Ski alpin

Damen-Kombi abgebrochen, Neustart 11.30 Uhr

Der zur alpinen Kombination von Crans Montana zählende Super-G der Damen ist am Freitag nach drei Läuferinnen abgebrochen worden. Die Slowenin Ilka Stuhec vermied mit Startnummer eins auf weicher Piste mit Mühe einen Sturz und schied aus. Die nach Stuhec gestarteten Tessa Worley aus Frankreich und die Schweizerin Denise Feierabend krachten überhaupt ins Fangnetz. Letztere zog sich dabei offenbar auch eine Verletzung zu.

Die Rennleitung brach daraufhin das Rennen ab. Der Super-G soll nun um 11.30 Uhr vom Reservestart über die Bühne gehen. Zuerst war eine Umsetzung des Kurses angedacht, bevor man die Verlegung des Starts bestimmte. Hohe Temperaturen und Schneefall in der Nacht hatten der Piste in Crans Montana zugesetzt.

FIS-Rennchef droht Kvitfjell mit Weltcup-Entzug

Der Renndirektor des Skiweltverbandes (FIS), Markus Waldner, hat dem Weltcup-Veranstalter Kvitfjell wegen der schlechten Bedingungen die Rute ins Fenster gestellt. Sollten sich die Begebenheiten bis zu den beiden Herren-Abfahrten am Freitag und am Samstag nicht entscheidend bessern, werden dort ab kommender Saison keine Weltcup-Rennen mehr stattfinden, sagte Waldner am Donnerstagabend in der Mannschaftsführersitzung.

Waldner kritisierte sowohl die mangelnde Pistenpräparierung als auch die viel zu geringe Anzahl der vorhandenen Arbeiter. Diese seien zudem nicht gut genug geschult. „Wir sind erste Liga und das ist Unterliga-Niveau“, sagte Waldner. „Ich habe ihnen die Leviten gelesen.“ Am Donnerstagabend gab es vom Veranstalter im norwegischen Ort daher eine interne Krisensitzung.

Probleme mit der Organisation

In Kvitfjell hat es in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit der Organisation gegeben. Negativer Höhepunkt war der schwere Sturz von Matthias Lanzinger im Jahr 2008, in dessen Folge dem Salzburger - auch aufgrund einer nicht lückenlos funktionierenden Rettungskette - der linke Unterschenkel amputiert werden musste.

Das Abfahrtstraining am Donnerstag musste laut Waldner wegen einer nicht rechtzeitig vorhandenen Farbmarkierung auf der Piste nach hinten verschoben werden. Dazu waren versprochene Pistengeräte nicht vor Ort. Teilweise mussten die Läufer selbst mithelfen, die Strecke frei zu rutschen. Zu allem Überfluss kollidierte der Schweizer Carlo Janka im Training beinahe noch mit einem Pistenarbeiter, der sich auf der Strecke befand.

Waldner will den Norwegern nur noch eine letzte Chance geben. „Wir haben eine Liste von sehr guten Veranstaltern, die nur darauf warten, in den Weltcup hineinzukommen“, erklärte der Südtiroler.

Letzte Europacup-Abfahrt der Saison an Kröll

Johannes Kröll hat sich am Donnerstag als zweiter ÖSV-Läufer nach Niklas Köck im Super-G einen Fixplatz für die Weltcup-Saison 2017/18 gesichert. Der 25-jährige Steirer gewann die letzte Abfahrt beim Saisonfinale in Sarntal und schloss die Endwertung in der Königsdisziplin damit auf Platz zwei ab. Die ersten drei erhalten fixe Startplätze für den kommenden Weltcup-Winter.

ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher fieberte am Rande des Weltcup-Trainings in Kvitfjell via Liveticker mit. Als der Abfahrtsfixplatz von Kröll feststand, war die Freude beim 52-jährigen Tiroler groß. Insgesamt war es der siebente ÖSV-Sieg im Europacup in Folge.

Fussball

Spielergewerkschaft für neues Nationalstadion

In der Diskussion um die Zukunft des Wiener Happel-Stadions hat sich die Spielergewerschaft VdF (Vereinigung der Fußballer) klar für einen Neubau ausgesprochen. „Es führt für den österreichischen Fußball kein Weg an einem neuen Stadion vorbei“, wurde VdF-Vorsitzender Gernot Zirngast am Freitag in einer Aussendung zitiert.

Mittlerweile sei man von osteuropäischen Ländern in punkto Stadion-Infrastruktur überholt worden. „Sollte sich Österreich nicht in den nächsten drei bis vier Jahren für einen Neubau entscheiden, sind wir für viele Jahre von der internationalen Bildfläche verschwunden“, warnte Zirngast.

Der VdF-Vorsitzende beklagte, dass ein Neubau für die Heim-EM 2008 nicht zustande kam und es außerdem verabsäumt wurde, Rapid und Austria zu überzeugen, ein gemeinsames Stadion zu bauen. Außerdem meinte Zirngast, ein neues Nationalstadion müsse nicht unbedingt in Wien stehen. „Ein Ausbau der Red-Bull-Arena in Salzburg wäre denkbar. Wenn Bund und Länder nicht alles finanzieren können, sollte man mit anderen Investoren sprechen.“

UEFA-Boss gegen Superliga für Großclubs

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hält es für ausgeschlossen, dass jemals über der heutigen Champions League eine Superliga für privilegierte europäische Clubs zustande kommen wird. Der Nachfolger von Michel Platini an der Spitze der Europäischen Fußball-Union (UEFA) ist sich bewusst, dass die Idee einer geschlossenen Liga von verschiedenen Großclubs seit einigen Jahren thematisiert wird.

Ceferin stellt sich gegen derartige Pläne. „Der Traum, sich für die Champions League oder die Europa League zu qualifizieren, muss für alle am Leben bleiben“, betonte der Slowene am Donnerstag in Rom. Er sei überzeugt, dass selbst Entscheidungsträger großer europäischer Clubs dieser Meinung seien. „Ich bin sicher, dass es in der Vergangenheit verschiedene Missverständnisse zwischen der UEFA und den Vereinen gegeben hat.“

Rooney bleibt Manchester United treu

Wayne Rooney hat am Donnerstag allen Gerüchten über einen Wechsel nach China eine Absage erteilt. Der Stürmer wird bei Manchester United bleiben. „Trotz des Interesses, das andere Clubs gezeigt haben und für das ich dankbar bin, möchte ich die aktuellen Spekulationen beenden und sage, dass ich bei Manchester United bleibe“, erklärte der 31-Jährige.

Rooney war zuletzt von Clubs aus der chinesischen Super League umworben worden. Auch aus der amerikanischen Major League Soccer und vonseiten seines Ex-Vereins FC Everton gab es angeblich Interesse. Rooneys Vertrag in Manchester läuft noch bis 2019.

Seit Dezember lief er aber nur dreimal in der United-Startelf auf, mit Zlatan Ibrahimovic hatte er im Sommer neue Konkurrenz im Angriff bekommen. Diese Saison gelangen ihm erst zwei Treffer.

Formel 1

Geheimnis um neues Ferrari-Design gelüftet

Ferrari hat als nächstes Team seinen neuen Formel-1-Wagen für die kommende Saison vorgestellt. Der überwiegend im traditionellen Ferrari-Rot lackierte SF70 H fällt vor allem durch die bereits bei anderen Teams gezeigte neue, große Heckfinne auf. An deren Ende ist zudem ein großer Flügel angebracht.

Mit dem neuen Boliden erhofft sich die Scuderia die Rückkehr zu alten Erfolgen. In der vergangenen Saison blieb Ferrari ohne Sieg. In der Fahrerwertung kam Vierfachweltmeister Sebastian Vettel nicht über den vierten Platz hinaus, seine finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen wurde Sechster.

Eishockey

Grabner und Rangers bezwingen Toronto

Michael Grabner und die New York Rangers haben den nächsten Schritt zum Play-off der National Hockey League (NHL) gemacht. Die Rangers setzten sich in der Nacht auf Freitag auswärts bei den Toronto Maple Leafs knapp mit 2:1 nach Penaltyschießen durch.

Grabner konnte sich allerdings nicht in Szene setzen. Der Kärntner schoss in 17:07 Minuten dreimal erfolglos auf das Tor und blieb damit die fünfte Partie in Folge ohne Scorerpunkt.

Im Mittelpunkt der knappen Partie standen die beiden Torhüter. Rangers-Goalie Henrik Lundqvist musste bei 33 Schüssen auf sein Tor im ersten Drittel nur den Versuch von Connor Brown passieren lassen. Sein Gegenüber Frederik Andersen wehrte gleich 37 Schüsse ab, nur beim Ausgleich von J. T. Miller war der Däne machtlos. Im Shoot-out hatte Lundqvist jedoch die besseren Nerven und wehrte zwei Versuche der Maple Leafs ab, während Andersen zwei Tore kassierte.

Mehr dazu in National Hockey League

VSV sperrt Mitglieder von „Absolut Villach“ aus

Der Eishockey-Club VSV hat am Donnerstag eine Hallensperre über alle Mitglieder des Fanclubs „Absolut Villach“ verhängt. „Solche Fans zerstören nachhaltig den Ruf des Vereines und erzeugen ein Bild des VSV und der Stadt Villach, das unpassend ist“, hieß es in der Aussendung des in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) engagierten Clubs, der damit auf die jüngsten Entwicklungen reagierte.

Erst am Mittwoch hatte die Wiener Polizei mitgeteilt, dass es nach sehr umfangreichen Ermittlungen gelungen sei, jenen Mann auszuforschen, der vor einem Eishockeyspiel der Villacher am 9. Oktober in Wien gegen die Vienna Capitals ein 15-jähriges Mädchen durch einen Böllerwurf verletzt hatte. Bei dem Täter handelt es sich um einen 20-jährigen Villacher, der Mitglied von „Absolut Villach“ ist.

Der junge Mann wurde wegen schwerer Körperverletzung angezeigt. Außerdem wurde gegen 28 weitere Mitglieder von „Absolut Villach“ wegen des Verdachts der Begünstigung ebenfalls bei der Staatsanwaltschaft Wien Anzeige erstattet. Sie hatten sich im Vorjahr nach der Tat gegen die Beamten gruppiert und versucht, den Böllerwerfer zu schützen.

Livestream

Nordische WM: Kombi-Entscheidung ab 13.30 Uhr

Bei der nordischen WM in Lahti steht am Freitag der Einzel-Bewerb der Nordischen Kombinierer von der Normalschanze auf dem Programm. Nach dem Sprung liegt Bernhard Gruber unmittelbar vor Mario Seidl auf Rang vier, David Pommer und Philipp Orter belegen die Plätze 15 und 30. Es führt der Deutsche Eric Frenzel vor seinem Teamkollegen Johannes Rydzek und dem Esten Kristjan Ilves.

Der entscheidende Langlauf über 10 km ist ab 12.30 Uhr in ORF eins und im Livestream zu sehen.

Erste Liga

Spielstände beim Frühjahrsauftakt ab 18.30 Uhr

Sky Go Erste Liga, 21. Runde

Beginn 18.30 Uhr:

Wacker Innsbruck - Wattens -:- (-:-)

Tivoli-Stadion, SR Heiß

Horn - Kapfenberg -:- (-:-)

Volksbank Arena, SR Baumann

FAC Wien - Lustenau -:- (-:-)

FAC-Platz, SR Ciochirca

BW Linz - Wr. Neustadt -:- (-:-)

Linzer Stadion, SR Altmann

Beginn 20.30 Uhr:

Live in ORF Sport +

Liefering - LASK -:- (-:-)

Das.Goldberg-Stadion, SR Lechner

Mehr dazu in sport.ORF./fussball

Tennis

Leichtathletik

Nur drei Russen erhalten internationales Startrecht

Überraschend haben nur drei russische Sportler vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) das internationale Startrecht als neutrale Athleten erteilt bekommen. Angelina Sidorowa (Stabhochsprung) und Kristina Siwkowa (Sprint) können nun an den Hallen-EM in Belgrad teilnehmen, gab die IAAF am Donnerstag bekannt. Zudem bekam Hammerwerfer Aleksei Sokirkij ein Genehmigung für internationale Wettkämpfe.

Insgesamt hatten 48 Russen das Sonderstartrecht beantragt. Die bereits im vergangenen Jahr erteilten Startrechte für Whistleblowerin und 800-Meter-Läuferin Julia Stepanowa und für die in den USA lebende Weitspringerin Darja Klischina, die bereits an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro teilgenommen hatte, bleiben laut IAAF-Angaben bestehen.

Nach der Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verbandes wegen systematischen Dopings hatte die IAAF die Möglichkeit geschaffen, dass Sportler des Landes individuell das internationale Startrecht beantragen dürfen. Sie müssen nachweisen, dass sie an einem unabhängigen Anti-Doping-Testprogramm teilnehmen. In einem von der IAAF eingerichteten Testpool sind mehr als 60 Athleten aus Russland erfasst.

Basketball

Wels macht großen Schritt Richtung ABL-Play-off

Der WBC Wels hat am Donnerstag in der Basketball-Bundesliga der Herren (ABL) einen großen Schritt in Richtung Play-off-Einzug gemacht. Die Oberösterreicher besiegten die Fürstenfeld Panthers zu Hause mit 80:75 (37:40) und festigten damit Rang vier.

Die Fürstenfelder dagegen müssen nach der vierten Niederlage in Serie um ihren Platz unter den besten sechs bangen. Als aktueller Tabellensechster liegen die Steirer bei zwei Spielen mehr nur einen Sieg vor den Traiskirchen Lions.

Bester Mann bei den Welsern war Kapitän Davor Lamesic mit 22 Punkten, acht Rebounds und vier Assists. Für Fürstenfeld waren 22 Punkte und sechs Assists des Kroaten Marko Car zu wenig.

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Biathlon-WM

Schwaiger holt Silber bei Junioren-WM

Die Salzburgerin Julia Schwaiger hat bei der Junioren-WM der Biathleten in Osrblie in der Slowakei die Silbermedaille im Einzel-Bewerb gewonnen. Die 21-Jährige musste sich über 12,5 km mit einer Strafminute im Stehendanschlag lediglich der fehlerfreien Kanadier Megan Bankes um 47,9 Sekunden geschlagen geben. Bei den Männern wurde der Steirer Michael Trieb Vierter.

Für Schwaiger war es bereits ihre siebente Medaille bei internationalen Nachwuchs-Titelkämpfen. Bei der Heim-WM der allgemeinen Klasse in Hochfilzen hatte die Salzburgerin vergangene Woche noch mit einem zusätzlichen Nachlader in der Staffel, der die Disqualifikation des österreichischen Quartetts zur Folge hatte, eine unglückliche Figur abgegeben.