Chronik

NBA-Startrainer Popovich zieht über Trump her

Gregg Popovich, Basketballtrainer der San Antonio Spurs, hat nach jüngsten Äußerungen Donald Trumps seiner Wut über den US-Präsidenten freien Lauf gelassen. „Dieser Mann ist ein seelenloser Feigling, der nur dadurch groß zu werden glaubt, dass er andere schlechtmacht“, sagte Popovich der US-Zeitschrift „The Nation“.

„Wir haben einen pathologischen Lügner im Weißen Haus, intellektuell, emotional und psychologisch ungeeignet für dieses Amt, und die ganze Welt weiß es“, sagte Popovich. Wer mit ihm zusammen- oder für ihn arbeite, solle sich schämen - und wer von ihnen nichts gegen ihn unternehme, erst recht, sagte Popovich.

Falschaussage über Ex-Präsidenten

Die Kritik des NBA-Trainers entzündete sich an Trumps jüngsten Einlassungen zum angeblichen Umgang seiner Amtsvorgänger mit gefallenen US-Soldaten. Trump hatte gesagt, die Präsidenten vor ihm hätten die Angehörigen getöteter Militärs nicht oder nur sehr selten kontaktiert.

Das ist erwiesenermaßen eine Falschaussage. Gefragt, ob er die Angehörigen von Soldaten kontaktiert habe, die vor zwei Wochen in Niger getötet wurden, sagte Trump, er werde das gelegentlich tun.

Popovich sagte zu Trumps Kommentaren, tiefer könne man nicht sinken. Das Verhältnis vieler US-Sportler zum Weißen Haus hat sich unter Trump rapide verschlechtert. Teammitglieder wollen nicht zu Ehrungen kommen, Superstars verschiedener Disziplinen kritisieren Trump harsch, im American Football brodelt der Streit über Proteste während des Abspielens der Nationalhymne weiter.

Ski alpin

Pinturault für FIS-Rennchef Favorit auf Gesamtweltcup

Vor dem Start in den alpinen Olympiawinter hat FIS-Rennchef Markus Waldner den Franzosen Alexis Pinturault zum Favoriten auf den Gesamtweltcupsieg erklärt. „Ich denke, Alexis Pinturault wird dieses Jahr die große Kugel gewinnen“, sagte er in einem am Dienstag auf der Homepage des Skiweltverbands veröffentlichten Interview.

„Er ist derzeit der kompletteste Fahrer im Weltcup und kann in fünf Disziplinen auf einem sehr hohen Level fahren“, sagte der Herren-Chef aus Südtirol vor dem ersten Weltcup-Wochenende in Sölden am 28. und 29. Oktober.

In den vergangenen sechs Saisons holte immer Marcel Hirscher die Kristallkugel für den Gesamtweltcupsieg. Der Salzburger erlitt Mitte August im Training aber einen Bruch des linken Außenknöchels und musste wochenlang einen Gips tragen. Hirscher hofft, Anfang Dezember wieder am Start stehen zu können.

Schörghofer verzichtet auf Sölden-Riesentorlauf

Der Salzburger Philipp Schörghofer muss wegen einer schmerzhaften Knorpelverletzung und einer Knochenprellung im rechten Knie auf den Weltcup-Auftakt am 29. Oktober in Sölden verzichten. Am Dienstag musste Schörghofer das Training auf dem Rettenbachferner abbrechen.

„Mir geht es leider nicht so gut. Das Knie ist immer noch sehr schmerzhaft. Normales Skifahren und Stangentraining ist nicht möglich. Ich muss nun Geduld haben und Therapie machen und hoffen, dass es dann in der USA passt“, sagte der 34-jährige Riesentorlauf-Spezialist, der im Dezember in Beaver Creek in die Olympiasaison einsteigen will.

Fussball

Salzburg in Youth League vor Bordeaux gewarnt

Mit einem 1:0-Sieg aus dem Hinspiel im Rücken gehen Salzburgs „Jungbullen“ am Dienstag in Grödig (18.00 Uhr) ins Youth-League-Heimduell mit Girondins Bordeaux. Die Aufgabe im Erstrundenrückspiel werde aber alles andere als leicht, warnte Gerhard Struber.

„Die Franzosen sind eine bärenstarke Mannschaft und werden uns auch in der zweiten Partie alles abverlangen“, betonte der U19-Coach.

Mehr dazu in „Werden erneut auf Sieg spielen“

Cagliari feuert nach Pleitenserie Trainer Rastelli

Der italienische Erstligist Cagliari hat sich nach einer Serie von Niederlagen von Trainer Massimo Rastelli getrennt. Das teilte der Serie A Club am Dienstag mit, nachdem das sardische Team am Sonntag zu Hause 2:3 gegen Genua verloren hatte und damit die vierte Niederlage in Folge kassierte. Nach acht Spieltagen steht Cagliari mit lediglich zwei gewonnen Spielen auf Platz 14.

Trainer Rastelli gelang 2016 der Aufstieg mit Cagliari in die Erste Liga. Die letzte Saison beendeten die Sarden auf Platz elf der Tabelle. Als mögliche Nachfolger für Rastelli werden Massimo Oddo und Giuseppe Iachini gehandelt.

Italiener Zaccheroni wird Teamchef der VAE

Der Italiener Alberto Zaccheroni wird Coach des Nationalteams der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und damit Nachfolger von Edgardo Bauza. Der Argentinier wurde nach dem Verpassen der Qualifikation für die WM 2018 entlassen.

Der 64-jährige Zaccheroni, 1999 mit dem AC Milan italienischer Meister, war seit einem Jahr arbeitslos und zuvor bei Beijing Guoan und als Japans Nationalcoach engagiert gewesen.

WM-Qualifikation

Honduras kritisiert Play-off-Termin gegen Australien

Die Termine für das Hin- und Rückspiel im interkontinentalen Play-off für die Fußball-WM zwischen Honduras und Australien hat für scharfe Kritik beim Tabellenvierten der abgelaufenen WM-Qualifikation in der CONCACAF-Zone (Nord- und Mittelamerika, Karibik) gesorgt.

Das Hinspiel in Honduras wurde vom Fußballweltverband (FIFA) auf den 10. November gelegt, das Rückspiel in Sydney folgt nur fünf Tage später. Das sei „unmenschlich“, wurde Honduras-Coach Jorge Luis Pinto in lokalen Medien zitiert.

Keine direkte Flugverbindung

Allerdings treffe es die Australier sogar noch härter, müssten diese doch zwei anstrengende Reisen auf sich nehmen. Da es zwischen Australien und Honduras keine direkte Flugverbindung gibt, müssen die Teams eine Zwischenlandung in Los Angeles einlegen, um von dort aus nach Sydney zu fliegen.

Honduras hatte sich in der CONCACAF-Zone als Vierter hinter Mexiko, Costa Rica und Panama für das Play-off qualifiziert. Australien entschied in der Asienqualifikation das Relegationsspiel der beiden Gruppendritten gegen Syrien für sich.

Champions League

Handball

Hard in EHF-Cup-Quali gegen Westwien-Bezwinger Thun

Der Schweizer Club Wacker Thun ist die letzte Hürde von Österreichs Handballmeister Alpla Hard auf dem Weg in die Gruppenphase des EHF-Cups.

Wie die Auslosung am Dienstag in Wien ergab, werden sich die „Roten Teufel“ am 18./19. bzw. 25./26. November in der dritten Qualirunde ausgerechnet mit jener Mannschaft duellieren, die am vergangenen Wochenende Westwien aus dem Bewerb geworfen hat. Bisher hat noch kein ÖHB-Club die Gruppenphase des zweitwichtigsten Europacup-Bewerbs erreicht.

Hard-Trainer warnt vor Thun

Hard-Trainer Petr Hrachovec kennt Thun aus seiner Zeit in der Schweiz sehr gut. „Wir sind gewarnt, Westwien war chancenlos. Sie verfügen über eine kampfstarke Mannschaft mit einer starken Abwehr“, sagte der Tscheche, von 2008 bis 2013 Chefcoach in Schaffhausen. „Die Aufstiegschancen stehen 50:50. Es ist ein kleiner Vorteil, dass wir das Rückspiel in eigener Halle austragen können.“

Der SC Magedburg von Robert Weber trifft indes auf Constanta aus Rumänien, sein ÖHB-Teamkollege Kristian Pilipovic tritt mit dem kroatischen Vertreter Nexe Nasice gegen Ribe-Esbjerg aus Dänemark an.

Segeln

Bargehr/Mähr nach Tagessieg Weltcup-Siebente in Japan

Die Vorarlberger David Bargehr und Lukas Mähr haben am Dienstag beim Segelweltcup vor Gamagori in Japan einen Tagessieg gefeiert. Nach einem 15. Platz gewann das Duo die zweite Wettfahrt der 470er-Klasse, das ergab den siebenten Zwischenrang.

Die Olympiadritte Tanja Frank und Lorena Abicht sind im Damen-49er nach einem zweiten Rang Gesamtfünfte. Angelika Kohlendorfer und Lisa Farthofer sind Achte unter neun teilnehmenden Booten.

Eishockey

Kutscherow setzt Torserie für Tampa Bay fort

Der Russe Nikita Kutscherow hat seine Torserie in der National Hockey League (NHL) im sechsten Saisonspiel fortgesetzt.

Der 24-Jährige führte Tampa Bay Lightning am Montag mit einem Doppelpack fast im Alleingang zum 3:2-Sieg bei den Detroit Red Wings und hält bei sieben Toren.

Kutscherow ist der erste Akteur seit Keith Tkachuk (St. Louis Blues, 2008), der in den ersten sechs Saisonpartien getroffen hat. Tampa Bay gewann zum vierten Mal nacheinander und ist Spitzenreiter der Atlantic Division.

Mehr dazu in National Hockey League 2017/18

Basketball

Oberwart feiert ABL-Heimsieg gegen Wels

Die Oberwart Gunners haben am Montag auch ihr zweites Saisonmatch in der Admiral Basketball Bundesliga (ABL) gewonnen. Gut eine Woche nach einem 95:85-Heimsieg gegen UBSC Graz besiegten die Burgenländer die Flyers Wels ebenso in der eigenen Halle mit 100:93. Für die Oberösterreicher war es nach einem 77:82 bei BC Vienna die zweite Niederlage im zweiten Match. Am Samstag hat Wels gegen Graz erstmals Heimrecht.

Die Gunners hatten in diesem Drittrundenmatch die ersten beiden Viertel mit je zwei Punkten Vorsprung für sich entschieden, im dritten Abschnitt zogen sie auf plus elf davon. Damit schien die Vorentscheidung gefallen. Doch Wels kam noch bis auf zwei Punkte heran, in der Schlussphase hielten die Oberwarter den Gegner allerdings doch noch auf Distanz. Louis Dabney war bei den Gastgebern mit 35 Punkten Topscorer, bester Werfer der Gäste war Siyani Chambers mit 21 Punkten.

Die Dukes Klosterneuburg vermeldeten unterdessen am Montag den Ausfall von Predrag Miletic für voraussichtlich acht bis zehn Wochen. Der 33-jährige Guard hatte sich am Sonntag beim unerwarteten 75:59-Heimerfolg gegen Meister Kapfenberg einen Haarriss im Knöchel zugezogen. Miletic kam in den ersten drei Saisonmatches der Dukes auf durchschnittlich 15 Punkte, fünf Rebounds und drei Assists.

Mehr dazu in Österreichische Basketball-Ligen 2017/18

Tischtennis

Gardos sichert Chartres Sieg in Champions League

Robert Gardos hat Chartres (FRA) in der Tischtennis-Champions-League einen Sieg bei Eslovs Ai (SWE) gesichert. Der ÖTTV-Legionär gewann am Montag sein Einzel gegen Xu Hui mit 3:1 und setzte sich im entscheidenden Match gegen Robert Svensson mit 3:0 durch. Nach dem knappen 3:2-Erfolg liegt Chartres in Gruppe B mit drei Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz hinter Saarbrücken (4 Punkte).

In Gruppe D gewann Düsseldorf ohne Stefan Fegerl bei Dzialdowo (POL) ebenfalls mit 3:2 und liegt mit drei Punkten auf dem dritten Tabellenplatz hinter Hennebont (FRA/4) und Roskilde (DEN/3).

Radsport

Ex-Vuelta-Sieger Aru wechselt zum Emirate-Team

Der italienische Radprofi Fabio Aru verlässt nach sechs Jahren das Astana-Team und wechselt zum Emirate-Rennstall UAE. Laut Teammanager Carlo Saronni hat der 27-jährige Gewinner der Spanien-Rundfahrt von 2015 und Fünfte der heurigen Tour de France einen Dreijahresvertrag unterzeichnet.

Die UAE-Equipe hatte zuvor schon den Iren Daniel Martin und den Norweger Alexander Kristoff verpflichtet.

Turnen

Vierfacholympiasiegerin Biles plant Comeback

Nach einer einjährigen Auszeit arbeitet Turnerin Simone Biles, die vierfache Olympiasiegerin von Rio de Janeiro, verstärkt an ihrem Comeback. Die 20-jährige US-Amerikanerin hat Laurent Landi als neuen Coach verpflichtet.

„Es wird ein neuer Stil. Ich glaube, manchmal braucht man solche Veränderungen, um als Athletin Fortschritte zu machen“, sagte Biles, seit August wieder im Training. Einen Termin für die Rückkehr auf die Wettkampfbühne gibt es noch nicht.

Boxen

Joshua verteidigt WM-Titel gegen Kameruner Takam

Klitschko-Bezwinger Anthony Joshua wird seinen Weltmeistertitel im Schwergewichtsboxen nach einer Trainingsverletzung von Kubrat Pulew nun gegen Carlos Takam aus Kamerun verteidigen. Wie Joshuas Promoter Eddie Hearn mitteilte, habe der Bulgare Pulew im Training für die WBA-IBF-WM am 28. Oktober im walisischen Cardiff eine Schulterverletzung erlitten.

Der 36-jährige Takam ist die Nummer drei in der Weltrangliste des Verbandes IBF und war als Ersatzgegner vorgesehen, falls Herausforderer Pulew nicht antreten könne. Der 27-jährige Joshua hatte sich den Gürtel der WBA im April durch einen technischen K. o. gegen Wladimir Klitschko geholt. Der Ukrainer hatte jüngst seinen Rücktritt erklärt.