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Fußball

Twente holt ohne Janko den Supercup

Twente Enschede hat am Samstag in Amsterdam ohne Marc Janko den niederländischen Supercup gewonnen. Der ÖFB-Teamkapitän laboriert an muskulären Problemen, in seiner Abwesenheit erzielte Luuk de Jong in der 8. Minute den Treffer zum 1:0-Sieg über Ajax Amsterdam. Bei den Verlierern sah der uruguayische WM-Vierte Luis Suarez in der 42. Minute die Rote Karte.

Pogatetz-Treffer bei Hannover-Niederlage gegen Valencia

Emanuel Pogatetz hat am Samstag im Testspiel gegen den spanischen Topclub Valencia seinen ersten Treffer für den deutschen Bundesligisten Hannover 96 erzielt. Der 27-jährige Innenverteidiger sorgte bei der 1:2 (0:2)-Niederlage in der Schlussminute per Kopf für den Ehrentreffer der Hausherren. Das Team von Coach Mirko Slomka wurde zur Pause nach einer dürftigen Vorstellung von den 21.144 Zuschauern ausgepfiffen.

Für die Spanier, die erst seit zehn Tagen im Training sind, erzielten Soldado (21.) per Kopf und Joaquin (37.) nach einer schönen Kombination die Tore. Die Abwehr der 96er wirkte nicht immer sicher, das Spiel nach vorne ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Deshalb wird der Tabellen-15. der abgelaufenen Saison auch noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden. „Wir werden noch zwei oder drei Spieler holen“, erklärte 96-Clubchef Martin Kind.

Testspiele, Samstag:

Hannover 96 - Valencia 1:2 (0:2)

Emanuel Pogatetz spielte durch und
erzielte in der 90. Minute per Kopf das 1:2.

1. FC Kaiserslautern - AJ Auxerre 3:1 (1:1)

Erwin Hoffer spielte in der ersten Hälfte.

Ligatotal-Cup (2 x 30 Minuten), Halbfinale:

FC Bayern - 1. FC Köln 0:0, 3:1 i.E.

Deniz Mujic spielte bei den Bayern bis zur 55. Minute.

Hoffenheim - SpVgg Greuther Fürth 0:0

Andreas Ibertsberger spielte bei Hoffenheim durch.

Haladas Szombathely - Werder Bremen 2:1 (2:0)

Sebastian Prödl spielte bei Werder durch, Marko Arnautovic bis zur 62. Minute.

Bayerns Zweierteam mit Notelf und drei Österreichern 1:1

Das Amateurteam des FC Bayern München ist auch im zweiten Spiel der dritten deutschen Liga sieglos geblieben. Die Notelf von Coach Hermann Gerland musste sich am Samstag gegen Wacker Burghausen mit einem 1:1 (0:0)-Remis zufriedengeben. Profi David Alaba spielte genauso wie Christoph Knasmüllner, der nach der Pause drei Chancen ausließ (58., 63., 68.), im Mittelfeld durch. Zudem stand auch Außenverteidiger Marcel Holzmann 90 Minuten auf dem Feld.

Dem Nachwuchsteam hatten insgesamt neun Spieler gefehlt, darunter auch der Österreicher Deniz Mujic, der im Kader der Profis für den am Abend und am Sonntag stattfindenden Ligatotal-Cup in der Arena auf Schalke stand, zu dem auch Alaba nachreiste.

Van Buyten mit Bänderverletzung

Nicht ausgezahlt hat sich der Einsatz für den Belgier Daniel van Buyten, der schon in der Anfangsphase nach einem Foul mit Verdacht auf Bänderriss im linken Sprunggelenk ausgewechselt werden musste. Da sich in der Folge auch noch Sene verletzte, musste gar Ersatzgoalie Oswald in der 29. Minute einlaufen.

Argentinien gegen Brasilien im jährlichen Duell

Die Nationalmannschaften von Brasilien und Argentinien haben sich auf zwei Duelle gegeneinander pro Jahr geeinigt. Die beiden Verbandspräsidenten Julio Grondona (Argentinien) und Ricardo Teixeira (Brasilien) unterzeichneten am Freitag (Ortszeit) in Buenos Aires ein entsprechendes Abkommen.

Von 2011 an soll jährlich jeweils eine Partie in Argentinien und die andere im kommenden WM-Gastgeberland Brasilien gespielt werden. Wie lange die Vereinbarung gilt, gaben die beiden Verbände nicht bekannt.

Zum ersten Mal standen sich die beiden südamerikanischen Kontrahenten 1914 gegenüber. Argentinien gewann damals mit 3:0. Im WM-Qualifikationsspiel im September 2009, der bis dato letzten Begegnung, siegte Rekordweltmeister Brasilien mit 3:1.

Segeln

Tagessieg von Hagara-Boot nach schwerer Kollision

Das Newcomer-Team mit Skipper Roman Hagara und Taktiker Hans Peter Steinacher hat am ersten Tag der Extreme Sailing Series Europe vor Cowes für die Schlagzeilen gesorgt. Auf eine Kollision mit einem Felsbrocken folgte ein souveräner Tagessieg der Mannschaft um Österreichs Doppel-Olympiasieger im Tornado, für die dann aber die restlichen vier Wettfahrten wieder alles andere als nach Wunsch verliefen.

Mit Felsbrocken kollidiert

Gleich im Auftaktrennen kollidierte der 40-Fuß-Katamaran von Hagara an der zweiten Position liegend - in Ufernähe und am Weg ins Ziel - mit einem Felsbrocken. „Es hat uns das rechte Ruder fast komplett abgerissen, trotzdem konnten wir noch an der sechsten Position ins Ziel segeln und drei Boote hinter uns lassen“, berichtete Hagara.

Nach diesem Schock am Morgen folgte dann ein souveräner Sieg im zweiten Rennen, direkt vor dem Ufer und den Zuschauertribünen. „Es war viel Frust dabei, wir konnten bei 16 Knoten vom Start weg die Führung ausbauen“, erklärte Steinacher.

Nächste Schrecksekunde

Danach lief für das Hagara-Team aber alles schief: Im dritten Rennen sorgte ein Frühstart für Rang acht, und ein defensiver Start im vierten Rennen bescherte ein ebensolches Ergebnis. In der fünften Wettfahrt folgte dann eine Bestrafung und in der abschließenden sechsten die nächste Schrecksekunde. Bis knapp vor der Ziellinie lagen Hagara und Co. an der dritten Position. „Doch dann konnte die Crew den Spinnaker nicht einrollen. Wir steuerten gerade auf die Zuschauerboote zu und mussten gegen den Kurs abdrehen“, schilderte Hagara den nächsten Schockmoment, der nach dem ersten Tag nur den siebenten Zwischenrang in der Gesamtwertung bescherte.

Basketball

ÖBV-Team gewinnt auch zweites Spiel gegen Schweiz

Österreichs Herren-Nationalteam hat am Samstag in Bernex bei Genf auch das zweite Kräftemessen mit der Schweiz gewonnen. Nach dem 90:54 vom Vortag setzte sich die ÖBV-Truppe diesmal mit 85:70 (43:31) durch, überragender Mann war Stjepan Stazic, der fünf seiner sieben Dreier-Würfe verwertete und auf insgesamt 35 Punkte kam.

Im Gegensatz zum Freitag leisteten die Gastgeber diesmal vor den Augen des Schweizer NBA-Stars Thabo Sefolosha, der in diesem Jahr nicht für sein Nationalteam spielt, mehr Gegenwehr. Der Sieg der Österreicher war aber nie in Gefahr.

Rallye

Latvala feiert ersten Sieg in Finnland

Der Finne Jari-Matti Latvala hat im Ford Focus erstmals sein Heimspiel in der Rallye-Weltmeisterschaft gewonnen. Nach 19 Schotterprüfungen fuhr der 25-Jährige am Samstag bei seinem vierten Gesamtsieg einen Vorsprung von 10,1 Sekunden auf den Franzosen Sebastien Ogier im Citroen C4 heraus.

Dessen Landsmann und Teampartner Sebastien Loeb wurde beim achten WM-Lauf Dritter. Der sechsfache Champion kam mit einem Rückstand von 26,0 Sekunden ins Ziel. Mit 165 Punkten behauptete Loeb vor dem deutschen WM-Lauf am dritten August-Wochenende seine Führung in der Gesamtwertung.

Traum hat sich erfüllt

Latvala war nach dem Heimsieg überglücklich. „Mein Traum war es schon immer, hier zu gewinnen. Jetzt hat er sich erfüllt“, frohlockte der 25-Jährige. „Um diesen Sieg musste ich allerdings bis ins Ziel hart kämpfen, weil Sebastien Ogier bis zum Schluss stark attackierte.“

Leer ging dagegen sein Ford-Teampartner und Vizechampion Mikko Hirvonen aus, der im vergangenen Jahr das finnische WM-Heimspiel noch gewonnen hatte. Nach einem Unfall an seinem 30. Geburtstag Freitagfrüh war er diesmal nur noch Zuschauer.

Keine Punkte für Räikkönen

Auch der ehemalige Formel-1-Weltmeister Kimi Räikkönen schaffte es nicht in die Punkteränge. Dabei war er am Freitagabend sogar als Achter ins Tagesziel gekommen. Am Schlusstag verspielte der „Iceman“ aber alle Chancen auf eine Platzierung unter den besten zehn. Der Finne geriet mit seinem C4 neben der Schotterpiste ins Unterholz. Er verlor mehr als 15 Minuten. Am Ende landete Räikkönen deshalb nur auf Platz 25.

Finnland-Rallye

Endstand nach 19 Sonderprüfungen:

1. Jari-Matti Latvala/Miikka Antilla FIN Ford Focus 2:31:29,6
2. Sebastien Ogier/Julien Ingrassia FRA Citroen C4 + 10,1
3. Sebastien Loeb/Daniel Elena FRA/MON Citroen C4 26,0
4. Petter Solberg/Chris Patterson NOR/GBR Citroen C4 30,7
5. Daniel Sordo/Marc Marti ESP Citroen C4 1:45,0
6. Matthew Wilson/Scott Martin GBR Ford Focus 5:43,7

WM-Wertung:

1. Sebastien Loeb FRA Citroen 166
2. Sebastien Ogier FRA Citroen 118
3. Jari-Matti Latvala FIN Ford 105
4. Petter Solberg NOR Citroen 90
5. Mirko Hirvonen FIN Ford 86
6. Daniel Sordo ESP Citroen 77
7. Matthew Wilson GBR Ford 48
8. Federico Villagra ARG Ford 26
9. Henning Solberg FIN Ford 25
10. Mads Ostberg NOR Subaru 16
Stand nach acht von 13 WM-Läufen.

Tennis

Österreich gewinnt „Länderkampf“ gegen Deutsche

Der „Länderkampf“ Österreich gegen Deutschland im Rahmen des Challenger-Turniers Austrian Open in Kitzbühel hat am Samstag einen klaren 3:0-Erfolg für die Gastgeber gebracht. Nachdem der Kärntner Stefan Koubek den starken Deutschen Nicolas Kiefer mit 2:6 6:2 11:9 im Champions-Tiebreak besiegt hatte, brachte bereits der 6:3 6:3-Erfolg des Oberösterreichers Markus Hipfl gegen Carl-Uwe Steeb die Entscheidung zugunsten von Rot-Weiß-Rot.

Ein echter Leckerbissen für alle Tennisfans war schließlich das Doppel mit Alexander Antonitsch/Thomas Muster gegen Kiefer/Christopher Kas, in dem sich die beiden österreichischen Routiniers mit 6:7 6:1 9:7 durchsetzten. Die Akteure boten den Zuschauern eine beeindruckende Show mit einer idealen Kombination aus Spaß und spielerischem Ernst. Obwohl er wegen einer Knöchelverletzung nicht aktiv ins Spielgeschehen eingreifen konnte, war Boris Becker beeindruckt und fieberte als Zuschauer mit dem deutschen Team mit.

Am Samstag fand auch die Auslosung für den Hauptbewerb in „Kitz“ statt, wobei Muster in der ersten Runde auf den jamaikanischen Wimbledon-Teilnehmer Dustin Brown trifft. „Ich kenne ihn nicht wirklich, weiß aber, dass er gegen Jürgen Melzer kürzlich in der ersten Wimbledon-Runde verloren hat. Ich werde alles geben und wir werden sehen, was am Ende herausschaut“, lautete der Kommentar von Österreichs Tennis-Legende zu seinem Auftaktgegner.

Motorsport

Wendlinger in Spa knapp an Punkten vorbei

Der österreichische Rennfahrer Karl Wendlinger hat in der FIA GT1 erneut die Punkteränge verpasst. Auf dem Circuit de Spa-Francorchamps in Belgien, der fünften Station der WM, belegte der Tiroler mit seinem Schweizer Partner Henri Moser den zwölften Rang.

Dennoch ist Wendlinger zufrieden. „Mit dem heutigen Tag bin ich sehr zufrieden. Erstmals in dieser Saison waren wir wirklich konkurrenzfähig“, urteilte der 41-Jährige. Ende August wird die WM auf den Nürburgring fortgesetzt.

Football

St. Louis Rams zahlen Neuling Bradford Rekordsumme

Die St. Louis Rams haben dem jährlichen Preistreiben um Neulinge („Rookies“) in der National Football League (NFL) einen neuen Rekord beschert. Das schlechteste Team der letzten Saison bezahlt Quarterback Sam Bradford in einem Sechsjahresvertrag 78 Millionen Dollar (rund 60 Mio. Euro), bevor dieser noch einen Ball in der NFL geworfen hat.

Die Nummer eins im heurigen Draft bekommt von den Rams eine Fixsumme von 50 Millionen Dollar, mit diversen Extrazahlungen sind sogar bis zu 86 Millionen Dollar möglich.

Der 22-jährige Bradford gilt als großer Hoffnungsträger der Rams, die zu Beginn des Jahrtausends unter der Führung von Quarterback-Legende Kurt Warner als „Greates Show on Turf“ für Furore gesorgt hatten. In der vergangenen Saison konnte St. Louis bei 15 Niederlagen nur einen Sieg feiern.

Golf

Wiegele und Brier in Irland zurückgefallen

Österreichs Golfprofis Martin Wiegele und Markus Brier haben am Samstag im mit drei Millionen Dollar dotierten Irish Open weiter an Boden verloren. Der Steirer Wiegele spielte im Killarney Golf & Fishing Club (Par 71) eine 73er-Runde und fiel mit einem Gesamtscore von 213 „strokes“ vom 36. auf den 47. Rang zurück, der Wiener Brier rutschte nach einer 74 im dritten Umlauf und mit insgesamt 215 Schlägen vom 45. auf den 63. Platz ab.

„Vor allem die Distanzkontrolle beim Putten war schwach“, meinte Wiegele zu seiner Samstag-Vorstellung. Brier hatte zwar seine Rückenprobleme vom Vortag überwunden, aber dafür seine liebe Not mit dem starken Wind und deshalb viele Abschläge verzogen. Spitzenreiter ist weiterhin der Engländer Ross Fisher (201), der allerdings nur mit einem Schlag Vorsprung auf seinen Landsmann Chris Wood und den Italiener Francesco Molinari (je 202) in den Schlusstag geht.

Radsport

Leon Sanchez gewinnt Clasica San Sebastian

Luis Leon Sanchez hat am Samstag die zur Pro-Tour zählende Clasica San Sebastian gewonnen und damit für den sechsten spanischen „Heimsieg“ im größten iberischen Ein-Tages-Rennen in den vergangenen sieben Jahren gesorgt.

Der Radprofi von Caisse d’Epargne setzte sich vor dem Kasachen Alexander Winokurow und seinem spanischen Landsmann Carlos Sastre durch. Das Trio hatte sich 40 Kilometer vor dem Ziel vom Hauptfeld abgesetzt. Der Tour-Zweite Andy Schleck gab nach 120 von 234 Kilometern auf, Gründe dafür wurden zunächst nicht bekannt. Mit Stefan Denifl als 50. kam nur ein Österreicher ins Ziel, Peter Wrolich und Thomas Rohregger gaben auf.

Billard

Ouschan bei US Open im Viertelfinale

Jasmin Ouschan hat sich bei den Billard-US-Open der Damen souverän für das Viertelfinale qualifiziert. Die top gesetzte Kärntnerin hat nach ihren zwei Auftaktsiegen bei dem Turnier in Oklahoma City am Freitag zwei weitere Erfolge gefeiert und steht damit ungeschlagen unter den letzten acht der WBPA US Open.

Das erste Match gegen die Filipina Iris Ranola, immerhin Halbfinalistin der US Open vor zwei Jahren, gewann die Klagenfurterin 9:4, im Achtelfinale besiegte sie die ungesetzte US-Amerikanerin Morgan Steinman mit 9:5. Im Kampf um das Semifinale trifft sie auf Vivian Villarreal, genannt „Texas Tornado“.