World Games

Faustballer holen zweite Bronzemedaille für Österreich

Österreichs Abordnung bei den World Games im polnischen Wroclaw hat sich am Dienstag über die zweite Bronzemedaille freuen dürfen. Einen Tag nach dem dritten Platz im Boccia schafften die Faustballer mit einem 3:2-Sieg über Brasilien den Sprung auf das Podest. Gold ging nach einem 3:1 im Finale über Deutschland an die Schweiz.

Österreichs Faustball-Team hat bei den World Games in Polen die Bronze-Medaille geholt. Nach der Halbfinal-Niederlage gegen die Schweiz gewannen die Österreicher das Spiel um Platz drei gegen Brasilien in fünf Sätzen.

Bogenschützin Laurence Baldauff verpasste Edelmetall hingegen ganz knapp. Die Olympiateilnehmerin von Rio de Janeiro verlor ihr Halbfinal-Duell im Bewerb mit dem Feldbogen gegen die Britin Naomi Folkard mit 53:60 und musste sich schließlich im Duell um Platz drei der Italienerin Jessica Tomasi um nur einen Punkt mit 50:51 geschlagen geben.

Fussball

Spanischer Verbandsboss für ein Jahr suspendiert

Spaniens oberste Sportbehörde (CSD) hat den Präsidenten des spanischen Fußballverbandes (RFEF), Angel Maria Villar Llona, wegen mutmaßlicher Verwicklung in einen Korruptionsskandal für ein Jahr suspendiert. Wie der CSD-Chef Jose Ramon Lete am Dienstag in Madrid bekanntgab, entschied der Vorstand des Gremiums einstimmig, den RFEF-Vizepräsidenten Juan Padron ebenfalls für ein Jahr seines Amtes zu entheben.

Angel Maria Villar Llona

APA/AP/Michael Probst

Die - der spanischen Regierung unterstellte - Behörde begründete ihre Entscheidung mit dem Ermittlungsverfahren der Justiz gegen den 67 Jahre alten Villar Llona, gegen dessen Sohn Gorka und weitere Spitzenfunktionäre. Der spanische Fußballboss, der seit fast 30 Jahren an der Spitze des Verbandes steht, befindet sich wegen der Vorwürfe in Untersuchungshaft.

Untersuchungshaft verhängt

Das höchste spanische Sportgericht (TAD) hatte am Montag ein Disziplinarverfahren gegen Villar Llona eingeleitet. Der spanische Verbandschef ist auch Vizepräsident des Weltverbandes (FIFA) und des Europäischen Fußballverbandes (UEFA). Als Aktiver hatte der Baske für Athletic Bilbao, den Club seiner Heimatstadt, und für die spanische Nationalmannschaft gespielt.

Gegen ihn wird unter anderem wegen Korruption, Fälschung und Unterschlagung ermittelt. Der zuständige Ermittlungsrichter entschied in der vorigen Woche, dass der Funktionär in Untersuchungshaft eingewiesen werden muss. Villar Llona spielte seit Jahrzehnten im spanischen Fußball eine dominierende Rolle. Er übernahm 1988 erstmals die Präsidentschaft des RFEF und wurde danach siebenmal wiedergewählt, zuletzt im Mai dieses Jahres.

Sabitzer nach Leipziger Testspielsieg angeschlagen

RB Leipzig hat am Dienstag in Kematen ein Testspiel gegen den türkischen Fußball-Cupsieger Konyaspor dank eines Freistoßtreffers von Emil Forsberg (7.) mit 1:0 gewonnen. Der ÖFB-Internationale Marcel Sabitzer, der den Club von Trainer Ralph Hasenhüttl als Kapitän aufs Feld geführt hatte, musste nach 25 Minuten wegen einer - offenbar nicht gravierenden - Wadenverletzung ausgetauscht werden.

Danach zog sich auch der deutsche Teamstürmer Timo Werner eine Verletzung zu. Stefan Ilsanker spielte bis zur Pause, Konrad Laimer wurde mit Beginn der zweiten Hälfte eingewechselt

Baumgartlinger kritisiert Transfermarkt

Julian Baumgartlinger hält die aktuellen Tendenzen auf dem Fußballtransfermarkt und die immer höheren Ablösesummen für eine gefährliche Entwicklung.

Julian Baumgartlinger (Bayer Leverkusen)

APA/AFP/Patrik Stollarz

„Der professionelle Fußball hat sich der globalisierten Weltwirtschaft angepasst und sich dabei weit von der Basis entfernt“, sagte der ÖFB-Teamkapitän dem deutschen Magazin „11 Freunde“. „80 bis 100 Millionen Euro Ablöse? Das kann man gar nicht mehr begreifen.“ Der Markt sei „komplett aus der Fassung“.

Auch die WM-Vergabe an Länder wie Katar hält der 29-jährige Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen für komplett falsch. „Es ist einfach nicht gut, wie dort Ressourcen und Gelder verschwendet werden“, sagte er. „Im Fußball hat sich ein Denken eingebürgert, so etwas als normal hinzunehmen, weil auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen utopische Summen versickern. Diese Entwicklung ist fatal.“

„Hand Gottes“-Torschütze Maradona für Videobeweis

Diego Maradona hat den Einsatz von Video Assistant Referees (VARs) bei Fußballspielen befürwortet, obwohl er sich bewusst sei, dass sein legendäres „Hand Gottes“-Tor bei der Weltmeisterschaft 1986 nicht gezählt hätte. Damals beförderte der Argentinier beim 2:1-Erfolg im Viertelfinale gegen England den Ball mit seiner Faust über Tormann Peter Shilton ins Netz.

„Natürlich denke ich daran, wenn ich meine Unterstützung für die Nutzung von Technologien kundgebe“, sagte Maradona am Dienstag in einem Interview auf der FIFA-Website. „Bei der WM 1990 habe ich meine Hand benutzt, um den Ball gegen die Sowjetunion von der Linie zu klären“, fügte der 56-Jährige hinzu. Aber der Schiedsrichter habe die Aktion nicht gesehen, heutzutage sei das anders.

Der Videobeweis wurde bereits beim Confederations Cup getestet und soll auch bei der WM 2018 in Russland eingesetzt werden. Ob die Unterstützung der VAR permanent im Fußball übernommen wird, sollen die Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) im kommenden März entscheiden.

Ronaldo bleibt laut Medien bei Real Madrid

Real-Madrid-Star Cristiano Ronaldo bleibt nach Informationen der spanischen Zeitung „Marca“ auch in der kommenden Saison beim amtierenden Sieger der Champions League. „Dass wir mit Real in der abgelaufenen Saison die wichtigsten Trophäen gewonnen haben, war genial. Das zu wiederholen wäre schön“, sagte der Weltfußballer während der Asienreise der „Königlichen“ in Schanghai.

In den vergangenen Monaten war über einen möglichen Wechsel des Europameisters spekuliert worden, nachdem die Eröffnung eines Steuerverfahrens publik geworden war. Die spanische Justiz ermittelt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in Höhe von 14,7 Millionen Euro gegen den 32-Jährigen.

Zunächst will sich Ronaldo aber auf das Sportliche konzentrieren, auch mit dem Nationalteam hofft der Superstar auf eine Fortsetzung des Erfolgslaufes. „Wir müssen uns erst (für die WM 2018, Anm.) qualifizieren, aber ich hoffe, dass Portugal diese unglaubliche Trophäe gewinnen kann“, betonte der Torjäger.

Bernat fällt bei den Bayern aus

Bayern München muss ohne Juan Bernat in die neue Bundesliga-Saison starten. Der spanische Fußballteamspieler wird dem deutschen Rekordmeister nach einem Riss des Syndesmosebandes im linken Sprunggelenk auch zu Beginn der Gruppenphase in der Champions League Mitte September noch nicht wieder zur Verfügung stehen.

Juan Bernat (Bayern München)

GEPA/Markus Fischer

Der 24-jährige Außenverteidiger hatte sich auf der Asienreise beim 0:4 des FC Bayern im Spiel gegen AC Milan bei einem Zweikampf verletzt. Nach der vorzeitigen Rückreise aus China wurde er in München operiert, wie der deutsche Meister am Dienstag mitteilte. Über die Ausfallzeit machte der Verein keine Angaben. Nach einem Syndesmosebandriss ist aber mit einer Spielpause von mindestens zwei Monaten zu rechnen.

Für den Konkurrenten von David Alaba auf der linken Abwehrseite ist es die zweite schwere Verletzung in seiner Zeit in München. Im Herbst 2015 fehlte er ebenfalls lange nach einem Muskelbündelriss im Oberschenkel. Bernat war 2014 für zehn Millionen Euro von Valencia CF zum FC Bayern gewechselt.

Olympia

Grünwald holt bei Jugendspielen Weitsprung-Gold

Österreichs Equipe jubelt am zweiten Tag der Europäischen Olympischen Jugendspiele in Györ über Gold: Weitspringerin Ingeborg Grünwald holte am Dienstag die erste ÖOC-Medaille. Die 16-jährige Salzburgerin gewann den Bewerb mit einer (windunterstützen) Weite von 6,23 Metern.

Ingeborg Gruenwald

GEPA/Christian Walgram

„Der Wettkampf hätte für mich nicht besser laufen können. Im ersten Versuch gleich über sechs Meter, im zweiten dann die Siegerweite von 6,23 Metern. Das hätte ich mir nicht träumen lassen“, so Grünwald. 2018 gibt es am gleichen Schauplatz die U-18-EM. Dann will sie wieder Edelmetall holen und sich für die Olympischen Jugendspiele 2018 in Buenos Aires qualifizieren. „Die Goldene hier soll nicht mein letzter Erfolg gewesen sein!“

Basketball

Wechsel von NBA-Star Rose zu Cavaliers fix

Der Wechsel von Derrick Rose zu den Cleveland Cavaliers ist durch. Der MVP (wertvollster Spieler) der National Basketball Association (NBA) des Jahres 2011 unterschrieb beim Team rund um Superstar LeBron James einen Einjahresvertrag. Der Kontrakt ist mit 2,1 Millionen Dollar (1,8 Mio. Euro) dotiert. „Ich habe nur ein Ziel: zu gewinnen“, sagte Rose. James hieß seinen neuen Mitspieler bereits auf Twitter willkommen.

NBA-Basketballer Derrick Rose im Trikot der New York Knicks

APA/AFP/Getty Images/Michael Reaves

Rose, der in den vergangenen Jahren mit Knieverletzungen zu kämpfen und von 2008 bis 2016 für die Chicago Bulls gespielt hatte, kam im vergangenen Jahr in 64 Spielen mit den New York Knicks im Schnitt auf 18 Punkte, 4,4 Assists und 3,8 Rebounds pro Match. Er wurde mit dem US-Team 2010 und 2014 Weltmeister.

Irving vor Abschied

Mit der Verpflichtung des 28-jährigen Point Guards richten sich die Cavaliers auch auf den bevorstehenden Abschied von Kyrie Irving ein. Der 25-Jährige hat laut US-Medienberichten Cleveland um einen Wechsel gebeten. Den Berichten zufolge will Irving die Cavaliers verlassen, um bei einer anderen NBA-Mannschaft die Führungsrolle zu übernehmen. In Cleveland hat diese James inne.

Bundesliga

St. Pölten holt Rasner von Heidenheim

SKN St. Pölten hat das zentrale Mittelfeld mit Martin Rasner verstärkt. Der 22-Jährige, der zuletzt bei Heidenheim in der zweiten deutschen Fußball-Bundesliga engagiert war, kehrt somit in die höchste heimische Spielklasse zurück, wo er für Grödig bereits 33 Spiele bestritt. Damit sind nach derzeitigem Stand noch 20 ÖFB-Legionäre in der zweiten deutschen Liga engagiert.

Tennis

Quali-Wildcard in Kitzbühel für Hampel

Nach Wimbledon-Sensationsmann Sebastian Ofner, der eine Wildcard für den Hauptbewerb erhält, profitiert nun auch ein zweiter Österreicher von der verletzungsbedingte Absage von Jürgen Melzer beim Tennis Generali Open in Kitzbühel (29.7. bis 5.8.). Lenny Hampel, der sich kürzlich den österreichischen Staatsmeistertitel gesichert hat, erhält die für Ofner vorgesehene und freigewordene zweite Qualifikationswildcard.

Für den 20-Jährigen geht es damit am Wochenende um den ersten Einzug ins Hauptfeld eines ATP-Turniers. Hampel spielte bisher eine starke Saison und holte sich in Heraklion und in Telfs die ersten beiden Einzel-Future-Titel seiner Karriere. Derzeit steht der Wiener als 371. in der ATP-Weltrangliste so hoch wie noch nie.

Die zweite Quali-Wildcard in Kitzbühel ging bereits davor an den erst 18-jährigen Jurij Rodionov. Damit sind zwei von Österreichs heißesten Nachwuchs-Eisen in Kitzbühel am Start. Allerdings kämpfen gleich sechs Top-100-Spieler um den Einzug ins Hauptfeld.

Leichtathletik

Beachvolleyball

Olympiasiegerin Jennings verpasst WM in Wien

Die je dreifache Olympiasiegerin und Weltmeisterin Kerri Walsh Jennings muss für die WM in Wien absagen. Die 38-jährige US-Amerikanerin verletzte sich am Wochenende beim World-Tour-Turnier in Olsztyn an der rechten Schulter und konnte das Spiel um Platz drei nicht mehr spielen.

Ihre Standardpartnerin Nicole Branagh tritt an der WM ab dem 28. Juli nun mit Emily Day an. Das bedeutet auch eine Änderung für das österreichische Duo Teresa Strauss/Katharina Holzer, das nun im dritten Gruppen-Spiel des Pools A eben gegen Day/Branagh spielt. Strauss/Holzer bekommen es zudem am Samstag mit den topgesetzten Brasilianerinnen Larissa/Talita (BRA-1) sowie am Sonntag mit Victoria Bieneck/Isabel Schneider (GER-24) zu tun.

Panorama

Judo-Olympiasiegerin heiratete Finalgegnerin

Die spanische Judo-Olympiasiegerin von 1992 Miriam Blasco und ihre damalige Finalgegnerin Nicola Fairbrother sind ein Paar fürs Leben. „Nicola und ich sind seit eineinhalb Jahren verheiratet“, verriet Blasco in der Nacht zum Dienstag dem spanischen Fernsehsender RTVE. Bei der Hochzeit habe man nicht nur Ringe, sondern auch die jeweiligen olympischen Medaillen von 1992 getauscht.

Die 53-Jährige, die vor 25 Jahren in Barcelona als erste Spanierin überhaupt olympisches Gold geholt hatte, erklärte, dass sie mit der Britin schon seit 22 Jahren zusammen sei. Die Beziehung der Rivalinnen in der Gewichtsklasse bis 56 Kilogramm war allerdings bisher in der Öffentlichkeit nicht bekannt gewesen.