Tennis

Oliver Marach ist am Montag beim ATP-Masters-1000-Turnier in Miami gemeinsam mit dem Kroaten Mate Pavic in das Doppel-Viertelfinale gestürmt. Das als Nummer fünf gesetzte Duo fertigte die moldawisch-georgische Paarung Radu Albot/Nikolos Basilaschwili mit 6:1 6:1 ab.

Im Kampf um den Semifinal-Einzug treffen Marach/Pavic nun auf das topgesetzte Duo Lukasz Kubot/Marcelo Melo (POL/BRA/1), das sich gegen Guido Pella/Joao Sousa (ARG/POR) mit 7:5 6:3 durchsetzte.

Mehr dazu in ATP-1000-Turnier in Miami

EM-Qualifikation

Bondscoach Ronald Koeman war sichtlich angefressen. Nicht so sehr wegen der 2:3-Niederlage am Sonntag in letzter Minute gegen Deutschland, vielmehr über seine geplatzte Hose beim Jubel über den Ausgleich.

Mit Blick auf die Energieleistung seiner Fußballer in der EM-Qualifikation nach einer verkorksten ersten Spielhälfte heiterte sich seine Miene wieder etwas auf. „Ich bin stolz darauf, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben“, sagte Koeman dem TV-Sender NOS. „Wir lagen 0:2 zurück, dann kann man resignieren. Aber wir haben dann super gespielt. Dann holt man sich doch auch den einen Punkt, würde ich sagen.“

Nach einem 0:2-Pausenrückstand kämpften sich die Niederländer zurück, nach dem 2:2-Ausgleichstreffer von Memphis Depay (63.) entlud sich die ganze negative Energie bei Koeman, der völlig losgelöst in die Höhe gesprungen war. Da platzten alle Nähte am feinen Zwirn. „Mir ist die Hose geplatzt, vom Knöchel bis zum Rücken“, erklärte er seinen ungewöhnlichen Auftritt im orange-weißen Trainingsanzug vor der TV-Kamera.

Nach der 1:2-Niederlage von Vizeweltmeister Kroatien in Ungarn fürchtet Weltfußballer Luka Modric um die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020. „Das war ein Schock“, sagte der 33-jährige Real-Madrid-Star. Er warnte zugleich seine Teamkollegen: „Wenn wir so weitermachen, werden wir große Probleme bekommen, uns für das Turnier zu qualifizieren – was ein Desaster wäre.“

Ungarn – Kroatien 2:1 (1:1)

Ungarn kann gegen Kroatien überraschen. Zu Hause schlägt man den Favoriten mit 2:1. Die Tore erzielten Adam Szalai und Mate Patkai bzw. Ante Rebic.

Besonders bitter: Es war die erste Niederlage gegen den Nachbarstaat seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1991. Daher übten die kroatischen Medien große Kritik an der Leistung der „Vatreni“. Die Sporttageszeitung „Sportske novosti“ schrieb, dass „alles in der Groupama Arena schrecklich war“. Die Medien schossen sich vor allem auf Aston-Villa-Tormann Lovre Kalinic und Inter-Mailand-Offensivspieler Ivan Perisic ein.

Fehlender Rhythmus, fehlende Form

Kroatiens Trainer Zlatko Dalic wollte keine Einzelkritik vornehmen, gab aber zu: „Einige Spieler sind nicht im Wettbewerbsrhythmus, andere sind nicht in Form.“ Die Frage, ob seine Elf Ungarn unterschätzt habe, verneinte er. „Wir haben Respekt vor jedem Gegner, aber es hat einfach nichts geklappt“, sagte der 52-Jährige, der mit seinem Team am 8. Juni gegen Wales spielt. Zumindest der mühsame 2:1-Auftaktsieg gegen Aserbaidschan lässt noch alle Chancen in der Gruppe E offen.

Fußball

Red Bull Salzburg hat Zukunftshoffnung Peter Pokorny langfristig an den Club gebunden. Der 17-jährige Slowake erhält einen ab Sommer gültigen Fünfjahresvertrag, gaben die Salzburger am Montag bekannt. Pokorny ist derzeit beim Zweitligisten FC Liefering tätig. Für das Zweitteam der Salzburger hat der defensive Mittelfeldspieler in dieser Saison bisher 14 Ligaeinsätze absolviert.

Formel 1

Mick Schumacher soll Medienberichten zufolge sein Formel-1-Testdebüt im Ferrari absolvieren. Wie die Internetportale Autosport.com und Motorsport.com übereinstimmend berichteten, soll der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher bei den anstehenden Testfahrten nach dem Grand Prix von Bahrain am Wochenende zunächst für Ferrari und dann für das Partnerteam Alfa Romeo testen. Die Übungseinheiten sind für Dienstag und Mittwoch nach dem Formel-1-Rennen angesetzt. Offizielle Stellungnahmen zu den Besetzungen gab es zunächst nicht.

Mick Schumacher
AP/Kamran Jebreili

Nach dem Gewinn der Formel-3-EM im vergangenen Jahr mit dem Prema-Team will der Deutsche am Wochenende in Bahrain zudem sein Debüt in der Formel 2 geben und damit den nächsten Schritt auf dem Weg in die Formel 1 machen. Der 20-Jährige gehört seit Mitte Januar auch der Nachwuchsakademie von Ferrari an. Für den italienischen Rennstall hatte sein Vater Michael fünf seiner sieben Fahrertitel geholt. Alfa Romeo, das ehemalige Sauber-Team, arbeitet eng mit Motorenlieferant Ferrari zusammen.

Nach dem Europaauftakt der Formel 1 in diesem Jahr in Barcelona am 12. Mai finden noch weitere zwei Testtage für Nachwuchsfahrer statt. Teilnehmen müssen an zwei der insgesamt vier Tagen junge Fahrer, die nicht mehr als zwei Grands Prix bestritten haben.

Motorrad

Die Fortsetzung eines motorsportlichen Zweikampfs mit anderen Mitteln hat zwei Motorradpiloten in Costa Rica eine zweijährige Sperre eingebracht. Bei einem Rennen der nationalen Motorbike-Meisterschaft im Februar waren Jorge Martinez und Marion Calvo zunächst auf der Strecke aneinandergeraten.

Zwei Jahre Sperre für Schlägerei bei Motorradrennen

Bei den nationalen Motorbike-Meisterschaften in Costa Rica sind Jorge Martinez und Marion Calvo aneinandergeraten. Beide wurden nun für zwei Jahre gesperrt. (Videoquelle: EBU/Reuters/CRF

In der Folge intensivierte sich der Kontakt der beiden Bikes, ehe Martinez auf dem (nicht vorhandenen) Sozius von Calvo landete. Nach seinem Absprung bedachte er seinen Konkurrenten mit einem Schlag. Wegen des ungebetenen Mitfahrers sichtlich erregt revanchierte sich Calvo ebenfalls mit einem „Schubser“ mitten auf der Rennstrecke.

Doping

Der Deutsche Eisschnelllaufverband (DESG) fordert Aufklärung über die mutmaßliche Beteiligung eines ihrer Aktiven in den Blutdopingskandal. Die ARD hatte am Sonntag berichtet, dass ein deutscher Olympiastarter im Verdacht stehe, Kunde des Netzwerks um den unter Hauptverdacht stehenden Mediziner aus Erfurt zu sein.

„Dem medial erhobenen Verdacht gegen eine/n deutschen Eisschnellläufer/Eisschnellläuferin muss mit allen Mitteln nachgegangen werden“, hieß es in der Mitteilung des Verbands, der aber auch betonte: „Nach unserem Wissensstand war kein Athlet/-in unseres Verbandes mit dem beschuldigten Arzt in Kontakt.“ Aktuell lägen keine weitere Details vor. Zu diesem Zeitpunkt könne man keine weitere Stellungnahme abgeben und müsse die Ermittlungsergebnisse abwarten.

Die Staatsanwaltschaft München hatte in der Vorwoche mitgeteilt, dass nach den Razzien bei der nordischen Ski-WM in Seefeld sowie in Erfurt bisher 21 Athleten aus acht europäischen Ländern ermittelt worden seien, die mutmaßlich Eigenblutdoping betrieben haben sollen. Oberstaatsanwalt Kai Gräber wollte am Mittwoch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen, ob deutsche Sportler darunter seien. Die 21 Sportler kommen seinen Angaben nach aus fünf Sportarten, darunter drei Wintersportarten.

Kein Kommentar von Staatsanwaltschaft

Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft München äußerte sich am Montag nicht zu dem ARD-Bericht. „Über Sportler, Sportarten und Nationalitäten berichten wir nicht. Jetzt sammeln wir erst mal weiter“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) Deutschlands teilte mit, dass sie eng mit der Staatsanwaltschaft kooperiere, aber derzeit „den im ARD-Bericht genannten Fall weder bestätigen noch dementieren“ könne. „Sollte es bei den Ermittlungen Hinweise auf mögliche Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen deutscher Athleten/innen und/oder Betreuer/innen geben, wird die NADA diesen auf sportrechtlicher Ebene nachgehen.“

Ski alpin

Der Skisaisonausklang hat auch für Camille Rast ein bitteres Ende gebracht. Einen Tag nachdem sie sich vor der dreifachen Weltmeisterin und Team-Olympiasiegerin Wendy Holdener den RTL-Titel bei den Schweizer Meisterschaften im Hoch-Ybrig geholt hatte, zog sich die 19-jährige Weltcup-Läuferin bei einem Sturz im Slalom einen Kreuz- und Innenbandriss im rechten Knie zu.

Rast hat bei Junioren-Weltmeisterschaften 2017 (Slalom) und 2018 (Team) Gold sowie 2019 Silber im Riesentorlauf gewonnen. 2017/18 hatte sie einen Großteil der Saison wegen Pfeifferschen Drüsenfiebers versäumt.

Skispringen

Der Tiroler Clemens Aigner hat zum zweiten Mal nach 2016/17 den Skisprung-Kontinentalcup gewonnen. Im Saisonverlauf feierte er bei 13 Teilnahmen sieben Siege. Seine ÖSV-Teamkollegen Markus Schiffner, Philipp Aschenwald und Stefan Huber gewannen jeweils einmal.

Bei den letzten drei Bewerben siegte in Abwesenheit von Aigner der Pole Aleksander Zniszczol und holte damit noch den zweiten Gesamtrang.

Eishockey

Tischtennis

Mit den Katar Open steht für die Tischtennisweltelite diese Woche der Auftakt der hochdotierten Platinum-Serie auf dem Programm. Das mit 300.000 US-Dollar dotierte Turnier ist gleichzeitig auch das letzte großen Kräftemessen vor der WM ab 21. April in Budapest. Von den Assen des Österreichischen Tischtennisverbands (ÖTTV) müssen in Doha bis auf die Weltranglisten-17. Sofia Polcanova alle in die Qualifikation.

Das gilt für Daniel Habesohn, Stefan Fegerl, Robert Gardos und Co. im Einzel, aber auch im Doppel und im Mixed-Doppel. Die Qualifikation beginnt am Dienstag, der Hauptbewerb am Donnerstag.

Chronik

Bei einem Motorradrennen im südspanischen Jerez de la Frontera ist ein 14-jähriger Pilot tödlich verletzt worden. Der Jugendliche war am Sonntag in der Kategorie Supersport 300 gestartet und in der sechsten von insgesamt zehn Runden gestürzt. Der Fahrer eines nachkommenden Motorrads konnte spanischen Medienberichten zufolge nicht mehr ausweichen und überrollte den Teenager.

Es sei sofort klar gewesen, dass der Fahrer sich in sehr ernstem Zustand befand, schrieb die Sportzeitung „Marca“. Eine Stunde nach seiner Ankunft im Krankenhaus von Jerez sei der Jugendliche seinen schweren Verletzungen erlegen. Das Rennen wurde abgebrochen. Der andalusische Motorradverband sprach Familie, Freunden und Team in einer Mitteilung sein tiefes Beileid aus.