Golf

Wiesberger in London mit Luft nach oben

Österreichs Nummer eins Bernd Wiesberger ist mit einer Runde eins unter Par in die PGA Championship im Wentworth Club bei London gestartet. Der 31-jährige Burgenländer schaffte bei dem mit 7,0 Mio. Dollar dotierten Bewerb am Donnerstag vier Birdies, fabrizierte aber auch drei Bogeys. Mit gesamt 71 Schlägen lag Wiesberger nach dem ersten Tag auf Rang 31.

Bernd Wiesberger

Reuters/Paul Childs

„Mit Sicherheit nicht mein bestes Golf heute trotz des souveränen Starts“, schrieb Wiesberger auf Facebook, „ich habe etwas meine Lockerheit und Rhythmus verloren auf den zweiten Neun aber zumindest noch eine Runde unter par zum Scoring gebracht. Werde versuchen mich morgen etwas zurück zu kämpfen.“

Schwede Carlsson in Front

Die Führung übernahm der Schwede Johan Carlsson mit einer 66er-Runde (sechs unter Par), gefolgt vom Trio Francesco Molinari (ITA), Scott Jamieson (SCO) und Kiradech Aphibarnrat (THA) mit je einem Schlag Rückstand. Dahinter lauert der Weltranglistenfünfte Henrik Stenson aus Schweden. Die PGA Championship ist der Auftakt der neuen „Rolex Series“ und für Wiesberger das letzte Turnier vor dem Heimauftritt zwei Wochen später bei den Lyoness Open in Atzenbrugg.

Leichtathletik

Weißhaidinger gewinnt in Linz mit Stadionrekord

Lokalmatador Lukas Weißhaidinger hat zum Auftakt der Austrian-Top-Meeting-Serie in Linz an seine bisher starken Saisonleistungen angeschlossen. Der Olympiasechste gewann am Donnerstag den Diskuswurf mit 65,35 Metern. Damit übertraf der 25-Jährige den Stadionrekord aus dem Jahr 1983 um mehr als einen Meter und bestätigte auch das WM-Limit von 65,00 m.

Lukas Weißhaidinger

GEPA/Philipp Brem

„Ich habe ja im Vorfeld den Mund mit dem Stadionrekord etwas voll genommen. Daher bin ich froh, mich hier von meiner besten Seite präsentiert zu haben“, sagte Weißhaidinger und betonte, dass sein Weg in Richtung WM in London stimme. In der Vorwoche hatte Weißhaidinger beim stark besetzten Meeting in Halle mit 66,52 m Rang drei belegt.

Fussball

Italiens Ex-Teamchef Prandelli wird Trainer in Dubai

Der frühere italienische Teamchef Cesare Prandelli wird neuer Coach bei al-Nasr SC in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der 59-Jährige übernimmt das Team zur kommenden Saison und soll am Montag offiziell vorgestellt werden, wie der dreimalige Meister und Pokalsieger aus Dubai am Donnerstag mitteilte.

Prandelli hatte zuletzt den spanischen Erstligisten FC Valencia trainiert, war dort aber im Dezember nach nur knapp drei Monaten zurückgetreten. In Dubai folgt er auf den Rumänen Dan Petrescu.

FC Basel holt Double in der Schweiz

Marc Janko darf sich in seinem letzten Jahr beim FC Basel über das Double freuen. Die bereits als neuerlicher Meister feststehenden Basler gewannen am Donnerstag das Cupfinale gegen den FC Sion mit 3:0 (0:0). Janko wurde in der 88. Minute eingewechselt.

Jubel

APA/AFP/Fabrice Coffrini

Matias Delgado (47.), Adama Traore (62.) und Michael Lang (89.) schossen Basel zum zwölften Cupsieg und zum ersten nach zuletzt drei verlorenen Finalspielen. Für den Serienmeister war es das erste Double seit fünf Jahren.

Totti bestreitet letztes Match für AS Roma

Italiens Stürmerlegende Francesco Totti bestreitet am Sonntag zum Saisonfinale sein allerletztes Spiel für die AS Roma, Serie-A-Gegner ist der FC Genoa. Im 25. Jahr bei dem Traditionsverein läuft Tottis Vertrag im Juni aus - nach mehr als 600 Pflichtspielen und über 300 Toren.

„Roma - Genoa, Sonntag 28. Mai 2017, das letzte Mal, dass ich das Trikot von Roma anziehen kann“, schrieb der 40-Jährige am Donnerstag in einem emotionalen Facebook-Posting. „Aber ich fühle, dass meine Liebe zum Fußball damit nicht aufhören wird: Es ist eine Leidenschaft, meine Leidenschaft“, erklärte Totti. Er könne diese Passion einfach nicht abstreifen, „niemals“. Deshalb sei er bereit, sich schon ab Montag neuen Herausforderungen zu stellen, schrieb der von seinen Fans tief verehrte Roma-Star.

Bereits vor wenigen Wochen hatte Romas neuer Sportdirektor Ramon Rodriguez betont, es gebe für Totti Zukunftspläne abseits des Fußballplatzes. „Ich weiß, dass Francesco eine Vereinbarung mit dem Club hat, dass er nach seinem letzten Jahr als Fußballspieler eine leitende Rolle übernehmen soll“, sagte er. Totti hat seit 1993 ohne Unterbrechung für den Hauptstadtclub gespielt.

Barcelona-Star Suarez muss 15 Tage pausieren

Stürmer Luis Suarez vom FC Barcelona hat sich im Training vor dem Endspiel des spanischen Cupbewerbs am Samstag gegen Deportivo Alaves in Madrid eine Muskelzerrung im rechten Oberschenkel zugezogen. Der 30-jährige Uruguayer werde 15 Tage pausieren müssen, teilte der katalanische Verein am Donnerstag mit.

Suarez hätte im Finale ohnehin zuschauen müssen, da er im Halbfinal-Rückspiel gegen Atletico Madrid des Feldes verwiesen worden war und deshalb gesperrt ist. Sein Einsatz ist jetzt aber für die Testländerspiel von Uruguay gegen Irland und Italien am 4. und 7. Juni sehr fraglich.

Portugal verzichtet bei Confed-Cup auf EM-Held Eder

Ohne den EM-Helden Eder nimmt Europameister Portugal die Vorbereitung für den Confederations Cup im Sommer in Russland auf. Der 29-Jährige von OSC Lille hatte bei der EM 2016 in der Verlängerung des Endspiels den 1:0-Siegestreffer gegen Gastgeber Frankreich erzielt.

Auch Bayern-Spieler Renato Sanches fehlt im vorläufigen 24-Mann-Aufgebot, das Trainer Fernando Santos am Donnerstag in Lissabon bekanntgab. Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Real Madrid und Dortmund-Spieler Raphael Guerreiro sind hingegen dabei. In den Kader wurden ansonsten praktisch alle Leistungsträger des Teams berufen, das im vergangenen Sommer erstmals den EM-Titel nach Portugal geholt hatte.

Mit dabei sind unter anderen die Abwehrroutiniers Bruno Alves (Cagliari) und Pepe (Real Madrid), die Spielmacher Joao Moutinho (AS Monaco) und Joao Mario (Inter Mailand) sowie die Stürmer Bernardo Silva (AS Monaco) und Nani (FC Valencia). Die Portugiesen treffen beim Turnier in Russland (17. Juni bis 2. Juli) in der Gruppe A auf den Gastgeber sowie auf Neuseeland und Mexiko.

Englands Teamkader erneut ohne Rooney

Englands Fußballteamchef Gareth Southgate verzichtet in den kommenden Länderspielen erneut auf den etatmäßigen Kapitän Wayne Rooney. Der 31-Jährige fehlt im englischen 25-Mann-Aufgebot für die WM-Qualifikationspartie in Schottland am 10. Juni und für den Test in Frankreich drei Tage später.

Southgate gab seinen Kader am Donnerstag bekannt - einen Tag nachdem der spät eingewechselte Rooney mit Manchester United das Finale der Europa League gegen Ajax Amsterdam gewonnen hatte.

Southgate hatte bereits im März auf Stürmer Rooney verzichtet und darauf verwiesen, dass der einstige Starspieler bei Manchester wieder regelmäßiger spielen müsse. England führt die WM-Qualifikationsgruppe F klar an.

Monaco holt belgischen Teamspieler Tielemans

Der französische Meister AS Monaco hat den belgischen Nationalteamspieler Youri Tielemans von RSC Anderlecht verpflichtet. Der 20-jährige Mittelfeldspieler werde einen Fünfjahresvertrag bis Juni 2022 unterzeichnen, teilte der Verein aus dem Fürstentum mit. Nach französischen Medienberichten beträgt die Ablösesumme rund 25 Millionen Euro.

Tielemans erzielte diese Saison in 49 Pflichtspielen 16 Tore für den belgischen Meister. „AS Monaco ist ein Verein mit einem ehrgeizigen Projekt, das in Europa Anerkennung findet und auf junge Spieler setzt“, wurde der dreifache Nationalspieler, dessen Mutter kongolesische Wurzeln hat, auf der Website der Monegassen zitiert.

Volleyball

Österreich schlägt Luxemburg in WM-Quali klar

Österreichs Volleyball-Nationalmannschaft der Herren ist auch nach seinem dritten von fünf Spielen in der zweiten Phase der WM-Qualifikation gut im Rennen. Das Team des Österreichischen Volleyball-Verbands (ÖVV) gewann in Koog aan de Zaan in den Niederlanden in Gruppe B gegen Luxemburg 3:0 (24, 23, 20) und hält damit bei schon sieben Punkten.

Die Mannschaft von Teamchef Michael Warm war im Gegensatz zu dem 3:1 gegen die Slowakei und dem 2:3 gegen Griechenland als Favorit in das Match gegangen und entsprach dem auch. „Es war ein wirklich enges Match“, sagte Teamchef Warm trotz des ergebnismäßig klaren Ausgangs. „Das 3:0 ist natürlich ein Traumergebnis, mit sieben Punkten ins Wochenende zu gehen phänomenal.“ Die Niederlande gewannen am Abend mit einem 3:0 gegen Griechenland auch ihr drittes Match und führen die Tabelle vor den Österreichern an.

Nach einem Ruhetag geht es für das rot-weiß-rote Team jeweils in Apeldoorn am Samstag (17.30 Uhr) gegen Turnierfavoriten Niederlande und am Sonntag (14.30) gegen Moldawien weiter. Der Gruppengewinner löst ein Endrundenticket, der Zweite steigt in das Drittrundenturnier (15. bis 20. August) auf.

Segeln

49er-Steuermann Bildstein im Pech

Das 49er-Segelduo Benjamin Bildstein und David Hussl ist weiter vom Verletzungspech verfolgt. Steuermann Bildstein blieb beim Training in Santander bei einer Kenterung nach Materialbruch mit dem linken Fuß in der Sicherungsfixierung hängen, zog sich dabei einen Muskeleinriss im Unterschenkel, ein eingerissenes Außenband und Fußverletzungen zu. Er muss bis zu sechs Wochen pausieren.

Mehr dazu in Weltcup-Finale ohne Titelverteidiger

Eishockey

Tscheche Sulak wechselt von Znojmo in NHL

Der Tscheche Libor Sulak hat von der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) den Sprung in die National Hockey League (NHL) geschafft. Der 23-jährige Verteidiger von HC Znojmo wurde für die kommende Saison von den Detroit Red Wings, bei denen in der abgelaufenen Saison auch Thomas Vanek unter Vertrag stand, verpflichtet. Sulak weckte mit zwei starken Saisonen in Znojmo das Interesse der NHL-Scouts. In der Saison 2015/16 schaffte es der Verteidiger mit dem tschechischen Club sogar ins EBEL-Finale.

Tennis

Haas geht in Paris-Quali unter

Für Barbara Haas war am Donnerstag in der zweiten Qualifikationsrunde für die French Open Endstation. Die 21-jährige Oberösterreicherin musste sich der als Nummer zwei gesetzten Tschechin Marketa Vondrousova in Paris 0:6 1:6 geschlagen geben.

Gerald Melzer steht hingegen seit Mittwoch in der dritten Runde. Dort bekommt es der Österreicher mit dem US-Amerikaner Bjorn Fratangelo zu tun. Bei einem weiteren Erfolg steht Melzer im Hauptbewerb des am Sonntag beginnenden Grand-Slam-Turniers.

Chronik

Menschenrechtsverletzungen bei Stadionbau in Russland

Der Fußballweltverband FIFA hat offenbar Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Bau des WM-Stadions in St. Petersburg eingeräumt. FIFA-Chef Gianni Infantino bestätigte, dass einige nordkoreanische Arbeiter unter „oft entsetzlichen“ Arbeitsbedingungen in der Arena eingesetzt wurden.

Das geht aus einem Schreiben an die Verbandschefs von Schweden, Dänemark, Norwegen und Island hervor, das der englischen Zeitung „Guardian“ vorliegt. Die nordischen Verbandspräsidenten hatten nach einem Bericht des norwegischen Magazins „Josimar“ ihre Besorgnis über die Zustände gegenüber der FIFA geäußert.

Todesfall in überfülltem Container

Gemäß der Investigativrecherche mussten die nordkoreanischen Arbeiter, die auf Befehl des heimischen Regimes nach Russland geschickt wurden, unter miserablen Bedingungen auf der Baustelle arbeiten. Sie sollen in eisigen, überfüllten Containern geschlafen haben. Ihre Pässe seien konfisziert worden, der Großteil ihres Lohns sei an die nordkoreanische Regierung geflossen. Ein nordkoreanischer Arbeiter soll in einem Container an einem Herzinfarkt gestorben sein.

In dem Schreiben betonte Infantino dem Bericht zufolge, dass die „FIFA die oft entsetzlichen Arbeitsbedingungen verurteilt“. Das Thema sei nach einem Besuch im November zur Sprache gekommen. Bei einer Inspektion im März habe es keine Hinweise mehr auf nordkoreanische Arbeiter gegeben. Im Stadion von St. Petersburg wird auch im Juni das Finale des Confederations Cups ausgetragen.

Basketball

NBA-All-Star-Spiel steigt 2019 in Charlotte

Das All-Star-Spiel der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA findet 2019 in Charlotte statt. Das teilte die NBA am Mittwoch (Ortszeit) mit. Gastgeber der alljährlichen Veranstaltung werden die in der größten Stadt des US-Bundesstaates North Carolina ansässigen Charlotte Hornets sein, deren Besitzer Basketball-Legende Michael Jordan ist.

Das All-Star-Spiel sollte eigentlich schon heuer in Charlotte stattfinden, doch die NBA entzog der Stadt das Austragungsrecht aufgrund eines 2016 in Kraft getretenen Gesetzes in North Carolina. Das sogenannte Transgender-Gesetz schrieb unter anderem vor, dass Transsexuelle nur die öffentlichen Toiletten aufsuchen dürfen, die dem Geschlecht auf ihrer Geburtsurkunde entsprechen.

Die NBA empfand das als Diskriminierung und verlegte das Spiel kurzfristig nach New Orleans. Im März entschloss sich North Carolinas Regierung dazu, das Gesetz wieder abzuschaffen. „Sport hat eine lange Tradition dabei zu helfen, gesellschaftliche Haltungen in wichtigen sozialen Fragen zu verändern“, begründete NBA-Commissioner Adam Silver die Entscheidung der Liga.