Ski alpin

Skispringen

Schlierenzauer in Zakopane-Qualifikation Neunter

Gregor Schlierenzauer hat auch die Qualifikation für den Weltcup in Zakopane locker geschafft. Der Tiroler belegte am Freitag mit einem Satz auf 124 Meter Platz neun. Sieger der Ausscheidung für den Einzel-Wettkampf am Sonntag (16.00 Uhr, live in ORF eins) wurde der Deutsche Stephan Leyhe (131 m).

Schlierenzauers Teamkollegen Markus Schiffner (119 m/29.) und Daniel Huber (115 m/40.) kamen ebenfalls in den Hauptbewerb. Die überlegene Bestweite der nicht Gesetzten gelang Weltcup-Titelverteidiger Peter Prevc (135,5 m). Der Slowene wurde hinter Leyhe und seinem Landsmann Jernej Damjan (130 m) Dritter.

Von den Vorqualifizierten sprang der Deutsche Richard Freitag mit 129,5 m am weitesten, der polnische Wisla-Doppelsieger Kamil Stoch kam auf 128,5 m. Michael Hayböck landete bei 126,5 m, Manuel Fettner (119 m) und Andreas Kofler (123 m) waren ebenfalls gesetzt.

Vorjahressieger Stefan Kraft hatte sein Antreten in Zakopane wegen einer Nebenhöhlenentzündung kurzfristig abgesagt. Als erster Wettkampf steht in Polen am Samstag (16.00 Uhr) ein Team-Springen auf dem Programm.

Japanerin Yuki Ito gewinnt erstes Zao-Springen

Yuki Ito hat am Freitag das erste Weltcup-Springen der Damen in Zao gewonnen. Die Japanerin setzte sich bei heftigem Schneefall mit 213,6 Punkten vor der Italienerin Manuela Malsiner (213,3) und Irina Awwakumowa (210,6) aus Russland durch. Weltcup-Leaderin Sara Takanashi sprang auf den fünften Platz.

Als beste Österreicherin landete Daniela Iraschko-Stolz (191,6) auf dem zehnten Platz. Chiara Hölzl verpasste als 17. (174,8) klar die Top Ten. Jacqueline Seifriedsberger war als Halbzeit-37. nicht im Finale dabei.

Damen-Weltcup-Springen in Zao

Freitag:
1. Yuki Ito JPN 89,5/94,0 213,6
2. Manuela Malsiner ITA 90,5/93,0 213,3
3. Irina Awwakumowa RUS 88,5/92,0 210,6
4. Carina Vogt GER 90,0/94,5 208,8
5. Sara Takanashi JPN 85,0/95,0 208,3
6. Maren Lundby NOR 94,5/90,0 207,7
7. Yuka Seto JPN 92,0/88,0 201,0
8. Ema Klinec SLO 86,5/89,0 200,6
9. Spela Rogelj SLO 86,0/89,0 192,7
10. Daniela Iraschko-Stolz AUT 87,5/91,0 191,6
17. Chiara Hölzl AUT 84,5/80,5 174,8
Nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert:
37. Jacqueline Seifriedsberger AUT 74,0 65,1

Mehr dazu in Weltcup Skispringen 2016/17

Afrikacup

Titelverteidiger Elfenbeinküste droht vorzeitiges Aus

Titelverteidiger Elfenbeinküste droht beim Afrikacup in Gabun das Aus in der Vorrunde. Die Ivorer holten am Freitag in Oyem nur ein 2:2 gegen die Demokratische Republik Kongo und haben nach zwei Gruppenspielen lediglich zwei Punkte auf dem Konto.

Kapitän Geoffroy Serey Die rettete mit seinem Tor in der 67. Minute wenigstens einen Zähler. Die Kongolesen waren durch Neeskens Kebano (9.) und Junior Kabananga (28.) zweimal in Führung gegangen. Das zwischenzeitliche 1:1 erzielte der von Josep Guardiola bei Manchester City aussortierte Stoke-City-Stürmer Wilfried Bony (26.).

Marcel Tisserand und Jacques Maghoma (Kongo) gegen Wilfried Bony (Elfenbeinküste)

APA/AFP/Issouf Sanogo

Die Demokratische Republik Kongo bleibt trotz der zweimal verspielten Führung auf Platz eins in Gruppe C, da sie ihr erstes Spiel gegen Marokko mit 1:0 gewonnen hatte. Die Marokkaner schlugen Togo mit 3:1 und benötigen damit in der letzten Partie gegen die Elfenbeinküste nur noch ein Remis zum Einzug ins Viertelfinale. Die Ivorer schaffen nur mit einem Sieg den Aufstieg.

Afrikacup in Gabun

Gruppe C

Tabelle:
1. DR Kongo 2 1 1 0 3:2 4
2. Marokko 2 1 0 1 3:2 3
3. Elfenbeinküste 2 0 2 0 2:2 2
4. Togo 2 0 1 1 1:3 1
Spielplan:
16.01. Elfenbeinküste Togo 0:0
DR Kongo Marokko 1:0
20.01. Elfenbeinküste DR Kongo 2:2
Marokko Togo 3:1
24.01. Elfenbeinküste Marokko 20.00 Uhr
Togo DR Kongo 20.00 Uhr

Fussball

Nizza mit drittem Ligue-1-Remis in Folge

Nizza hat sich in der französischen Ligue 1 zum dritten Mal in Folge mit einem Remis begnügen müssen. Das Team des Schweizer Trainers Lucien Favre kam am Freitagabend bei Bastia nicht über ein 1:1 hinaus.

Mario Balotelli gegen Lindsay Rose

APA/AFP/Pascal Pochard-Casabianca

Nach einer Sperre von zwei Spielen durfte Mario Balotelli wieder mitspielen. Der Italiener, der in dieser Saison bisher acht Treffer für Nizza erzielt hat, blieb aber ohne Torerfolg. Nizza übernahm vorerst die Tabellenführung, der bisher punktegleiche Leader AS Monaco spielt am Sonntag gegen Nachzügler Lorient.

Mehr dazu in sport.ORF.at/fussball

Gerrard-Rückkehr nach Liverpool - in Jugendakademie

Die Liverpool-Ikone Steven Gerrard kehrt an die Anfield Road zurück. Der langjährige englische Teamspieler wird beim Premier-League-Club einen Posten in der Jugendakademie übernehmen. Das teilte der Verein am Freitag mit. Gerrard, der 17 Profijahre und 710 Pflichtspiele für die „Reds“ absolvierte, werde bereits im Februar seinen neuen Job antreten.

Ein Plakat mit Steven Gerrard

Reuters/Action Images/Lee Smith

„Es fühlt sich an, als ob sich der Kreis schließt“, sagte der 36-Jährige, der im vergangenen Jahr seine Karriere beendet hatte. Gerrard war nach seinem Engagement in Liverpool noch für 18 Monate in die Major League Soccer (MLS) zu Los Angeles Galaxy gewechselt.

Deutsche Bewerbung für EM 2024 steht offiziell

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat seine längst angekündigte Bewerbung um die Ausrichtung der Europameisterschaft 2024 nun auch offiziell beschlossen. Das Präsidium habe diese Formalie am Freitag auf seiner Sitzung in Frankfurt abgesegnet, teilte der Verband mit. Bis Anfang März will der DFB der Europäischen Fußballunion (UEFA) nun zehn mögliche Stadien beziehungsweise Spielorte nennen.

Deutschland gilt als Favorit. Der DFB bat die Menschenrechtsorganisation Transparency International, den Bewerbungsprozess zu begleiten. Die Affäre um die WM-Vergabe 2006 hatte den deutschen Verband zuletzt belastet. Die EM 2024 könne „für den gesamten deutschen Fußball ein wichtiges Leuchtturmprojekt werden“, befand DFB-Präsident Reinhard Grindel. „Wir werden eine erstklassige Bewerbung einreichen und dabei sehr genau darauf achten, dass wir in einem transparenten, nachvollziehbaren Prozess die möglichen zehn Spielorte auswählen.“

Am 15. September 2017 will das Präsidium über die möglichen Spielorte entscheiden. Bis zum 27. April 2018 müssen alle Bewerbungsunterlagen eingereicht sein. Die Entscheidung über den EM-Gastgeber fällt das UEFA-Exekutivkomitee im September 2018. Die nächste EM findet 2020 in 13 europäischen Ländern statt. In München werden dabei drei Gruppenpartien und ein Viertelfinale ausgetragen. Beide Halbfinale und das Endspiel steigen in London.

Handball

Deutschland ungeschlagen ins WM-Achtelfinale

Europameister Deutschland ist bei der Handball-WM in Frankreich als Gruppensieger ganz souverän ins Achtelfinale eingezogen. Das Team von Coach Dagur Sigurdsson bezwang am Freitag in Rouen Kroatien mit 28:21.

Der EM-Dritte war vor dem Finale der Gruppe C punktegleich mit den Deutschen, die den fünften Sieg im fünften Spiel verbuchten. Im Achtelfinale trifft Deutschland am Sonntag auf den WM-Zweiten Katar, der mit einem 29:32 gegen Dänemark die bereits dritte Niederlage kassierte und nur Vierter der Gruppe D wurde.

Die Dänen wurden ebenso mit dem Punktemaximum Gruppensieger wie Frankreich (A), Spanien (B) und Deutschland und treffen nun auf Ungarn, das zum Abschluss der Vorrunde Weißrussland mit 25:27 unterlag. Die Weißrussen bekommen es am Sonntag mit Schweden zu tun, die Kroaten mit Ägypten.

Eröffnet wird das Achtelfinale am Samstag mit den Duellen Norwegen gegen Mazedonien, Frankreich gegen Island, Slowenien gegen Russland und Spanien gegen Brasilien.

Golf

Wiesberger Zwölfter zur Halbzeit in Abu Dhabi

Bernd Wiesberger nimmt nach zwei Runden des Golfturniers der European Tour in Abu Dhabi den zwölften Rang ein. Nach einer 69er-Runde auf dem Par-72-Kurs büßte der Burgenländer am Freitag zwei Plätze ein. Sein Rückstand auf den führenden Deutschen Martin Kaymer betrug fünf Schläge.

Bernd Wiesberger kann auch mit dem zweiten Tag beim European-Tour-Turnier in Abu Dhabi zufrieden sein.

Wie auf seiner 68-Auftaktrunde musste Wiesberger nur ein Bogey hinnehmen. Ein noch besseres Score vergab der 31-Jährige beim Putten. „Ich habe ein paar aus unter vier Metern verschoben“, schrieb Wiesberger auf Facebook. Eine Steigerung sei nötig, um Kontakt zu den Besten zu halten.

Rallye

Neuville führt in Monte Carlo vor Weltmeister Ogier

Der Belgier Thierry Neuville liegt nach dem zweiten Tag der Rallye Monte Carlo in Führung. Der Hyundai-Pilot hat nach den vom Tod eines Zuschauers überschatteten Wertungsprüfungen am Freitag 45,1 Sekunden Vorsprung auf den französischen Weltmeister Sebastien Ogier. Dessen Ford-Markenkollege Ott Tänak aus Estland folgt knapp dahinter.

Thierry Neuville

APA/AFP/Jean-Pierre Clatot

Ogier entschied die beiden abschließenden Sonderprüfungen für sich, nachdem er bei einem Ausritt zunächst viel Zeit verloren hatte. Der Brite Kris Meeke, zunächst erster Verfolger von Neuville, musste nach einem Unfall mit seinem Citroen aufgeben.

Biathlon

Schipulin komplettiert in Antholz Trophäensammlung

Anton Schipulin hat am Freitag bei der WM-Generalprobe in Antholz erstmals das Einzel-Rennen über 20 km für sich entschieden und damit in allen fünf Biathlondisziplinen (Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart, Staffel) zumindest einmal gewonnen.

Der Russe gewann mit einem Fehlschuss 41 Sekunden vor dem französischen Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade, der seinen nächsten Erfolg durch zwei Strafminuten vergab. Dritter wurde der Ukrainer Sergej Semenow vor dem norwegischen Rekordweltmeister Ole Einar Björndalen.

Wäger schafft bestes Weltcup-Ergebnis

Für das ersatzgeschwächte ÖSV-Team verlief das Rennen enttäuschend. Lorenz Wäger wurde als bester Österreicher 20. Der 25-jährige Tiroler schaffte mit zwei Strafminuten sein bestes Weltcup-Ergebnis. Vizeweltmeister Dominik Landertinger kam aufgrund von vier Fehlern nicht über Rang 30 hinaus. Der frühere Antholz-Sieger Daniel Mesotitsch landete mit fünf Strafminuten gar nur auf Platz 67.

Der WM-Dritte Simon Eder fehlt bei der WM-Generalprobe in Südtirol gripperekonvaleszent. Julian Eberhard ließ das 20-km-Rennen aus. Der Salzburger, mit einem Sieg und Platz zwei in Sprints einziger ÖSV-Podestplatzläufer in diesem Winter, entschied sich im Hinblick auf die wichtigen nächsten Wochen für etwas mehr Regenerationszeit. In der Staffel am Samstag und dem Massenstart am Sonntag wird er aber wieder dabei sein.

Wäger qualifizierte sich ebenso wie der gesetzte Weltcup-Gesamtzehnte Eberhard für den Massenstart am Sonntag. Nur auf der Warteliste stehen hingegen Landertinger und Mesotitsch.

Biathlon-Weltcup in Antholz

Herren-Einzel (20 km):
1. Anton Schipulin RUS 50:38,1 1*
2. Martin Fourcade FRA + 41,0 2
3. Sergej Semenow UKR 56,8 1
4. Ole Einar Björndalen NOR 1:04,9 1
5. Simon Schempp GER 1:09,8 2
6. Krasimir Anew BUL 1:15,6 1
7. Maxim Zwetkow RUS 1:28,7 1
8. Michal Krcmar CZE 1:29,8 1
9. Arnd Peiffer GER 1:30,4 2
10. Lowell Bailey USA 1:39,1 1
20. Lorenz Wäger AUT 3:11,2 2
30. Dominik Landertinger AUT 4:06,8 4
41. Sven Grossegger AUT 5:02,6 3
50. David Komatz AUT 5:22,2 3
59. Fabian Hörl AUT 5:48,5 3
67. Daniel Mesotitsch AUT 6:24,0 5
* Schießfehler = Strafminuten

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Rodeln

Letzte WM-Tickets vergeben

Die drei noch offenen Startplätze für die nächstwöchigen Rodel-Heim-WM in Innsbruck-Igls gehen an Armin Frauscher, David Gleirscher und Debütant Jonas Müller. Das Trio setzte sich am Freitag in zwei Qualifikationsläufen gegen Reinhard Egger durch. Medaillenanwärter Wolfgang Kindl hatte seinen Startplatz fix.

Das Damen-Aufgebot bilden Birgit Platzer und Miriam Kastlunger sowie die WM-Debütantinnen Madeleine Egle und Hannah Prock. Im Doppelsitzer starten Peter Penz und der von einer Herzmuskelentzündung wiedergenesene Georg Fischler sowie Thomas Steu/Lorenz Koller.

Fischler zeigte sich am Freitag erleichtert über die Rückkehr auf den Schlitten. „Die Pause hat sich ewig angefühlt, die Freude, wieder auf die Bahn zurückzukehren, ist riesig. Es hat sich super angefühlt und extrem viel Spaß gemacht, morgen wird regeneriert, am Sonntag nehmen wird das Training wieder auf“, sagte der Tiroler.

Skeleton

Flock Weltcup-Dritte in St. Moritz

Die Tirolerin Janine Flock hat im Skeleton-Weltcup einen weiteren Spitzenplatz eingefahren. Die 27-Jährige stand am Freitag in St. Moritz als Dritte zum dritten Mal in dieser Saison auf dem Podest, zudem war sie vergangene Woche Vizeeuropameisterin geworden. Im Olympiaeiskanal in Celerina hatte Flock nach zwei Läufen 1,98 Sekunden Rückstand auf die überlegene Siegerin Mirela Rahneva aus Kanada. Die US-Amerikanerin Kendall Wesenberg (+1,83) belegte den zweiten Platz.

Flock war im ersten Lauf Dritte, im Finale reichte die fünftbeste Zeit, um die Kanadierin Elisabeth Vathje um 0,02 Sekunden auf Distanz zu halten. In der Weltcup-Gesamtwertung ist Flock Zweite. Die Lake-Placid-Siegerin hat 36 Punkte Rückstand auf die Deutsche Jacqueline Lölling, die in St. Moritz Achte wurde.

Leichtathletik

Äthiopier Tola gewinnt Dubai-Marathon - Bekele out

Der Äthiopier Tamirat Tola hat den Dubai-Marathon gewonnen und dabei für einen Streckenrekord gesorgt. Der 25-Jährige lief am Freitag auf dem flachen Kurs 2:04:10 Stunden und verbesserte die bisherige Bestmarke um 13 Sekunden. Allerdings blieb der Olympiadritte über 10.000 Meter mehr als eine Minute über dem in Berlin gelaufenen Weltrekord des Kenianers Dennis Kimetto.

Tamirat Tola

APA/AFP

Der letztjährige Berlin-Sieger Kenenisa Bekele gab nach 22 Kilometern auf. Der Bahn-Olympiasieger aus Äthiopien hatte in der deutschen Hauptstadt Kimettos Rekord in 2:03:03 Stunden nur um sechs Sekunden verfehlt. Das Frauen-Rennen gewann Worknesh Degefa aus Äthiopien in 2:22:36 Stunden.

Olympia

Schweiz startet Kampagne für „Sion 2026“

Die Kandidatur für die Olympischen Winterspiele in neun Jahren in der Westschweiz ist offiziell lanciert. Am Freitag startete das Komitee „Sion 2026“ auf dem Berner Bundesplatz seine Kampagne. Abfahrtsolympiasieger Didier Defago, Ex-Eiskunstlaufweltmeister Stephane Lambiel und weitere Sportler warben für das Olympiaprojekt.

Das Wallis bewirbt sich damit bereits zum vierten Mal für Olympische Winterspiele. Die bisherigen Kandidaturen von 1976, 2002 und 2006 fanden beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) allerdings kein Gehör. St. Moritz veranstaltete das Großereignis bereits zweimal. Auch diesmal steigt der Kanton Graubünden mit einer Kandidatur ins Rennen. Swiss Olympic entscheidet am 7. März, ob eines der beiden Projekte als Schweizer Bewerbung lanciert wird. Über die Vergabe der Winterspiele 2026 entscheidet das IOC 2019.

Chronik

Brite stirbt bei Arbeitseinsatz in WM-Arena in Katar

Ein Brite ist bei einem Arbeitseinsatz in Doha in einem der Stadien für die Fußball-WM 2022 ums Leben gekommen. Das teilten die WM-Organisatoren am Freitag mit - nähere Angaben machten sie zunächst nicht. Der 40-Jährige sei am Donnerstag im Khalifa International Stadium gestorben, hieß es. In der Arena sollen in fünf Jahren mehrere WM-Spiele stattfinden.

Wie die Baugesellschaft später bekanntgab, habe eine Hebebühne eine Fehlfunktion gehabt. Der Arbeiter sei danach abgestürzt, wobei er Sicherheitsgurte getragen habe. „Leider sind diese Gurte während des Falls gerissen, wodurch es zum tödlichen Unfall kam“, hieß es. Es werde nun untersucht, warum das geschehen sei.

In der Vergangenheit hatte es immer wieder massive Kritik an der Situation der ausländischen Gastarbeiter in Katar gegeben, Menschenrechtler kritisierten Ausbeutung und Entrechtung. Damit in Verbindung gebracht worden waren allerdings vornehmlich Arbeiter aus Nachbarländern von Katar. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte noch im Dezember die Arbeitsrechtsreform in dem Land als nicht ausreichend eingestuft.