Fußball

Paris SG verpasst Sprung an Tabellenspitze

Paris St. Germain hat es verabsäumt, die Tabellenführung in der französischen Ligue 1 zu übernehmen. Der Titelverteidiger kam am Sonntag in Monaco nicht über ein 0:0 hinaus und muss sich damit weiter mit der Rolle des Verfolgers von Lyon begnügen.

Tabellenführer Lyon kassierte am Samstag trotz Führung mit einem 1:2 in Lille die erste Liganiederlage seit drei Monaten. Von ihren vergangenen fünf Spielen haben die Lyonnais nur eines gewonnen und führen die Tabelle nun mit einem Punkt Vorsprung auf Paris SG an.

Mehr dazu in Ligue 1

DFL-Geschäftsführer: WM-Achtelfinale in Katar streichen

In der Debatte um die Fußball-WM in Katar hat DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig eine Turnierreform vorgeschlagen. „Ich halte den Wegfall des WM-Achtelfinales für eine gute Option. Wenn statt der beiden Bestplatzierten nur noch der Gruppensieger weiterkäme, könnte direkt das Viertelfinale gespielt werden“, sagte der Spitzenfunktionär der Deutschen Fußball Liga dem „Kicker“ (Montag).

Auslöser für den Vorstoß sind die Pläne der FIFA, die umstrittene Weltmeisterschaft um vier Tage zu verkürzen. „Es kann nicht sein, dass die WM von 32 auf 28 Tage verkürzt wird, die Spieler aber die gleiche Anzahl von Partien absolvieren müssen“, sagte Rettig.

Die Task Force der FIFA hatte sich zuletzt für einen WM-Termin „Ende November bis Ende Dezember“ ausgesprochen. Wegen des engen Terminkalenders im internationalen Fußball soll dann nur vier Wochen in Katar gespielt werden.

Dadurch würde die Belastung für Spitzenspieler erhöht, mahnte Rettig, „und am Ende zahlen die Clubs die Zeche“. Neben dem Wegfall des WM-Achtelfinals befürwortet der DFL-Geschäftsführer eine Verlegung des Confederations Cups 2021. „Es wäre unverständlich, ihn genau zwölf Monate vor der WM auszurichten. Unser Ansatz wäre, den Confed-Cup im Sommer 2021 aufgrund der Temperaturen in einem anderen Land als Katar auszutragen“, sagte Rettig. Zudem solle die Club-WM 2022 „ersatzlos entfallen“.

Teigl-Tor bei Sieg von Leipzig gegen Union Berlin

Georg Teigl hat am Sonntag sein drittes Saisontor in der zweiten deutschen Liga erzielt. Der Ex-Salzburger traf beim 3:2-Heimsieg seines Clubs RB Leipzig gegen Union Berlin in der 13. Minute zum zwischenzeitlichen 3:1.

Die Leipziger, bei denen Stefan Hierländer in der 84. Minute eingewechselt wurde und Niklas Hoheneder auf der Bank saß, liegen als Tabellenachter acht Punkte hinter dem Relegationsplatz. Bei den Berlinern spielte Christopher Trimmel durch.

Drei Punkte vor Leipzig an der fünften Stelle rangiert Fortuna Düsseldorf nach einem 2:1 bei Heidenheim. Michael Liendl bereitete beide Treffer der Gäste vor. Erwin Hoffer kam nicht zum Einsatz.

Zweite deutsche Bundesliga

Freitag, 27. Februar:
Bochum FSV Frankfurt 3:3
Darmstadt Braunschweig 1:0
Kaiserslautern Greuther Fürth 2:1
Samstag, 28. Februar:
Sandhausen Aalen 2:0
Nürnberg Karlsruhe 1:1
Sonntag, 1. März:
RB Leipzig Union Berlin 3:2
St. Pauli Erzgebirge Aue 0:0
Heidenheim Düsseldorf 1:2
Montag, 2. März:
Ingolstadt 1860 München 20.15 Uhr

Tabelle

1. FC Ingolstadt 04 22 12 8 2 35:18 44
2. SV Darmstadt 98 23 10 11 2 28:16 41
3. 1. FC Kaiserslautern 23 11 8 4 32:22 41
4. Karlsruher SC 23 10 9 4 31:18 39
5. Fortuna Düsseldorf 23 9 8 6 35:30 35
6. Eintracht Braunschweig 23 10 4 9 31:27 34
7. 1. FC Nürnberg 23 10 4 9 29:33 34
8. RB Leipzig 23 8 9 6 26:18 33
9. FSV Frankfurt 23 9 4 10 32:37 31
10. 1. FC Union Berlin 23 8 6 9 30:37 30
11. 1. FC Heidenheim 23 7 7 9 32:27 28
12. VfL Bochum 23 5 13 5 35:35 28
13. SV Sandhausen 23 7 7 9 20:26 28
14. SpVgg Greuther Fürth 23 6 9 8 24:26 27
15. TSV 1860 München 22 5 6 11 28:35 21
16. Erzgebirge Aue 23 5 6 12 21:32 21
17. VfR Aalen 23 4 7 12 16:29 19
18. FC St. Pauli 23 4 6 13 23:42 18
Stand vom 1. März

Tuchel-Wechsel zu Leipzig laut Rangnick nicht sicher

Sportdirektor Ralf Rangnick sieht RB Leipzig nicht als Favorit im Werben um Wunschtrainer Thomas Tuchel. „Wir können nicht davon ausgehen, dass wir ihn bekommen“, sagte Rangnick der „Welt am Sonntag“. Als Grund nannte der Deutsche, der bis zum Sommer auch in Salzburg noch als Sportdirektor fungiert, den jüngsten sportlichen Abwärtstrend bei den Leipzigern.

„Die Wahrscheinlichkeit, dass wir nächstes Jahr Zweite Liga spielen, ist definitiv höher, als dass wir Erste Liga spielen. Die Frage wird sein: Will er das bei uns überhaupt machen?“, so Rangnick. Der 56-Jährige bestätigte, dass es bereits telefonischen Kontakt mit Tuchel gegeben habe.

Der frühere Trainer des FSV Mainz nimmt sich in dieser Saison eine Auszeit, um sich weiterzubilden. Nach der Trennung von Cheftrainer Alexander Zorniger soll Interimscoach Achim Beierlorzer das Leipziger Team bis Saisonende betreuen.

Für die kommende Saison sei der Aufstieg in die Bundesliga „das erklärte Ziel“, sagte Rangnick. Mittelfristig wolle der Club dem Wunsch von Red-Bull-Gründer und Investor Dietrich Mateschitz nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft erfüllen. Der 71-Jährige hatte gesagt, er wolle nicht bis zu seinem 80. Geburtstag bis zum Titelgewinn warten. „Das ist natürlich sehr anspruchsvoll. Aber es ist eben auch nicht völlig unmöglich“, so Rangnick weiter.

Ehemaliger DFB-Teamspieler Wuttke gestorben

Der frühere deutsche Fußballnationalspieler Wolfram Wuttke ist im Alter von 53 Jahren gestorben. Das bestätigte sein Sohn Benjamin am Sonntag. Wuttke lag zuletzt wegen multiplem Organversagen in einer Klinik im westfälischen Lünen im Koma und starb dort Sonntagfrüh.

Der Stürmer spielte einst für Schalke 04, Borussia Mönchengladbach, Hamburger SV und den 1. FC Kaiserslautern. Er bestritt zwischen 1979 und 1993 299 Bundesliga-Partien (66 Tore). Zudem absolvierte er vier Länderspiele. Mit der deutschen Olympiaauswahl gewann er 1988 in Seoul die Bronzemedaille. Später trug er noch das Trikot des spanischen Zweitligisten Espanyol Barcelona und des 1. FC Saarbrücken.

Bekannt wurde Wuttke vor allem durch seine raffinierten Schüsse und Pässe mit dem Außenrist - und Streitigkeiten mit seinen Trainern: Jupp Heynckes verpasste er einst den Spitznamen „Osram“, weil der so schnell einen roten Kopf bekam.

Tennis

Nadal stellt mit 46. Turniersieg auf Sand Rekord ein

Rafael Nadal hat seinen 46. Turniersieg auf Sand geschafft und damit einen Tennis-Rekord eingestellt. Der frühere Weltranglistenerste aus Spanien besiegte am Sonntag im Finale des ATP-Turniers in Buenos Aires den argentinischen Lokalmatador Juan Monaco 6:4 6:1. 46 Turniersiege auf Asche hat in der Profi-Ära bislang nur der Argentinier Guillermo Vilas geschafft. Insgesamt war es bereits das 93. Finale für den 28-jährigen Nadal.

Mehr dazu in Aktuelle ATP-Turniere

Groß nun auch offiziell neuer ÖTV-Präsident

Robert Groß ist seit Sonntag offiziell neuer Präsident des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV). Der Oberösterreicher wurde bei der Generalversammlung in Lutzmannsburg erwartungsgemäß zum Nachfolger des scheidenden Ronald Leitgeb gewählt. Ihm zur Seite stehen zukünftig Heike Jandl (Finanzen), Robin Lumsden (Recht) sowie Franz Sterba und Werner Klausner.

„Ich bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen, freue mich über die Wahl und auf die kommenden Herausforderungen“, sagte der 67-jährige Groß. Der Neo-Präsident steht auch gleich vor seiner ersten Dienstreise in seiner neuen Funktion, drückt er doch ab Freitag dem Davis-Cup-Team im Erstrundenduell der Europa-Afrika-Zone I mit Schweden in Örebro die Daumen.

Goldenes Ehrenzeichen für Leitgeb

Groß war am 9. Februar bei einer Sitzung in Salzburg vom aus den neun Landesverbandspräsidenten bestehenden ÖTV-Wahlausschuss einstimmig (bei einer Enthaltung) für die Präsidentenwahl vorgeschlagen worden. Er war schon seit 1998 als Präsident des oberösterreichischen Landesverbandes tätig.

Leitgeb bekam von seinem Nachfolger für seine Leistungen das Goldene Ehrenzeichen des Verbandes überreicht. Zuvor hatte er noch einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen und Erfolge im vergangenen Jahr gegeben. Dazu gehörten u. a. die Bestellung von ÖTV-Headcoach Michiel Schapers und die Steigerung der Sponsoreinnahmen um 200.000 Euro. „Damit ist gewährleistet, dass ich den ÖTV in geordneten und sicheren Bahnen übergeben kann“, sagte Leitgeb, dessen scheidendes Präsidium vollständig entlastet wurde.

Ski alpin

Rodeln

Österreicher bei Saisonfinale abgeschlagen

Österreichs Rodler haben im Einsitzer der Herren beim Saisonfinale in Sotschi am Sonntag nicht in die Entscheidung eingreifen können. Der WM-Dritte Wolfgang Kindl musste sich beim auch als EM gewerteten Weltcup-Finale auf der Olympiabahn als bester Österreicher mit Rang elf bzw. dem zehnten EM-Platz begnügen.

Reinhard Egger belegte unmittelbar vor Daniel Pfister Rang 13 (EM-12.), David Gleirscher und Armin Frauscher landeten auf den Plätzen 20 (18.) und 21 (19.).

Der EM-Titel ging an den Russen Semen Pawlitschenko, der sich vor seinem Landsmann Alexander Peretjagin und dem deutschen Weltcup-Gesamtsieger Felix Loch durchsetzte.

In der Staffel auf Platz vier

Wesentlich knapper ging es im Staffel-Bewerb zu, wo sich Österreich im Kampf um EM-Bronze nur den einmal mehr unschlagbaren Deutschen, Russland und Lettland geschlagen geben musste. Im Weltcup schoben sich die viertplatzierten USA noch dazwischen. Loch und die deutsche Staffel holten sich jeweils auch die Weltcup-Kugeln, schon bei den Damen und im Doppelsitzer hatten tags zuvor die deutschen Rodler die Gesamtwertungen für sich entschieden.

Mit neun Podestplätzen im Weltcup, zwei WM-Medaillen und dem Vize-Europameistertitel von Penz/Fischler dürfen aber auch die Österreicher durchaus zufrieden auf die abgelaufene Saison zurückblicken. Nicht zuletzt Kindl, der den Gesamtweltcup als Dritter abschloss, zog zufrieden Bilanz: „Rückblickend war es auf jeden Fall eine super Saison, ich habe meinen ersten Weltcup-Sieg eingefahren, bei der Weltmeisterschaft Bronze geholt und den Gesamtweltcup auf Rang drei beendet.“

Formel 1

Bottas Schnellster am letzten Testtag in Barcelona

Williams-Fahrer Valtteri Bottas war am Sonntag am letzten Testtag vor dem Formel-1-WM-Auftakt der Schnellste. Der Finne drehte in Montmelo bei Barcelona in 1:23,063 Minuten die schnellste Runde, der zweitplatzierte Ferrari-Neuzugang Sebastian Vettel aus Deutschland hatte 0,406 Sekunden Rückstand. Die meisten Runden des Tages drehte Sauber-Pilot Felipe Nasr aus Brasilien, der insgesamt 159 Mal über die Ziellinie fuhr und Drittschnellster war.

Erneut zuverlässig zeigte sich WM-Favorit Mercedes. Der Deutsche Nico Rosberg brachte es auf 148 Runden, begnügte sich allerdings in der Zeitentabelle mit Platz sieben. An den zwölf Testtagen vor dem Saisonauftakt in Melbourne am 15. März fuhr das Weltmeister-Team insgesamt die meisten Runden aller Teams.

Mit Top-Zeiten am Freitag und Samstag hatten Rosberg und der englische Titelverteidiger Lewis Hamilton nachgewiesen, dass Mercedes wohl auch zum Start der neuen Saison das Maß der Dinge sein wird. Abermals Sorgen hatte dagegen McLaren mit seinem neuen Motorenpartner Honda. Nach diversen technischen Problemen in den Vorwochen und dem Unfall des Spaniers Fernando Alonso am vergangenen Sonntag wurde der Brite Jenson Button diesmal von einem Sensorenausfall gebremst.

Rugby

Irland besiegt bei Six Nations England

Mit dem zehnten Sieg in Serie hat Irland am Sonntag einen großen und womöglich vorentscheidenden Schritt in Richtung Gewinn der Six Nations gemacht. „The Boys in Green“ setzten sich in Dublin im Schlager gegen England mit 19:9 (19:3) durch und übernahmen damit die Tabellenführung. Mit zwei weiteren Siegen in Wales (14. März) und Schottland (21. März) wäre die Titelverteidigung perfekt.

Der 21-jährige Robbie Henshaw erzielt im Aviva Stadion den einzigen Versuch der Partie (52.). Jonathan Sexton verwertete für Irland vier von fünf Strafkicks (1., 8., 29., 47.) und eine Conversion. England konnte durch Penalties von George Ford (58., 47.) nur mehr Ergebniskosmetik betreiben. „Wir wussten, dass England in der zweiten Hälfte noch einmal alles versuchen wird. Aber wir haben hart gekämpft und sie von unserer Linie weggehalten“, erklärte Irland-Coach Joe Schmidt.

Six Nations 2015

Spielplan:
06.02. Wales England 16:21
07.02. Italien Irland 3:26
Frankreich Schottland 15:8
14.02. England Italien 47:17
Irland Frankreich 18:11
15.02. Schottland Wales 23:26
28.02. Schottland Italien 19:22
Frankreich Wales 13:20
01.03. Irland England 19:9
14.03. Wales Irland 15.30 Uhr
England Schottland 18.00 Uhr
15.03. Italien Frankreich 16.00 Uhr
21.03. Italien Wales 13.30 Uhr
Schottland Irland 15.30 Uhr
England Frankreich 18.00 Uhr
Alle Zeiten in MEZ
Tabelle:
1. Irland 3 3 0 0 63:23 6
2. England 3 2 0 1 77:52 4
3. Wales 3 2 0 1 62:57 4
4. Frankreich 3 1 0 2 39:46 2
5. Italien 3 1 0 2 42:92 2
6. Schottland 3 0 0 3 50:63 0

Basketball

Meister Güssing siegt in Klosterneuburg

Basketball-Meister Güssing Knights hat am Sonntag mit einen 97:92-Sieg nach Verlängerung bei den Dukes Klosterneuburg in der Bundesliga Rang zwei erobert. Der Rückstand auf Leader Vienna beträgt bei einem Spiel weniger vier Punkte. In einer ausgeglichenen Partie verfehlte ein Dukes-Dreierversuch Sekunden vor Ende der „Overtime“ sein Ziel, mit zwei Freiwürfen machten die Knights den Sack zu.

Mehr dazu in Österreichische Basketball-Ligen

Leichtathletik

Bolt startet mit Staffel-Niederlage ins WM-Jahr

Weltrekordler Usain Bolt hat zum Saisonauftakt die erste Staffel-Niederlage seit siebeneinhalb Jahren kassiert und damit einen Fehlstart ins WM-Jahr erlebt. Der 28-jährige Jamaikaner musste sich am Samstag (Ortszeit) in Kingston mit dem Quartett des Racers Lions Track Club knapp geschlagen geben.

Hinter dem Team der University of Technology (38,23 Sekunden) kam Schlussläufer Bolt bei den Gibson Relays nach 4 x 100 Metern in 38,29 Sekunden als Zweiter ins Ziel. Der schnellste Mann der Welt hatte den Staffelstab bereits mit rund fünf Metern Rückstand übernommen. Olympiasieger Bolt holte zwar auf, konnte Schlussmann Tyquendo Tracey aber nicht mehr einholen.

Die bis dato letzte Niederlage Bolts mit einer Sprint-Staffel aus Jamaika gab es am 7. September 2007: Beim Golden-League-Meeting im Zürcher Letzigrund musste sich das Karibik-Quartett einer US-Staffel mit Tyson Gay klar geschlagen geben. Saisonhöhepunkt für die Leichtathleten ist die WM Ende August in Peking.

Bob

Deutscher Friedrich wieder Zweier-Weltmeister

Der Deutsche Francesco Friedrich hat bei der Bob-WM in Winterberg seinen Titel im Zweier souverän verteidigt. Friedrich und Anschieber Thorsten Margis gewannen am Sonntag mit viermal Laufbestzeit und einem Vorsprung von 1,06 Sekunden vor den Ex-aequo-Zweiten Johannes Lochner/Joshua Bluhm (GER) und den Letten Oskars Melbardis/Daumants Dreiskens (LAT).

Die Österreicher Benjamin Maier/Markus Sammer verpassten den angepeilten Platz unter den besten 20 und mussten sich mit Rang 22 begnügen. Historische Erfolge gab es hingegen für Lettland mit der ersten WM-Medaille im Zweierbob überhaupt und für Südkorea, Gastgeber der nächsten Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang. Yunjong Won/Youngwoo Seo belegten Rang fünf.

Tischtennis

Zwei Staatsmeistertitel für Liu und Habesohn

Europa-Top-16-Siegerin Liu Jia und Daniel Habesohn haben am Sonntag bei den österreichischen Tischtennis-Meisterschaften in Horn je zwei Titel geholt. Beide blieben im Einzel erfolgreich, wobei sich Liu auf dem Weg zu ihrem 15. Einzeltitel im Finale gegen ihre Froschberg-Kollegin Sofia Polcanova ebenso mit 4:1 durchgesetzt hat wie Habesohn gegen Chen Weixing.

Habesohn holte seinen zweiten Titel im Waldviertel im Herren-Doppel - und zwar an der Seite von Fegerl mit einem 3:0 gegen Mathias Habesohn/Michael Pichler. Liu setzte sich im bewährten Mixed mit Bernhard Presslmayer gegen das Ehepaar Fegerl/Li Qianbing 3:2 durch. Das Damen-Doppel ging an die für Villach spielende Formation Amelie Solja/Li Qiangbing, sie gaben Liu/Polcanova mit 3:0 das Nachsehen.

Handball

Leader Hard wehrt Angriff von West Wien ab

Meister Hard hat den Angriff West Wiens auf die Tabellenführung im oberen Play-off der Handball Liga Austria (HLA) am Samstag erfolgreich abgewehrt. In der Südstadt setzten sich die Gäste in der fünften Runde in einem Krimi mit 30:29 (16:17) durch und haben nun vier Punkte Vorsprung auf ihren ersten Verfolger. Der heißt nicht mehr West Wien, sondern Bregenz. Die Vorarlberger besiegten Krems mit 27:20.

West Wien, das die Harder mit einem Sieg von der Spitze verdrängen hätten können, lieferte Roland Schlinger und Co. über die gesamte Spielzeit einen harten Kampf. Abgesehen von der frühen 3:0-Führung der Hausherren in der dritten Minute konnte sich aber keines der beiden Teams bis zum Finish um mehr als zwei Tore absetzen.

Entscheidung erst mit Schlussangriff

In der 55. Minute ging Hard dann mit 29:26 in Front, die Wiener glichen zweieinhalb Minuten vor dem Ende aber noch einmal auf 29:29 aus. Die Entscheidung führte Thomas Weber im letzten Angriff der Partie herbei. Für West Wien war es die erste Niederlage in der zweiten Meisterschaftsphase, die Truppe von Erlingur Richardsson hat aber ein Spiel weniger als die beiden Vorarlberger Clubs auf dem Konto.

Bregenz musste gegen Play-off-Schlusslicht Krems eine Viertelstunde warten, ehe man beim 6:5 erstmals in Führung ging. Dann aber gaben die Vorarlberger das Heft nicht mehr aus der Hand und feierten schließlich einen völlig ungefährdeten Erfolg. Mann des Abends war der 18-jährige Bregenzer Ante Esegovic mit acht Treffern.

Mehr dazu in Österreichische Handball-Ligen

Volleyball

Amstetten vor AVL-Halbfinaleinzug

Waldviertel hat in der „Best of five“-Viertelfinalserie der AVL zurückgeschlagen und am Sonntag in Tulln im zweiten Spiel gegen Graz nach 86 Minuten mit 3:0 (25:22, 25:17, 25:18) gewonnen. Spiel Nummer drei steigt am 5. März wieder in der Grazer Bluebox-Arena Graz. Topscorer der Partie mit 28 Punkten war Bartlomiej Gajdek.

Eine Heimniederlage musste hingegen Weiz gegen Amstetten hinnehmen. Die Steirer verloren nach 91 Minuten mit 0:3 (20:25 25:27 17:25) und stehen im dritten Spiel am 5. März bereits mit einem 0:2-Rückstand mit dem Rücken zur Wand.

Mehr dazu in Austrian Volley League

Snowboard

Schöffmann und Dujmovits in Asahikawa auf dem Podest

Nach dem Sieg von Julia Dujmovits im Parallel-Riesentorlauf haben es am Sonntag beim Snowboardweltcup in Asahikawa (Japan) zwei ÖSV-Damen auf das Podest geschafft. Hinter Siegerin Julie Zogg aus der Schweiz landeten im Parallel-Slalom Sabine Schöffmann und Dujmovits auf den Rängen zwei und drei. Der Slowene Zan Kosir steht vorzeitig als Gewinner des Parallel-Gesamtweltcups fest.

Für Marion Kreiner war bereits im Achtelfinale Endstation, im Gesamtweltcup hat sie nach dem zehnten Platz noch 400 Punkte Vorsprung auf die tschechische Tagesvierte Ester Ledecka.

Es stehen für die Parallel-Boarder noch die Slaloms in Moskau (7. März) und Winterberg (14. März) auf dem Programm. In der Slalom-Wertung verteidigte Schöffmann das gelbe Trikot. Sie liegt 140 Punkte vor Zogg.

Drei ÖSV-Herren hatten es in das Achtelfinale geschafft - dort war für Benjamin Karl (11.), Sebastian Kislinger (13.) und Alexander Payer (16.) aber Endstation. Der Slowene Kosir holte sich das Double in Asahikawa, er steht damit vorzeitig als Gewinner des Parallel-Gesamtweltcups fest.

„Ich habe im Finale starke Läufe gezeigt. Nur im großen Finale habe ich nach dem Start ein wenig Boden auf Julie verloren. Ich bin zwar noch etwas herangekommen, aber für den Sieg hat es nicht mehr gereicht. Ich bin mit meiner heutigen Leistung aber sehr zufrieden und freue mich, dass ich als Führende des Slalom-Weltcups zurück nach Europa komme“, sagte Schöffmann. „Es ist extrem cool, dass es hier in Japan für mich mit einem Sieg und einem dritten Platz so gut geklappt hat“, sagte die Olympiasiegerin Dujmovits.

Eisschnelllauf

Bittner beendet Sprint-WM auf Rang acht

Vanessa Bittner hat die Sprint-WM im Eisschnelllauf in Astana auf Platz acht beendet. Die 19-jährige Tirolerin belegte am Sonntag über 500 m in 38,43 Sek. Platz acht und im abschließenden 1.000er in 76,40 Sek. sogar Rang sechs. Sie verbesserte sich in der Gesamtwertung damit noch um zwei Plätze. Gold im Sprint-Vierkampf ging an die US-Amerikanerin Brittany Bowe und den Russen Pawel Kulischnikow.

Bittner kam auf insgesamt 153,730 Punkte, lag damit nur 1,10 Sekunden hinter den Medaillenrängen und verbesserte den 16 Jahre alten österreichischen Rekord von Emese Hunyady. Die Olympiasiegerin hatte bei der WM in Calgary am 22. Februar 1999 im Sprint-Vierkampf 155,850 Punkte erreicht.

Bittner bestätigte damit einmal mehr, dass sie in dieser Saison in der Weltklasse angekommen ist. „Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass ich mein erstes Weltcup-Podium feiern würde, bei den Weltmeisterschaften mich immer unter die besten zehn platziere und drei Goldmedaillen bei den Junioren-Weltmeisterschaften hole, hätte ich wohl nur gelacht“, kommentierte die 19-jährige ihren Saisonabschluss.