Basketball

Milwaukee erzwingt in NBA Entscheidungsspiel in Boston

Die National Basketball Association (NBA) hat ihr erstes Entscheidungsspiel in den diesjährigen Play-offs: Die Milwaukee Bucks feierten am Donnerstag (Ortszeit) einen 97:86-Heimsieg über die Boston Celtics und erzwangen damit ein siebentes Match in der „Best of seven“-Serie. Dieses steigt am Samstag beim NBA-Rekordchampion im TD Garden in Boston.

Matchwinner für die Bucks war der griechische Superstar Giannis Antetokounmpo mit 31 Punkten - zwölf davon im Schlussviertel - und 14 Rebounds. „Wir haben uns vorgenommen, dass wir hart spielen und dieses Match gewinnen werden, egal was passiert, damit die Saison nicht hier für uns endet“, sagte „The Greek Freak“ unmittelbar nach der Partie.

Statistik spricht für Celtics

Bisher hat sich in allen sechs Spielen stets das Heimteam durchgesetzt. Und noch ein anderer Fakt spricht für den 17-fachen Meister aus Boston (zuletzt 2008): Während die Celtics sämtliche 35 Play-off-Serien, in denen sie - wie gegen Milwaukee - mit 2:0 in Führung gelegen waren, gewannen, ist den Bucks bisher nie der Aufstieg nach einem 0:2-Rückstand gelungen. Antetokounmpo und Co. wollen diesen Fluch nun im 18. Anlauf endlich besiegen.

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Eishockey

Play-off-Auftaktsiege für Pittsburgh und Vegas

Titelverteidiger Pittsburgh Penguins und das Sensationsteam Vegas Golden Knights sind siegreich in die zweite Play-off-Runde der National Hockey League (NHL) gestartet.

Die Penguins lagen am Donnerstag (Ortszeit) bei den Washington Capitals im Schlussdrittel bereits mit 0:2 zurück, Tore von Patric Hörnqvist, Sidney Crosby und Jake Guentzel drehten das Match aber noch auf 3:2. Superstar Crosby bilanzierte ebenso mit einem Treffer und einem Assist wie auf der Gegenseite Alexander Owetschkin. Die zweite Partie steigt am Sonntag erneut in der US-Hauptstadt.

Die Golden Knights feierten einen eindrucksvollen 7:0-Kantersieg gegen die San Jose Sharks und entschieden damit in ihrer ersten NHL-Saison nach dem 4:0-Erstrundenerfolg gegen die Los Angeles Kings auch ihr fünftes Play-off-Spiel für sich. Auch die zweite Begegnung findet am Samstag in Nevada statt.

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Lamoureux kehrt nach Innsbruck zurück

Der HC Innsbruck hat Mario Lamoureux und Michael Boivin unter Vertrag genommen. Der 29-jährige US-Stürmer Lamoureux spielte in der abgelaufenen Saison in Norwegen, der Schweiz und für die Graz 99ers in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). 2016/17 ist er schon einmal für Innsbruck auf Torjagd gegangen. Der Kanadier Boivin war zuletzt in Zagreb tätig, wo der 27-jährige Verteidiger mit 17 Toren überzeugte.

ÖEHV-Team startet mit Sieg in Alrosa Cup

Österreichs Eishockey-Nationalteam hat das erste Spiel im Rahmen des Alrosa Cups in St. Petersburg gewonnen. Gegen die U25-Auswahl von Weißrussland setzten sich die ÖEHV-Herren bei ihrer Vorbereitung auf die am 4. Mai beginnende WM am Donnerstag mit 3:2 (1:0 1:1 1:1) durch. Schweiz-Legionär Dominic Zwerger gelang in der 45. Minute der entscheidende Treffer.

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Football

Cleveland wählt Quarterback Mayfield in NFL-Draft aus

Die Cleveland Browns haben am Donnerstag (Ortszeit) Quarterback Baker Mayfield als ersten Spieler im Draft der National Football League (NFL) ausgewählt.

Das in der vergangenen Saison sieglose NFL-Schlusslicht verspricht sich vom Gewinner der Heisman Trophy für den besten College-Spieler eine deutliche Steigerung seiner blamablen Bilanz von 16 Niederlagen. „Er weiß, wie man spielt und gewinnt“, sagte Browns-General-Manager John Dorsey über seinen neuen Hoffnungsträger von den Oklahoma Sooners.

Als zweiten Spieler sicherten sich die New York Giants Runningback Saquon Barkley (Penn State), als dritter Pick wurde von den New York Jets mit Sam Darnold (Southern California) ein weiterer Quarterback gedraftet.

NFL Draft 2017 Erste Runde

Team Name Position College
1. Cleveland Browns Baker Mayfield QB Oklahoma
2. New York Giants Saquon Barkley RB Penn State
3. Sam Darnold New York Jets QB USC
4. Cleveland Browns Denzel Ward CB Ohio State
5. Denver Broncos Bradley Chubb DE N. C. State
6. Indianapolis Colts Quenton Nelson G Notre Dame
7. Buffalo Bills (von Buccaneers) Josh Allen QB Wyoming
8. Chicago Bears Roquan Smith LB Georgia
9. San Francisco 49ers Mike McGlinchey OT Notre Dame
10. Arizona Cardinals (von Raiders) Josh Rosen QB UCLA
11. Miami Dolphins Minkah Fitzpatrick S Alabama
12. Tampa Bay Buccaneers Vita Vea DT Washington
13. Washington Redskins Da'ron Payne DT Alabama
14. New Orleans Saints (von Packers) Marcus Davenport DE Texas-San Antonio
15. Oakland Raiders Kolton Miller OT UCLA
16. Buffalo Bills (von Ravens) Tremaine Edmunds LB Virginia Tech
17. Los Angeles Chargers Derwin James S Florida State
18. Green Bay Packers (von Seattle) Jaire Alexander CB Louisville
19. Dallas Cowboys Leighton Vander Esch LB Boise State
20. Detroit Lions Frank Ragnow C Arkansas
21. Cinicinnati Bengals Billy Price C Ohio State
22. Tennessee Titans (von Ravens) Rashaan Evans LB Alabama
23. New England Patriots Isaiah Wynn OT Georgia
24. Carolina Panthers D.J. Moore WR Maryland
25. Baltimore Ravens Hayden Hurst TE South Carolina
26. Atlanta Falcons Calvin Ridley WR Alabama
27. Seattle Seahawks Rashaad Penny RB San Diego State
28. Pittsburgh Steelers Terrell Edmunds S Virginia Tech
29. Jacksonville Jaguars Taven Bryan DT Florida
30. Minnesota Vikings Mike Hughes CB Central Florida
31. New England Patriots Sony Michel RB Georgia
32. Baltimore Ravens (von Eagles) Lamar Jackson QB Louisville

Tennis

Marach/Pavic geben nach Achtelfinal-Sieg in Barcelona auf

Oliver Marach und sein Doppel-Partner Mate Pavic haben am Donnerstag nach dem Viertelfinal-Einzug beim Turnier in Barcelona aufgegeben. Als Grund dafür wurde von der ATP eine Rippenblessur von Pavic angegeben.

Das österreichisch-kroatische Duo hatte im Achtelfinale zuvor die Spanier Roberto Caballes Baena und Albert Ramos Vinolas nach Abwehr von zwei Matchbällen mit 6:2 5:7 13/11 niedergerungen. Für Marach war es der 350. Doppel-Sieg seiner Profikarriere - bei 266 Niederlagen.

Zum für Freitag geplanten Viertelfinale gegen die Spanier Feliciano und Marc Lopez tritt das im Doppel-Saisonranking (ATP Race) bestplatzierte Team aber nicht mehr an. Zuletzt in Monte Carlo hatten sich Marach/Pavic erst im Finale den US-Brüdern Bob und Mike Bryan geschlagen geben müssen.

Golf

Wiesberger verpasst Cut bei China Open in Peking

Golfprofi Bernd Wiesberger hat den Cut bei den mit drei Millionen Dollar dotierten China Open in Peking klar verpasst. Der Vorjahresvierte benötigte nach seiner 72er-Auftaktrunde am Freitag 74 Schläge (zwei über Par) und schaffte damit nicht die Qualifikation für die dritte und vierte Runde.

Das vorzeitige Aus hat Folgen in der Weltrangliste und damit auch auf die weitere Saisonplanung Wiesbergers. Der Burgenländer ist derzeit nur noch die Nummer 60 in der Weltrangliste, begonnen hat er das Jahr als 39.

„Das war eine schreckliche Woche für mich, und leider hat mich auch die Frustration auch auf dem Platz erwischt, was nie passieren hätte dürfen“, analysierte Wiesberger auf dem Kurznachrichtendienst Twitter selbstkritisch und kündigte an: „Zu Hause muss ich jetzt in den kommenden Tagen einige Dinge aussortieren.“

Judo

Sabrina Filzmoser verpasst knapp EM-Bronze

Sabrina Filzmoser hat am Donnerstag ihre zehnte Medaille bei Judo-Europameisterschaften knapp verpasst. Die Oberösterreicherin musste sich im Kampf um Bronze der Russin Anastasija Konkina erst in der Verlängerung geschlagen geben. „Die Chance auf eine Medaille war extrem hoch, ich habe leider einen blöden Fehler gemacht“, sagte die 37-Jährige nach dem Kampf.

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Fussball

Ibrahimovic spielt nicht bei WM: „Bleibt beim Nein“

Schwedens Stürmerstar Zlatan Ibrahimovic wird für die Fußball-WM nicht in die schwedische Nationalmannschaft zurückkehren. Der 36-Jährige habe mitgeteilt, dass er seine Meinung zum Rücktritt nicht geändert habe, erklärte Lars Richt, der Sportdirektor im schwedischen Verband, am Donnerstag. „Es bleibt beim Nein.“

Ibrahimovic war nach der EM 2016 aus der schwedischen Nationalelf zurückgetreten, der aktuell bei Los Angeles Galaxy spielende Torjäger befeuerte aber seit Wochen mit diversen Aussagen die Spekulationen über eine Rückkehr für die WM.

Erste Liga

Radsport

Königsetappe der Österreich-Rundfahrt in Niederösterreich

Die Königsetappe der Österreich-Radrundfahrt im Juli geht bei der 70. Auflage erstmals in Niederösterreich in Szene. Das siebente und vorletzte Teilstück am 13. Juli wird in Waidhofen/Ybbs gestartet und führt mehrmals den Anstieg zur Basilika Sonntagberg im Mostviertel hinauf.

Die Etappe umfasst 129,3 Kilometer und 3.169 Höhenmeter, wie die Organisatoren am Freitag bekanntgaben. Der gesamte Streckenplan der diesmal in Vorarlberg beginnenden und wie im Vorjahr in Wels endenden Rundfahrt wird kommenden Donnerstag in Linz präsentiert.

Solosieg für De Gendt auf zweiter Romandie-Etappe

Der Belgier Thomas De Gendt hat am Donnerstag auf der zweiten Etappe der Tour de Romandie in Yverdon-les-Bains einen Solosieg gefeiert. Der 31-Jährige, der schon bei allen drei großen Landesrundfahrten Tagessiege gelandet hat, absolvierte die letzten 25 Kilometer alleine.

Sein Vorsprung auf das Hauptfeld mit dem Österreicher Hermann Pernsteiner betrug nach 174 km am Ende 2:04 Minuten. Gesamtführender der sechstägigen Rundfahrt, die am Sonntag in Genf endet, ist weiter der Slowene Primoz Roglic. Der Niederösterreicher Pernsteiner liegt mit 29 Sekunden Rückstand auf Rang 44.

Rallye

Neuville gewinnt Auftakt zum WM-Lauf in Argentinien

Thierry Neuville und Nicolas Gilsoul haben im Hyundai I20 C den Auftakt zur bis Sonntag dauernden WM-Rallye in Villa Carlos Paz in Argentinien gewonnen.

Das belgische Duo setzte sich am Donnerstag in der Spezialsonderprüfung in 1:54,4 Minuten 0,3 bzw. 0,4 Sekunden vor den Esten Ott Tänak/Martin Järveoja (Toyota Yaris) und den in der WM führenden Franzosen Sebastien Ogier/Julien Ingrassia (Ford Fiesta) durch.

Tischtennis

Jindrak soll für neuen ÖTTV-Aufschwung sorgen

Ex-Doppel-Europameister Karl Jindrak kehrt zum österreichischen Tischtennisverband (ÖTTV) zurück, und das hauptberuflich. Der Wiener wurde am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien als neuer ÖTTV-Sportdirektor und damit Nachfolger des in Pension gegangenen Fritz Svoboda vorgestellt. Neu im Amt ist zudem Mathias Neuwirth als ÖTTV-Generalsekretär, er folgt Rudolf Sporrer nach.

Während Neuwirths Aufgaben mehr im organisatorischen Bereich liegen, hat Jindrak u. a. die sportliche Entwicklung der Nationalteams als Aufgabe. Offiziell beginnt seine Arbeit am 1. Juni, er wird sich aber schon bei den am Sonntag beginnenden Team-Weltmeisterschaften in Halmstad um die ÖTTV-Teams kümmern. „Ich sehe für unsere Nationalteams eine gute und schöne Zukunft“, sagte Jindrak.

Der 45-Jährige hatte 2005 in Aarhus mit Werner Schlager EM-Gold im Doppel geholt und ist seit seinem sportlichen Rücktritt 2006 für den Weltverband (ITTF) als „Competition Manager“ tätig. „Ich werde das auch weiterhin bei einigen Turnieren sein“, sagte Jindrak. „Das aber nur, wenn sich das mit der Arbeit als ÖTTV-Sportdirektor vereinbaren lässt.“

Komplett neue Herausforderung

Jindrak meinte, er stehe im Vergleich zu seinem ITTF-Job vor einer großen, komplett neuen Herausforderung. Als Vorteil sieht er es an, dass er selbst Spitzenspieler war. „Ich weiß, wie unsere Spieler ticken. Diese Erfahrung wird mir helfen, um zu helfen.“ Er hat vor, viele Gespräche zu führen und für bestmögliche Trainingsbedingungen zu sorgen.

Seit der Schließung der Schwechater Werner Schlager Academy (WSA) fehlt es an einem Trainingszentrum mit aller nötigen Infrastruktur wie der medizinischen Betreuung. „Wir müssen daran arbeiten, so etwas in der Art wieder zu haben, wo wir auch ausländische Trainingspartner einladen können“, meinte Jindrak. Aktuell trainieren die ÖTTV-Herren verstärkt in Stockerau. Auch die Südstadt könnte mehr in den ÖTTV-Blickpunkt rücken, oder aber ein neues Projekt.

Skispringen

Rodlauer folgt auf Felder als Frauen-Trainer

Der Vorgänger von Andreas Felder als Frauen-Skisprung-Cheftrainer im ÖSV ist auch sein Nachfolger. Harald Rodlauer kehrt nach vier Jahren als Kotrainer der Herrenmannschaft ins Frauenlager zurück. Rodlauer war schon von 2011 bis 2014 für Daniela Iraschko-Stolz und Co. verantwortlich, ihm zur Seite wird als neuer Kotrainer Stefan Kaiser stehen.

„Das ist eine interessante und reizvolle Aufgabe. Das Niveau des Frauen-Skispringens hat sich in den letzten Jahren noch einmal verbessert, und der Weltcup wird in Zukunft durch zusätzliche, attraktive Veranstaltungen weiter aufgewertet“, wurde Rodlauer in einer ÖSV-Aussendung zitiert. „Wir haben nicht viele, aber sehr gute Athletinnen, mit denen wir in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft gehen.“

Der neue Sportliche Leiter für Skispringen und Nordische Kombination, Mario Stecher, sprach in Sachen Rodlauer von einer „Wunschlösung für diese Position“. „Er hat über viele Jahre sehr gute Arbeit als Trainer geleistet und sieht es als große Herausforderung, ein starkes Team zu formen.“

Segeln

Zajac/Matz stoßen vor Hyeres auf Rang sechs vor

Die Flotte des Österreichischen Segelverbandes (OeSV) hat am dritten Tag des Weltcups vor Hyeres insgesamt fünf Top-Ten-Platzierungen geschafft. Thomas Zajac und Barbara Matz stießen mit den Rängen drei und vier auf den sechsten Platz im Zwischenklassement vor. Wie schon am Vortag mussten die Segler auch am Donnerstag viel Geduld beweisen, da erst am Nachmittag der Wind aufkam.

„Es waren wieder viele Stunden am Wasser, wir sind aber immer top dabei gewesen und haben einen guten Speed. Wir haben im ersten Rennen geführt, dann ist uns ein Fehler unterlaufen. Mit den Ergebnissen können wir zufrieden sein“, sagte Olympiabronzemedaillengewinner Zajac.

Bargehr/Mähr „noch nicht ganz zufrieden“

Bei den 470ern wurde das Feld aufgrund der schwierigen Bedingungen kräftig durchgewürfelt, mit zwei soliden Rennen (neunter und 13. Platz) verbesserten sich David Bargehr und Lukas Mähr auf Rang 13.

„Es war schwer, wir sind aber ohne größere Fehler durchgekommen. Wir sind noch nicht ganz zufrieden und sehen genug Potenzial“, so Vorschoter Mähr nach fünf von zehn geplanten Wettfahrten. Die beiden Vorarlberger sind damit in Reichweite zu den ersten zehn, die am Sonntag das Medal Race bestreiten.

Bei den 49erFX landete die OeSV-Flotte in der ersten von zwei Wettfahrten auf den Rängen sechs, acht und 13. „Das erste Rennen lief gut für uns, wir konnten immer wieder Plätze gutmachen und kamen als Achte ins Ziel. Auch in der zweiten Wettfahrt sah es anfangs gut aus. Wir haben dann etwas ausprobiert und das ist leider nicht aufgegangen“, sagte Tanja Frank, die mit Lorena Abicht aktuell auf Rang 15 liegend. Laura Schöfegger/Anna Boustani (Platz 17) und Angelika Kohlendorfer/Lisa Farthofer (22.) rangieren knapp dahinter.

Ringen

EM in Russland ohne Hrustanovic und Marchl

Die österreichischen Ringer reisen mit Hoffnungen auf Spitzenplätze zur EM von 30. April bis 6. Mai in Kaspijsk in Russland. In den Griechisch-Römisch-Klassen gelten Junioren-Vizeweltmeister Daniel Gastl (Klasse bis 97 kg) und Michael Wagner (82 kg) nach jeweils zweiten Rängen im Weltcup als aussichtsreiche Teilnehmer des Österreichischen Ringsportverbands (ÖRSV).

Amer Hrustanovic verpasst hingegen wegen anhaltender Lungenprobleme die EM ebenso wie Florian Marchl, der im Abschlusstraining eine Knöchelverletzung erlitten hat.

Kohut tritt erstmals für Österreich an

In den Freistil-Bewerben tritt die seit mehr als acht Jahren in Österreich lebende Ex-Weltmeisterin Oleksandra Kohut (Klasse bis 50 kg) erstmals für Rot-Weiß-Rot an. Die Ukrainerin hat allerdings seit vier Jahren kein großes Turnier bestritten. Die WM-Fünfte Martina Kuenz (68 kg) rechnet sich auch in Russland gute Chancen aus.

Bei den Titelkämpfen kommt erstmals der neue Modus zur Anwendung, der den starken Gewichtsverlust im Vorfeld der Wettkämpfe eindämmen soll. Die Ringer müssen ab sofort an zwei Tagen auf die Matte, die Abwaage erfolgt jeweils am Morgen des Wettkampftages. Die Kämpfe beginnen bereits rund drei Stunden nach dem Abwiegen. Heuer gilt an den zwei Tagen noch eine Gewichtstoleranz von zwei Kilogramm.

Schiessen

Peer Dreistellungsmatch-Zweite im Changwon-Weltcup

Franziska Peer hat den Weltcup der Sportschützen in Changwon in Südkorea als Zweite im Dreistellungsmatch mit dem Kleinkalibergewehr beendet.

Peer war bereits in der Qualifikation Zweite, mit 1.175 Ringen hatte sie neuen österreichischen Rekord aufgestellt und die Slowenin Ziva Dvorsak mit 1.178 den Weltrekord egalisiert. Im Finale fehlte Peer nur eine Zehntel auf den Sieg, mit 458,2 Ringen landete sie hinter der Chinesin Wang Zeru (458,3) und klar vor Dvorsak (445,4).

Leichtathletik

IAAF limitiert Testosteronwert bei Läuferinnen

Der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) führt vom 1. November an erneut Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit hohen natürlichen Testosteronwerten ein. Das Startrecht für Rennen zwischen 400 Metern und einer Meile bekommen Frauen künftig nur, wenn ein spezifischer Testosterongehalt im Blut (5 nmol pro Liter) nicht überschritten wird. Das teilte die IAAF am Donnerstag mit.

Damit reagierte der Verband auch auf eine Studie vom Juli 2017, wonach Frauen mit hohen natürlichen Testosteronwerten in einigen Leichtathletik-Disziplinen einen Wettbewerbsvorteil haben. Sie müssten künftig „innerhalb einer durchgehenden Periode von mindestens sechs Monaten - beispielsweise durch die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel“ - ihren erhöhten Wert dauerhaft reduzieren.

Caster Semenya löst Debatte aus

Im Mittelpunkt der Debatte über Hyperandrogenismus und Intersexualität steht seit Jahren die zweifache 800-m-Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin Caster Semenya. Mit ihrem Sieg bei der WM 2009 in Berlin hatte die Südafrikanerin die weltweite Diskussion um Chancengleichheit und die Würde von Athletinnen mit hohen männlichen Testosteronwerten ausgelöst.

Eine frühere Regelung der IAAF hatte der Internationale Sportgerichtshof (CAS) im Juli 2015 für zwei Jahre aufgehoben. Zunächst sollten wissenschaftliche Beweise für einen Zusammenhang zwischen erhöhten Testosteronwerten und gesteigerter Leistungsfähigkeit bei Sportlern ermittelt werden. Dieser wurde durch die Studie belegt.

Chronik