Chronik

Boxer Towell nach Kampf im Spital verstorben

Der schottische Boxer Mike Towell ist nach seinen am Donnerstag bei einem Weltergewichts-Kampf in Glasgow erlittenen Verletzungen verstorben. Der 25-Jährige hatte schon in der ersten Runde gegen den Waliser Dale Evans zu Boden gehen müssen, Referee Victor Loughlin beendete den Kampf in der fünften Runde.

Der St. Andrews Sporting Club, der den Kampf organisiert hatte, gab am frühen Samstagmorgen bekannt, dass Towell verstorben ist. „Er wird immer in unseren Herzen sein - ’RIPIronMike“, twitterte der Club. Sein Gegner Evans hatte schon nach dem Kampf in einem Statement bekanntgegeben, dass er „am Boden zerstört“ gewesen sei, als er gesehen habe, dass man Towell vom Ring abtransportieren müsse.

Towell hatte laut einem Facebook-Eintrag seiner Lebensgefährtin Chloe Ross schwere Gehirnblutungen und eine Hirnschwellung und schon in den Wochen vor dem Kampf über migräneartige Kopfschmerzen geklagt.

Bundesliga

Fussball

Nürnberg beendet Berliner Serie in zweiter Liga

Der 1. FC Nürnberg hat in der zweiten deutschen Fußball-Bundesliga mit dem erlösenden ersten Heimsieg der Saison die Erfolgsserie von Union Berlin beendet.

Die Franken, bei denen Guido Burgstaller in der 92. Minute ausgewechselt wurde, gewannen am Freitagabend mit 2:0 (1:0) und verhinderten den Sprung der Berliner auf einen Aufstiegsplatz. Philipp Hosiner wurde bei den Gästen in der Pause ausgewechselt, Christopher Trimmer spielte durch. Nürnberg verließ am achten Spieltag vorerst die Abstiegszone.

Der VfL Bochum setzte sich ohne die ÖFB-Legionäre Kevin Stöger und Dominik Wydra in einer turbulenten Partie mit 4:2 (2:2) bei Erzgebirge Aue durch. Der SV Sandhausen mit Goalie Marco Knaller bezwang Dynamo Dresden daheim mit 2:0 (2:0). Stefan Kulovits wurde bei den Hausherren in der 66. Minute ausgetauscht.

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Vier Rückkehrer im DFB-Nationalteam

Mit vier Rückkehrern geht die deutsche Nationalmannschaft in die nächsten beiden Qualifikationsspiele für die Fußball-WM 2018. Trainer Joachim Löw nominierte nach längeren Pausen Jerome Boateng, Mario Gomez, Ilkay Gündogan und Sebastian Rudy für die Partien am 8. Oktober in Hamburg gegen Tschechien und drei Tage später in Hannover gegen Nordirland.

Nach dem erfolgreichen Auftakt in die WM-Ausscheidung mit dem 3:0-Sieg in Norwegen sind auch die Youngster Max Meyer und Julian Brandt wieder im 22-köpfigen Aufgebot. Auf einen weiteren Neuling verzichtet Löw. Der Dortmunder Andre Schürrle ist wegen einer Knieverletzung nicht dabei.

Boateng und Gomez hatten sich bei der Europameisterschaft im Sommer verletzt. Der inzwischen zu Manchester City gewechselte Gündogan bestritt sein bisher letztes Länderspiel im November 2015 und hatte verletzungsbedingt die EM verpasst. Rudy war vor dem Turnier in Frankreich aus dem Kader gestrichen worden.

Rallye

Ogier geht in Korsika in Führung

Weltmeister Sebastien Ogier führt beim WRC-Lauf auf Korsika nach dem ersten Tag mit vier Sonderprüfungsbestzeiten vor Thierry Neuville (Hyundai) und seinem VW-Markenkollegen Jari-Matti Latvala. Der in der WM klar voranliegende Franzose hat 44 Sekunden Vorsprung auf den Belgier bzw. 58 auf den Finnen.

Sollte Ogier die Rallye gewinnen und sollten seine Verfolger patzen, würde er sich am Sonntag zum vierten Mal in Folge zum Weltmeister krönen.

Radsport

Contador sagt Start bei Lombardei-Rundfahrt ab

Spaniens Radstar Alberto Contador hat seinen Start beim letzten World-Tour-Saisonrennen, der Lombardei-Rundfahrt am Samstag, abgesagt. „Adios Lombardia. Trotz meiner guten Vorbereitung verhindert ein grippaler Infekt meinen Start“, schrieb der 33-Jährige am Freitag auf Twitter.

Contador hatte zu Saisonbeginn die Baskenland-Rundfahrt gewonnen, bei der Tour de France musste der ehemalige Sieger vor Beginn der neunten Etappe wegen Fiebers nach einem Sturz aber aufgeben. Der Spanier verpasst damit sein letztes großes Rennen für das Tinkoff-Team. Der Rennstall löst sich mit Saisonende auf, Contador wechselt zu Trek.

Denifl, Großschartner und Gogl dabei

Der Tiroler Stefan Denifl bekommt nochmals die Chance, sich im Trikot des im kommenden Jahr ebenfalls aufgelösten IAM-Teams zu präsentieren. Am Start ist auch der Oberösterreicher Felix Großschartner, der im CCC-Team Davide Rebellin (ITA) und Victor de la Parte (ESP) unterstützen soll.

Als dritter Österreicher nimmt Michael Gogl (Tinkoff) den Klassiker in Angriff. Für den 22-Jährigen ist es nach Paris-Roubaix und der Flandern-Rundfahrt das dritte große Eintagesrennen seines ersten Profijahres.

Die 110. Lombardei-Rundfahrt über 241 Kilometer von Como nach Bergamo bildet mit einigen neuen Anstiegen den Abschluss der Klassikersaison. Mehr als 4.400 Höhenmeter sind zu bewältigen. Als Favoriten gelten Dreifachsieger Damiano Cunego (ITA), die zweifachen Gewinner Joaquim Rodriguez (ESP) und Philippe Gilbert (BEL) sowie der Italiener Fabio Aru, der Spanier Alejandro Valverde und der Niederländer Robert Gesink.

Tennis

Titel haben für Djokovic nicht mehr Priorität

Novak Djokovic will sich in Zukunft etwas Druck nehmen. Der Weltranglistenerste, der wegen einer Ellbogenverletzung für die China Open in Peking in der kommenden Woche abgesagt hat, äußerte sich diesbezüglich am Freitag in Belgrad. „Ich will nicht mehr an Titel oder die Nummer-eins-Position denken“, sagte der zwölffache Major-Sieger.

„Nicht einfach nur wegen der Titel weiterspielen“

„Ich habe mich nach Paris zu sehr unter Druck gesetzt, und das hat mir nicht gefallen“, erklärte Djokovic. Er habe Tennis immer genossen, doch in den vergangenen Monaten sei ihm all das Gerede darüber, dass er Geschichte schreiben könne, zu viel geworden. „Das heißt nicht, dass ich nicht weiter zu diesem Sport etwas beitragen will, aber ich will nicht einfach nur wegen der Titel weiterspielen“, präzisierte der 29-jährige Serbe.

Djokovic hatte nach Siegen bei den Australian und den French Open die erste Saisonhälfte dominiert, verlor dann aber in der dritten Wimbledon-Runde gegen Sam Querrey und gleich zum Olympiaauftakt gegen Juan Martin Del Potro. In Paris hatte er aber seinen Karriere-Grand-Slam komplettiert und hielt zu diesem Zeitpunkt alle vier Titel gleichzeitig. Zudem hatte er um Wimbledon auch private Probleme, auf die er nicht konkreter eingehen wollte.

Rückkehr für Schanghai geplant

Die Jagd auf Roger Federer und dessen 17 Major-Titel habe für ihn also keine Priorität, sagte Djokovic, aber natürlich wolle er diese weiter anstreben. „Wenn die Siege und Titel kommen, werde ich sie mit beiden Armen nehmen“, sagte Djokovic. Seine derzeitige Verletzung sei nur eine kleine, seine Rückkehr plane er für Schanghai.

Handball

Hard feiert fünften Saisonsieg in HLA

Mit einem klaren 37:30-Erfolg über Meister Fivers Margareten ist Ex-Serien-Champion HC Hard auch im fünften Saisonspiel der Handball-Liga Austria (HLA) der Männer ungeschlagen geblieben.

Die Vorarlberger lagen nur zu Beginn etwas zurück, übernahmen nach dem 19:17-Pausenstand aber das Kommando vor eigenem Publikum.

Im zweiten Freitag-Spiel setzte sich der UHK Krems nach einem 14:17 zur Pause auswärts beim HC Linz noch mit 29:27 durch. Die Runde wird am Samstag mit drei weiteren Spielen abgeschlossen.

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Basketball

Skispringen

Neue Serie in Norwegen mit 100.000 Euro dotiert

In Norwegen wird ab der kommenden Saison eine neue Skisprungserie im Rahmen des Weltcups und als Pendant zur Vierschanzentournee etabliert. „Raw Air“ wird von 10. bis 19. März 2017 sechs Bewerbe und vier Qualifikationen umfassen und wurde von den Organisatoren auf der FIS-Herbstsitzung als „intensivste und härteste Serie“ präsentiert. Die Dotation für die Top Drei beträgt 100.000 Euro.

Laut einem Bericht der Website Skispringen.com werden die Konkurrenzen in Oslo, Lillehammer, Trondheim und Vikersund sowie vier Qualifikationen (Prologe) gewertet. Der Gesamtsieger erhält 60.000 Euro, der Zweite und der Dritte 30.000 bzw. 10.000. Inklusive der Weltcup-Prämien wird an den zehn Tagen umgerechnet rund eine halbe Million Euro ausgeschüttet.

Um die Reisestrapazen für die Springer möglichst gering zu halten, wollen die Veranstalter in Kooperation mit der norwegischen Bahn Nachtsonderzüge anbieten.

Olympia

Finanzielle Unterstützung für 2024-Bewerber Los Angeles

Los Angeles kann bei einer Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 mit finanzieller Unterstützung rechnen. Der Gouverneur des US-Bundesstaats Kalifornien, Jerry Brown, sicherte dem Organisationskomitee LA2024 am Donnerstagabend im Fall des Zuschlags einen Betrag von bis zu 250 Millionen Dollar (rund 224 Mio. Euro) zu, sollte das Budget überzogen werden.

Laut „Los Angeles Times“ rechnet die Bewerberstadt mit Gesamtkosten von etwa sechs Milliarden Dollar. Durch TV-Rechte, Sponsoring und weiteren Einnahmequellen sollen die Ausgaben angeblich gedeckt sein. Die Organisatoren rechnen derzeit mit einem Gewinn von 161 Millionen Dollar.

Nach dem Rückzug Roms konkurriert Los Angeles noch mit Paris und Budapest um Olympia 2024. Die Entscheidung trifft das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 11. September 2017 in der peruanischen Hauptstadt Lima.

Noch leise Hoffnung in Italien

Italiens Nationales Olympisches Komitee (CONI) will trotz des Neins des Stadtrates von Rom die Hoffnung auf eine Bewerbung aber noch nicht ganz aufgeben. „Das ist keine Entscheidung, die ich treffen kann. Dienstag werde ich IOC-Präsident Thomas Bach treffen und mit ihm über die Entwicklungen reden“, kündigte CONI-Präsident Giovanni Malago an. „Ich gehe aber mit der Annahme in das Gespräch, dass eine Bewerbung ohne die Unterstützung der Stadt ihre Basis verliert.“

Roms Stadtrat hatte am Donnerstag gegen die Bewerbung für 2024 gestimmt und war damit einem Antrag von Bürgermeisterin Virginia Raggi gefolgt.