Formel 1

Das Team Red Bull hat beim Grand Prix von Großbritannien am Sonntag in Silverstone einen neuen Rekord für den schnellsten Reifenwechsel in der Formel 1 aufgestellt.

Beim Boxenstopp von Pierre Gasly zogen die Mechaniker am Wagen des Franzosen in 1,91 Sekunden vier neue Reifen auf, wie die Rennserie am Montag mitteilte. Damit unterbot Red Bull die alte Bestmarke, die das Team zuvor gemeinsam mit Williams inne hatte um eine Hundertstelsekunde.

Fußball

Österreichs Nachwuchshoffnung Hannes Wolf rechnet nicht mehr damit, in diesem Jahr für seinen neuen Verein RB Leipzig spielen zu können. „Mein persönliches Ziel ist es, in diesem Jahr noch mit der Mannschaft trainieren zu können“, sagte der Ex-Salzburger am Montag im Trainingslager der Leipziger im Tiroler Seefeld.

Wolf hatte sich in Österreichs U21-EM-Auftaktspiel gegen Serbien (2:0) bei einem Foul den rechten Außenknöchel gebrochen. Wie nun bekanntwurde, erlitt der Offensivspieler auch noch einen Abriss des Syndesmosebandes.

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Der 20-Jährige geht davon aus, erst in der Rückrunde der anstehenden Saison einsatzbereit zu sein. „Wenn ich das nicht schaffe, dann wird bei der Reha etwas schiefgelaufen sein“, sagte Wolf.

Der Steirer Daniel Royer hat in der US-amerikanischen Major League Soccer (MLS) mit einem Doppelpack das New Yorker Derby entschieden. Der 29-Jährige erzielte am Sonntag beim 2:1-Heimerfolg der Red Bulls gegen den New York City FC in der 46. Minute per Elfmeter den Ausgleich und in der 60. Minute mit einem Kopfball den Siegestreffer.

Marcel Sabitzer hat sich für die Verpflichtung von ein, zwei erfahreneren Profis bei RB Leipzig ausgesprochen. „Bei den Bayern oder beim BVB spielen auch ein paar routinierte Spieler. Da wo die sind, wollen wir ja hin“, sagte der 25-Jährige in einem Interview der „Leipziger Volkszeitung“ und Sportbuzzer.de.

„Ein Tick Erfahrung“ fehlt

Im Kader von Champions-League-Teilnehmer Leipzig steckt nach Meinung des Offensivmanns jede Menge Talent, Tempo und Mentalität. In engen Spielen brauche es aber „einen Tick Erfahrung“, meinte Sabitzer und formulierte die Ziele des sächsischen Bundesligisten für die anstehende Saison: „Wir haben viel vor, wollen die Gruppenphase in der Champions League überstehen und in der Liga wieder unter die ersten vier.“

RB Leipzig, Tabellendritter in der vergangenen Saison hinter dem FC Bayern und Dortmund, werde perspektivisch guten Fußball spielen und erfolgreich sein, prophezeite Sabitzer. „Die Frage ist, wie schnell das geht.“ Unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann wollen die Leipziger im Offensivspiel noch mehr Kreativität neben ihrem einstudierten schnellen Umschaltspiel entwickeln. Die Mannschaft befindet sich bis Samstag im Trainingslager im österreichischen Seefeld.

Wolfgang Dietrich ist als Präsident des deutschen Zweitligisten VfB Stuttgart zurücktreten. Einen Tag nach der wegen technischer Probleme abgebrochenen Mitgliederversammlung verkündete der 70-Jährige diese Entscheidung am Montag. Den Grad an „Feindseligkeit und Häme“, den er auf der Mitgliederversammlung erlebt habe, hätte er „nicht für möglich gehalten.“

Die Veranstaltung war am Sonntag kurz vor der Abstimmung über eine Abwahl Dietrichs abgebrochen worden, weil das für die Mitglieder eingerichtete WLAN im Stuttgarter Stadion nicht funktionierte. Nachdem Dietrich die Veranstaltung unter Pfiffen abgebrochen hatte, wurde er von Personenschützern aus dem Innenbereich des Stadions begleitet. Dietrich war ursprünglich bis 2020 gewählt, stand aber seit Monaten bei einem Teil der VfB-Anhänger massiv in der Kritik.

2. Liga

Fußball-EM

Die Nachfrage nach Tickets für die paneuropäische EM-Endrunde 2020 ist groß wie nie. 19,3 Millionen Anfragen für Eintrittskarten habe es in der ersten Verkaufsphase gegeben, teilte die UEFA am Montag mit. Neben dem Finale und den Halbfinalen in London seien die Gruppenspiele in München und Amsterdam besonders begehrt. Für das Finale im Wembley-Stadion gab es 1,9 Millionen Kartenwünsche.

Die Anzahl der Gesamtanfrage habe die bisherige Bestmarke von der EM 2016 in Frankreich mit elf Millionen deutlich übertroffen, hieß es von der UEFA. Die Verkaufsphase lief von 12. Juni bis 12. Juli. Dabei wurden 1,5 Millionen Tickets via Los vergeben. Insgesamt gibt es für die 51 Spiele drei Millionen Karten. Die nächsten Tickets gehen im Dezember 2019 nach der Endrundenauslosung in den Verkauf. Die EM findet zum 60-jährigen Turnierjubiläum von 12. Juni bis 12. Juli 2020 in zwölf Ländern statt.

Afrikacup

In Frankreich sind Freudenfeiern zum Finaleinzug der algerischen Nationalmannschaft beim Afrikacup am Sonntagabend erneut in Gewalt umgeschlagen. Landesweit wurden bis Montagfrüh 282 Verdächtige vorläufig festgenommen, wie das französische Innenministerium mitteilte. 249 der Verdächtigen seien in Polizeigewahrsam gekommen. Der Großteil der Festnahmen sei in Zusammenhang mit dem Fußballspiel gestanden. Einige Festnahmen seien zudem nach den Ausschreitungen während des französischen Nationalfeiertags erfolgt.

Fans von Algerien in Paris
APA/AFP/Zakaria Abdelkafi

Tödlicher Unfall am Donnerstag

Algerien hatte beim Afrikacup in Ägypten Nigeria am Sonntag mit 2:1 besiegt und damit das Finale des Turniers erreicht. Daraufhin feierten Tausende Menschen algerischer Abstammung in den Straßen französischer Städte. Dabei kam es in Marseille, Paris und Lyon zu Spannungen. Algerien war bis 1962 eine Kolonie Frankreichs.

Frankreichs Innenminister Christophe Castaner dankte Feuerwehr und Polizei für ihren Einsatz. Dieser habe es ermöglicht, „die Gewalt zu begrenzen und die Täter zu fassen“, schrieb er auf Twitter. Bereits am Donnerstagabend war es nach einem Sieg der Algerier zu Tumulten kommen. Dabei wurde eine Frau im südfranzösischen Montpellier getötet, als ein Algerien-Fan mit seinem Auto in Passanten raste.

Boxen

Der ehemalige Boxweltmeister Pernell Whitaker ist am Sonntag im Alter von 55 Jahren bei einem Unfall in seiner Heimatgemeinde Virginia Beach gestorben. Nach Angaben der örtlichen Polizei wurde Whitaker von einem Auto erfasst und tödlich verletzt.

Pernell Whitaker, der 1984 Olympiasieger im Leichtgewicht war, eroberte als Profi WM-Titel in vier Gewichtsklassen, vom Leichtgewicht bis zum Halbmittelgewicht. Er beendete seine Karriere 2001 nach 40 Siegen (17 vor der Zeit), vier Niederlagen und einem Remis und arbeitete später als Trainer.

Archivbild von Boxprofi Pernell Whitaker aus dem Jahr 1993
APA/AFP/Bob Daemmrich

Weil er 2003 gegen eine Bewährungsstrafe wegen Kokainbesitzes verstoßen hatte, musste er eine mehrjährige Haftstrafe verbüßen.

Schwimm-WM

Synchronschwimmerin Vasiliki Alexandri hat bei der Weltmeisterschaft in Gwangju (Südkorea) am Montag auch im Freien Programm den Einzug ins Finale der besten Zwölf souverän geschafft. Wie schon im Technischen Bewerb landete die 21-Jährige auf Rang acht und erhielt dabei 86,7333 Punkte. Beste war die Russin Swetlana Romaschina mit 96,4667 Punkten. Das Finale steigt am Mittwoch (12.00 Uhr MESZ).

„Ich habe extra für die WM mein Programm noch einmal schwieriger gemacht und bin eigentlich ganz zufrieden. In der technischen Ausführung und im Ausdruck kann ich mich sicher noch etwas verbessern“, sagte Alexandri. „Das wird mir hoffentlich im Finale gelingen. Die Punkte sind ganz okay, könnten aber ruhig ein wenig höher sein.“

Die Wasserballerinnen aus Ungarn und Südkorea haben sich einen Platz in der Historie der Weltmeisterschaften gesichert. In der WM-Vorrunde gewannen die Ungarinnen am Montag in Gwangju gegen Gastgeber Südkorea mit 64:0 (16:0, 18:0, 16:0, 14:0). Das bedeutete den höchsten Sieg in der Geschichte von Schwimm-Weltmeisterschaften.

Da ein Wasserballspiel viermal acht Minuten dauert, fingen sich die Gastgeberinnen im Schnitt pro Minute zwei Gegentore ein. Bis dato war das 38:1 von Ungarn gegen Kroatien aus dem Jahr 1994 der höchste Sieg gewesen.

Tennis

Ihr erster Titel bei den All England Championships in Wimbledon hat sich für Simona Halep auch in der Weltrangliste niedergeschlagen. Die ehemalige Nummer eins aus Rumänien verbesserte sich von der siebenten an die vierte Stelle. Die Top Drei blieben mit der Australierin Ashleigh Barty, Naomi Osaka aus Japan und der Tschechin Karolina Pliskova unverändert.

Bei den Männern führt Novak Djokovic die Weltrangliste nach seinem fünften Wimbledon-Triumph weiter fast 4.500 Punkte vor Rafael Nadal an. Djokovic ist neben dem spanischen French-Open-Sieger auch als zweiter Spieler vorzeitig schon für das ATP-Finale im November in London qualifiziert. Sein Wimbledon-Finalgegner Roger Federer (3.) und der bereits in Runde eins gescheiterte Dominic Thiem (4.) sowie seine ersten drei Verfolger hielten ihre Positionen. Als Zehnter erstmals in den Top Ten rangiert der Russe Daniil Medwedew.

Mehr dazu in WTA- und ATP-Ranking

Fechten

Für die Fechter steht wenige Wochen nach der EM mit den Weltmeisterschaften in Budapest gleich der nächste Höhepunkt auf dem Programm. Die größten österreichischen Hoffnungsträger bei den Titelkämpfen vom 15. bis 23. Juli sind Degenfechter Josef Mahringer sowie mit dem Florett Olivia Wohlgemuth und Johannes Poscharnig.

Josef Mahringer (AUT)
GEPA/Mathias Mandl

Mahringer hatte Mitte Juni in Düsseldorf mit dem EM-Viertelfinal-Einzug und Rang fünf stark aufgezeigt, Ähnliches soll dem 21-jährigen Oberösterreicher nun auch in Budapest gelingen. „Das hoffen wir natürlich, drauf hat er es auf jeden Fall“, zeigte sich ÖFV-Generalsekretär Marco Haderer zuversichtlich.

Richtungsweisend für Olympiaquali

Mit einem weiteren Spitzenergebnis würde Mahringer auch in der Olympiaqualifikation erneut anschreiben. Für die Sommerspiele 2020 in Tokio sind über die Weltrangliste pro Waffengattung zusätzlich zu den für Österreich nicht zu erreichenden Teamplätzen aber nur zehn Tickets zu haben. Eine zweite Chance würde jedoch die Zonen-Ausscheidung bieten, in dieser war Mahringer vor den Rio-Spielen 2016 erst im letzten Gefecht knapp gescheitert. „Dass er es kann, hat er schon bei der letzten Olympiaqualifikation gezeigt“, betonte Haderer.

Im Hinblick auf Tokio und die Zeit danach wird Mahringer seinen Trainingsstützpunkt ab nächster Saison aller Voraussicht nach vom Leistungszentrum Linz in die Südstadt und nach Budapest verlegen, erläuterte Haderer. In Ungarn gebe es in allen Waffengattungen hochklassige Sparringpartner. In der Südstadt sei ein Degen-Schwerpunkt gerade erst im Aufbau befindlich, so Haderer.

Schmidl in zweiter Vorrunde out

Für Paula Schmidl ist die WM bereits wieder vorbei. Die Degen-Fechterin schied am Montag zum Auftakt in der zweiten Vorrunde aus. Nach einem 15:9 gegen Alessandra Aicardi aus Panama unterlag sie der Ukrainerin Dschoan Beschura mit 11:15.

Volleyball

Russlands Volleyballer haben ihren Titel in der Nations League verteidigt. Der Rekordweltmeister bezwang die USA am Sonntag im Finale in Chicago mit 3:1 (23,-20,21,20). 2018 hatten sich die Russen den Premierentitel in der Nationenliga gegen Frankreich gesichert. Das Spiel um Platz drei gewann diesmal Weltmeister Polen mit 3:0 (17,23,21) gegen Olympiasieger Brasilien.