Tennis

Während bei den French Open am Dienstag die Erstrundenspiele abgeschlossen werden, ist Dominic Thiem schon wieder aus Paris abgereist. Der ehemalige Weltranglistendritte muss weiter hart arbeiten, um das Comeback an die Spitze zu schaffen. Auch Alexander Zverev äußerte sich nach seinem Erstrundensieg zur Lage und verglich Thiems Situation mit jener seines Bruders Mischa. Dieser hatte sich damals allerdings zu einer Operation entschieden.

Der deutsche Tennisprofi Alexander Zverev
APA/AFP/Tiziana Fabi

„Ich kenne seine Verletzung ein bisschen, weil mein Bruder hatte eine ähnliche Verletzung, aber er hat einen anderen Weg genommen und hat sich operieren lassen. Durch die Operation wird das Handgelenk stärker“, wusste Zverev zu berichten. „Er (Thiem, Anm.) hat sich dagegen entschieden, was auch ein Weg ist, aber das Handgelenk wird ohne die Operation, so wie ich es verstehe oder es von meinem Bruder verstanden habe, nicht so stark wie mit der Operation.“

Hoffen auf Comeback von Thiem

„Ich glaube, bei manchen Schlägen sieht man, dass das Handgelenk vielleicht ein bisschen wegbricht in manchen Situationen“, erklärte Zverev. Er hoffe natürlich für Thiem, dass dieser wieder topfit werde. „Ich hoffe für ihn vor allem, dass das Handgelenk wieder zu hundert Prozent zurückgeht und er wieder anfangen kann so zu spielen, wie wir es gewohnt sind.“

Man dürfe aber nicht vergessen, dass Thiem fast ein Jahr nicht gespielt habe. „Ich kann davon nicht viel sprechen, ich war noch nie in so einer Situation. Ich hoffe, dass ich auch nie in so einer Situation sein werde.“ Zverev wünschte Thiem auch über die Medien alles Gute. „Weil er ist einer meiner besten Freunde auf der Tour. Ich sehe, dass er zu kämpfen hat, auch mental. Er hat hier mehrmals Finale gespielt und kämpft jetzt einfach darum, ein Spiel zu gewinnen.“

Thiem: „Sehr harte Wochen“

Thiem hat den Schauplatz seiner zwei Finale bzw. vier Semifinale am Montag bereits verlassen und meldete sich via Instagram bei seinen Fans. „Diese vergangenen Wochen waren sehr hart für mich. Besonders gestern bei einem meiner Lieblingsturniere. Aber ich muss daraus lernen und mir neue Ziele setzen.“

Es gebe nur einen Weg, um wieder an die Spitze zurückzukehren: „Harte Arbeit, Geduld und die richtige Einstellung“, sagte er und verkündete doch: „Ich weiß, dass ich es schaffe werde. Jetzt brauche ich aber ein bisschen Zeit, um meine Gedanken zu ordnen, mich um mein Tennis und meine Ziele zu kümmern.“

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Novak Djokovic hat den Verzicht auf Weltranglistenpunkte beim diesjährigen Rasen-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon kritisiert. „Ich denke, es war eine falsche Entscheidung“, sagte der Serbe am Montag in Paris nach seinem Erstrundensieg bei den French Open. Sein Widersacher Rafael Nadal hat ein ambivalentes Verhältnis zur Causa. „Am Ende verstehe ich beide Seiten“, sagte der 13-fache French-Open-Sieger nach seinem 18. Erstrundensieg in Roland Garros (Bilanz: 18:0).

Tennisspieler Novak Djokovic (SRB)
GEPA/Patrick Steiner

Die ATP und auch die WTA für die Frauen hatten am Freitag entschieden, dass es beim Rasenklassiker heuer keine Punkte für ihre Rankings geben wird. Grund dafür ist der Ausschluss der Profis aus Russland und Belarus durch die Wimbledon-Veranstalter wegen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. ATP und WTA hatten diese Entscheidung kritisiert und nun die Konsequenzen gezogen.

Djokovic verliert am meisten Punkte

Djokovic ist von der Regelung ganz besonders betroffen, weil er als Titelverteidiger nun 2.000 Punkte und sehr wahrscheinlich auch seinen ersten Platz in der Weltrangliste verliert. Er sei aber froh, dass die ATP und die Spieler den Machern von Wimbledon deutlich gemacht hätten, dass ihre Entscheidung zum Ausschluss besagter Spielerinnen und Spieler falsch gewesen sei.

Gleichwohl hätte sich der seit Sonntag 35-jährige Serbe eine andere Regelung gewünscht. „Ich denke, die ATP hätte auch einen Mittelweg finden können. Sie hätten die Punkte für dieses Jahr streichen, vom letzten Jahr aber einfrieren können“, sagte Djokovic. Allerdings sei die gesamte Konstellation für alle Seiten sehr komplex. „Es ist eine Lose-Lose-Situation“, sagte die Nummer eins der Welt.

Nadal versteht beide Seiten. „Ich habe keine klare Meinung. Bei uns hat jeder Spieler eine eigene Meinung, und darum werden wir nie Dinge erreichen, die möglich wären, wenn wir an einem Strang ziehen. Am Ende ist es nötig, dass es jemanden gibt, der die Entscheidungen trifft“, erklärte der ab 3. Juni 36-Jährige. Man müsse die Entscheidung des ATP-Boards akzeptieren. „Am Ende verstehe ich beide Seiten. Ich respektiere ohne Zweifel den Standpunkt von Wimbledon, aber auf der anderen Seite verstehe ich die ATP, die ihre Mitglieder beschützt.“

Das Generali Open in Kitzbühel darf sich über eine ausgezeichnete Besetzung freuen: Neben der Rückkehr von Dominic Thiem haben die Veranstalter gleich zwei Top-Ten-Spieler verpflichtet. Titelverteidiger Casper Ruud (aktuell ATP-Achter) und Matteo Berrettini (Zehnter) haben ihr Antreten bei Österreichs größtem Sandplatz-Turnier von 23. bis 30. Juli bestätigt.

„Kitzbühel und Norwegen – das ist also nicht nur im Skisport eine besondere Verbindung“, sagte Turnierdirektor Alexander Antonitsch in einer Aussendung vom Dienstag. Ruud habe immer versichert, dass er sich auf seine Kitz-Rückkehr freue. Ruud, der dieses Jahr schon die Titel in Buenos Aires sowie Genf geholt hat und im Endspiel von Miami stand, hatte im Vorjahr einen auf der Tour seltenen Durchmarsch mit drei Turniersiegen in drei Wochen: Baastad, Gstaad und Kitzbühel gewann der nun 23-Jährige in Folge.

Berrettini war bisher zweimal in Kitzbühel – 2018 erreichte er das Viertelfinale, 2020 war er beim Schauturnier „Thiems7“ im Halbfinale. „Wir freuen uns riesig, dass er bei uns aufschlagen wird. Er ist nicht nur in seiner Heimat ein Superstar und eine Werbeikone, sondern auch bei uns ein echter Publikumsliebling“, sagte Antonitsch dazu.

Eishockey-WM

Die Schweiz hat sich am Dienstag bei der WM in Finnland im Duell um Platz eins in Gruppe A gegen Deutschland mit 4:3 nach Penaltyschießen durchgesetzt. Die Eidgenossen gaben in ihrem siebenten WM-Spiel damit zwar ihren ersten Punkt ab, schließen den Helsinki-Pool aber dennoch vier Punkte vor den Deutschen ab. In der Österreich-Gruppe B in Tampere ging der vierte Viertelfinalplatz an die USA, nachdem Lettland gegen Schweden eine 0:1-Niederlage hinnehmen musste.

Die Schweiz beendet zum zweiten Mal eine WM-Vorrunde auf Platz eins. 2013 hatten die Schweizer ebenfalls 20 von möglichen 21 Punkten geholt, gewannen danach das Viertelfinale gegen Tschechien 2:1 und verloren erst das WM-Finale gegen Schweden. In den Jahren 2000, 2010, 2017 und 2021 gelangen den Schweizern ebenso starke Leistungen in der Vorrunde, sie erreichten jeweils als Gruppenzweite das Viertelfinale, kassierten dort aber stets Niederlagen.

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Ungarn wird sich nicht gemeinsam mit Slowenien um die Austragung der Eishockey-WM 2023 bewerben. Die Ungarn zogen ihre Kandidatur wegen fehlender Garantien der Regierung zurück, gab der ungarische Verband am Montag bekannt. Die beiden Aufsteiger hatten sich mit den Hauptstädten Budapest und Ljubljana bewerben wollen.

Damit wird die WM 2023 wohl in den Austragungsorten der Turniere von 2022 und 2021, Tampere und Riga, stattfinden. Die Vergabe erfolgt Ende der Woche beim Kongress des Weltverbands in Tampere. Das Turnier hätte ursprünglich in St. Petersburg ausgetragen werden sollen, wurde den Russen aber aufgrund des Angriffskriegs gegen die Ukraine entzogen.

Fußball

Der deutsche Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim hat Andre Breitenreiter als neuen Cheftrainer verpflichtet. Wie der Club der ÖFB-Legionäre Stefan Posch, Christoph Baumgartner und Florian Grillitsch am Dienstag bekanntgab, unterschrieb der 48-Jährige einen Vertrag bis 30. Juni 2024. Er folgt somit Sebastian Hoeneß nach, von dem sich die Kraichgauer vor einer Woche getrennt hatten. Breitenreiter hatte als Coach den FC Zürich zum Schweizer Meistertitel geführt.

Trainer Andre Breitenreiter
Reuters/Leon Kuegeler

Der frühere Spieler kennt die Liga: Breitenreiter war 2014 mit dem SC Paderborn und 2017 mit Hannover 96 in die deutsche Bundesliga aufgestiegen. Dazwischen trainierte er den FC Schalke 04. Nach einer Auszeit zwischen 2019 und 2021 heuerte er in Zürich an und führte den FC zum Titel. Sein Vertrag dort lief eigentlich noch ein Jahr. Hoffenheim hatte mit neun sieglosen Spielen am Saisonende als Tabellenneunter einen Europacup-Platz und somit Millioneneinnahmen verspielt.

RB Leipzig möchte den Nationalspieler des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) Konrad Laimer unbedingt halten. „Wir wollen ihn natürlich behalten. Er ist einer der besten Sechser der Bundesliga und hat eine fantastische Rückrunde gespielt“, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff über den Mittelfeldspieler. „Er passt perfekt zu unserem Club und unserer DNA und ist mit seinen Fähigkeiten nahezu einzigartig in Deutschland.“

Der 24-jährige Laimer wurde zuletzt mehrfach als Wunschkandidat von Bayern-München-Trainer Julian Nagelsmann genannt, wollte sich bisher aber nicht über seine weitere Zukunft äußern. Der Vertrag des gebürtigen Salzburgers bei RB läuft noch bis 2023.

Gemäß der Leipziger Clubpolitik müsste Laimer seinen Vertrag in diesem Sommer verlängern oder verkauft werden. Ablösefreie Abgänge von Stammspielern sind bei Mintzlaff nicht vorgesehen.

Der Wechsel von Außenverteidiger Noussair Mazraoui von Ajax Amsterdam zum FC Bayern München ist vollzogen. Wie der deutsche Serienmeister am Dienstag mitteilte, erhält der marokkanische Nationalspieler einen Vertrag bis 2026. Der 24-Jährige kommt ablösefrei, weil sein Vertrag in den Niederlanden in diesem Sommer ausläuft.

Noussair Mazraoui
AP/Peter Dejong

Die Bayern suchen schon seit einiger Zeit nach einer überzeugenden Personallösung auf der rechten Abwehrseite. Weltmeister Benjamin Pavard drängt zusehends ins Abwehrzentrum. Durch die Verpflichtung von Mazraoui könnte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann mit dem Franzosen mehr in der Innenverteidigung planen.

Niko Kovac kehrt in die deutsche Bundesliga zurück und wird Trainer von VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen, bei denen die Österreicher Xaver Schlager, Pavao Pervan und künftig auch Patrick Wimmer spielen, verkündeten am Dienstag die Verpflichtung des ehemaligen Meistertrainers von Bayern München. Der 50-jährige Kroate unterschrieb einen bis 2025 gültigen Vertrag.

Der gebürtige Berliner soll beim Volkswagen-Club wieder an die erfolgreiche Arbeit von Oliver Glasner anknüpfen. Unter Bruno Labbadia und dessen Nachfolger Glasner entwickelte sich der VfL zwischen 2018 und 2021 vom Abstiegskandidaten zum Champions-League-Teilnehmer. Die abgelaufene Saison beendete Wolfsburg nur auf Rang zwölf, zudem mussten mit Mark van Bommel und Florian Kohfeldt zwei Trainer frühzeitig gehen.

Nikos Bruder Robert Kovac ist wie schon beim AS Monaco, Bayern München, Eintracht Frankfurt und bei der kroatischen Nationalmannschaft als Assistenztrainer an Bord. „Ich bin ein Kind der Bundesliga und die Lust und die Motivation sind sehr groß, mit den Wölfen ein weiteres erfolgreiches Kapitel aufzuschlagen“, sagte Kovac zu seiner Rückkehr. Mit Frankfurt wurde er 2018 DFB-Pokalsieger, mit Bayern holte er ein Jahr später das Double.

Bundesliga

Rapid hat am Dienstag den Vollzug beim Transfer des Mittelfeldspielers Patrick Greil gemeldet. Der 25-Jährige kommt ablösefrei von Austria Klagenfurt und erhielt in Wien-Hütteldorf einen Vertrag bis Sommer 2025, wie die Grün-Weißen mitteilten.

Rapid-Sportgeschäftsführer Zoran Barisic freute sich über die gelungene Verstärkung. „Er kann im Mittelfeld auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden und strahlt auch stets Torgefahr aus“, meinte Barisic.

Der Salzburger Greil war vor vier Jahren nach Klagenfurt gewechselt, in der eben beendeten Saison kam er zu 31 Einsätzen. „Am Donnerstag und Sonntag wünsche ich meiner neuen Mannschaft natürlich alles Gute für die Spiele um das Europacup-Ticket“, sagte Greil mit Blick auf die Play-off-Partien der Wiener gegen WSG Tirol.

Bundesligist SV Ried hat die Verträge mit den beiden Defensivspielern Markus Lackner und Matthias Gragger um zwei weitere Jahre bis Saisonende 2023/24 verlängert. Beim 20-jährigen Gragger wurde zusätzlich eine Option für ein weiteres Jahr vereinbart, wie die Oberösterreicher am Dienstag mitteilten. Marcel Canadi, Michael Lercher und Daniel Offenbacher müssen den Verein indes verlassen.

ÖFB

Österreichs U21-Teamchef Werner Gregoritsch kann im abschließenden EM-Qualifikationsspiel am 3. Juni (18.00 Uhr, live in ORF Sport +) in Ried gegen Finnland aus dem Vollen schöpfen. Unter anderem kehren die zuletzt im März verletzt abwesenden Innenverteidiger Emanuel Aiwu (Rapid) und Kapitän Flavius Daniliuc (Nizza) ins Aufgebot zurück. Mit Romano Schmid (Werder Bremen) oder dem von Arminia Bielefeld zu Wolfsburg wechselnden Patrick Wimmer stehen weitere namhafte Legionäre zur Verfügung.

Rapids Yusuf Demir steht im Gegensatz zu Salzburgs Junior Adamu, der ebenfalls bereits über Erfahrung im A-Nationalteam verfügt, nicht im U21-Kader. Der frühere Barcelona-Legionär fährt stattdessen in der zweiten Juni-Hälfte mit der ÖFB-U19 zur EM in die Slowakei. Für Österreichs U21 geht es um die letzte kleine Chance auf Platz zwei, der zum Play-off um die EM-Teilnahme berechtigen würde. Neben einem Sieg gegen Finnland wäre dafür aber auch Schützenhilfe notwendig.

Österreichs U21-Kader

Tor: Lukas Gütlbauer (FAC), Niklas Hedl (Rapid), Franz Stolz (St. Pölten)

Abwehr: David Affengruber (Sturm Graz), Emanuel Aiwu (Rapid), Jonas Auer (Rapid) Flavius Daniliuc (Nizza/FRA), Christoph Klarer (Fortuna Düsseldorf/GER), Martin Moormann (Rapid), Felix Seiwald (Ried), Felix Strauss (Altach)

Mittelfeld: Matthias Braunöder (Austria), Muhammed Cham (Austria Lustenau), Can Keles (Austria), Luca Kornberger (Sturm Graz), Moritz Oswald (Rapid), Alexander Prass (Sturm Graz), Romano Schmid (Werder Bremen/GER), Matthäus Taferner (WAC), Patrick Wimmer (Arminia Bielefeld/GER)

Angriff: Junior Adamu (Salzburg), Thomas Sabitzer (WSG Tirol), Bernhard Zimmermann (Rapid)

Tabelle:
1. Kroatien 8 6 1 1 19:7 19
2. Österreich 9 5 1 3 20:10 16
3. Norwegen 7 5 0 2 19:8 15
4. Finnland 7 4 1 2 12:9 13
5. Aserbaidschan 7 1 1 5 6:19 4
6. Estland 8 0 0 8 0:23 0
Anm.: Die neun Gruppensieger erreichen die Endrunde, ebenso der beste Zweite. Die übrigen acht Zweiten spielen in einem Play-off.

Champions League

Einem Einsatz von Real-Madrid-Verteidiger David Alaba im Finale der UEFA Champions League am Samstag im Stade de France gegen Liverpool dürfte nichts im Wege stehen. Der Wiener absolvierte am Montag das Mannschaftstraining mit den „Königlichen“ und sagte danach der APA: „Ich fühle mich körperlich sehr gut.“

Sein bisher letztes Bewerbsmatch absolvierte Alaba am 26. April, als er im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Manchester City wegen Adduktorenbeschwerden zur Pause ausgewechselt wurde.

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Radsport

Marco Friedrich hat das Krankenhaus nach seinem schweren Unfall wieder verlassen können. Der 24-jährige Steirer vom Felbermayr-Team hatte sich am Sonntag vor einer Woche infolge einer Kollision mit einem Pkw bei einem Rennen in Tschechien eine Arterie im Halsbereich durchtrennt und einen Halswirbel gebrochen, wie am Dienstag bekannt wurde. Friedrich schwebte zwischenzeitlich in akuter Lebensgefahr, laut einer Presseaussendung seines Teams verlor er zwei Liter Blut.

Der Verunfallte sprach am Dienstag von Glück im Unglück. „Laut den behandelnden Ärzten werden die Verletzungen wieder vollständig heilen“, erzählte Friedrich, der nun für sechs Wochen ein Halskorsett tragen und anschließend eine Reha absolvieren wird. „Ich habe mir zum Ziel gesetzt, noch heuer bei Profirennen an den Start zu gehen.“

Ein Felbermayr-Sprecher lobte die Rettungskräfte und das Ärzteteam in Tschechien. Der Unfall sei aufgrund „unglücklicher Umstände“ passiert. Friedrich sei auf ein am Straßenrand parkendes Auto aufgefahren. Der Czech Cup in der Nähe von Brunn war daraufhin abgebrochen worden. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt in Tschechien wurde er in ein Krankenhaus nach Österreich überstellt, das er mittlerweile wieder verlassen konnte.

Eishockey

Titelverteidiger Tampa Bay Lightning hat als erste Mannschaft das Play-off-Halbfinale der National Hockey League (NHL) erreicht. Der Stanley-Cup-Sieger von 2020 und 2021 gewann am Montag (Ortszeit) gegen die Florida Panthers daheim mit 2:0 und entschied damit die „Best of seven“-Zweitrundenserie gegen das beste Team des Grunddurchgangs unerwartet klar mit 4:0 für sich.

Lightning-Goalie Andrej Wasilewski brachte die Panthers mit 49 zum Teil spektakulären Paraden zur Verzweiflung und feierte seinen insgesamt siebenten Play-off-Shut-out. In der Offensive musste sich Tampa Bay gedulden, im zweiten Drittel wurden zwei Treffer aberkannt. Im dritten Abschnitt sorgte nach sechs Minuten Pat Maroon für die Erlösung für das Heimteam. Ondrej Palat gelang 23 Sekunden vor dem Ende die Siegessicherung ins leere Tor. Damit steht die Mannschaft von Jon Cooper zum sechsten Mal in den letzten acht Jahren im Habfinale.

jubelnde Tampa Bay Lightnings Spieler
AP/Chris O’meara

Zwei Schritte fehlen also noch zum dritten Stanley-Cup-Sieg infolge. Das ist erst fünf Teams und letztmals den New York Islanders zu Beginn der 1980er Jahre gelungen. Auf den nächsten Gegner muss Tampa Bay noch warten. Die Carolina Hurricanes führen gegen die New York Rangers mit 2:1.

Colorado Avalanche vor Aufstieg

In der Western Conference ging Colorado Avalanche gegen die St. Louis Blues mit einem 6:3-Auswärtserfolg mit 3:1 in Führung und benötigt nur noch einen Sieg zum Aufstieg. Nach einem 0:1-Rückstand nach dem Startdrittel erzielte das Team aus Denver im Mitteldrittel innerhalb von fünf Minuten vier Tore in Folge. Für drei der sechs Avalanche-Treffer sorgte Nazem Kadri.

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Basketball

Die Boston Celtics haben im Play-off-Halbfinale der National Basketball Association (NBA) gegen Miami Heat den Ausgleich geschafft. Der Rekordmeister feierte am Montag (Ortszeit) einen deutlichen 102:82-Heimerfolg und stellte damit in der „Best of seven“-Finalserie der Eastern Conference auf 2:2. Das fünfte Duell um den Einzug in die NBA-Finals steigt am Mittwoch in Miami.

Mit einem 26:4-Lauf eröffneten die Celtics die Partie, nach dem ersten Viertel lagen sie mit 29:11 in Führung. Besonders gut aufgelegt war Jayson Tatum: Bostons Topscorer erzielte 24 seiner insgesamt 31 Punkte in der ersten Hälfte. Den 57:33-Pausenvorsprung baute Boston danach auf zeitweise bis zu 32 Punkte aus.

Bei Miami kamen die fünf Spieler der Startformation zusammen auf lediglich 18 Zähler. Seit der Einführung dieser Statistik zur Saison 1970/71 ist das die geringste Punkteausbeute einer Starting Five in der NBA-Play-off-Geschichte.

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Volleyball

Vizemeister SK Zadruga Aich/Dob hat Ungarns Teamkapitän Alpar Szabo verpflichtet. Der 31-jährige Mittelblocker war außer in seiner Heimat bei Clubs in Belgien, Finnland und Deutschland aktiv. „So einen Spieler nach Österreich zu bekommen ist schon etwas Besonderes“, meinte Aich/Dob-Sportdirektor Martin Micheu per Aussendung.

Zuletzt hatten die Kärntner das Engagement des 27-jährigen kroatischen Aufspielers Nikola Scerbakov vermeldet. Eine weitere Verpflichtung soll folgen.

Doping

2021 ist wegen der Verlegung sportlicher Großereignisse aufgrund der CoV-Pandemie ein intensives Sportjahr gewesen, das spiegelt sich auch in der Statistik der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) wider. Bei den nationalen Kontrollen wurde der bisherige Spitzenwert von 2019 um fünf Prozent auf 2.448 Tests gesteigert. Die bestellten Proben dazugerechnet ergibt sich der Rekordwert von 3.261 Dopingproben, die von der NADA gezogen wurden.

Das nationale Programm umfasste im Vorjahr 1.411 Urin- und 543 Blutproben außerhalb des Wettkampfes (OOC) sowie 403 Urin- und 91 Blutproben im Rahmen von Bewerben. Bestellt wurden 538 Urin- und 275 Blutproben, das bedeutete eine Steigerung von 116 Prozent im Vergleich zu 2020. Die meisten Proben wurden im Skisport gezogen, was mit den Olympischen Winterspielen in diesem Februar in China zusammenhing.

„Operation Aderlass“ aufgearbeitet

Abgeschlossen ist die sportrechtliche Aufarbeitung der „Operation Aderlass“. 17 Anti-Doping-Verfahren in Zusammenhang mit der „Operation Aderlass“ wurden bisher geführt, 15 sind laut Jahresbericht rechtskräftig abgeschlossen und mit Sanktionen zwischen drei Jahren und lebenslangen Sperren belegt worden. Zum aktuellen Zeitpunkt bedeutet das eine Gesamtsperrdauer von 48,5 Jahren sowie drei lebenslange Ausschlüsse, teilte die NADA in ihrem Geschäftsbericht mit.

Geschäftsführer Michael Cepic sieht das Nachwirken eines „Großereignisses“ wie die „Operation Aderlass“. „Das hinterlässt Spuren, da ist eine gewisse Schockstarre da. Das ist sicher ein Punkt, warum die Zahl der positiven Fälle abnimmt. Dazu wurden die Analyseverfahren verbessert und es gibt den biologischen Pass. Da muss man schon sehr komplex vorgehen, das schreckt Gott sei Dank eine große Gruppe ab“, sagte er am Dienstag auf einer Pressekonferenz.

2021 gab es sechs auffällige Analyseergebnisse, drei hatten wegen medizinischer Ausnahmegenehmigungen keine Folgen, drei zogen Verfahren nach sich. Dazu kamen zwei nicht analytische Beweisverfahren, die ebenfalls abgeschlossen wurden.