European PGA-Tour ist Wiesberger für die 100. Auflage optimistisch.

Einer Wiederholung des Sieges von 2015 stellen sich allerdings zahlreiche Asse in den Weg. Unter den acht Major-Gewinnern und vier früheren Weltranglistenersten bei dem mit 3,5 Millionen Euro dotierten Turnier stechen die Namen von Rory McIlroy (NIR/vier Major-Titel), der Ex-Sieger Graeme McDowell (NIR/2013/2014) und Martin Kaymer (GER/2009) sowie der Engländer Luke Donald, Danny Willett und Lee Westwood hervor.

Ein guter Boden

Wiesberger beginnt am Donnerstag u. a. gemeinsam mit Kaymer, der mit 62 Schlägen den Rekord auf dem Par-71-Kurs hält. Der 30-jährige Wiesberger hatte 2015 mit drei Schlägen Vorsprung triumphiert, in den jüngsten drei Auflagen auf dem Schauplatz des Ryder Cups 2018 war er immer unter den Top 20 platziert.

Im Vorjahr hatte er die Open de France als 39. der Weltrangliste in Angriff genommen und sich danach auf den 23. Platz verbessert. Zwölf Monate später kommt der Oberwarter als Nummer 50 der Welt. Dank einer Position innerhalb der Top 50 zu Jahresende 2015 hat Wiesberger die Startplätze bei den kommenden Major-Turnieren British Open und US-PGA-Championship jedenfalls sicher.

Schwimmen

Lochte verpasst auch zweite Chance auf Rio-Ticket

US-Schwimmstar Ryan Lochte hat auch die zweite Chance verpasst, sich für einen Einzel-Start bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro zu qualifizieren.

Am Dienstag schlug der fünffache Olympiasieger und 37-fache Weltmeister bei den US-Meisterschaften in Omaha über 200 m Freistil in 1:46:62 Minute als Vierter an, sicherte sich damit aber zumindest einen Startplatz für die Staffel.

Lochte hatte 0,96 Sekunden Rückstand auf den siegreichen Townley Haas (1:45,66), der sich ebenso das Rio-Ticket sicherte wie der Zweitplatzierte Conor Dwyer (1:45,67).

Der 31-jährige Lochte, der eine leichte Leistenverletzung hat, hatte bereits über die 400-m-Lagen-Strecke, auf der er Olympiasieger ist, als Dritter die Rio-Qualifikation verpasst.

Auch 100-m-Rücken-Olympiasieger geschlagen

Über 100 m Rücken muss Missy Franklin bei den Spielen in Brasilien zuschauen. Die Olympiasiegerin wurde in 1:00,24 Minuten nur Siebente. Es gewann Olivia Smoliga in 59,02 Sekunden. Auch bei den Männern hatte auf dieser Strecke der Olympiasieger das Nachsehen. Matt Grevers (52,76) wurde nur Dritter hinter Ryan Murphy (52,26) und David Plummer (52,28).

Superstar Michael Phelps erreichte mühelos das Finale über 200 m Delfin. Der Rekordolympionike, der auf dieser Strecke zwei seiner insgesamt 18 Goldmedaillen geholt hat und auch Weltrekordhalter ist, schwamm in 1:55:17 Minuten Bestzeit.

Doping

Benjamin Cohen neuer Europadirektor der WADA

Benjamin Cohen ist von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zum neuen Europadirektor ernannt worden. Zugleich werde der Schweizer künftig für die Beziehungen zu den internationalen Sportverbänden verantwortlich sein, teilte die WADA am Dienstag in Lausanne mit. Cohen wird seine Tätigkeit am 1. November in Lausanne aufnehmen.

Er kann auf große Erfahrungen in Sport und Sportpolitik verweisen, unter anderem in mehreren Funktionen bei den Vereinten Nationen (UNO) in New York und beim Europäischen Fußballverband (UEFA) in Nyon.

Danach war er von 2009 bis heute Chef der Rechtsabteilung im Weltbasketballverband (FIBA). Der Schweizer tritt die Nachfolge von Frederic Donze an, der ab 3. Oktober im WADA-Vorstand für das operative Tagesgeschäft (Chief Operating Officer) verantwortlich zeichnet.