Fussball

Braunschweig wahrt Chance auf Bundesliga-Aufstieg

Mit dem 100. Heimsieg in der zweiten deutschen Bundesliga hat Eintracht Braunschweig seine geringen Hoffnungen auf den Wiederaufstieg gewahrt. Der Bundesliga-Absteiger gewann am Montagabend in Unterzahl mit 4:2 (1:2) gegen Erzgebirge Aue und ist mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsrang Tabellensechster.

Vor 20.200 Zuschauern im Eintracht-Stadion erzielten Jan Hochscheidt (2. Minute), Hendrick Zuck (69.), Emil Berggreen (77.) und Marc Pfitzner (88./Foulelfmeter) die Treffer für die Eintracht, die Maximilian Sauer (70.) durch die Gelb-Rote Karte verlor. Die Gäste aus Sachsen fielen trotz einer starken Leistung in der ersten Halbzeit und Toren von Bobby Wood (11.) und Stipe Vucur (31.) auf den letzten Platz zurück.

Zweite deutsche Bundesliga

Freitag, 24. April:
RB Leipzig Darmstadt 2:1
Nürnberg Sandhausen 2:0
Bochum Kaiserslautern 0:2
Samstag, 25. April:
Düsseldorf 1860 München 1:1
Karlsruhe Greuther Fürth 2:1
Sonntag, 26. April
Union Berlin Ingolstadt 2:2
Heidenheim St. Pauli 2:1
FSV Frankfurt Aalen 1:1
Montag, 27. April
Braunschweig Erzgebirge Aue 4:2

Tabelle

1. FC Ingolstadt 04 30 16 11 3 48:26 59
2. 1. FC Kaiserslautern 30 14 12 4 42:25 54
3. Karlsruher SC 30 13 13 4 41:22 52
4. SV Darmstadt 98 30 12 14 4 39:23 50
5. RB Leipzig 30 12 11 7 36:24 47
6. Eintracht Braunschweig 30 14 5 11 41:34 47
7. Fortuna Düsseldorf 30 10 11 9 44:44 41
8. 1. FC Nürnberg 30 11 5 14 35:42 38
9. 1. FC Heidenheim 30 10 8 12 38:38 38
10. 1. FC Union Berlin 30 9 11 10 37:48 38
11. SV Sandhausen 30 9 10 11 26:33 37
12. FSV Frankfurt 30 9 9 12 37:45 36
13. VfL Bochum 30 7 14 9 45:47 35
14. SpVgg Greuther Fürth 30 6 13 11 30:37 31
15. TSV 1860 München 30 7 9 14 38:45 30
16. FC St. Pauli 30 7 7 16 32:49 28
17. VfR Aalen * 30 6 12 12 27:36 28
18. Erzgebirge Aue 30 7 7 16 25:43 28

Stand vom 27. April

* Zwei Punkte Abzug (Verstoß gegen Lizenzierungsauflage)

Kein fünfter Meisterstern für das Bayern-Trikot

Der FC Bayern ist seit Sonntag zum 25. Mal deutscher Meister - aber einen fünften Stern auf ihrem Trikot werden die Münchener dafür nicht erhalten. Der einfache Grund: Noch gibt es laut Reglement der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine Obergrenze für die Meistersterne - und diese liegt bei vier Sternen.

Sollte die Regel nicht gekippt werden, wird kein Stern für den Rekordchampion hinzukommen, unabhängig von der Zahl der Meistertitel. Die Vergabe der Sterne ist klar geregelt, wenn auch willkürlich festgelegt. Nur die Meistertitel seit der Einführung der Bundesliga 1963 werden berücksichtigt.

Regelung in anderen Ligen einfacher

Ab drei Meisterschaften gibt es einen Stern (aktuell für Werder Bremen, VfB Stuttgart und Hamburger SV), ab fünf Meisterschaften zwei Sterne (aktuell für Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach). Drei Sterne werden für zehn oder mehr Titel vergeben, vier Sterne ab der 20. Meisterschaft.

In der großen Mehrheit der europäischen Ligen ist die Regelung deutlich einfacher: Dort gibt es für zehn Meisterschaften einen Stern, für 20 zwei, für 30 drei usw. In Spanien und England werden dagegen überhaupt keine Meistersterne vergeben.

Stranzl fällt bei Gladbach bis Saisonende aus

Der deutsche Bundesligist Borussia Mönchengladbach muss bis Saisonende auf Martin Stranzl verzichten. Der Burgenländer kann aufgrund eines Ödems im linken Oberschenkel oberhalb des Kniegelenks in den abschließenden vier Runden nicht mehr eingesetzt werden, gab der Tabellendritte der deutschen Bundesliga am Montag bekannt.

Der Innenverteidiger absolvierte seine bisher letzte Partie am 22. März beim 2:0-Auswärtssieg gegen den frischgebackenen Meister Bayern München. In der Vorwoche begann der 34-Jährige mit individuellem Training, musste dann aber wieder abbrechen. Nun wurde in einem Gespräch mit Mannschaftsarzt Stefan Hertl und Sportdirektor Max Eberl entschieden, dass Stranzl seine Verletzung in den kommenden Wochen vollständig auskurieren soll.

Genesung bis zur Vorbereitung als Ziel

„Natürlich möchte man als Profisportler so schnell wie möglich wieder spielen, gerade in einer so erfolgreichen Phase wie derzeit. Aber nachdem mir vonseiten des Vereins die Rückendeckung gegeben wurde, das Knie vollständig auszukurieren, ist mir die Entscheidung etwas leichter gefallen, die Saison vorzeitig zu beenden“, meinte Stranzl.

Auf den Ex-ÖFB-Teamspieler warten nun tägliche Reha-Einheiten. „Das Knie soll zur Ruhe kommen und sich komplett erholen, deshalb darf es überhaupt nicht belastet werden. Das Ziel ist es, dass ich zum Start der Vorbereitung auf die neue Saison hundertprozentig fit bin“, sagte der Gladbach-Kapitän, der es in dieser Saison auf 30 Pflichtspiele für seinen Club brachte.

Faustschlag: Fünf Spiele Sperre für Atalantas Denis

Eine Auseinandersetzung zwischen Atalanta-Stürmer German Denis und Empoli-Spieler Lorenzo Tonelli ist im Serie-A-Match am Sonntag eskaliert. Tonelli habe Denis nach dem Schlusspfiff zugerufen, „ich bringe dich und deine Familie um“, sagte die Disziplinarkommission der Liga am Montag. Der so Bedrohte sei wenig später in die Empoli-Kabine gekommen und habe Tonelli ins Gesicht geschlagen.

Die Strafen der italienischen Fußballliga fielen unterschiedlich aus: Denis wurde wegen dieser Tätlichkeit für fünf Spiele gesperrt, Tonelli erhielt eine Sperre für eine Partie. Denis hatte in der Nachspielzeit den Treffer zum 2:2-Ausgleich erzielt.

Erste Liga

ÖFB

U16-Team bei Turnier der Nationen im Halbfinale

Das U16-Nationalteam des ÖFB hat die Gruppenphase des Turniers der Nationen in Kärnten und Italien ohne Niederlage abgeschlossen. Nach einem 1:1 (1:1) gegen Mexiko am Montag in Arnoldstein stieg die Auswahl von Coach Andreas Heraf als Gruppensieger ins Semifinale auf. Dort ist am Mittwoch in Kötschach-Mauthen (17.00 Uhr) Slowenien der Gegner. Das zweite Halbfinale bestreiten Italien und die USA.

Nach Siegen gegen Brasilien und Albanien blieben die ÖFB-Burschen auch gegen Mexiko ungeschlagen. Christoph Baumgartner (17.) glich den Rückstand wenige Minuten später aus.

Basketball

Dallas verhindert schnelles Aus gegen Houston

Die Dallas Mavericks haben in den laufenden NBA-Play-offs ihr erstes Spiel gewonnen und ein schnelles Aus gegen die Houston Rockets vorerst vermieden. Die Mavericks entschieden am Sonntag (Ortszeit) in heimischer Halle die vierte Partie der Serie mit 121:109 für sich. Dennoch liegt Dallas mit 1:3 Siegen hinten und muss am Dienstag auch das fünfte Spiel in Houston gewinnen, um eine sechste Partie daheim zu erzwingen.

Bisher hat es in der NBA-Geschichte noch kein Team geschafft, nach einem 0:3-Rückstand weiterzukommen. Monta Ellis war mit 31 Punkten erfolgreichster Werfer der Mavericks, die sich durch einen 20:4-Zwischenspurt im dritten Viertel absetzen konnten. Dirk Nowitzki erzielte zehn seiner 16 Punkte im Schlussabschnitt. Aufseiten der Gäste steuerte Olympiasieger James Harden die meisten Zähler bei (24).

Nach den Golden State Warriors haben sich auch die Cleveland Cavaliers und Washington Wizards auf schnellstem Wege für die zweite Play-off-Runde qualifiziert. Die „Cavs“ setzten sich am Sonntag beim NBA-Rekordchampion in Boston mit 101:93 durch und gewannen damit die „Best of seven“-Serie mit 4:0. Gleiches gelang den Wizards mit dem 125:94-Heimerfolg über Toronto. Titelverteidiger San Antonio musste sich im Heimspiel gegen die Los Angeles Clippers mit 105:114 geschlagen geben und damit den 2:2-Ausgleich hinnehmen.

Mehr dazu in National Basketball Association

Badminton

Wirkungslose achtmonatige Dopingsperre gegen Lee

Malaysias Badmintonstar Lee Chong Wei ist trotz achtmonatiger Dopingsperre ein glücklicher Mann. Da ihn der Internationale Verband (BWF) am Montag rückwirkend sperrte, steht einer Olympiateilnahme des Ex-Weltranglistenersten im kommenden Jahr in Rio de Janeiro nichts im Wege. Lee war bei der WM im Vorjahr positiv auf das verbotene Mittel Dexamethason (Entzündungshemmer) getestet worden.

„Ich bin natürlich erleichtert“, sagte Lee bei einer Pressekonferenz in Kuala Lumpur. Da die Dopingsperre des 32-jährigen Olympiazweiten von London 2012 bereits diesen Donnerstag endet, darf der 55-fache Turniersieger bereits ab Freitag wieder an Wettkämpfen teilnehmen.

Der Weltverband hätte Lee, der bei der WM bis ins Finale gekommen war, auch zwei Jahre sperren können, kam aber zu dem Schluss, dass es sich „nicht um einen Dopingfall mit Betrugsabsicht“ gehandelt habe. Die verbotene Substanz soll Bestandteil eines Nahrungsergänzungsmittels gewesen sein. Lee habe sie also nicht wissentlich zu sich genommen.

Radsport

Cavendish gewinnt auch zweite Türkei-Etappe

Der Brite Mark Cavendish hat am Montag auch das zweite Teilstück der Türkei-Rundfahrt im Sprint gewonnen und damit die Führung im Gesamtklassement erfolgreich verteidigt. Der Straßenweltmeister von 2011 setzte sich nach 182 Kilometern von Alanya nach Antalya vor den Italienern Sacha Modolo und Nicola Ruffoni durch.

Für den 29-Jährigen war es bereits der sechste Etappensieg in der Türkei, nachdem er im vergangenen Jahr gleich bei vier Etappen erfolgreich gewesen war.

Handball

Bregenz engagiert 81-fachen norwegischen Teamspieler

Zwei Tage nach dem Einzug in das Semifinale der Handball Liga Austria (HLA) hat Österreichs Rekordmeister Bregenz am Montag die Verpflichtung des 30-jährigen Norwegers Espen Lie Hansen verlautbart. Der 81-fache Teamspieler soll den Litauer Povilas Barbarskas im linken Rückraum ersetzen. Der 1,96 Meter große Skandinavier kommt vom SC Madgeburg, dem Verein des ÖHB-Teamflügels Robert Weber.

„Er ist körperlich sehr stark, wurfgewaltig und verfügt über ein großartiges Spielverständnis“, meinte Bregenz-Trainer Robert Hedin über seinen Wunschspieler. „Wir wollen mit ihm nächste Saison in der Liga, im Cup und im Europacup angreifen.“ Der Vertrag wurde für zwei Jahre abgeschlossen. Lie Hansen erzielte im Nationalteam bisher 266 Tore, war bei der WM 2011 sowie den EM-Turnieren 2012 und 2014 dabei. Bei Magdeburg wurde im Gegenzug der dänische Teamspieler Michael Damgaard engagiert.

Tischtennis-WM

Gardos/Liu und Fegerl/Li in zweiter Mixed-Runde out

Österreichs Teams im Mixed-Bewerb der Tischtennisweltmeisterschaften in Suzhou sind am Montag in der zweiten Runde mit 3:4-Niederlagen ausgeschieden. Robert Gardos/Liu Jia unterlagen den Slowaken Lubomir Pistej/Barbora Balazova, Stefan Fegerl/Li Qiangbing den Ungarn Janos Jakab/Szandra Pergel. In Runde eins hatten die ÖTTV-Duos einen 4:0- bzw. 4:2-Sieg gefeiert.

Für Gardos mit seinem Landsmann Daniel Habesohn und Liu mit der Tschechin Iveta Vacenovska geht es am Dienstag im Doppel, und wie auch für Fegerl, Habesohn, Li und deren Landsmann Chen Weixing im Einzel los.